Salon der Wunder – eine exklusive und persönliche Zauberkunst im Kempinski-Hotel

Salon der Wunder – eine exklusive und persönliche Zauberkunst im Kempinski-Hotel

Manchmal bewundere ich kleine Kinder. Neben ihrer unschuldigen und vorurteilsfreien Seele verfügen sie noch über die Fähigkeit, zu staunen und sich für Kleinigkeiten begeistern zu können. Dies geht uns Erwachsenen leider später in der Hektik des Alltags verloren. Umso wichtiger ist es, dass wir gegen den Verlust unserer Vorstellungskraft ankämpfen und regelmäßig Zaubershows besuchen.

Wie ich bereits am 27. Dezember 2016 an dieser Stelle berichtete, besuchten wir den close-up-club mit den Magiern André Kursch und Axel Hecklau, die nun schon seit 12 Jahren zusammen auf der Bühne stehen. Sofort schlossen wir die beiden in unser Herz und wurden große Fans ihrer hautnahen Zauberkunst. So war es uns sofort klar, dass wir auch ihre andere Show, die exklusive Show im Kempinski-Hotel, besuchen möchten.

Am 27. Januar 2017, nur einen Monat nach der letzten Show, war es dann soweit und wir wurden am Eingang zum Showsaal von einer wunderschönen Harfenspielerin begrüßt. An diesem Abend wurden wir dazu aufgefordert, unsere Alltagsprobleme zu vergessen und in die Welt der Illusionen einzutauchen.

60 Gäste dürfen sich an ausgesuchten Wochenenden von September bis Mai jeweils um 18.30 Uhr und 20.30 Uhr im Salon der Wunder im Kempinski-Hotel am Kurfürstendamm wieder wie ein Kind fühlen. Genauso wie im close-up-club stehen die in der Show schick gekleideten Zauberer mal zu zweit auf der Bühne, mal alleine und mal holen sie einen oder zwei Zuschauer aus dem Publikum dazu. Auch an diesem Austragungsort werden die Zuschauer von den Zauberern mit ihrem Namen angesprochen, was dem Ganzen einen persönlichen Charakter verleiht.

Neben meinen Lieblingstricks mit der Bowling-Kugel und der zerrisenen Zeitung und den obligatorischen Kartentricks gab es diesmal folgende Tricks zu bewundern: das Greifen durch eine massive Glasplatte und das besondere Gedächtnis-Spiel auf einem Schachbrett. Aber jede Show ist anders und überzeugt durch ein neues Programm. Und natürlich dürfen in der 70 Minuten dauernden Show Humor und Charme nie fehlen, zwei weitere Kennzeichen meiner beiden Lieblingsmagier.

Mein Fazit: André Kursch und Axel Hecklau haben es auch diesmal geschafft, mich ins Staunen zu versetzen – und das obwohl ich in der zweiten Reihe eigentlich jedes Geheimnis hinter dem Trick hätte erkennen müssen- und haben mich begeistert zurückgelassen. Wer also einen Abend voller Magie in der besonderen Atmosphäre des Kempinski-Hotels erleben möchte, dem sei ein Besuch des Salons der Wunder sehr zu empfehlen.

Adresse: Salon der Wunder
Kempinski Hotel Bristol
Kurfürstendamm 27
10719 Berlin

Weitere Informationen:
http://www.close-up-club.de/salon-der-wunder

#SalonderWunder #KempinskiHotel #Kempinski #Hotel #Berlin #AndréKursch #AxelHecklau #Zauber #Zauberkunst #Magie #Zauberstücke #Zaubertricks #magisch #Kurfürstendamm #Illusionen

© E. Günther

Sweet Home Europa in der Vaganten Bühne – Wo liegen deine Wurzeln?

Was bedeutet Heimat für dich? Wo liegen deine Wurzeln? Was verstehst du unter einer gelungenen Integration? Vermisst du dein Zuhause? Fragen, mit denen ich mich in letzter Zeit verstärkt wegen meiner Arbeit als Lehrerin mit jungen Männern mit einem Migrationshintergrund beschäftigt habe.

Es war also nahe liegend, dass das in der Vaganten Bühne aufgeführte Theaterstück „Sweet Home Europa“ von Davide Carnevali, dem mehrfach ausgezeichneten Autor aus Italien, mein Interesse weckte.
Beim Besuch des Theaters des Westens haben wir uns schon oft vorgenommen, dass wir einmal die Vaganten Bühne, das Privattheater in der Kantstraße im Ortsteil Charlottenburg, aufsuchen wollen. Am Freitag, den 10. März 2017, war es dann soweit.
Das Foyer, das gleichzeitig ein Café ist, war an diesem Abend sehr gut gefüllt und zeigte die unterschiedliche Vielfalt der Zuschauer, die alle Altersstufen und verschiedene Nationalitäten vertraten.
Zur Handlung des von Sabine Heymann ins Deutsche übersetzte und von dem Regisseur Stefan Lochau inszenierte Theaterstück:
Zwei Männer, die offensichtlich aus unterschiedlichen Ländern kommen und einer unterschiedlichen Kultur entstammen, treffen sich zu einem Geschäftsessen. Eine Frau führt ein Telefongespräch mit ihrem Sohn, der seine Heimat für eine bessere Zukunft verlassen hat. Ein Mann bittet einen anderen Mann auf der Straße um etwas Kleingeld.
Diese alltäglichen Situationen sind jedoch eng miteinander verbunden und erzählen die Geschichte eines jungen Mannes, der in ein anderes Land gekommen ist, um dort glücklich zu werden.
Das ganze Theaterstück über wird kein Land und keine Zeit benannt, in der die Geschichte spielt. Jedoch kann man aufgrund der Geschichte eine geografische und zeitliche Eingrenzung vornehmen. Da der Geschäftspartner aus dem anderen Land Ramadan feiert, kommt er offensichtlich aus einem muslimischen Land. Zudem ist seine Heimat von einer Wüste umgeben. Der andere Geschäftspartner, der den „Fremden“ zum Geschäftsessen einlädt, repräsentiert dabei die Nation, die das Land des anderen vorher kolonisiert und offenbar ausgebeutet hat.
In „Sweet Home Europa“ werden viele Themen behandelt, die die menschliche Existenz bestimmen: Traditionen, Kultur, Familie, Liebe, Sehnsucht, Sprache, das unterschiedliche Verständnis einer gelungenen Integration, Religion und verschiedene Erziehungsmethoden und Frauenbilder. Der Zuschauer stellt dabei die in der Gesellschaft tief verankerten Machtstrukturen fest: zwischen den Geschlechtern, zwischen den Generationen und den unterschiedlichen Kulturen und Lebensweisen.
Allerdings sorgen die drei Darsteller Alessandro Calabrese, Richard Manualpillai und Astrid Rashed dafür, dass das Theaterstück nie zu moralisierend, sondern immer witzig und manchmal etwas zu absurd wirkt.
Aus diesem Grund können wir auch das 90 Minuten dauernde Theaterstück (ohne Pause) empfehlen, denn hier wird man gleichzeitig zum Denken und Lachen angeregt.
Kontakt: Vaganten Bühne
Kantstraße 12A
10623 Berlin
030 3124529
Weitere Informationen:
#SweetHomeEuropa #Vagantenbühne #Theater #Berlin #DavideCarnevali #AlessandroCalabrese
#RichardManualpillai #AstridRashed #SabineHeymann #StefanLochau
Text © E. Günther
Fotos © Gernot Wöltjen

„Like Berlin“ im Wintergarten Varieté – Was macht Berlin aus?

„Du bist verrückt, mein Kind, du musst nach Berlin.“ (Franz von Suppé)
Genau aus diesem Grund bin ich mit meiner Familie vor ca. 19 Jahren nach Berlin, Europas Hauptstadt, gekommen.
Keine andere Stadt in Europa versprüht so viel Charme und Lebensgefühl und hat so eine emotionale Geschichte zu erzählen.
Gemeinsam mit der Kreativschmiede BASE Berlin zollt der Wintergarten mit seiner neuen Show von Markus Pabst und Pierre Caesar , „Like Berlin“, dieser facettenreichen Stadt den längst überfälligen Respekt.
 
Am Samstag, den 4. März 2017, kamen wir in den Genuss dieser wilden, nostalgischen und enthusiastischen Show, die Berlins Geschichte bis zur Gegenwart – ohne einen moralischen Zeigefinger, dafür aber mit bunten Bildern auf der Bühne – erzählt. Natürlich dürfen auch aktuelle Themen, die die Berliner beschäftigen, nicht fehlen: Burka, Hipster, der Straßenfeger, BSR und der Berliner Flughafen – alles wird auf der Bühne kunterbunt präsentiert. Die Bühnendekoration ist diesmal einfacher als sonst im Wintergarten üblich gehalten. Es steht der übergroße Buchstabe „B“, stellvertretend für die Hauptstadt, im Vordergrund. Auf dem Buchstaben erscheinen viele Zitate bekannter Persönlichkeiten (darunter David Bowie), die man mit Berlin in Verbindung bringt.
 
Untermalt wird das Ganze von großartiger Musik, die sowohl Berlins bewegende Geschichte („Wind of Change“ von den Scorpions) als auch die morbide Schönheit der Stadt („Schwarz zu Blau“ von Peter Fox) widerspiegelt. In dieser Show des Wintergarten sahen wir ausnahmsweise nur zwei Musiker auf der Bühne: die Sängerin Ena Wild und den Schlagzeuger Lukas Thielecke, die beide in jeder Minute ihr musikalisches Talent unter Beweis stellten.
 
Die bewegenden und visionären Bilder wurden von sehr talentierten Artisten hervorgerufen, die den Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht zauberten und deren unterschiedliche Herkunft für Berlins internationales Gesicht steht.
 
Am meisten beeindruckt hat mich der Akrobat Bence, der mit dem Hula Hoop und dem Luftring federleicht schwierige Kunststücke zeigte und sich dabei grazil bewegte.
Der Äthiopier Girma Tsehai begeisterte alle mit seinem Charme und seinen tänzerischen Einlagen beim Jonglieren und an der Pole. Tsehai war eindeutig der Liebling des Abends, ist aber leider nur noch bis zum 30.4.17 im Wintergarten zu bestaunen.
Taris Usman, der an der Pole gemeinsam mit Tsehai künstlerische Höhepunkte zelebrierte, stellte zudem am Cyrwheel sein Können dar.
Marie Oldenbourg hat mich an diesem Abend auch begeistert, indem sie an ihrem Schwungseil dynamisch und voller Lebensfreude turnte.
Der Tänzer Vinzenz Wagner erwies sich mit seinem durchtrainierten Körper als ein echter Augenschmaus.
Aber auch weitere Akrobaten überzeugten das Publikum mit ihrem Programm:
Jakob Vonau und Nathalie Wecker mit ihrer Hand-auf-Hand-Performance, Anissa Elakel und Florian Zumkehr mit ihren Handstand-Showeinlagen und Guillaume Karpowicz, der Diabolo mit einem Roboter-Tanz verband.
 
Mein Fazit: Mal wieder zaubert der Wintergarten eine perfekte Symbiose aus Artistik, Show und Musik auf die Bühne. Die neue Show „Like Berlin“ gehört bis zum 11.06.2017 zu den neuen Sehenswürdigkeiten Berlins und ist für jeden Berlin-Liebhaber ein Pflichtprogramm.
 
Für weitere Informationen:
 
 
Kontakt: Wintergarten Varieté
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
 
#LikeBerlin #WintergartenVarieté #Berlin #Wiga #Varieté #Akrobatik #Artistik #BaseBerlin #MarkusPabst #PierreCaesar #Tanz #GirmaTsehai #Jonglage #TarisUsman #Cyrwheel #Pole #AnissaElakel #Handstand #MarieOldenbourg #Schwungseil #JakobVonau #NathalieWecker #HandaufHand #Bence #HulaHoop #Luftring #GuillaumeKarpowicz #Diabolo #FlorianZumkehr #VinzenzWagner #EnaWild #LukasThielecke
 
© E. Günther

 

 

 

Daddy Cool – eine verbotene Liebe zur legendären Musik von Boney M. – das Boney M. Musical auf Deutschlandtournee

Meine Eltern haben in meiner Jugend die Musik der Band Boney M., die von 1975 bis 1988 38 Top-Ten-Hits hatte und über 55 Millionen Alben weltweit verkaufte, rauf und runter gehört, daher bin ich mit dieser Musik aufgewachsen. Aus diesem Grund habe ich natürlich voller Freude vernommen, dass 40 Jahre nach der Veröffentlichung des Ohrwurms „Daddy Cool“ das gleichnamige Musical, das vor elf Jahren in London Weltpremiere gefeiert hat, nun auch auf Deutschlandtournee kommt.

Am Freitag, den 10. Februar 2017, besuchte ich am ersten Tag des Berlin-Zwischenstopps die moderne Inszenierung von Frank Serr. Um 20 Uhr begann das Musical und es kam ein Mann im „Mambo No.5“-Stil auf die Bühne, der uns in die Welt des Musicals mitnahm und noch später eine entscheidende Rolle in der Geschichte spielen sollte. Zur Geschichte des Musicals gibt es Folgendes zu schreiben:

Sunny, der seinen Vater nie getroffen hat, kommt mit seiner Mutter nach London und lernt dort das Mädchen Rose kennen. Zehn Jahre später treffen sich die beiden wieder und verlieben sich ineinander. Doch ihre junge Liebe steht unter keinem guten Stern, denn beide tanzen in zwei rivalisierenden Tanztruppen, Rose ist vergeben und auch die Mütter der beiden Jugendlichen scheint eine tragische Geschichte zu verbinden.

Zwei Stunden lang feierte das Publikum eine Party und sang oft bei den weltbekannten Hits der Band mit. Vor allem die Lieder „Sunny”, „Rivers of Babylon”oder „Rasputin“ kamen bei den Zuschauern gut an. Aber trotz der Partystimmung und den vielen Tanzszenen in glitzernden Kostümen kamen wichtige Themen nicht zu kurz: der Sinn des Lebens, die Suche nach der eigenen Identität, die große Liebe, die echte und falsche Freundschaft, falscher Stolz und die unterschiedlichen Muttertypen. Während Sunny eine liebe und umsorgende Mutter hat, ist Roses Mutter eine egoistische und rachsüchtige Intrigantin, die sich nicht für ihre Tochter interessiert.

Auch hat es mir sehr gut gefallen, dass auf der Bühne die Londoner Vielfalt gezeigt wurde. Wir sahen sowohl eine Frau im Hidjab als auch eine afrikanische Frau – die Widerspiegelung der Londoner Gesellschaft.

Und am Ende endete das Musical so, wie es begonnen hat: mit einer großen Party. Die Zuschauer standen von ihren Sitzen auf und tanzten alle ausgelassen zu einem Boney M.-Madley. Aus diesem Grund kann ich Euch das Musical, das am 11. und am 12. Februar noch im Admiralspalast läuft, empfehlen, denn auch 40 Jahre nach dem Evergreen „Daddy Cool“ ist die Musik noch präsent und von keiner Party wegzudenken. Zusätzlich zu Berlin spielt „Daddy Cool“ auch in anderen Städten in Deutschland:

http://www.daddycool-show.com/de/tourdaten/tourtermine/

#AnjaHauptmann #Sunny #RiversofBabylon #Rasputin #Bremen #Düsseldorf #Capitol #DaddyCool #BoneyM #Musical #Berlin #Admiralspalast #FrankSerr #FrankFarian

© E. Günther

 

WUNSCHKINDER im Renaissance-Theater – Ist es heutzutage verboten, jung und unbeschwert zu sein?

Warum dürfen heutzutage Kinder nicht einfach Kinder sein? Kann denn ein Kind nicht einfach verspielt und albern sein? Nein, stattdessen bekommen die Kinder von heute Tabletten, um sie ruhig zu stellen und das nur weil sie sich ihrem Alter entsprechend verhalten. Muss ein 19-Jähriger nach dem Abitur sofort wissen, was er später machen möchte? Ja, in der heutigen Gesellschaft, die nur auf sichtbaren Erfolg ausgerichtet ist, wird es erwartet.

Das alles sind Fragen, die ich mir als Pädagogin sehr oft stellen muss. Aus diesem Grund habe ich mich sehr gefreut, dass das Renaissance-Theater „Wunschkinder“, eines der bekanntesten Texte von Lutz Hübner und Sarah Nemitz, deren Werke mehrfach ausgezeichnet wurden und zu den meistgespielten Texten der Gegenwart auf deutschen Bühnen gehören, ins Programm aufgenommen hat.
 
Am Samstag, den 4. Februar 2017, haben wir schließlich das an diesem Abend fast bis auf den letzten Platz ausverkaufte Theaterstück unter der Regie von Torsten Fischer und des Regieassistenten Joachim Flicker besucht und waren ganz gespannt, zu erfahren, ob die vielen positiven Kritiken im Vorfeld berechtigt waren.
 
Die „Wunschkinder“ handeln von Marc, der nach seinem Abitur vor vier Monaten sich hat hängen lassen. Er ist nur am Kiffen, Schlafen und am Feiern, sonst hat sein Leben keinen weiteren Sinn mehr. Seine Eltern Gerd und Bettine sind natürlich deswegen verzweifelt. Eines Tages ändert sich jedoch alles zum Guten, da Marc eine neue Freundin hat: Selma. Doch dann kommt Marc eines Abends völlig verstört nach Hause zu seinen Eltern …
 
Simone Thomalla war für mich die positive Überraschung an diesem Abend. Ich wusste nicht, welches schauspielerische Talent sich in ihr verbirgt. In ihrer Rolle der liebenden und fürsorglichen Mutter Bettine, die für ihren Sohn alles aufgegeben hat und immer für ihn da ist, geht sie förmlich auf. Egal, ob beim schnellen Tanzen, dem guten Zureden oder beim Ausrasten, in allen Szenen machte sie im doppelten Sinne eine gute Figur.
 
Bettines Ehemann, Gerd, ist leitender und gut verdienender Ingenieur, der von dem Schauspieler Christian Schreiber gespielt wird. Im Gegensatz zur Mutter Bettine ist er ungeduldiger und erwartet mehr von seinem Sohn, seiner „Investition“. Schließlich hat er für die Erziehung und Schulbildung seines Sohnes viel bezahlt. Die Rolle des strengen, aber doch liebenden Vater nahm der Zuschauer Christian Schreiber ab und honorierte diese Leistung mit einem entsprechenden Applaus am Ende.
 
Am meisten als Schauspielerin hat uns an diesem Abend Judith Rosmair überzeugt, die Selmas Mutter, Heidrun, verkörpert. Sie ist eine besorgte und gutmütige Mutter, die ihre Tochter über alles liebt und mit dieser eine unzertrennliche Einheit bildet. Doch das harte Leben als allein erziehende Mutter hat sie krank und zerbrechlich gemacht. Auf den Zuschauer wirkt sie leicht verrückt, was durch ihre zerzausten Haare unterstrichen wird.
 
Arne Gottschling ist Marc, Gerds und Bettines Sohn. Er versteht den ganzen Druck seitens der Eltern nicht, schließlich hat er doch vor Kurzem Abitur gemacht. Jetzt will er einfach nur das Leben genießen, ohne einen genauen Lebensplan zu haben. Er spielt den typischen jungen Mann, der gerne Sport macht und nicht von den neuen Medien loszureißen ist. Am meisten vertraut er seiner Tante, die ihn am besten verstehen kann. In der Rolle des orientierungslosen jungen Mannes hat mich Gottschling überzeugt.
 
Die von vielen anderen Theaterstücken bekannte Angelika Milster (darunter von dem Theaterstück „Doris Day“) übernimmt die Rolle der coolen Tante Katrin, die das totale Gegenstück zu ihrer spießigen Schwester Bettine ist. Sie ist aufgeschlossen und so kommen Marc und seine Freundin zu ihr, wenn sie etwas bedrückt. Eine Rolle, die der Darstellerin auf den Leib geschneidert ist!
 
Lotta Wegner ist die starke Figur Selma, die ihre Mutter abgöttisch liebt und schon früh lernen musste, stark zu sein und alles Schlechte von ihrer Mutter abzuwenden. Neben ihrer kranken Mutter und ihrem Abschluss hat sie zudem noch zwei Jobs.
Ich konnte mich mit dieser Figur sehr gut identifizieren, da ich auch eine starke Bindung zu meiner Mutter habe und viele Menschen oft nicht sehen, dass hinter dieser Stärke aber eine große Zerbrechlichkeit versteckt ist.
 
Das Theaterstück spricht sehr viele gesellschaftskritische Themen an:
° den hohen Leistungsdruck der Eltern, die ihre Wünsche und Erwartungen auf ihre Kinder projizieren.
° die Rebellion der wohlbehüteten Kinder, die am liebsten aus diesem Kokon ausbrechen möchten.
° den Zusammenprall zweier Generationen, die ein unterschiedliches Verständnis von Erfolg haben und die Tatsache, dass die ältere Generation vergessen hat, dass auch sie mal jung war.
° die Probleme zwischen Eheleuten, die sich im Laufe der Zeit entwickeln können.
° das noch immer unterschiedliche Männer- und Frauenbild: Der Mann ist der Großverdiener, der die Familie ernährt, die Mutter kümmert sich um die Erziehung der Kinder und ist für die Harmonie im Haus verantwortlich.
° die starke Beziehung zwischen einer Mutter und ihrem Kind.
° Schwestern, die sich ständig vergleichen, aber dennoch zusammenhalten, wenn es darauf ankommt.
Allerdings werden diese Themen auf eine unglaubliche humorvolle Art und Weise dargestellt. Zwei Stunden lag konnten die Zuschauer ihr lautes Gelächter nicht unterdrücken.
 
Mein Fazit: Das ganze Theaterstück über habe ich viel gelacht und war froh darüber, dass die Themen, die mich oft beschäftigen, nicht zu moralisierend behandelt wurden. Am Ende kamen mir jedoch Tränen, da „Wunschkinder“ einen trotzdem zum Nachdenken über das eigene Leben anregt. Ich kann jedem das Theaterstück nur empfehlen: eine großartige Geschichte und ein wundervoller Cast, was will man mehr?!
 
Kontakt: Renaissance-Theater
Knesebeckstraße 100
10623 Berlin
030 3159730
 
Vorstellungen: 6. Februar 2017 (16 Uhr) / 14. – 17. Februar 2017 (20 Uhr) /18. Februar 2017 (18 Uhr) / 19. Februar 2017 (18 Uhr) mit anschließendem Publikumsgespräch / 28. Februar – 4. März 2017 (20 Uhr) / 5. März 2017 (18 Uhr) / 6. – 9. März 2017 (20 Uhr)
 
Kartenpreise: 10,- bis 42,- € (So. – Do.) und 12,- bis 48,- € (Fr., Sa.+ Feiertage)
 
Achtung: Azubis zwischen dem 16. und dem 24. Lebensjahr können das Azubi-Ticket erwerben, das ihnen ermöglicht, in dem Theater Stücke für 3 Euro zu besuchen. Auch Studenten kommen nach dem Erwerb der „Studi-Flät“ für 10 Euro in den Genuss von Vergünstigungen. In den darauffolgenden sechs Monaten erhält der/die Student/in an der Abendkasse für alle Vorstellungen im Renaissance-Theater Berlin – nach Maßgabe der vorhandenen Plätze – ein Ticket für nur 1 Euro.
 
Weitere Informationen:
 
#Wunschkinder #RenaissanceTheater #Theater #Berlin #LutzHübner #SarahNemitz
#SimoneThomalla #TorstenFischer #KlausChristianSchreiber #ArneGottschling #AngelikaMilster #EmmaLottaWegner #JudithRosmair #GundulaReinig #JoachimFlicker
 
© E. Günther

 

 

Restaurant Pastis – Essen wie in Frankreich

Im Westteil Berlins (Schmargendof) befindet sich ein kleines französisches Restaurant, dessen Küche mehrfach ausgezeichnet wurde. Da wir gute Küche zu schätzen wissen, haben wir natürlich in diesem Restaurant gespeist und konnten Folgendes feststellen:
Das Servicepersonal in dem Restaurant ist sehr zuvorkommend und nimmt sich für die individuelle Beratung des Gastes genügend Zeit. Die Servicekräfte haben französische Wurzeln, sprechen aber auch einwandfrei Deutsch.
 
Auf der Karte stehen viele typisch französische Gerichte (z.B. Blutwurst), Wir haben uns für die folgende Speisenreihenfolge entschieden: Als Vorspeise wählte ich, eine Liebhaberin von Fischsuppen, die Fischsuppe „Marseille“ mit Croûtons, Rouille und geriebenem Käse für 8,90 Euro. Die Fischsuppe war püriert und schmeckte sehr originell und anders, als ich es dahin gewohnt war. Mein Mann bestellte als ersten Gang sechs Burgunderschnecken mit Kräuterbutter für 6,90 Euro. Ich probierte selbstverständlich eine und obwohl ich kein Fan von Schnecken bin, hat mir die Zubereitung sehr gefallen.
 
Als Hauptgang orderte ich das Gericht „Ossobuco vom Seeteufel auf Tomaten-Orangen-Reduktion an Gnocchi mit Zucchini und Oliven“ für 24,90 Euro. Der Preis war vollkommen angebracht, da der Fisch sehr zart und das Gemüse sehr frisch waren. Mit der perfekt abgeschmeckten Soße war das Gericht ein Gedicht.
Mein Mann entschied sich bei seinem Hauptgang für eine ganze Dorade mit Kartoffeln und Gemüse (21,90 Euro), die ihm auch sehr gut schmeckte.
 
Um das Geschmackserlebnis abzurunden, durfte natürlich ein Dessert nicht fehlen. Wie sollte es anders sein, bestellte ich ein Gericht mit Schokolade: ein warmes Valrhona-Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern aus Praliné und Pekannuss (7,90 Euro) – für mich das beste Schokoladenküchlein, das ich je gegessen habe.
Mein Mann trank wie immer zum Schluss einen Kaffee und aß dazu kleine Patisserie-Köstlichkeiten, die zusammen mit dem Kaffee 7,90 Euro kosteten.
 
Mein Fazit: Wer französische Küche liebt und einen schönen Abend bei qualitativ hochwertigem Essen und in einer entspannten Atmosphäre verbringen möchte, der sollte unbedingt einen Tisch im Restaurant Pastis reservieren. Natürlich bietet das Restaurant in der Woche auch eine Mittagskarte an (12-16 Uhr). Das Restaurant ist täglich von 12 Uhr bis 23 Uhr geöffnet (warme Küche bis 22 Uhr).
 
 
Kontakt: Restaurant Pastis
Rüdesheimer Str. 9
14197 Berlin
030 81055769
 
Weitere Informationen:
 
 
#Pastis #RestaurantPastis #Berlin #Restaurant #französischeKüche #Seeteufel #Schnecken #französischesEssen
 
© E. Günther

 

 

 

Blitzverlosung für die Show „Relax!“ – die Akrobatikshow mit den Hits der 80er-Jahre im Wintergarten Berlin –

relax_footer_350x196_acf_cropped
„Relax, take it easy“ – das richtige Motto nach einer anstrengenden Arbeitswoche…
Nachdem uns der Wintergarten bereits musikalisch mit den besten Soulhits („All Night Long“) und den älteren und aktuellen Schlagerliedern („Atemlos“) verwöhnt hat, kann man nun die Show „Relax!“ besuchen, in der man eine musikalische Reise in die 80er-Jahre unternimmt.
Wer weitere Informationen für diese Show benötigt, der sollte sich unbedingt meinen begeisterten Bericht vom 17. September 2016 durchlesen:
Damit meine Blogleser in denselben Genuss kommen können, verlose ich für diesen Mittwoch, den 25. Januar 2017, 2×2 Tickets. Alles, was Ihr dafür tun müsst, ist diesen Beitrag zu liken und im Kommentarfeld zu schreiben: „Ich bin dabei!“.
Die Verlosung dauert bis Dienstag, den 24. Januar 2017, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Ich wünsche Euch viel Glück!
Kontakt: Wintergarten Varieté
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
#WintergartenBerlin #Wintergarten #Wiga #Relax #Berlin #Show #Akrobatik #Artistik #Musik #JayKhan #ChristopherCiraulo #Crsto
#FannieLüscher #VanessaStruhler #RianEs #ChillFactor #SkatingNistorov #Rollschuhperformance #HalvesProject #Pantomime #Schwarzlichttheater #Weißclown #CrazyPierrot #TrioThreestyle #Bodenperformance
#HandaufHand #Kontorsion #Antipoden #Handstand #Darkan
 #Strapaten #DuoCerceau #Luftring #AerialHoop #GeraldinePhiladelphia #HulaHoops #DonialKalex #Jonglage
© E. Günther

Restaurant Hanok – unser Lieblingskoreaner

Als mein Mann vor zwei Jahren von seiner Geschäftsreise aus Südkorea zurückgekommen ist, hat er fast täglich begeistert von der koreanischen Küche berichtet. So habe ich nach einem Restaurant mit authentisch koreanischer Küche in Berlin gesucht und wurde aufgrund der sehr guten Bewertungen schnell fündig, und das auch noch in unserer Nähe. Das Restaurant Hanok am Ku’damm versprach sehr gut zu sein.
Seitdem gehen wir sehr gerne dort essen und haben schon viele Verwandte und Freunde zu begeisterten Stammgästen gemacht. Das Restaurant wirkt zwar sowohl außen als auch innen sehr unscheinbar, wird aber von vielen Koreanern besucht und bietet typisch koreanische Küche an. Also das, was im Grunde zählt!
Von Montag bis Samstag kann man in der Zeit von 12 Uhr bis 17 Uhr die preiswerteren Mittagsspeisen essen. Alle Gerichte kosten ca. 8 Euro und wir haben schon fast alle probiert. Dazu wird vorab eine warme Suppe und zu jeder Speise drei typisch koreanische Beilagen (wie z.B. ein eingelegter Kimchi) serviert.
Das Koreanische Curry mit Huhn (Nummer 410) für 8 Euro zählt zum Lieblingsessen meines Mannes, ich bestelle sehr gerne die Ente in Misopaste, mariniert mit Reis (Nummer 414) für 8,50 Euro.
Abends kann man viele weitere Speisen zu ebenfalls moderaten Preisen ordern. Unser Ziel ist es, einmal unbedingt an dem Koreanischen Barbecue teilzunehmen.
Mein Fazit: Wer schon immer typisch koreanische Gerichte probieren und nicht zu tief ins Portemonnaie greifen wollte, dem sei das Hanok sehr zu empfehlen, sowohl mittags als auch abends. Das Restaurant hat von Montag bis Samstag von 12 bis 22.30 Uhr und sonntags von 12 Uhr bis 21.30 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen:
Kontakt: Restaurant Hanok
Kurfürstendamm 134
10711 Berlin
030 89541892
© E. Günther

 

 

Gewinnspiel zum Theaterstück „Erbarmen“ im Berliner Kriminal Theater

2_120Wer kennt nicht den spannenden Psychothriller von Jussi Adler-Olsen?! Schon die Verfilmung hat viele begeistert. Nun gibt es das Theaterstück dazu.

Ich verlose 1×2 Freikarten für das Kriminalstück ERBARMEN am Montag, den 30.01.2017, um 20 Uhr im Berliner Kriminal Theater.

Das Berliner Kriminal Theater in Friedrichshain, das zu meinen Lieblingstheatern gehört, befindet sich in einem kleinen Hinterhof neben dem Restaurant Umspannwerk Ost. Im Hinterhof hängen Bilder der aktuell gespielten Theaterstücke. Dabei handelt es sich, wie der Name „Kriminal Theater“ schon sagt, um die Inszenierungen bekannter Krimis, sei es von Agatha Christie, Umberto Eco oder Alfred Hitchcock. Im Foyer kann man die Fotos der männlichen und weiblichen Darsteller der einzelnen Theaterstücke bewundern.
Bereits zwei Theterstücke habe ich in dem Theater besucht und war jedes Mal von der Umsetzung des literarischen Stoffes und von dem Cast begeistert.

Zu der Handlung des Theaterstückes: Carl Mørck ist seit 25 Jahren Vizekriminalkommissar bei der Mordkommission Kopenhagen. Bei einem besonders heiklen Einsatz gerät sein Team in einen Hinterhalt, ein Kollege wird getötet und ein anderer schwer verletzt. Mørck selbst kommt äußerlich fast unbeschadet davon, erleidet allerdings ein Trauma. Erst zwei Monate später kehrt er in den Dienst zurück. Er wird in ein Kellerbüro abgeschoben und mit dem Aufbau des Sonderdezernats Q beauftragt, das alte uaufgeklärte Fälle unauffällig zum Abschluss bringen soll. Dazu bekommt er mit dem Syrer Hafez el-Assad einen neuen Assistenten. Die beiden lassen es ruhig angehen, bis Mørck auf die Akte der seit Jahren vermissten Politikerin Merete Lynggaard stößt: Sie war spurlos von einer Personenfähre verschwunden, ihr Fall wurde schließlich als wahrscheinlicher Selbstmord eingestuft und nicht weiter verfolgt. Mørcks alter Ehrgeiz ist geweckt und er geht einigen Nachlässigkeiten bei den bisherigen Ermittlungen nach. Er findet immer deutlichere Hinweise darauf, dass die vermeintlich Tote noch am Leben sein könnte und sich in großer Gefahr befindet, denn sie wird seit Jahren in völliger Isolation und Dunkelheit gefangen gehalten.

Adresse: Berliner Kriminal Theater
Palisadenstraße 48
10243 Berlin

Falls dein Interesse geweckt worden ist, dann mach bei dem Gewinnspiel mit! Alles, was du dafür tun musst, ist: Like diesen Beitrag UND kommentiere in dem unteren Kommentarfeld, was dein Lieblingskriminalroman ist! Die Verlosung endet am Donnerstag, den 26. Januar 2017, um 17 Uhr.

Ich wünsche Euch viel Glück! Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Weitere Informationen: http://kriminaltheater.de/index.php?article_id=161

© E. Günther

Blitzverlosung zu meinem 100. Beitrag – „Wer früher zockt ist länger reich“ im Kabarett-Theater DISTEL

In Kooperation mit dem Kabarett-Theater DISTEL verlose ich für diesen Donnerstag, den 19. Januar 2017, 3×2 Karten für die 20 Uhr-Vorstellung der Satire über die Merkel-Zeit: „Wer früher zockt ist länger reich“.
Zur Handlung des Satirestücks über den Kapitalismus in Deutschland: Der Verschönerungsverein in dem 900-Seelen-Dorf Ehmte ist erschüttert, denn seine Schwarzkasse droht, aufzufliegen. Und zu allem Überfluss verfällt die Vereinsspitze nach der letzten Vorstandsklausur dem Glücksspiel, aus den paar Mäusen werden schnell 133.465,27 EUR.
Das Finanzamt kann sich aber nur schwer dem Problem widmen, denn mit den Flüchtlingen und der Griechenlandhilfe hat man schließlich genug zu tun.
Ich war schon häufig in dem Kabarett-Theater und konnte bis jetzt immer herzhaft lachen. Wenn auch du mal wieder richtig über die aktuellen Probleme Deutschlands lachen möchtest, dann mach unbedingt bei der Verlosung mit. Dazu musst du einfach bis Mittwoch, den 18. Januar 2017, um 12 Uhr den Beitrag liken und in dem Kommentarfeld schreiben, mit wem du in das Satirestück gehen möchtest.
Wie immer wünsche ich Euch viel Glück! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Adresse: Kabarett-Theater DISTEL
Friedrichstraße 101
10117 Berlin
© E. Günther