Gewinnspiel: 1×2 Karten für Ninja Hall Berlin

In der Ninja Hall (Berlin), die durch die TV-Show „Ninja Warrior“ inspiriert wurde, findest Du kreative Parcours und kannst Dir neue sportliche Ziele setzen. Da die Parcours mit drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden jede Woche verändert werden, wird es nie langweilig. Springen, laufen, schwingen – neuen Herausforderungen stellst Du Dich dort immer. Auch bietet die Ninja Hall einen Bereich nur für Kinder (ab 4 Jahren), Kurse für Kinder und Erwachsene und veranstaltet auch einen Ninja Cup.

Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann verlose ich hiermit 1×2 Karten für Ninja Hall Berlin und fasse noch einmal das Wichtigste zusammen:

Was? 1×2 Karten für Ninja Hall Berlin
Wo? Seelenbinderstraße 129/157, 12555 Berlin-Köpenick
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken und unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen!

Das Gewinnspiel endet am Mittwoch, den 1. Dezember 2021, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Viel Glück!

Praktische Hinweise: Bitte Turnschuhe und Sportschuhe mitbringen! Teilnehmer unter 14 Jahren müssen eine erwachsene Begleitperson mitnehmen. Und natürlich an die 2G-Regel denken.

Text © E. Günther
Foto © Ninja Hall Berlin

Ursli und Toni Pfister als Cindy und Bert im TIPI AM KANZLERAMT- So, als ob du schwebtest

Ein normaler Samstagabend in den 70-er Jahren, es läuft die musikalische Familienshow im ZDF. „So, als ob Du schwebtest“ – eine Fernsehshow, bei der sich die ganze Familie vor dem Fernseher versammelt.
Na, klingelt es bei Euch? Ich muss ehrlich zugeben, dass mir persönlich das in Deutschland beliebte Musik-Ehepaar Cindy und Bert vor der Show nichts gesagt hat. Allerdings bin ich seit der legendären Show „Frau Luna“ ein sehr großer Fan der talentierten Geschwister Pfister. Aus diesem Grund musste ich einfach am Freitag, den 29. Oktober 2021, um 20 Uhr ihre neue und fast ausverkaufte Show im Tipi am Kanzleramt besuchen: „Cindy und Bert – So, als ob du schwebtest“.

Ursli Pfister (Christoph Marti) als Cindy und Toni Pfister (Tobias Bonn) als Bert – das musste einfach gut werden! Und eins darf ich schon vorab verraten: Unter der künstlerischen Leitung von Christoph Marti und der Produktionsleitung von Tobias Bonn war die musikalische Tanz-Parodie-Show „Cindy und Bert“ phänomenal! Wir wurden für drei Stunden (mit Pause) in die Schlagerwelt der 70-er Jahre entführt, in der alles perfekt schien, aber doch nicht war.

Die für mich mal wieder überragenden Pfister-Geschwister haben auch in dieser Show perfekt ihre Rolle interpretiert: die des musikalischen Vorzeige-Schlagepaars Cindy und Bert. Und unter der musikalischen Leitung von Johannes Roloff (Piano/Keyboards) wurden alle bekannten Hits des Duos überzeugend dargeboten. „Immer wieder sonntags“, „So, als ob Du schwebtest“, „Wir spielen vierhändig Klavier“, alle Evergreens wurden gespielt und gesungen. Mein Lieblingssong an dem Abend war „Hallo Herr Nachbar“, der davon handelt, dass wir mehr Liebe, Freundlichkeit und Humor in der Welt benötigen – auch heute noch sehr aktuell.

Die Stimmen der Pfister-Geschwister waren wie immer kraftvoll, auch die Musik der Band (Gitarren: Gary Schmalzl, Bass: Jürgen Schäfer, Drums: Immo Hofmann, Trompete: Vit Polák, Posaune: Daniel Busch und Till Krause, Saxophone und Klarinette: James Scannell und Frank Lüdecke) war mitreißend.
Die Zuschauer wurden von der ersten Sekunde an von Tobias Bonn und Christoph Marti abgeholt und sangen mal lautstark, mal leise mit. Das Publikum klatschte und hüpfte wie ich begeistert auf seinen Sitzen. Da ich mich vor der Show mit dem Schlagerduo Cindy und Bert ausführlich beschäftigt hatte, konnte ich erkennen, dass Tobias Bonn und Christoph Marti Cindy und Bert fehlerfrei imitierten. Ihre Gestik und Mimik waren bis ins kleinste Detail meisterhaft übernommen. Es stimmte bei den beiden alles, man glaubte Cindy und Bert auf der Bühne live zu erleben.

Doch nicht nur die beiden waren fantastisch, sondern auch der tanzende Chor. Auch hier waren die Stimmen makellos und die Choreografie von Danny Costello fabelhaft. Die singende Tanztruppe (Chiara Cook, Anke Merz, Carolin Schönemann, Robert Johansson und Tobias Stemmer) unterhielten grandios mit den Werbehits „Strahlerküsse schmecken besser“ oder „Nuts hat’s“ das Publikum mit ihrem starken Gesang und fröhlichen Tanz in den „Werbeblocks“, wenn sich „Cindy und Bert“ wieder umgezogen haben. Die Jo-Roloff-Singers parodierten mit ihrer naiven Gestik, ihrem Dauergrinsen und dem für die damalige Zeit typischen Hüftschwung prächtig die Künstlerwelt der 70-er Jahre. Zurecht gab es auch für sie begeisterten Applaus nach den einzelnen Nummern und am Ende.

Dass die Show so glaubhaft gestaltet werden konnte, hat man auch den detailgetreuen und liebevoll gemachten 60 Kostümen von Heike Seidler und dem silberweißen Bühnenbild mit der geschwungenen Showtreppe von Stephan Prattes zu verdanken. Zeitweise dachte man, dass man sich wirklich gerade in der Mainzer Rheingoldhalle und in der Zeit der großen Samstagabendshows befindet.
Doch Cindy und Bert wurden nicht einfach wertfrei in der Show imitiert, sondern durch die an manchen Stellen mit Absicht überzogene Parodie wurde das Publikum im Saal zum Lachen und damit auch zum Reflektieren gebracht. Mit viel Augenzwinkern und Humor wurden das damals existierende passive und untergeordnete Frauenbild und der weit verbreitete Chauvinismus hinterfragt. Als die Sängerin und Tänzerin Gundula von den Jo Roloff-Singers die Postkarte mit dem Einsendeschluss eines Gewinnspiels präsentiert, schaut „Bert“ ihr auf den Hinterteil und bemerkt lobend, dass Gundula so vielseitig sei. Eine Tatsache, die heutzutage zum Glück nicht mehr möglich wäre.

Mein Fazit: Die Show „Cindy und Bert – So, als ob du schwebtest“ ist eine Show der guten Laune! Egal, ob man Fan von der Musik von Cindy und Bert gewesen ist / ist, man erlebt fast drei Stunden lang eine perfekte Unterhaltung und verlässt das Tipi am Kanzleramt sehr gut gelaunt. Die brillanten Pfister-Geschwister, die Jo-Roloff-Singers und die Band zeigen sowohl respektvoll als auch sarkastisch die Schlagerwelt der 70-er Jahre und machen den Abend zu einem besonderen Erlebnis und die Show zu einem Must-See mit Suchtpotential! Bis zum 28. November 2021 könnt Ihr diese großartige Show mit einem „Gastauftritt“ im Tipi am Kanzleramt erleben.

Adresse: Tipi am Kanzleramt
Große Querallee
10557 Berlin

Praktische Hinweise: Bis zum 9. November 2021 gilt an jedem Showabend die 3 G-Regel im Tipi. Ab dem 9. November 2021 werden Shows sowohl nach der 2 G- als auch nach der 3 G-Regel durchgeführt. Dann gilt jeden Dienstag und jeden Sonntag 2 G, an anderen Tagen 3 G.

Weitere Informationen:
https://www.tipi-am-kanzleramt.de/
https://www.facebook.com/search/top?q=tipi%20am%20kanzleramt
https://www.facebook.com/dieGeschwisterPfister
https://geschwister-pfister.de/

Text © E. Günther
Fotos © Barbara Braun / TIPI AM KANZLERAMT
letzte Showbilder © E. Günther

Foto © Barbara Braun / TIPI AM KANZLERAMT
Foto © Barbara Braun / TIPI AM KANZLERAMT
Foto © Barbara Braun / TIPI AM KANZLERAMT
Foto © Barbara Braun / TIPI AM KANZLERAMT
Foto © Barbara Braun / TIPI AM KANZLERAMT
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Foto © Barbara Braun / TIPI AM KANZLERAMT
Foto © Barbara Braun / TIPI AM KANZLERAMT
Foto © Barbara Braun / TIPI AM KANZLERAMT
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Foto © Barbara Braun / TIPI AM KANZLERAMT
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Foto © Barbara Braun / TIPI AM KANZLERAMT
Foto © E.Günther
Foto © E.Günther
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„Drei Lügen zu viel“ in „Die Stachelschweine – Kabarett Theater“ im Europa-Center Berlin

„Es wird nie mehr gelogen als vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.“ (Louis Berger)

„Die Stachelschweine“, das erste politische Nachkriegskabarett in Deutschland, geht wieder mit der Zeit und der politischen und medialen Entwicklung und bringt mit „Drei Lügen zu viel“ – einer Neufassung des Erfolgsstücks „Gelogene Wahrheiten“ von Frank Lüdecke und Sören Sieg – eine Satireshow der Extraklasse auf die Bühne.

Am Freitag, den 22. Oktober 2021, nahmen wir um 20 Uhr in dem urigen Theater im Untergeschoss des Europa-Centers, das 331 Sitzplätze im Parkett und an Tischen und eine Lounge im Eingangsbereich bietet, Platz und freuten uns auf die Show.

Wovon handelt die Satireshow „Drei Lügen zu viel“?
2022 – Corona ist endlich besiegt. Doch ein neues Virus greift die Menschheit an und diesmal ist es viel schlimmer, denn das neue Virus zwingt die Menschen dazu, immer und überall die Wahrheit zu sagen. Die Folgen sind katastrophal: Die Scheidungsrate steigt, die Welt kommt hinter das Geheimnis der Fleischindustrie, die Renten werden abgeschafft, Bayern will unabhängig werden.
Angela Merkel ruft eine Task-Force ins Leben: Drei Auserwählte in einem Geheimbunker am Potsdamer Platz sollen in nur 24 Stunden eine Strategie entwickeln, um das Virus zu besiegen. Können sie die Menschheit retten?

Dem großartigen Trio Jenny Bins, Mirja Henking und Steven Klopp haben wir es zu verdanken, dass die Show ein Brüller war und die Lachmuskeln des Publikums im fast vollbesetzten Zuschauersaal strapaziert wurden. Mirja Henking und Steven Klopp beginnen die Show und stellen eine Vater-Sohn-Beziehung dar. Doch keine gewöhnliche, sondern die zwischen Gott und seinem Sohn Jesus. Jesus ist mit den vielen Schöpfungen seines Vaters nicht zufrieden und schickt daher den Menschen einen neue Seuche an den Hals: das Wahrheitsvirus, das unsere Zivilisation fast ausrottet.

Unten auf der Erde sucht die Regierung fieberhaft nach einer Lösung und beruft daher drei Experten zusammen. Doch leider sind der Vier-Sterne-General, die Medizinnobelpreisträgerin und der CEO eines Weltkonzerns verhindert. Aber es gibt einen würdigen Ersatz: eine Neuköllner Streifenpolizistin (Jenny Bins), einen Psychiater aus Mecklenburg-Vorpommern (Steven Klopp) und die Gleichstellungsbeauftragte für Britz-Buckow-Rudow (Mirja Henking).

Doch es blieb nicht nur bei dieser Szene. Viele weitere folgten: eine Wohnungsbesichtigung, bei der die arrogante Maklerin dem belgischen Ehepaar eine überteuerte Wohnung verkaufen möchte; die Pflegeeinrichtung „Winterruhe“, wo osteuropäische Pfleger für Niedriglöhne arbeiten; eine Fleischerin, die erklärt, dass in der Wurst kein Fleisch steckt etc.

Zu meinen zwei Lieblingsszenen gehörten: Beim Rapport der beiden Soldaten bei der Generalin waren wir nur am Lachen. Die Generalin mag keine Flüchtlinge und keine Ostzonalen und muss sich den Bericht von einer Soldatin aus Leipzig und mit einem sächsischen Akzent anhören – herrlich! Dazu noch die Kritik an der nicht vorankommenden Digitalisierung in Deutschland.
Bei der Pressekonferenz des japanischen Ministers lagen wir vor Lachen auf dem Boden. Der Japaner versteht nicht die Arbeitsmentalität der Deutschen. Ein Herzinfarkt sei in Japan keine Krankheit, sondern eine Motivation, weiter zu arbeiten. Wie kann eine Arbeitswoche in Deutschland nur 38 Stunden dauern, wenn der Tag 24 Stunden hat?! Zum Brüllen komisch!

Mein Fazit: Die neue politische und sozialkritische Show „Drei Lügen zu viel“ in „Die Stachelschweine“ beschäftigt sich mit allen Themen, die in Deutschland aktuell sind: die unmenschlich hohen Immobilienpreise, die fehlgeschlagene Digitalisierung in Deutschland und die Angst vor einem neuen Virus.
„Drei Lügen zu viel“ ist eine sehr gelungene Gesellschaftssatire, die einen Sketch nach dem anderen bringt und das Publikum sehr gut unterhält. Empfehlenswert, nicht nur für politisch Interessierte!

Adresse: Die Stachelschweine
im Europa-Center
Tauentzienstraße 9
10789 Berlin

Praktische Hinweise: In „Die Stachelschweine“ gilt weiterhin die 3G-Regel. Die Show dauert ca. 2 Stunden (mit einer Pause dazwischen).

Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/DieStachelschweine
https://diestachelschweine.de/

Text und Szenenbilder © E. Günther
Titelbild (1. Foto) © Dirk Dehmel

© Dirk Dehmel
© E.Günther
© E.Günther
© E.Günther
© E.Günther

Die Stulle – Ein Stullen-Hotspot in Berlin

„Mama, darf ich mir das kaufen?“ – „Nein, mein Kind, wir haben noch Brot zu Hause.“ Seit der Kindheit verbinden wir mit der Brotzeit und Stullen etwas Negatives, doch vor acht Jahren haben Marlene Richter und Anne Wiedelmann „Die Stulle“ am Savignyplatz eröffnet und mit den innovativen und kreativen Kreationen gezeigt, wie außergewöhnlich eine Stulle sein kann.

Am Samstag, den 25. September 2021, besuchte ich mit einer langjährigen Freundin endlich das in Charlottenburg zentral gelegene Café. Das Café „Die Stulle“ verarbeitet ausschließlich saisonale, frische und regionale Produkte. Neben den berühmten Stullen kann man auch Suppen, Kuchen, Porridge und Bowls bestellen und auch Lebensmittel fürs Zuhause kaufen.

Das Frühstücksangebot ist sehr abwechslungsreich. An dem besagten Tag entschied ich mich für Green Garden für 14 €: ein sehr leckeres Nussbrot mit pochierten Bio-Landeiern, Avocado und Parmesan. Meine Begleitung wählte ein Fitnessfrühstück für ebenfalls 14 €: Vollkornbrot mit zwei Spiegeleiern, Avocado, gebeiztem Lachs, Kräuterquark und Ofengemüse. Beide Kreationen schmeckten richtig gut und waren schön angerichtet, die Portionen waren sehr üppig. Das Brot stammt von der Naturbäckerei Zeit für Brot, wo es ohne Backmischungen und andere Zusätze aus langgegorenem Sauerteig jeden Tag frisch gebacken wird.

Mein Fazit: Die Philosophie des Cafés „Die Stulle“- „Hausgemacht schmeckt immer noch am besten.“ – wird hier gelebt. Die frisch zubereiteten Stullenkreationen überraschen und zeigen, wie modern und vielseitig die Stulle angerichtet werden kann. Ich werde auf jeden Fall mindestens noch einmal kommen und mich durch die interessante Karte durchprobieren.

Adresse: Die Stulle
Carmerstraße 10
10623 Berlin

Öffnungszeiten: Montag, Donnerstag – Sonntag: 09–17.30 Uhr, Dienstag & Mittwoch Ruhetag

Weitere Informationen:
https://www.die-stulle.com/
https://www.facebook.com/Die.Stulle.Berlin

Text und Fotos © E. Günther

Foto © E. Günther
Foto © E. Günther
Foto © E. Günther
Foto © E. Günther
Foto © E. Günther
Foto © E. Günther
Foto © E. Günther

„Onegin“ in der Staatsoper Unter den Linden – Puschkins Klassiker über eine unerfüllte Liebe und meine Lieblingsballettaufführung

„Ich schreib an Sie – muss ich’s begründen? / Sagt dies nicht mehr, als Worte tun? / Sie dürfen, wenn Sie’s richtig finden / Mich strafen mit Verachtung nun.“ –
Diese emotionalen Zeilen eines Briefes entstammen einer Weltliteratur: dem Versroman „Onegin“ von Alexander Puschkin. Es gibt unzählige Theaterstücke, zahlreiche Opern, die sich dieser herzzereißenden Geschichte über Tatjana und Onegin annehmen, doch nur John Cranko hat aus Puschkins Versroman ein Ballett gemacht.

Am Samstag, den 2. Oktober 2021, hatte ich endlich die Gelegenheit, diesen Klassiker als Ballett in drei Akten (sechs Szenen) in der Staatsoper Unter den Linden zu sehen, das als eines der wichtigsten Handlungsballette des 20. Jahrhunderts gilt.

Doch wovon handelt Puschkins „Onegin“?
Eugen Onegin, ein junger und selbstverliebter Aristokrat, ist von seinem Leben in der Großstadt gelangweilt und reist deswegen mit seinem Freund Lenski aufs Land. Dort trifft er sowohl Lenskis Verlobte Olga als auch die schüchterne und mit ihren Büchern beschäftigte Tatjana. Die junge und unerfahrene Tatjana verliebt sich sofort in Onegin und gesteht ihm ihre Gefühle in einem Brief. Aber Onegin zerreißt den Brief vor Tatjanas Augen und weist sie ab. Tatjana ist am Boden zerstört. Zudem fordert Lenski Onegin zum Duell auf, weil dieser unehrenhaft mit seiner Verlobten Olga auf dem Ball tanzt.
Zehn Jahre später trifft Onegin, der sich charakterlich verändert hat, wieder Tatjana, die inzwischen die Ehefrau des Fürsten Gremin geworden ist. Er erkennt, was er in Tatjana hatte und verliebt sich in sie, was er ihr in einem Brief kundtut. Doch diesmal ist alles anders, denn Tatjana ist nicht mehr das naive Mädchen von damals.

Mit seiner Choreografie und Inszenierung hat John Cranko ein Ballett erschaffen, das einen hohen technischen und tänzerischen Anspruch an seine Balletttänzer hat. Allerdings wird auch darstellerisch den Tänzern alles abverlangt, denn sie müssen eine Persönlichkeitsentwicklung glaubhaft dem Publikum vermitteln. Und dies gelang an dem Abend allen, vor allem Yolanda Correa, die die Rolle der Tatjana in „Onegin“ tanzt.

Am Anfang lernt der Zuschauer Tatjana als eine unschuldige und naive junge Frau kennen, in der eine große, aber eine unschuldige, Liebe für den Dandy Onegin entflammt wird. Voller kindlicher Zuversicht schreibt sie einen Liebesbrief an Onegin und träumt leidenschaftlich von ihm. Onegins Zurückweisung und die damit verbundene Demütigung brechen ihr das Herz und lassen sie verzweifelt zurück.
Zehn Jahre später begegnet sie ihrer Jugendliebe erneut. Doch vieles hat sich in ihrem Leben inzwischen verändert. Sie ist mit dem Fürsten Gremin verheiratet und ist eine stolze und selbstbewusste Frau mit Ehrgefühl geworden: „Ich liebe Sie (wozu’s verhehlen?), / Doch gab man einem andern mich; / Ihm werd ich treu sein ewiglich.“ So entsagt sie am Ende der Geschichte der Leidenschaft und ihrer noch immer vorhandenen Liebe für Onegin und hört auf die Vernunft, indem sie bei dem Fürsten Gremin bleibt.
Yolanda Correa gelingt es perfekt, diese persönliche Entwicklung und Tatjanas Zerrissenheit glaubhaft zu vertanzen und dem Publikum darstellerisch zu vermitteln. So leidet man zweimal im Publikum mit ihr: das erste Mal, als Tatjanas reines Herz von Onegin zurückgewiesen wird und das zweite Mal, als die tugendhafte Tatjana sich für ihre Ehe statt für ihre Liebe entscheidet.

Onegin ist ein gelangweilter Dandy aus der Großstadt, der empathielos durch das Leben stolziert und dabei vielen Menschen weh tut. Für Tatjanas Liebesbrief hat er deswegen nur Verachtung übrig und zerreißt ihn spöttisch vor ihren Augen. Die Gefühle der anderen interessieren ihn nicht – so auch nicht die seines loyalen Freundes Lenski, als er mit dessen Verlobten auf einer öffentlichen Veranstaltung hemmungslos tanzt.
Aber nach zehn Jahren hat auch er einen Reifeprozess durchlaufen. Er möchte nicht mehr das sinnlose Leben eines Herumtreibers führen und erkennt in Tatjana seine wahre und einzige Liebe. Diesmal schreibt er ihr einen emotionalen Liebesbrief und wirft sich ihr vor die Füße. Doch diesmal bekommt der Verführer nicht das, was er möchte. Tatjanas Ehrgefühl ist stärker als ihre Liebe zu ihm.
Mit Alexei Orlenco gelingt dem Staatsballett Berlin eine ideale Besetzung des Antihelden Onegin. Man hasst den jungen Onegin, fühlt mit dem älteren Onegin und ist von den tänzerischen und darstellerischen Qualitäten des Alexei Orlenco bezaubert.

Auch die Figur Olga, Tatjanas Schwester, spielt eine wichtige Rolle in der dramatischen Geschichte „Onegin“. Mit ihrem Verlobten Lenski ist sie glücklich verlobt und auch so führt sie ein unbeschwertes Leben. Doch handelt sie auf dem Ball unbedacht und kopflos, wenn sie mit Onegin wild tanzt. Sie verletzt damit die Ehre ihres Verlobten, was für ihn und damit auch für sie in einer Tragödie endet. Iana Balova bringt Olgas Sorg- und Kopflosigkeit authentisch auf die Bühne, indem sie ihren Charakter in einem leichtfüßigen Tanz ausdrückt.

Der Dichter Lenski liebt seine Verlobte Olga und ist seinem Freund Onegin loyal ergeben, obwohl beide Männer unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Tatsache, dass sein bester Freund mit seiner Verlobten sorgenfrei vor den Augen der Gesellschaft herumwirbelt, verletzt und entehrt ihn. So muss er für die damalige Zeit die einzig logische Entscheidung treffen: Lenski fordert Onegin zu einem Duell auf und weist Onegins Versöhnungsangebote von sich.
Am Ende bezahlt er das mit seinem Leben und lässt seine Verlobte von Trauer erfüllt zurück.
Alexander Bird interpretiert sehr gut die Rolle des liebenden und eifersüchtigen Lenski und berührte mich an dem Abend stark mit seiner tänzerischen Soloszene kurz vor dem Duell.

Fürst Gremin ist Tatjanas Ehemann und bringt mit seinem würdevollen Charakter Sicherheit in Tatjanas Leben, was sehr gut von Konstantin Lorenz umgesetzt wird.

Reid Andersons Einstudierung wurde von allen Beteiligten ausgezeichnet auf der Bühne der Staatsoper Unter den Linden vertanzt. Die Balletttänze waren intensiv und leidenschaftlich. Sie haben mich berührt wie bei Birds Soloszene, erzeugten bei mir Gänsehaut – vor allem mit dem innigen Pas de Deux von Correa und Orlenco in Tatjanas Traumsequenz – und wühlten mich mit dem leidenschaftlichen und berauschenden Pas de Deux der beiden Hauptprotagonisten am Ende nach Onegins Liebeserklärung auf. Cranko und Anderson gelingt es, mit der Choreografie die emotionalen Zuständen der Figuren zu visualisieren und die Zuschauer diese Gefühle komplett fühlen zu lassen.

Peter I. Tschaikowskys Musik, eingerichtet und instrumentalisiert von Kurt-Heinz Stolze, unterstützte dabei die Ergriffenheit der Zuschauer. Die Musik basiert auf Kompositionen von Peter I. Tschaikowsky, allerdings ohne auch nur einen einzigen Takt aus seiner Oper „Onegin“ zu verwenden. Unter der musikalischen Leitung von Paul Connelly (Staatskapelle Berlin) hörten wir 46 Klavierwerke von Tschaikowsky, darunter die Ouvertüre-Fantasie „Romeo und Julia“ und Teile der Oper „Cherevichki“.

Auch die Stimmung des Versromans „Onegin“ wird von Elisabeth Dalton (Bühne und Kostüm) und Gerd Neubert (Bühnenbildassistenz) hervorragend interpretiert: die Atmosphäre der ländlichen Bauerntänze am Anfang, das bürgerliche Milieu auf Tatjanas Geburtstagsball und der aristokratische Ball am Ende – alles detailgetreu abgebildet.

Mein Fazit: John Cranko hat Puschkins Versroman „Onegin“ als Handlungsballett glänzend interpretiert und damit eines der intensivsten und emotionalsten Meisterwerke der Ballettgeschichte des 20. Jahrhunderts geschaffen. In der Adaptation 2021 in der Staatsoper Unter den Linden stimmt einfach alles: die herausragenden Balletttänzer, die auch begnadeten Darsteller sind, die leidenschaftlichen und aufwühlenden Tänze, die gefühlvolle Musik und das authentische Bühnenbild. Neben dem Ballett „Der Nussknacker“ gehört „Onegin“ ab jetzt zu meinen Lieblingsballettaufführungen. Ein Must-See, am 27. November 2021 um 19:30 Uhr in der Staatsoper Unter den Linden wieder zu erleben.

Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/staatsoper
https://www.staatsoper-berlin.de/de/

Adresse: Staatsoper Unter den Linden
Unter den Linden 7
10117 Berlin

Praktische Hinweise: Die Ballettaufführung dauert 140 Minuten (mit zwei Pausen). In der Staatsoper Unter den Linden gilt weiterhin die 3G-Regel.

Text © E. Günther
Collage © Staatsoper Unter den Linden
letzte Szenenbilder © E. Günther

Collage © Staatsoper Unter den Linden
© E.Günther
© E.Günther
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ARISE Grand Show im Friedrichstadt-Palast Berlin – Liebe ist stärker als die Zeit

„Ohne Glaube an ihre Dauer wäre die Liebe nichts, nur Beständigkeit macht sie groß.“ (Honoré de Balzac)

Diesem wunderschönen Thema – der Liebe, die die Zeit überwindet – widmet sich seit dem 7. August 2021 die neue und 11 Millionen teure schillernde Show „ARISE Grand Show“ im Friedrichstadt-Palast. Am Freitag, den 3. September 2021, wurden auch wir Zeuge davon, dass die Liebe über die Zeit siegen wird.

Das Leben des Fotografen Cameron (von Frank Winkels authentisch verkörpert) scheint perfekt zu sein. Mit seiner Liebe, die gleichzeitig auch seine Muse ist, reist er um die Welt und genießt das Leben. Doch eines Tages stirbt seine große Liebe und nimmt Cameron jeden Funken Hoffnung. Gefangen in Bildern, die ihn an die unbeschwerte Zeit mit ihr erinnern, kann er die Vergangenheit nicht hinter sich lassen. Gemeinsam mit der Zeit, dem Licht und einer Muse taucht er in eine Welt voller farbenprächtiger Bilder ein.

Auch das Publikum wird in eine wunderschöne Welt aus emotionalen und farbenfrohen Bildern mitgenommen und begleitet Cameron auf seiner Reise zu sich selbst. 33 spektakuläre Revuenummern von unglaublicher Intensität begeistern den Zuschauer in der Show.

Die Live-Musik der Showband unter der Leitung des Dirigenten Daniel Behrens ist eine Mischung aus Elektro-Pop, Funk, Balladen und Hip Hop und animiert zum Träumen und zum Mitgrooven auf den Sitzen. Zwei der Lieder hat Conchita WURST geschrieben. Tertia Botha als das Licht, Olivier St. Louis als die Zeit und Laurie Hagen als die Muse bilden auf der Bühne eine künstlerische Symbiose und sorgen mit ihrem Gesang für unvergessliche Momente.

Mal wieder landet der Friedrichstadt-Palast mit seinen Choreografen einen Coup: Neben Alexandra Georgieva, der Choreografiekönigin des Balletts im Friedrichstadt-Palast, kreieren diesmal Ohad Naharin, seit 1990 Leiter der „Batsheva Dance Company“, Ashley Wallen, der die Tanzszenen für den Film „The Greatest Showman“ auf die Beine gestellt hat, und der ehemalige Startänzer Eric Gauthier, einzigartige und gefühlsbetonte Choreografien in der Show „ARISE Grand Show“.
Für immer unvergessen bleibt Naharins neue Interpretation von „Echad Mi Yodea“: Männer auf Stühlen und mit gleichen Anzügen entledigen sich nach und nach ihrer Schuhe, ihrer Hemden und Hosen und damit auch ihrer inneren Lasten.

Dass das Publikum für über zwei Stunden in eine farbenreiche Welt mitgenommen werden kann, verdanken wir auch Frida Arvidsson, die ein bombastisches Bühnenbild geschaffen hat, und dem in Paris lebenden Modeschöpfer Stefano Canulli und seinen fantasievollen Kostümen. Vor allem die vielfarbige Unterwasserwelt mit den sprudelnden Fontänen hat es mir hier angetan. Der Fotograf Kristian Schuller, vielen aus der TV-Show „Germany’s Next Topmodel“ bekannt, sorgt mit seinen Bildern für eine weitere Intensität der erzählten Geschichte.

Die Akrobaten im Friedrichstadt-Palast sind auch diesmal eine Augenweide. Bei den Salti und Pirouetten – an zwei gegenüberstehenden Schaukeln – der Artistentruppe „Russian Swing Act“ von Alexey Pronin und dem halsbrecherischen Flying Trapez Act von The New Flying Caceres blieb dem Publikum oft der Atem stehen. Der begeisterte Applaus am Ende der Programmpunkte und am Showende war mehr als berechtigt.

Mein Fazit: Dem Regisseur Oliver Hoppmann gelingt mit „ARISE Grand Show“ eine zugleich glamouröse und nachdenkliche Show. Der Zuschauer fühlt mit der Figur Cameron, ihrer Zerrissenheit zwischen Licht und Schatten, Vergangenheit und Gegenwart und verinnerlicht die Botschaft der Show: Liebe ist stärker als die Zeit und überdauert mit ihrer mächtigen Kraft und Stärke alles. Man darf nur nie aufgeben und muss sich immer wieder vom Neuen erheben. Die intensiven und farbenprächtigen Bilder und die gefühlvollen und schnellen Lieder der Show berühren und unterhalten. „ARISE Grand Show“ ist ein Must-See!

Praktische Hinweise: Die Show dauert 2,5 Stunden (mit einer 30-minütigen Pause). Im Friedrichstadt-Palast gilt weiterhin die 3G-Regel. Das TÜV-geprüfte Hygienekonzept ist sehr gut durchdacht (Schachbrett-System im Zuschauersaal etc.). Es gibt eine
kostenlose Umbuchungsoption und eine Geld-zurück-Garantie bei Showausfall.

Weitere Informationen:
https://www.palast.berlin/
https://www.facebook.com/friedrichstadt.palast

Adresse: Friedrichstadt-Palast
Friedrichstraße 107
10117 Berlin

Text © E. Günther
Titelfoto © Friedrichstadt-Palast
Foto „Full of Dreams – Fontäne“ © Ralph Larmann
Foto „ARISE Kickline Time“ © Brinkhoff-Moegenburg
letzte Szenenbilder © E. Günther

Titelfoto © Friedrichstadt-Palast
Foto „Full of Dreams – Fontäne“ © Ralph Larmann
Foto „ARISE Kickline Time“ © Brinkhoff-Moegenburg
Foto © E.Günther
Foto © E. Günther
Foto © E. Günther
Foto © E. Günther
Foto © E. Günther

Kloster Chorin – ein bemerkenswertes Denkmal der Backstein-Gotik und ein imposanter Veranstaltungsort

Ich habe das Kloster Chorin bereits zwei Mal besuchen können. Das erste Mal geschah dies am Freitag, den 27. Mai 2016, als ich das vom Berliner Kriminal Theater aufgeführte Theaterstück „Der Name der Rose“ von Umberto Eco gesehen habe. Ein Erlebnis, das ich jedem empfehlen kann: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1624165867910174&id=1520602494933179 oder https://meineventtipp.wordpress.com/2016/06/19/der-name-der-rose-umberto-eco-im-kloster-chorin/

Das zweite Mal fuhr ich zum Kloster Chorin im Juli 2021, als ich einen wunderschönen Urlaub in Lychen gemacht hatte (hier ein älterer Bericht aus dem Jahr 2020: https://meineventtipp.wordpress.com/2020/07/17/seehotel-lindenhof-lychen-meine-perle-der-erholung-in-der-uckermark-urlaub-im-jahr-2020/?fbclid=IwAR0siYRYqEwv_I5e2i5ZQrY6cupECw5UoZiX7NsJNcmtrDxCkdGDIHS6hco

Beim zweiten Mal im Kloster Chorin haben wir den Animationsfilm „Der geistliche Alltag im Kloster Chorin“ im Kapitelsaal geguckt, der uns das harte Leben der Mönche näher brachte, und haben die interessante Ausstellung „Karl Friedrich Schinkel und Chorin“ besucht. Schinkel ist die Rekonstruktion des Zisterzienserklosters zu verdanken.

Das Kloster Chorin wurde zwischen 1270 und 1300 erbaut. Im Mittelalter lebten fast 500 Mönche in dem Kloster. Neben der Klosterkirche sind noch Teile des Kreuzgangs sowie Arbeits- und Aufenthaltsgebäude der Mönche erhalten. Hier befinden sich Ausstellungen zur Geschichte des Klosters. Im Kloster Chorin finden viele Konzerte und Veranstaltungen statt. Das Kloster Chorin liegt zudem im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und bietet wunderschöne Wege zum Spazieren und Wandern.

Mein Fazit: Es gibt so viele Gründe, einen Ausflug in das imposante Kloster Chorin zu planen. Die Open-Air-Konzerte mit klassischer Musik und andere kulturelle Veranstaltungen finden hier regelmäßig statt. Ausstellungen im Innern des Wahrzeichens der Backsteingotik erzählen vom geistlichen Alltag der Mönche und vom Klosterleben im Mittelalter. Die wunderschöne Landschaft inmitten des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin ist ein weiterer Grund für einen Ausflug in diese Gegend.

Adresse: Kloster Chorin
Amt Chorin 11a
16230 Chorin
033366 70377

Preise: Erwachsene 6€, ermäßigt 3,50 €

Weitere Informationen:
https://www.kloster-chorin.org/
https://www.facebook.com/chorin.kloster

Text und Fotos © E. Günther

Historisches Wirtshaus Moorlake – ein idyllischer Ausflugspunkt

Im Jahre 1840 ließ der preußische König Friedrich Wilhelm IV. seiner Frau Elisabeth von Wittelsbach ein Forsthaus und ein Stallgebäude im bayerischen Stil am Ufer der Havel bauen. Das Paar nutzte den Hof zur Erholung und für Jagdgesellschaften.

Auch heute noch, um genau zu sein schon seit 100 Jahren, wird das Wirtshaus Moorlake gerne von den Berlinern und Potsdamern als ein Ort der Erholung und als ein beliebtes Ausflugsziel gesehen. Auf dem Uferweg zwischen der geschichtsträchtigen Glienicker Brücke und der wunderschönen Pfaueninsel kann man die Hektik einer Großstadt vergessen.

Seit mehr als 35 Jahren bietet Familie Roeder in dem Wirtshaus bodenständige deutsche Küche mit einem rustikalen Innenbereich und einem großen Biergarten mit einem schönen Wasserblick an.
Zu den Spezialitäten des Hauses gehören Eisbein, Leber und Bollenfleisch (in Zwiebel-Kümmel-Soße gekochtes Lammfleisch).
Als wir am Sonntag, den 5. September 2021, bei dem schönen Wetter in dem Biergarten saßen, bestellten wir als Vorspeise eine Suppe mit frischen Pfifferlingen für 6,80 €. Als Hauptspeisen wählten wir: Zanderfilet mit Schmorgurken und Petersilienkartoffeln für 21,80 €, Tagliatelle mit frischen Pfifferlingen für 18,50 € und Kalbsleber mit Kartoffelpüree für 21,50 €. Uns drei hat es sehr gemundet. Eine Nachspeise durfte natürlich nicht fehlen: zwei Sacher-Torten für jeweils 4,20 € und eine Tiramisu-Schnitte für 3,90 €. Die hausgemachten Kuchen waren sehr gelungen. Unser Essen wurde von Live-Musik in Form eines Saxophonspiels begleitet.

An dem Tag gingen wir nach dem üppigen Essen nur am Wasser spazieren, weil wir am Tag darauf früh aufstehen mussten. Aber das Wirtshaus Moorlake ist ein wunderbarer Punkt für viele interessante Ausflüge: die Pfaueninsel, das Glienicker Schloss, die Heilandskirche und das Schloss Sacrow – nur um einige Ziele in der Nähe zu nennen.

Aber auch kulturell wird man im Wirtshaus Moorlake verwöhnt: Im Hohenzollernsaal finden regelmäßig Lesungen und andere Veranstaltungen statt. Von Gysi bis Ottfried Fischer waren hier schon viele Schauspieler und Prominente vertreten. Die literarischen Abende werden mit einem Drei-Gänge-Menü abgerundet.

Mein Fazit: Wir kommen auf jeden Fall noch mehrere Male ins Wirtshaus Moorlake, um beim schönen Wetter wieder draußen lecker zu speisen und um danach nach langer Zeit wieder zur Pfaueninsel zu fahren. Aber am meisten freue ich mich darauf, wenn die Lesungen wieder stattfinden. Übrigens ist das Wirtshaus Moorlake auch für eine Radtour oder eine Wanderung sehr prädestiniert.

Öffnungszeiten: Dienstag ist Ruhetag

Adresse: Wirtshaus Moorlake
Moorlakeweg 6
14109 Berlin

Weitere Informationen:
https://moorlake.de/
https://www.facebook.com/Wirtshaus.Moorlake

Text und Fotos © E. Günther

Humans – meine Lieblingscompanie Circa Contemporary Circus endlich wieder im CHAMÄLEON Theater

Nach unendlich langen und nervenaufreibenden 18 Monaten kann man im Chamäleon, einer unserer Lieblingsveranstaltungsorte, wieder Shows besuchen. Und für seine Wiedereröffnung hat sich das Chamäleon mit der preisgekrönten australischen Zirkuscompanie Circa für meine absolute Lieblingsartistentruppe entschieden. Im Rahmen einer viermonatigen Residency präsentiert die sechsmal mit dem Helpmann Award ausgezeichnete Truppe Circa gleich für vier Monate vier Stücke im Chamäleon. Die erste Show der Showreihe heißt „Humans“. Am Samstag, den 11. September 2021, besuchten wir die ausverkaufte Show und konnten unsere Vorfreude kaum verbergen.

Unter der Regie von Yaron Lifschitz erleben die zehn Akrobaten / Akrobatinnen (Fran Alvarez Jara, Marty Evans, Nancy Gutierrez, Sam Letch, Hamish McCourty, Daniel O’Brien, Kimberley O’Brien, Jarrod Takle, Luke Thomas, Georgia Webb und Christina Zauner) 70 min. lang ohne Pause, was es bedeutet, ein Mensch zu sein und wozu der menschliche Körper alles in der Lage ist. Obwohl eins muss ich vorweg schriftlich festhalten: Es handelte sich gestern trotz des Titels der Show „Humans“ um scheinbar übernatürliche Wesen. Zwar schaffte es gestern keiner der Akrobaten / Akrobatinnen, mit der Zunge an seinen/ihren eigenen Ellbogen zu kommen, doch zeigten sie uns eine unmenschlich schöne und körperlich anspruchsvolle Show.

Die Show bot alles, was ein Fan von ästhetisch raffinierter Akrobatikkunst begehrt: menschliche Pyramiden, Verknotungen ineinander, Laufnummern über Schultern und Köpfe der anderen hinweg, Tuchakrobatik, Hand-auf-Hand-Programmpunkte und und. Dies alles passierte in einer unglaublichen Schnelligkeit und Präzision – ohne Absicherung und nur mit viel Vertrauen zu den anderen. 70 min. lang hielt das Publikum den Atem an und schaute ungläubig nach vorne, wo gerade akrobatische Virtuosen etwas Außergewöhnliches scheinbar mühelos auf der Bühne darstellten.

Die Zeit ging leider viel zu schnell um, zu gerne hätte ich mich weiterhin in dieser ausdrucksstarken Körperkunst verloren. Am Ende brach ein frenetischer Applaus im Zuschauersaal aus. Auf der Fahrt nach Hause hörten wir uns noch das leitmotivische Lied der Show „Humans“ an: „The Impossible Dream“ aus dem Musical „Der Mann von La Mancha“ und dachten darüber nach, dass wir gerade zehn akrobatische Kracher auf der Bühne gesehen haben, die bewiesen, dass Menschen alles schaffen können – außer mit ihrer Zunge ihren Ellbogen zu erreichen.

Mein Fazit: Gestern Abend erlebten wir eine akrobatisch hochkarätige Show im Chamäleon. Circa, Australiens Aushängeschild im Neuen Zirkus, zeigte uns mal wieder erstklassige Körperkunst. Ein Must-See, noch bis zum 30.10.2021 im Chamäleon.

Adresse: Chamäleon
in den Hackeschen Höfen
Rosenthaler Straße 40/41
10178 Berlin

Weitere Informationen:
https://chamaeleonberlin.com/?utm_source=GMB&utm_medium=organic&utm_campaign=GMB-Home-Page
https://www.facebook.com/chamaeleontheater
https://www.facebook.com/circacontemporarycircus

Text © E. Günther
Fotos © PEDRO GREIG

Zauberhaftes Gewinnspiel: 1×2 Karten für den Close-Up-Club – Zauberkunst, erstaunlich, anders

Heutzutage gibt es so viele Zauberer, dass man langsam den Überblick verliert und deswegen denkt, schon alles gesehen zu haben. Doch der Close-Up-Club hat sofort mein Interesse geweckt, da die Show als intim und witzig beschrieben wurde.
Da ich nach meinem letzten Besuch der Show im Oktober 2016 begeistert war, verlose ich hiermit 1×2 Karten für die Show.

Die zwei Hauptprotagonisten der Show sind die zwei Magier André Kursch und Axel Hecklau, die nun schon seit mehr als 12 Jahren zusammen auf der Bühne stehen und jede Woche eine neue Show dem Zuschauer bieten. Jede Show dauert 70 Minuten lang und unterscheidet sich in ihrem Programm von der vorherigen Show. Mal stehen die Zauberer zu zweit auf der Bühne, mal alleine und mal holen sie einen oder zwei Zuschauer aus dem Publikum dazu.

Die Shows des Close-Up-Clubs sind hautnah und sehr persönlich, da das Publikum ein Teil der Show ist. Die weitere Besonderheit der Show ist, dass sich die beiden Herren andauernd gegenseitig necken und nebenbei witzige Geschichten erzählen.

Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann fasse ich noch einmal alles Wichtige zusammen:

Was? 1×2 Eintrittskarten für den Close-Up-Club
Wann? Dienstag, den 7. September 2021, um 20 Uhr
Wo? Close-Up-Club im Soda-Club in der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 13435 Berlin
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken und unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen!

Achtung: Der / Die Gewinner / Gewinnerin (und natürlich die Begleitung) muss entweder getestet oder genesen oder geimpft sein.

Das Gewinnspiel endet am Sonntag, den 5. September 2021, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Viel Glück!

Weitere Informationen:
http://www.close-up-club.de/
https://www.facebook.com/closeupclub/?fref=ts

Text © E. Günther