WE LOVE MMA 36 – Europas größte Mixed Martial Arts-Serie stürmt die Mercedes-Benz Arena Berlin

welovemma

Wir haben zwar Winter, doch diesen Samstag werden die Temperaturen steigen und es wird richtig heiß, denn am Samstag, den 16. Dezember 2017, wird die Mercedes-Benz- Arena in Berlin wieder zu einem Kolosseum. Spektakuläre Kämpfe im Oktagon stehen bei „We Love MMA“ auf dem Programm. Zum zweiten Mal kommt die größte europäische MMA-Serie in die größte Halle der Hauptstadt. Die 36. Ausgabe von We Love MMA wird allen Fans des Sports 12 spektakuläre Mixed Martial Arts Fights in den verschiedensten Gewichtsklassen präsentieren.

Den Hauptkampf des Abends liefern sich der Berliner Publikumsliebling Paule „Panter“ Häcker (Trigoon Berlin) und Adrian Zeitner vom Suum Cuique Mainz. Häcker, der seine letzten beiden We Love MMA-Kämpfe gewinnen konnte, will auch seinen sechsten Profi-Kampf gewinnen und sich seinen Titelkampf im Weltergewicht (72,1 kg bis 78 kg) sichern. Das wird ihm der Mainzer Adrian Zeitner jedoch nicht leicht machen, der einen sensationellen Comeback-Sieg in Stuttgart feierte.

Ein weiteres Highlight dürfte auch der Fight zwischen Niko Samsonidse (Spitfire Berlin) und Fabian Weiss (Team King Tay Ultimate Gym) sein. Da beide erst eine Niederlage in ihrer noch jungen Karrieren einstecken mussten, werden sie nun alles dafür geben, um zu gewinnen.

Im Schwergewicht trifft Philipp Lau vom Bushido Muay Thai & Free Fight Team in Potsdam auf Ivan Kravchuk vom Sambo Combat Gryphon e.V. aus Berlin.

Komplettiert wird die Fightcard mit den Auseinandersetzungen vom Berliner Heiko Schönborn (BJJ Akademie/ Trigoon) und dem Hamburger Lom Ali Hutaev vom Team Ismail/HH Westfight Elite sowie Ebrahim Hosseinpour (Spitfire Berlin) gegen Tomasz Sobczak (MMA Taleo).

We Love MMA ist die größte Serie in Europa und bietet den Sportlern und Fans hierzulande die Chance hochklassige MMA-Kämpfe zu erleben. Seit 2014 ist die hochklassige Mixed Martial Arts-Serie auf erfolgreicher Tour in ganz Deutschland. Im letzten Jahr gab es die ersten We love MMA Events in Wien und Basel. 2017 verfolgen über 20.000 Zuschauer die spektakulären Fights der acht Events. Das große Saisonfinale steigt am 16. Dezember in der Berliner Mercedes-Benz Arena. Hierfür versprechen die Matchmaker packende Kämpfe.

Der Verkauf läuft auf Hochtouren. Karten für das Kampfsportspektakel in Berlin und alle anderen We Love MMA Events gibt es ab 20,00 Euro unter der Tickethotline 01806-570070 oder auf http://www.welovemma.de
Einlass ab 18 Jahren.

Termine 2017/2018:

WE LOVE MMA 36
16.12.2017 – BERLIN Mercedes-Benz Arena

WE LOVE MMA 37
27.01.2018 – HANNOVER Swiss Life Hall

WE LOVE MMA 38
24.02.2018 – MÜNCHEN Kleine Olympiahalle

Karten für die kommenden Events gibt es ab 20,00 Euro (zzgl. VVK-Gebühr)
über http://www.welovemma.de,
allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter:

Bundesweite Ticket Hotline 01806-570070
(0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus den Festnetzen, max. 0,60 €/Anruf
inkl. MwSt. aus den Mobilfunknetzen.)

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen und Fightcards
gibt es auf http://www.welovemma.de und http://www.facebook.com/welovemma.

Übrigens könnt Ihr auf dem Blog „Berliner Ansichtssachen“ 2×2 mal Karten für dieses Event gewinnen!!!!! Viel Glück dabei!
Verlosung!! – We love MMA – Mixed Martial Arts – Mercedes Benz Arena Berlin – 16.12.2017

Advertisements

„Dirty Dancing“ – der Filmklassiker als Musical auf Tournee

 

„Ich habe eine Wassermelone getragen!“; „Mein Baby gehört zu mir, ist das klar?“ – es gibt Sätze, die sich für immer in unser Gedächtnis eingebrannt haben. „Dirty Dancing“ – es gibt Filmklassiker, die für immer jede nachfolgende Generation begeistern werden. Baby und Johnny, es gibt Film-Traumpaare, die auch dreißig Jahre danach uns an die wahre und selbstlose Liebe glauben lassen.
Und jetzt ist dieser Filmklassiker, der das Herz jeder Frau dahinschmelzen lässt, auf Tournee und ich ließ es mir deswegen nicht nehmen, am Samstag, den 9. Dezember 2017, dieses Gefühl der Faszination noch einmal im Admiralspalast zu erleben.

Gleich zu Beginn konnten mir der Regisseur Alex Balga und die Autorin Eleanor Bergstein beweisen, dass meine Erwartungen in den nächsten zwei Stunden nicht enttäuscht werden. „Es war im Sommer ’63. Alle nannten mich Baby und irgendwie hat mir das gefallen.“ Ich verspürte in diesem Moment eine Art Gänsehaut, die nur eine Verliebte beim Anblick ihres Liebsten verspüren kann.

Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass irgendjemand die Geschichte dieses großartigen Films nicht kennt, aber um sicher zu gehen, fasse ich diese hiermit kurz zusammen:
Die siebzehnjährige Frances Houseman, genannt „Baby“, verbringt im Sommer 1963 die Ferien mit ihren Eltern und ihrer Schwester Lisa im Ferienresort „Kellerman’s“. Dort lernt sie den aus armen Verhältnissen stammenden Tanzlehrer Johnny Castle kennen.
Johnnys Tanzpartnerin, Penny Johnson, wird nach einer Affäre mit dem Medizinstudenten Robbie, der im Resort als Kellner arbeitet, ungewollt schwanger. Nachdem dieser von Penny nichts mehr wissen will und bereits Interesse an Lisa zeigt, beschließt sie, aus Angst, durch eine Schwangerschaft ihren Job zu verlieren, das Baby abtreiben zu lassen. Da der Arzt, der die Abtreibung vornehmen soll, nur an einem bestimmten Abend Zeit hat, fällt Penny für einen wichtigen Tanzauftritt aus, und Baby springt für sie als Johnnys Tanzpartnerin ein.
In den Tagen vor dem Auftritt trainieren Baby und Johnny hart und kommen sich nach vielen Tanzstunden schließlich näher…

Wie nervös war ich doch vor dem Besuch des Musicals, dass die Darsteller mich enttäuschen könnten und wie erleichtert ich endlich war, als ich gemerkt habe, dass man für die Umsetzung eines meiner Lieblingsfilme keinen besseren Cast hätte finden können.
Baby wird einfach nur großartig von Anna-Louise Weihrauch verkörpert. Sie bewegt sich, sie spielt wie Jennifer Grey… und sie spricht genauso wie die deutsche Synchronstimme des Filmklassikers. Auf der Bühne erleben wir, wie aus der weltoffenen, aber sehr schüchternen und unsicheren Tochter des guten Hauses eine selbstbewusste Frau wird, die zu ihrer Liebe steht.

Luciano Mercoli hatte einen sehr schwierigen Part an diesem Abend: Denn wie soll man Johnny überzeugend darstellen, der für die Träume unzähliger Frauen steht? Sowohl vom Aussehen als auch vom Charakter her repräsentiert schließlich Johnny und der legendäre Patrick Swayze alles, was sich eine Frau wünscht. Und Luciano Mercoli gelingt perfekt die Umsetzung dieser Rolle. Zuerst ein arroganter Macho, der kein Interesse an Baby zu haben scheint, wird er immer mehr zum Wachs in ihren Händen, zu ihrem Liebhaber, zu ihrem Beschützer, zu ihrem Freund.

Die Figur Penny habe ich zunächst im Film nicht gemocht und konnte sie erst im Laufe des Films in mein Herz schließen, genauso wie im Musical. Marie-Luisa Kaster hat nicht nur dieselben langen Beine und tanzt atemberaubend schön wie im Film, sie überzeugt auch darstellerisch auf ganzer Linie.

Einer der lustigsten und unsympathischsten Figuren der Geschichte ist der Neffe des Besitzers der Pension „Kellerman’s“, Max Kellerman. Aufgrund seiner Herkunft und seiner Bildung hält er sich für etwas Besseres und glaubt, mit Floskeln bei Baby punkten zu können. Fritz Hille stellt diese Figur sehr authentisch dar und hat uns mit seinen vielen komischen Tanzeinlagen zum Lachen gebracht.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, der Cast des Musicals hat mich unfassbar begeistert. Von Lisa bis zu den Eltern waren alle Rollen hervorragend besetzt, sowohl was das Aussehen als auch die Darstellung der Rolle anging. Die einzelnen Szenen haben also zurecht einen tosenden Applaus bekommen.

Und auch meine geliebte Musik kam keineswegs zu kurz. „I’ve had the Time of my Life“, „Hungry Eyes“, „She is like the wind“ – alle Ohrwürmer fanden ihren Platz in der Geschichte. Konstantin Zander (spielt Johnnys liebevollen Cousin) und die Lead-Sängerin Tertia Bortha haben mit ihren kraftvollen Stimmen dieses Musical auch zu einem auditiven Erlebnis gemacht.

An die wilden und erotischen Tänze muss ich auch noch heute begeistert zurückdenken. Der Choreograph Gilian Bruce hat hier eine fabelhafte Arbeit geleistet – genauso wie Roberto Comottimit mit seinen sich ständig wechselnden und drehenden Bühnenbildern (Ferienanlage der Kellermans, die Angestelltenunterkunft etc.). Selbst meine geliebte Wasserszene, in der Johnny Baby die Leichtigkeit des Tanzens verdeutlichen möchte, wurde eingenaut, wenn auch anders als erwartet.
Auch die Kostüme (Jennifer Irwin) entsprechen den Kostümen im Film. Chapeau!

Mein Fazit: Es war ein wunderschöner Abend voller Magie, der Magie der wahren Liebe, die alle Grenzen überwinden kann, der loyalen Freundschaft und der Familie, die auch in schwierigen Zeiten zusammenhält. Die perfekt ausgesuchten Darsteller, die wunderschöne Filmmusik, die detailgenauen Kostüme, die sinnlichen Tänze – all das wird Euch begeistern, egal ob Ihr Fan des Filmklassikers seid. Bis zum 17. Dezember 2017 könnt Ihr das Musical noch im Admiralspalast erleben. Danach zieht das Musical nach Frankfurt/Main weiter.

Weitere Informationen zum Musical:
http://www.mehr.de/en/musicals/dirty-dancing-das-original-live-on-tour/dirty-dancing-das-original-live-on-tour
https://www.facebook.com/Admiralspalast/

#DirtyDancing #Musical #Admiralspalast #Berlin #Baby #Tanzen #Hungryeyes #AnnaLouiseWeihrauch #LucianoMercoli #MarieLuisaKaster #MartinSommerlatte #GloriaWind #NatalyaBogdanis #KonstantinZander #FritzHille #BenjaminAMerkl #RichardMcCowen #TertiaBortha
#HarryPoels #ChayenneLot #DominiqueBrooksDaw #StuartGannon #WolfgangSchwingler #Hebefigur #Mambo #Merengue #EleanorBergstein #RobertoComotti #JenniferIrwin #GilianBruce #AlexBalga #PatrickSwayze #JenniferGrey

© E. Günther

 

 

 

Zimt & Zauber – Die kleine Meerjungfrau, ein Musical für die ganze Familie

Wenn einen eine Show verzaubert, dann sollte man dieses Gefühl unbedingt noch einmal erleben und diesmal am besten mit der Familie. Nachdem ich im Jahr 2016 mit einer Freundin das Musical „Die Schneekönigin“ besucht hatte, entschied ich mich, dieses Jahr noch meine Nichte und ihre Mama mitzunehmen.
 
So nahmen wir zusammen am Sonntag, den 3. Dezember 2017, am diesjährigen Programm des Wintergarten mit dem CABUWAZI-Springling Kinderzirkus und den 28. Berliner Märchentagen – im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Zimt & Zauber“ – teil.
 
Beim Betreten staunten wir nicht schlecht, denn schon eine Stunde vor Showbeginn war das Foyer voll mit kleinen und großen Kindern, die dem Ruf des Wintergarten-Märchenzaubers folgten. Oder lag es vielleicht an dem weihnachtlichen Duft im Foyer? Das Foyer war wieder weihnachtlich geschmückt und bot alle möglichen Leckereien an: Muffins, Popcorn, Brezeln, Kuchen, Baggels.
Doch wir entschieden uns dazu, später im Zuschauersaal von der auf die Wünsche der kleinen Gäste abgestimmten Speisekarte zu probieren. Wie letztes Jahr wählte ich „Biene Maja“ (Eierkuchen mit Waldbeerenfüllung).
 
Um ca. 11 Uhr ging es los und wir tauchten gemeinsam in die magische Unterwasserwelt der kleinen Meerjungfrau ein. Wie letztes Jahr führte auch diesmal Fabian Gröger Regie und für die Idee und die Musik war wieder Bijan Azadian verantwortlich.
 
Zu der Handlung: Die kleine Meerjungfrau Annabelle, der ganze Stolz ihres Vaters, des Königs Triton, sehnt sich danach, ein Mensch zu sein. Dieser Wunsch wird dadurch verstärkt, dass sie sich in einen Prinzen, einen Menschen, verliebt. Und obwohl ihr Wegbegleiter Matti de NouNou sie beschützen soll und vor diesem Wunsch warnt, geht sie zu der Meerhexe Maren Malefikus, die ihr es ermöglicht, ein Mensch zu werden. Im Gegenzug bekommt sie dafür Annabelles Stimme.
Gelingt es der kleinen Meerjungfrau, den Prinzen auch ohne ihre Stimme von sich zu überzeugen? Kann ihr Vater den Zauberspruch brechen? All das erfährt der Zuschauer in der 1,5 Stunden dauernden Show.
 
Wie meine Blogleser bereits wissen, bin ich ein sehr großer Disneyfan und „Arielle, die Meerjungfrau“ gehört nach „Die Schöne und das Biest“ zu meinen Lieblingsdisneygeschichten. Aber da ich meine kleine Nichte diesmal dabei hatte, hatte ich Angst, die Geschichte könnte zu gruselig für sie sein. Doch die Veranstalter haben das Märchen im Wintergarten viel familien- bzw. kinderfreundlicher als Disney gemacht. Es war tatsächlich ein Spaß für die ganze Familie, ohne gruselige Momente. Stattdessen gab es in der farbenfrohen Show viele magische und lustige Momente, z.B. wenn der König Flaschenpost erhält oder Relvis der Live-Band Relvis und die Glips auf der Bühne die Hüfte schwingt.
 
Die Hauptdarsteller (Nicola Kripylo als die unschuldige Annabelle, Rafael Albert als der unbekümmerte Matti de NouNou, Heike Jonca als die rachesüchtige Meerhexe Maren Malefikus und Claudio Maniscalco als der liebende Vater und König Triton) verzauberten uns sowohl als Darsteller als auch Sänger.
 
Und wieder einmal schufen die 30 Nachwuchsartisten vom Kinderzirkus CABUWAZI-Springling mit ihrem Programm bestehend aus Leiter-Akrobatik, Einrad-Artistik, Luft-Akrobatik und einer Schwarzlichtshow ein besonderes Erlebnis.
 
Mein Fazit: Die märchenhafte Wintershow zaubert einem mit der herzzerreißenden Geschichte, der schönen Musik und den begabten Darstellern und Artisten ein Lächeln ins Gesicht. Am besten die Show mit der gesamten Familie besuchen! „Die Schneekönigin“ läuft noch bis zum 21. Januar 2018.
An den Adventssonntagen: 10.12., 17.12. jeweils 11:00 + 14:00 Uhr | sowie Do. 07.12., 14.12. jeweils 15:00 Uhr | Do. 21.12., Fr. 22.12., Mi. 27.12. & Do. 28.12. jeweils 13:00 + 16:00 | So. 14.01. & 21.01.2018 jeweils 11:00 + 14:00 Uhr
 
Weitere Informationen zur Show „Die kleine Meerjungfrau“:
 
Kontakt: Wintergarten Berlin
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
 
#Wintergarten #Berlin #Wiga #DiekleineMeerjungfrau #Meerjungfrau #Show #Musical #Kinder #Familie #Kinderzirkus #Zirkus #Akrobatik #Artistik #Wintershow #Disney #Märchenzeit #Cabuwazi #Familienmusical #ZimtundZauber #BerlinerMärchentage #Popcorn #Muffin #Brezel #Baggel #FabianGröger #BijanAzadian #Varieté #NicolaKripylo #RafaelAlbert #HeikeJonca #ClaudioManiscalco #RelvisunddieGlips #LeiterAkrobatik #EinradArtistik #LuftAkrobatik, #Schwarzlichtshow 
 
© E. Günther

 

Glaspalast auf dem Pfefferberg 2017 mit „Hans im Glück“ und „Schneewittchen“– Märchen für kleine und große Kinder

Vor allem in der kuscheligen Winterzeit lesen und hören wir gerne Märchen und besinnen uns auf das Wichtigste im Leben: die Familie und enge Freunde und verbringen verstärkt Zeit mit diesen großartigen Menschen. Und genauso wie letztes Jahr finde ich, dass der Glaspalast auf dem Pfefferberg, in dem Grimms Märchen für Kinder und für Erwachsene neu interpretiert werden, dazu prädestiniert ist.

 
Am Samstag, den 25. November 2017, betrat ich den durch die Laternen gemütlich geschaffenen Hof des Glaspalastes. Da es die 17 Uhr-Vorstellung war, nahmen sehr viele kleine Kinder im Glaspalast Platz – für mich, ein großes Kind, genau das Richtige, denn nun durfte ich ungeniert kichern und lachen. Begonnen wurde das märchenhafte Spektakel mit „Hans im Glück“. Dabei wurde Hans von meinem absoluten Lieblingsdarsteller des Pfefferberg Theaters gespielt: Vlad Chiriac. Wie immer zeigte der Schauspieler mit seiner Mimik und Gestik sein absolutes Können und brachte uns alle in dem Häuschen zum Lachen. Zu meiner großen Freude war auch Carsta Zimmermann, die ich letztes Jahr in „Der gestiefelte Kater“ in mein Herz geschlossen hatte, wieder dabei. Mit ihrer Rolle der Erzählerin und der zahlreichen Figuren, mit denen der naive Hans einen erst auf den zweiten Blick unglücklichen Tausch einging, bewies die Schauspielerin wieder ihr besonderes komödiantisches Talent.
 
Nach einer 10-minütigen Pause kam mit „Schneewittchen“ das zweite Märchen, in dem ich zwei wunderschöne und überaus talentierte Darstellerinnen auf der Bühne erleben durfte: die großartige Katrin Schwingel als die böse Königin in dem sündigen Rot und als einer der sieben Zwerge und die elfenhafte Anne Welenc als Schneewittchen in dem unschuldigen Weiß.
Auch das zweite Märchen dauerte wieder eine halbe Stunde, war aber meines Erachtens nach mehr was für die erwachsenen Kinder an diesem Abend, da die dargestellte Handlung für ein Kleinkind einfach zu komplex ist. Aber uns, großen Kindern, hat auch das zweite Märchen sehr viel Spaß gemacht.
 
Mein Fazit: Kleine und große Kinder hatten einen sehr lustigen Abend und die Zeit verging leider wie im Flug. Die sehr zufriedenen Zuschauer werden sicherlich wiederkommen. Ich werde auf jeden Fall auch im nächsten Jahr wieder dabei sein.
Wer mit seinen Kindern kommen möchte, der sollte das Theater nachmittags besuchen, Erwachsene dagegen abends. Wer die Märchen unter Glas erleben möchte, der kann dies noch bis zum 31. Januar 2018 tun. Es werden immer zwei Märchen hintereinander aufgeführt. Erwachsene zahlen 13 Euro, Kinder bis zu 13 Jahren 6,50 Euro. Also ich wünsche Euch eine märchenhafte Zeit im Glaspalast…
 
Adresse: Glaspalast auf dem Pfefferberg
Schönhauser Allee 176
10119 Berlin
 
Weitere Informationen zum Glaspalast:
 
#Glaspalast #Märchenberg #Pfefferberg #Märchen #Grimm #HansimGlück #Schneewittchen
#Glühwein #Lagerfeuer #Laternen #CarstaZimmermann #VladChiriac #Grimmies #KatrinSchwingel #AnneWelenc
 
© E. Günther

 

GEWINNSPIEL zum ZWEIJÄHRIGEN JUBILÄUM

Liebe Blogleser,
 
meine Blogseite „Mein Event-Tipp“ feiert heute bereits ihren 2. Geburtstag und Ihr seid herzlich eingeladen! Als gute Gastgeberin gibt es von meiner Seite gleich zwei fabelhafte Preise für Euch:
 
1. Preis: ZWEI KARTEN für das Theaterstück „Ein Mord wird angekündigt“, ein Stück meiner Lieblingskriminalautorin Agatha Christie im BERLINER KRIMINAL THEATER
 
Zur Handlung: Eine seltsame Anzeige erscheint in der Zeitung des englischen Dorfes Chipping Cleghorn: „Ein Mord wird hiermit angekündigt. Er wird Freitag, den 29. Oktober, um 6.30 Uhr abends in Little Paddocks verübt. Freunde und Bekannte sind herzlichst eingeladen, daran teilzunehmen. Eine zweite Aufforderung erfolgt nicht.“ Auch für Letitia Blacklock, die Besitzerin des Hauses, ist es eine große Überraschung. Sie plant aber trotzdem damit, am Abend Gäste zu empfangen.
Die Gäste erscheinen alle pünktlich um halb sieben in Little Paddocks. Plötzlich geht das Licht aus, die Tür wird aufgerissen und jemand fuchtelt mit einer Taschenlampe herum. Dann fallen Schüsse. Im Flur liegt die Leiche eines schwarz gekleideten Mannes…Miss Marple übernimmt den Fall…
 
Wie Ihr bereits wisst, bin ich ein großer Fan des Berliner Kriminal Theaters und habe bereits zwei Theaterstücke besucht: „Cocktail für eine Leiche“ (Alfred Hitchcock) https://meineventtipp.wordpress.com/2016/08/07/cocktail-fuer-eine-leiche-das-theaterstueck-im-berliner-kriminal-theater/ und „Tod auf dem Nil“ (Agatha Christie) https://meineventtipp.wordpress.com/2016/08/28/tod-auf-dem-nil-der-agatha-christie-klassiker-im-berliner-kriminaltheater/.
 
Am Samstag, den 9. Dezember 2017, habt Ihr mit einer Begleitung Eurer Wahl die Möglichkeit, um 20 Uhr das oben beschriebene Theaterstück im Berliner Kriminal Theater zu besuchen! Alles, was Ihr als Follower dieser Blogseite dafür tun müsst, ist, diesen Beitrag zu liken und darunter zu schreiben: „Bin dabei!“
 
2. Preis: einen Foto-Monatskalender des Berliner Kriminal Theaters
 
Weitere Informationen zum Theaterstück: http://www.kriminaltheater.de/index.php?article_id=458
 
Adresse: Berliner Kriminal Theater
Palisadenstraße 48
10243 Berlin
 
Das Gewinnspiel dauert bis Freitag, den 1. Dezember 2017, um 18 Uhr! Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Glück!
 
Und das Wichtigste: Herzlichen Dank für Eure Treue in den letzten zwei Jahren!
 
© E. Günther
#Gewinnspiel #Verlosung #Krimi #Berlin #Theater #BerlinerKriminalTheater #AgathaChriste #EinMordwirdangekündigt #Jubiläum
 
 

Sonntagsbrunch der Botschaften im Maritim-Hotel (Berlin) – November 2017: Neuseeland

Jedes Jahr (außer im Juli und im August) veranstaltet das Maritim-Hotel am Potsdamer Platz einen Sonntagsbrunch der Botschaft eines bestimmten Landes. Für 33 Euro pro Person kann der Gast die Spezialitäten dieses Landes drei Stunden lang verköstigen. Der Sonntagsbrunch findet immer sonntags von 12 bis 15 Uhr statt. Wir haben schon sechs Mal an dem Sonntagsbrunch der Botschaften teilgenommen und waren bis jetzt bei folgenden Ländern dabei: Kanada, Schweiz, USA, Brasilien, Thailand und Ungarn.

In diesem Monat veranstaltet Neuseeland einen Sonntagsbrunch und so war ich am Sonntag, den 19. November 2017, wieder dabei. Wie bei jedem Sonntagsbrunch werden die Gäste, die vorher reserviert haben (unabdingbar), mit einem Glas Sekt oder einem Glas Orangensaft begrüßt und dann zu ihrem schön gedeckten Tisch von einer freundlichen Servicekraft begleitet. In den 33 Euro pro Person sind neben den verschiedenen Gerichten, zu den ich noch kommen werde, Säfte, Mineralwasser, Kaffee und Tee inbegriffen. Alkoholische Getränke und Softdrinks müssen extra bezahlt werden.

Man sollte unbedingt gleich um 12 Uhr da sein, da man es sonst nicht schafft, alles zu probieren. Um 12 Uhr gehe ich sofort zum Tisch, wo die ganzen Vorspeisen wunderschön präsentiert werden. Wie immer gibt es sowohl „internationale“ (Vor)Speisen wie einen Fischsteller, aber auch Vorspeisen des jeweiligen Landes, also in diesem Fall Neuseelands (z.B. Reissalat mit Avocado, unglaublich leckere mit Hähnchen gefüllte Wraps). Für die Verköstigung aller Vorspeisen brauche ich immer genau eine Stunde.

Nach den Vorspeisen und wenn man schon eigentlich für den ganzen Tag gesättigt ist, gehe ich zu den warmen Speisen in der Mitte des Bereiches mit dem Essen. Wie jeden Monat stehen mehrere Gerichte des jeweiligen Landes zur Auswahl. An diesem Tag habe ich Folgendes probiert: Hirschragout, Terrine von Ente und Morchel, Neuseeländischer Lammbraten, Gemüsepfanne und „Hangi“ des Maori-Festessens (eine Mischung aus Fisch, Fleisch und Gemüse, in Blättern im Ofen gegart). Für mich waren es bis jetzt die besten warmen Speisen eines Botschaftenbrunches.

Auch für die Hauptgänge rechne ich immer eine Stunde ein, da man ja auch kleine Verdauungspausen zwischendurch machen muss;)

Und die letzte Stunde bleibt natürlich für mein absolutes Highlight: die Nachspeisen. Die Auswahl überfordert einen immer, da es neben dem frischen Obst verschiedene Nachspeisen gibt, die einen visuell und geschmacklich ansprechen.

Mein Fazit: Wer einmal die Spezialitäten eines Landes probieren und in einem eleganten Umfeld speisen möchte, dem kann ich den Sonntagsbrunch der Botschaften nur empfehlen.

Man muss aber unbedingt vorher einen Tisch reservieren, da jeden Sonntag volles Haus ist.

Kontakt:

Restaurant „Maritim“

im Hotel Maritim

mit Front Cooking

Stauffenbergstraße 26

10785 Berlin

Tel. 030 20650

#Maritim #MaritimHotel #Sonntagsbrunch #Brunch #Neuseeland #Botschaft #SonntagsbrunchderBotschaften #Berlin #PotsdamerPlatz #NeuseeländischeBotschaft #Hangi

© E. Günther

 

„Lieber schön“ – die bissig-komische Beziehungskomödie in der Komödie am Kurfürstendamm

Liebesbeziehungen und Freundschaften haben eins gemeinsam: Im Laufe der Zeit verändern sie sich, weil wir uns selbst auch weiterentwickeln. Und da ich mich sowohl in einer langen Beziehung befinde als auch Freundinnen habe, mit denen ich länger als zehn Jahre befreundet bin, interessierte mich die Wiederaufnahme der Beziehungskomödie „Lieber schön“ in der Komödie am Kurfürstendamm sehr.

Am Freitag, den 10. November 2017, besuchte ich „Lieber schön“ von Neil LaBute, der zu den meistgespielten Autoren der Gegenwart gehört und dessen Beziehungskomödie das erste Stück ist, das den Sprung vom Off-Broadway an den Broadway schaffte und 2009 sogar für drei Tony Awards nominiert war. Regie führt Folke Braband. Es versprach also ein großartiger Abend zu werden und das wurde es auch.
 
In „Lieber schön“ sehen wir vier verschiedene Beziehungen auf der Bühne. Greg, der manchmal durcheinander wirkende Bücherwurm, und Kent, der egomanische Macho, arbeiten nicht nur gemeinsam als Produktionshelfer in einer Chipfabrik, sondern sind auch beide miteinander privat befreundet. Trotz der Gegensätze funktionierte ihre Freundschaft offenbar früher ganz gut, doch bekommt ihre Freundschaft Risse, als Greg Kents Affäre mit der neuen Kollegin verheimlichen soll.
Greg hat schließlich genug eigene Probleme: Seine langjährige Beziehung zu Steph liegt in Scherben, weil er in einem Männergespräch mit dem Chauvi Kent gesagt hat, dass Steph ein normales Gesicht habe, das die verletzte Steph mit hässlich gleichsetzt.
Von Gregs Meinung über ihr Aussehen erfährt Steph von Carly, ihrer besten Freundin, die sich in einer auf den ersten Blick glücklichen Beziehung mit Kent befindet. Ein Chaos jagt also das nächste.
 
Ich habe an diesem Abend oft Tränen gelacht und bei Szenen, die meinem Leben ähnelten, lautstark applaudiert. Den Cast hätte man für diese Beziehungskomödie nicht besser aussuchen können.
Oliver Mommsen spielt perfekt den überforderten Greg, dessen geordnetes Leben vollständig aus den Fugen gerät. Was mir besonders an diesem Darsteller gefallen hat, dass er öfters auf die Reaktion im Publikum reagiert hat. Wenn Ihr das Theaterstück seht, wisst Ihr, was ich meine. Viele Lacher waren hier garantiert.
Tanja Wedhorn brilliert in ihrer Rolle als verletzte Friseurin Steph, die trotz ihrer Enttäuschung über ihren Partner, nicht über ihn hinwegkommen kann. Besonders den an diesem Abend anwesenden Schulklassen dürfte ihre Rolle, die sehr viel auf der Bühne flucht, gefallen haben.
 
Roman Knižka geht in seiner Rolle des arroganten und des selbstverliebten Kent auf, deswegen kann man nicht anders, als die Figur zu hassen – oder zu bewundern, es kommt darauf an, wie man selbst gestrickt ist.
Und auch Nicola Ransom als die dominante Carly, die ihr Leben doch nicht im Griff hat, überzeugt auf ganzer Linie.
 
Mein Fazit: „Lieber schön“ ist eine wundervolle Beziehungskomödie, die die Phasen einer Liebesbeziehung und Freundschaft beleuchtet und den Zuschauer – egal welchen Alters – zum Lachen bringt. Das überzogene Schönheitsideal und das Streben nach Perfektion sind zwei weitere Themen des Theaterstücks, die in unserer Mediengesellschaft so aktuell wie nie zuvorsind.
Ich habe an dem Abend herzlich gelacht, aber auch geweint und kann das Stück, das noch bis zum
26. November 2017 in der Komödie am Kurfürstendamm läuft, wärmstens empfehlen.
 
Weitere Informationen zum Theaterstück „Lieber schön“:
 
 
Adresse: Theater am Kurfürstendamm
Kurfürstendamm 206/209
10719 Berlin
 
 
#Lieberschön #KomödieamKurfürstendamm #Theater #Berlin #Komödie #Beziehungskomödie #Beziehung #Kurfürstendamm #NeilLaBute #FolkeBraband #OliverMommsen #RomanKnižka #TanjaWedhorn #NicolaRansom #Broadway #TonyAwards #TomPresting #AnnaMeerwein #Freundschaft
 
Text © E. Günther und Fotos © Barbara Braun

 

Restauranttipp für Berlin: Restaurant Genazvale – Georgisch essen in Berlin

Familienzeit ist kostbar und deswegen sollte man die Zeit mit seiner Familie bei gutem Essen und in einem schönen Ambiente verbringen. Da ich eine große Liebhaberin der kaukasischen und vor allem der georgischen Küche bin, stand für mich gleich fest, wo wir alle am Freitag, den 27. Oktober 2017, essen werden: im georgischen Restaurant Genazvale.
 
Das große und rustikal eingerichtete Restaurant Genazvale besticht durch seine Lebhaftigkeit und seine familiäre Atmosphäre. An dem Abend, an dem wir dort zu Abend gegessen haben, haben sehr viele mit ihrer Familie und ihren Freunden Geburtstag gefeiert. Es wurde viel gelacht und ausgiebig auf die Gesundheit und die Liebe angestoßen. Da in dem Restaurant viele Servicekräfte arbeiten, kam es dabei nie zum langen Warten auf die Speisen. Wir hatten an dem Abend eine sehr freundliche und kompetente Tamada an unserer Seite, die uns nicht nur immer gut beraten hat, sondern uns immer ein Lächeln schenkte.
 
Aufgrund meiner Kindheit in der Ukraine liebe ich natürlich Gerichte mit roter Beete und so bestellte ich als Vorspeise einen Salat aus roter Beete für 5,50 Euro (rote Beete, frische Kräuter mit Mayonnaise). Da ich weiterhin in Erinnerungen an die Küche der ehemaligen Ostblockstaaten schwelgen wollte, bestellte ich sogar eine zweite Vorspeise: Zungensalat für 8,50 Euro
(Kalbszunge, Radieschen, Meerrettich und Mayonnaise).
Beide Gerichte wurden dafür, dass es Vorspeisen sind, als zwei große Portionen serviert und haben sehr gut geschmeckt, wie bei Mama und Oma.
 
Die anderen Familienmitglieder entschieden sich für folgende Vorspeisen:
rote Beete mit Walnüssen und Gewürzen – 2 Stück für 3,50 Euro und „Mjawe“ – ein eingelegter Weißkohl mit roter Beete für 3,50 Euro.
Das Fazit zu den Gerichten war: „Die Speisen klingen zwar einfach, aber schmecken einfach vorzüglich.“
 
Und dann kamen die Hauptgerichte, die uns in den kulinarischen Himmel brachten…
Vier von uns entschieden sich für Lammfleisch und die fünfte Person wählte ein Gericht mit Kalbsfleisch. Zu den vier unterschiedlichen Gerichten kann man nur eins sagen: Das Fleisch war sehr zart, köstlich zubereitet und fantastisch gewürzt – mit den dazugehörigen Zutaten waren die im Folgenden erwähnten Gerichte ein Traum.
 
Zwei von uns bestellten das sehr zu empfehlende Gericht Chanakhi für 14,50 Euro, das aus
Lammfleisch mit Kartoffeln, Auberginen, frischen Tomaten und Kräutern besteht und mit Teig überbacken aus dem Ofen gebracht wird.
 
Weiterhin gehörten zu unseren Hauptgängen Lammrippen mit Adjika (5 Stück für 16,50 Euro): Lammrippen mit pikanter Sauce und Zwiebel auf „Ketsi“ gebraten; Mtsvadi – Lammfleisch am Spieß für 15,50 Euro und Ostri – würziges Kalbfleisch in Tomatensauce (scharf) für 14,50 Euro.
 
Wie man sich vorstellen kann, waren wir alle nach dem Essen nicht nur sehr glücklich, sondern auch satt, so dass wir leider keinen Platz für ein Dessert hatten. Aber da ein Familienmitglied im Gegensatz zu uns keine Vorspeise bestellt hatte, konnte sie noch den Schokokuchen „Genazvale“ für 6,50 Euro essen. Für den Preis war die Portion sehr groß und wie mir versichert wurde, hat der Kuchen köstlich geschmeckt.
 
Mein Fazit: In dem Restaurant Genazvale stimmt einfach alles: das Essen, das Ambiente, der Preis und das Personal! Wir können das georgische Restaurant jedem empfehlen. Auch die Vielfalt an georgischen Weinen ist besonders hervorzuheben.
 
Adresse / Kontakt: Restaurant Genazvale
Hohenzollerndamm 33
10713 Berlin
030 23578292
 
Weitere Informationen zum Restaurant:
 
#Genazvale #Berlin #Restaurant #Restauranttipp #Georgisch #GeorgischeKüche #GeorgischesEssen #Hohenzollerndamm #Kaukaus #Schaschlik #Chanakhi #Lammfleisch #Chinkali #Zungensalat #Chatschapuri #Tamada #RoteBeete #Mjawe #Ofen #Auberginen #Wodka #Lammrippen #LammrippenmitAdjika #Mtsvadi #Ostri #Kalbsfleisch #Schokokuchen
 

„Klassenkampf“ im Heimathafen Neukölln – das pädagogisch revolutionäre Musical in Berlin-Neukölln

Als Lehrerin weiß ich, dass das Wichtigste für die Schüler nicht Lernmethoden und Lernmaterialien sind, sondern die Persönlichkeit des Lehrers/der Lehrerin. Schon längst reicht es nicht mehr aus, nur 45 bzw. 90 Minuten für die Schüler da zu sein, eine gute Lehrkraft sollte ihre Zeit auch nach dem Unterricht in die Lerngruppe investieren.
Mit diesem Thema befasst sich unter anderem die Musical-Produktion „Klassenkampf“ von Constanze Behrends, die wieder ins Programm des Heimathafens Neukölln aufgenommen wurde.
Am 21. Oktober 2017 besuchte auch ich „Klassenkampf“, den Gewinner des Musical Theater Preises 2017 für das beste Buch und berichte Euch im Folgenden von meinen Eindrücken.
 
Zunächst zur Handlung des Musicals:
Seit sieben Jahren ist die Karl-Marx-Oberschule eine Baustelle mit vielen weiteren Problemen, darunter Kleinkriminalität, Drogen und Mobbing. 87 Prozent der Schüler sind nichtdeutscher Herkunft, was ein Problem für die mediengeile Direktorin darstellt, da sie bei 90% mit mehr Fördergeld und mehr Medienpräsenz rechnen könnte.
Die Interessen und die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Schüler werden in der Oberschule schon lange nicht mehr berücksichtigt. Das stinkt der Schülergruppe um den Rebellen Samir, die in einer „Arbeit-statt-Strafe-Initiative“ (ASSI) die Graffitis der Schule wegmachen soll, gewaltig. Sie fühlt sich von dem (Schul)System alleine gelassen. Durch den Kontakt mit der Hausmeisterin Frau Karl, einer in der DDR sozialisieren Rentnerin, erfahren die Jugendlichen mehr über die Ideen Karl Marx‘ und beschließen, diese in ihrer Schule umzusetzen. So übernehmen sie schlussendlich die Kontrolle über die Schule.
 
Die Direktorin Frau Eisner ist nicht nur pressegeil, ihr sind die Schule und die Schüler so ziemlich egal. Schon lange ist sie eifersüchtig auf die Medienpräsenz der Rütli-Schule (jetzt Rütli-Campus). Constanze Behrends spielt perfekt die kühle und selbstverliebte Blonde, der man jedes Wort abnimmt.
 
Selbstverständlich konnte ich mich als Lehrerin am meisten mit dem Sozialpädagogen Lars identifizieren, der sich für seine Schüler auch außerhalb des Unterrichts einsetzt und versucht, sie auf den rechten Weg zu bringen – weg von Kleinkriminalität und Perspektivlosigkeit. Der Schauspieler Tom-Veit Weber verleiht mit seiner schauspielerischen Art der Figur eine große Sympathie.
 
Der mit Drogen dealende Anführer Samir, der sehr authentisch von Walid Al-Atiyat aus dem Heimathafen-Jugendclub Active Players NK verkörpert wird, ist im Grunde seines Herzens doch nicht der gnadenlose Rebell, sondern kümmert sich zu Hause um seine kleinere Schwester und möchte einfach nur gehört werden.
 
Lodi Doumit gehörte zu meinen Lieblingsdarstellern an diesem Abend und stellt auf eine sehr überzeugende Art und Weise den Charakter Gülcan dar, die auf den ersten Blick grob und rebellisch wirkt, aber das Herz am rechten Fleck hat, was man an ihrer Freundschaft zu Rosa und ihrer Schwärmerei für den Sozialpädagogen erkennt.
 
Die Schülerin Rosa ist die Zerbrechlichste in der Gruppe, was sich auch in ihrer zarten Stimme widerspiegelt. Rosa leidet sehr unter der Scheidung ihrer Eltern. Doch Romina Küper zeigt uns nicht nur die zerbrechliche Seite der Figur, sondern auch die kämpferische und die lustige, z.B. als Rosa eine Rede der Schuldirektorin mit ausufernden Gebärden begleitet.
 
Zu den weiteren Schülern gehört der selbstbewusste Ali (Ugur Kaya), der die Coolness des selbstverliebten Machos über Bord wirft, wenn er vor Gülcan, seinem Schwarm, steht, und der schlaue Lex (Florian Bamborschke), den man aufgrund seiner Allwissenheit „Lexikon“ nennt und der aus Bosnien stammt. Im Gegensatz zu Lex haben sich aber seine Eltern in Deutschland nie integrieren können und ertränken ihren Frust in Alkohol. Seine Stärke findet er in seiner Beziehung zur Polin Rosa.
Beide Figuren sind Sympathieträger, was natürlich auch an der überzeugenden Darstellung der beiden Musicaldarsteller liegt.
 
Auch die Hausmeisterin Karl (Christiane Ziehl), die eigentlich ihre Zeit als Rentnerin genießen müsste, schließt das Publikum sofort in sein Herz. Sie kämpft für jeden einzelnen Schüler, vor allem für Samir, dessen Familie sie auch schon einmal privat geholfen hat. Ihr ist es zu verdanken, dass die Schüler zum ersten Mal von Kommunismus, von Marx‘ Ideen und von der DDR erfahren.  
 
Ein weiterer schauspielerischer Coup gelingt dem Heimathafen Neukölln mit der prinzipienlosen und sensationsgeilen Reporterin Hanna Köster (Britta Steffenhagen), die aus Ali in ihrem TV-Bericht einen islamischen Terroristen macht.
 
„Wir sind euch scheißegal / unser Elend nur ne Zahl / im Sekretariat / jetzt kommt das Proletariat!“ 
Die Schüler fühlten sich schon viel zu lange von ihrer Schule und allgemein von der Gesellschaft unterdrückt, jetzt schlagen sie zurück und fordern mehr Rechte für sich, das Proletariat, die ausgebeutete und unterdrückte Klasse. 
 
Die Musik von Tillmann von Kaler zu Lanzenheim passt wie die Faust aufs Auge zu den Schülern und ihren Geschichten. Zwar sind die Hip Hop-Lieder oft anklagend und erzählen von dem Schmerz der Schüler, doch immer auf eine ironische und lustige Weise. So wird z.B. ein Lied der DDR-Jugendorganisation FDJ umgedichtet. Die Schüler singen nicht mehr „Bau auf, Bau auf!“, sondern „Wach auf, Wach auf! Neue deutsche Jugend, wach auf!“ – eine Tatsache, die viele im Publikum zum Lachen brachte.
 
Mein Fazit: Das Musical sollte für jeden Berliner oder Berlin-Besucher ein Muss sein, nicht nur für Lehrer und Schüler. Zwar werden auf der Bühne viele ernste Themen angesprochen und besungen (Migration, AFD, DDR, Toleranz, Drogen, Mobbing, das Bildungssystem Deutschlands), doch immer ohne den moralischen Zeigefinger und mit sehr viel Witz und Sarkasmus. Das Musical könnt Ihr noch am Samstag, den 4. November 2017, und Sonntag, den 5. November 2017, besuchen. Die Karten kosten im Vorverkauf: 16 € (ermäßigt: 10 €) und an der Abendkasse: 18 € (ermäßigt:12 €)
 
Weiteres zum Musical:
 
Adresse: Heimathafen Neukölln
Karl-Marx-Straße 141
12043 Berlin
 
#HeimathafenNeukölln #Klassenkampf #Berlin #Musical #Theater #ConstanzeBehrends #WalidAlAtiyat #FlorianBamborschke #LodiDoumit #UgurKaya #RominaKüper #BrittaSteffenhagen #TomVeitWeber #ChristianeZiehl #TillmannvonKalerzuLanzenheim #PhilippHardyLau #GregorMarvel #JuliavonSchacky #CaroWalter #TobiasPehla #TobiasBischoff #AivaYamac #JoszefCufal #Schule #KarlMarx #Revolution #Kommunismus
 
© E. Günther (Text und Fotos)

 

 

Ein gewisser Charles Spencer Chaplin – die außergewöhnliche Geschichte des privaten Charles Spencer Chaplin im Schlosspark Theater

Der Name „Charles Spencer Chaplin“ (1889-1977) ist jedem ein Begriff. Die einen denken bei dem Namen an die großartige Darstellung im „Der große Diktator“, die anderen an die zahlreichen komödienhaften Darstellungen des Stummfilmartisten mit einem schwingenden Stöckchen, einem abgewetzten Anzug und einer Melone auf dem Kopf. Doch nur die Wenigsten kennen die private Seite des berühmtesten Menschen des 20. Jahrhunderts.
Dem privaten Leben des Ausnahmekünstlers widmete sich der französische Dramaturg und Regisseur Daniel Colas, indem er Chaplins privates Leben von 1914 bis 1975 beleuchtete.
Dieter Hallervorden brachte nun diese Geschichte auf die deutsche Bühne ins Schlosspark Theater.
Am Samstag, den 14. Oktober 2017, war die Premiere, von der ich Euch nun ausführlich berichten werde.

Der Regisseur Rüdiger Wandel und die Regieassistentin Viktoria Feldhaus konzentrieren sich bei dem Theaterstück auf den Aufstieg des in sehr armen Verhältnissen in England aufgewachsenen Charlie Chaplin, der es in den USA mit seiner komödienhaften Darstellung in diversen Stummfilmen zu einem umjubelten Star brachte, der schließlich seine eigenen Filmstudios gründete.
Auf der Bühne blicken wir aber auch hinter die Fassade der Kultfigur und erleben dabei einen zerbrechlichen und liebenden Mann, der auf eine großartige und authentische Art und Weise von Wolfgang Bahro verkörpert wird.

Wolfgang Bahro spielt nicht nur seit seit 25 Jahren Dr. Jo Gerner in der Serie „Gute Zeiten – schlechte Zeiten“, sondern ist auch eine Größe auf den Kabarett-Bühnen Berlins. Die Figur des privaten Charlie Chaplins ist ihm in der Inszenierung wie auf den Leib geschnitten. Bahro spielt nicht nur einen gefeierten Star, sondern auch einen liebenden Sohn, der seine kranke Mutter, die er vergöttert, in die USA bringt, um sie hier besser versorgen zu können.
Neben zahlreichen Frauengeschichten muss sich jedoch Chaplin ständig mit den Veränderungen in der Weltgeschichte auseinandersetzen. Nach dem Ersten Weltkrieg werden seine Filme von den Nationalsozialisten verboten, da man ihn für einen Juden hält und er in seinen Filmen die Nationalsozialisten karikiert. Doch kaum ist diese schwarze Zeit überstanden, steht Chaplin vor einem erneuten politischen und geschichtlichen Problem: Hoover und das FBI halten ihn für einen Kommunisten und wollen ihm mit einer Zensur zum Umdenken zwingen. Sogar vor einem Einreiseverbot in die USA schrecken die selbst ernannten Bolschewisten-Jäger nicht zurück.

Neben der gelungenen Darstellung des Charlie Chaplin durch Bahro überzeugen auch die anderen Darsteller auf der Bühne: Die mehrfach ausgezeichnete TV-Schauspielerin und Theaterdarstellerin Brigitte Grothum agiert sehr vielseitig in ihrer Rolle der Hannah Hill (genannt Lily Harley), der Mutter von Charlie. Mal ist sie die fröhliche und sich sorgende Mutter, mal wird die Figur von einer tiefen Traurigkeit erfasst.
Judith Wegner spielt hervorragend die dritte – kokette- Frau und Elinor Eidt die vierte – ihrem Mann ergebende – Frau des Charlie Chaplin. Karsten Kramer und Jörg Westphal gelingt es, den loyalen Bruder und den ehrlichen Leiter der Chaplin Studios zu verkörpern. Oliver Nitsche jagt dem Zuschauer in seiner Rolle des besessenen FBI-Gründers Hoover Angst ein.

Auch die authentischen Kostüme von Viola Matthies und Jasper Krafft und die emotionale Musik von Philippe Roth sorgen dafür, dass wir uns sehr gut in die Zeit 1914 bis 1975 versetzt fühlen können.

Mein Fazit: „Ein gewisser Charles Spencer Chaplin“ ist eine sehr gelungene Inszenierung mit großartigen Darstellern, die einen zum Nachdenken anregt und so aktuell wie nie zuvor ist. Wir erleben nicht nur das konfliktreiche Privatleben des Charlie Chaplin, sondern erkennen auch, was Zensur, Jagd auf Andersdenkende und eine strenge Einwanderungspolitik bewirken können. Intoleranz und Freiheitsberaubung waren auch schon früher ein Teil der Weltgeschichte und wiederholen sich erneut.

Weitere Informationen zum Theaterstück:
http://schlosspark-theater.de/produktionen/ein-gewisser-charles-spencer-chaplin.html
https://www.facebook.com/Schlosspark-Theater-Berlin-Offizielle-Seite-332467151990/

Kontakt: Schlosspark Theater
Schloßstraße 48
12165 Berlin
030 78956670

#Schlossparktheater #Theater #Berlin #Eingewissercharlesspencerchaplin #Chaplin #DanielColas #DieterHallervorden #WolfgangBahro #RüdigerWandel #ViolaMatthies #JasperKrafft #JanASchroeder #PhilippeRoth #ViktoriaFeldhaus #ElinorEidt #BrigitteGrothum #KarstenKramer #JörgWestphal #Hoover #OliverNitsche #JudithWegner #HerbertSchöberl #LashaRostobaia #Stummfilm #Tonfilm #Nationalsozialismus #Bolschewisten #Kommunisten #Zensur

© E. Günther