Das zauberhafte Musical „Die Eiskönigin“ in Hamburg

Es gibt Veranstaltungen, die sind magisch und lassen einen für immer verzaubert zurück 🥰🫶 Dies war bei dem Musical Die Eiskönigin – Das Musical in Hamburg der Fall. Monate lang lebte ich von den schönen Erinnerungen an dieses Musical und musste es unbedingt noch einmal besuchen. Gestern war es dann soweit 🙏🏻🎊

Ich muss zugeben, dass ich jetzt noch mehr von der Umsetzung geflasht bin, weil ich endlich die unfassbar talentierte Sabrina Weckerlin – in ihrer Rolle der Elsa – live erleben durfte. Für mich ist sie eine der besten deutschsprachigen Musicaldarstellerinnen unserer Zeit. Sie spielt mit so viel Hingabe und ihre Stimme ist eine Wucht. Auch Willemijn Maandag war ein audiovisueller Genuss am gestrigen Abend: zuckersüß und sympathisch als Anna und mit einer voluminösen Stimme gesegnet! Der Olaf-Darsteller Elindo Avastia verzauberte wie schon bei meinem 1.Besuch die Zuschauer (siehe Bericht unten). Endlich durfte ich auch Milan Van Waardenburg als Hans auf der Bühne sehen. Seit dem Musical „Tanz der Vampire“ bin ich ein sehr großer Fan von ihm. Und auch gestern überzeugte er wieder als talentierter Darsteller und grandioser Sänger. Neu im Musical ist David Negletto in der Rolle des sympathischen und hilfsbereiten Kristoff. Als eine absolute Augenweide hat er gestern das Herz jeder kleinen und großen Frau erobert und mit seinem Gesang begeistert.

Der gestrige Abend und das Musical „Die Eiskönigin“ bleiben für immer unvergessen! Das Musical ist für jeden Musical- und/oder Disneyliebhaber ein Must-See! Die Bühne, das Lichtdesign, die Effekte und die Kostüme sind detailverliebte Kunstwerke 🥰💯

Hier der Bericht vom 16. Januar 2022: https://www.facebook.com/1520602494933179/posts/3117504425242970/?d=n

Text von E.Günther
Titelfoto von Stage Entertainment und Fotos von Disney/Johann Persson

Titelfoto © Stage Entertainment
Foto © Disney/ Johan Persson
Foto © Disney/ Johan Persson
Foto © Disney/ Johan Persson
Foto © Disney/ Johan Persson
Foto © Disney/ Johan Persson

Cabaret – das bedeutendste Musical der Berliner Geschichte im Tipi am Kanzleramt

Das legendäre Musical „Cabaret“ aus dem Jahr 1966 begeistert bis heute unzählige Fans. Für die Verfilmung mit der wundervollen Liza Minelli gab es acht Oscars. Am Broadway ist „Cabaret“ noch immer ein Erfolgsgarant, mit acht Tony Awards ausgezeichnet. Über 300.000 Zuschauer sahen „Cabaret“ im Tipi am Kanzleramt und in der Bar jeder Vernunft. Nach zwei Jahren Pause wurde das bedeutendste Musical der Berliner Geschichte endlich wieder ins Programm des Tipi am Kanzleramt aufgenommen.
Und so war es selbstverständlich, dass ich auch „Cabaret“ besuchen musste. Am Freitag, den 5. August 2022, war es endlich soweit.

Die legendäre Inszenierung des amerikanischen Star-Choreographen und Regisseurs Vincent Paterson, die auf dem autobiographischen Episodenroman „Goodbye to Berlin“ von Christopher Isherwood basiert, stellt für mich das kontrastreichste Musical überhaupt dar. Man erlebt nicht nur zwei verschiedene Stimmungen auf der Bühne, sondern wird auch ein Teil der bedeutendsten Geschichte Berlins.

„Life is a Cabaret“
Der MC der Show nimmt uns auf eine Zeitreise ins Berlin der 30-er Jahre mit und zeigt uns den legendären Kit-Kat-Club, in dem alles möglich zu sein scheint und selbst die Grenzen der Geschlechter verwischt werden. Wir erleben eine fröhliche Gesellschaft, die keine Grenzen und keine Sorgen kennt. Tabus wie Homosexualität, Transsexualität, Sado Maso, ungezügelter Sex und Drogen werden hier gebrochen. Hier lebt jeder, wie es ihm gefällt, schließlich hat man auch keine Konsequenzen oder Repressalien zu befürchten.

Zur selben Zeit reist Clifford Bradshaw, ein junger amerikanischer Schriftsteller, von Paris nach Berlin, um dort endlich seine Schreibblockade zu überwinden. Im Zug lernt er den deutschen Ernst Ludwig kennen, der ihm die Pension von Fräulein Schneider und den verruchten Kit-Kat-Club empfehlt. Offenbar schmuggelt Ernst Ludwig etwas nach Berlin, doch die tragische Tragweite dieses Schmuggels wird erst viel später aufgedeckt.

Im Kit-Kat-Club lernt Clifford Sally Bowles, die vulgäre und koksende Sängerin und Tänzerin des Clubs, kennen, deren Stern aber im Club zu sinken scheint. Obwohl beide aus unterschiedlichen Milieus kommen, verlieben sie sich ineinander. Sally Bowles führt den naiven Bradshaw in das Partyleben Berlins ein und lässt ihn das Schreiben vergessen.

Die rührendste Liebesgeschichte des Musicals findet aber nicht wie fast in jedem Musical zwischen zwei jungen Leuten statt, sondern zwischen der älteren Pensionsleiterin Fräulein Schneider und dem Obstladenbesitzer Herr Schultz, der seine Angebetete mit Obst überschüttet. Ihre reine Liebe wird dadurch gekrönt, dass Fräulein Schneider den Heiratsantrag von Herrn Schultz annimmt.

„Die Party ist vorbei.“
Fräulein Schneider und Herr Schultz feiern mit anderen Pensionsbewohnern und dem Kit-Kat-Club-Ensemble ihre Verlobung. Die zunächst ausgelassene Partystimmung wird aber durch den Auftritt Ernst Ludwigs gestört, der eine NSDAP-Uniform trägt. Dem Publikum wird klar: Die Zeit der Nationalsozialisten ist angebrochen und ihr unmenschlicher Aufstieg ist damit unaufhaltsam.
Die Verlobungsfeier wird unterbrochen, weil Ernst Ludwig Fräulein Schneider indirekt droht, ihr den Gewerbeschein zu entziehen, falls sie Herrn Schultz, einen deutschen Juden, heiraten sollte.
Eine dunkle Zeit bricht über Berlin herein, die Party und damit die ausgelassene Stimmung sind zu Ende.

Jasmin Eberl spielt fantastisch das leichte Mädchen Sally Bowles, das keine Sorgen kennt und ihr Leben einfach in vollen Zügen genießen will. Eberls Stimme ist unfassbar stark und voluminös, ihre Mimik sehr ausdrucksstark. Wenn sie mit dem älteren Paar mitleidet und an ihren Beziehungsproblemen mit Clifford zerbricht, dann nimmt man ihr als Zuschauer das alles ab. An ihre Stimme habe ich noch das ganze Wochenende gedacht.

Luca Schaub verkörpert auf eine sehr überzeugende Weise den etwas naiven und in das Gute im Menschen glaubenden Clifford Bradshaw, der zum Schreiben in das weltoffene Berlin kommt und die Auffassung vertritt: „Mensch ist Mensch“. Im Laufe seines Aufenthalts wird er, bedingt durch die geschichtliche Entwicklung in Berlin, aber maßlos von der Stadt enttäuscht.

Barbara Schnitzler und Dirk Schoedon schaffen es auf Anhieb, mit ihrer herzlichen und sympathischen Darstellung der Fräulein Schneider und des Herrn Schultz und ihrem einzigartigen Charisma sich in die Herzen des Publikums zu spielen. Wir freuen uns für ihre Liebe und leiden mit ihnen, wenn ihre Liebe vor unüberwindbare Hindernisse gestellt wird. Meine Lieblingsszene im Musical findet zwischen den beiden Sympathieträgern statt: Herr Schultz bringt Fräulein Schneider eine Ananas mit, über die sich die ältere Dame aufrichtig freut, weil die Frucht zu der damaligen Zeit ein Luxusgut war.

Michael Kargus, dem MC, haben wir es zu verdanken, dass eine solch erschreckende Geschichte der Stadt Berlin auch in einem Musical gezeigt werden kann und den Zuschauer nicht erstickt, denn er bricht durch seine ständigen verdorbenen Gesangs- und Tanzperformances das Ganze auf und unterhält den Saal, wenn dieser gerade dabei ist, seine Tränen zu trocknen. Kargus hat als Darsteller und als Sänger das Publikum auf ganzer Linie überzeugt.

Jacqueline Macquala entlockt den Zuschauern mit ihrer Darstellung der Fräulein Kost, die ständig Matrosen in ihrem Zimmer empfängt und damit Fräulein Schneider an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringt, ein breites Grinsen im Gesicht. Hervorragend von Macquala verkörpert!

Überhaupt sollte man an dieser Stelle das ganze Ensemble und die aus vier Mann bestehende Live-Band, die durch ihre schnellen Tanznummern und ihr Entertainment für einen unvergesslichen Abend sorgt, loben! Damian Omansen hat mit seiner musikalischen Leitung eine sehr gute Arbeit geleistet. Die Musik von John Kander und die Gesangstexte von Fred Ebb (ins Deutsche von Robert Gilbert übersetzt) werden sehr gut interpretiert. „Maybe This Time“, „Money-Money“, „Mein Herr“ und „Willkommen, Bienvenue, Welcome“ – alle beliebten Evergreens kommen im Musical vor.
Die choreographische Einstudierung durch Paulina Plucinski, die Kostüme von Stefanie Krimmel und das Maskenbild von Beatrice Steppa sorgen dafür, dass Musical nicht nur eine geschichtliche Bedeutung hat, sondern auch sehr verführerisch wirkt.

Mein Fazit: Das Musical „Cabaret“ ist eine „Musical-Legende“ und ein wichtiger Teil der deutschen Geschichte. Man sollte daher das Musical unbedingt einmal in seinem Leben besucht haben. 2,5 Stunden lang (mit einer 30-minütigen Pause) wird das Publikum auf höchstem Niveau unterhalten und zum Nachdenken gebracht, ohne einen aufdringlich zu belehren. Vor allem die Tatsache, dass die Geschichte in Berlin, am Nollendorfplatz, spielt, lässt einen nicht kalt.
Die Besetzung der kleinsten Rolle ist sowohl im schauspielerischen als auch im gesanglichen Bereich perfekt. Die Musik und die Evergreens sind meisterhaft schön. Man empfindet in dem Musical so viele unterschiedliche und intensive Gefühle auf einmal. Zudem ist „Cabaret“ eines der erotischsten und verführerischsten Musicals.
Also nichts wie hin! Lasst Euch wunderbar unterhalten! Das Musical läuft noch bis zum 25. September 2022 im Tipi am Kanzleramt und ist ein Must-See!

Adresse: Tipi am Kanzleramt
Große Querallee
10557 Berlin

Weitere Informationen:
https://www.tipi-am-kanzleramt.de/
https://www.facebook.com/TipiAmKanzleramt

Text © E. Günther
Fotos © Barbara Braun

Foto © Tipi am Kanzleramt
Foto © Barbara Braun
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Foto © E.Günther
Foto © E.Günther

Japanischer Bonsaigarten in Ferch (2022)

Auch in diesem Jahr war ich im Japanischen Bonsaigarten in Ferch 🥰 Für 7€ kann man in einem wunderschönen Garten mit viel Liebe zur japanischen Gartenkunst verweilen und die Ruhe genießen! Am Ende des Ausflugs sind wir noch in das dortige japanische Teehaus gegangen. Ein wunderbarer Ausflug, den ich jedem empfehlen kann!

Text und Fotos © E. Günther

STAR DUST – From Bach to Bowie im Admiralspalast Berlin

– die aktuell angesagteste Tanzcompany zu Besuch in Berlin –

Tanzen ist die leidenschaftlichste Sprache der Welt, die die unterschiedlichsten Menschen verbindet, und das intensivste Stilmittel der Kunst. Und keine andere Tanzcompany beherrscht im Moment diese Sprache und dieses Stilmittel so gut wie das US-amerikanische Complexions Contemporary Ballet, das mit seiner diesjährigen Deutschlandtournee sein 27-jähriges Bestehen feiert.

Im Jahr 1994 gründete der mit mehreren Preisen ausgezeichnete Starchoreograf Dwight Rhoden, den ich schon in der Tanzshow „The Great Gatsby“ bewundern durfte, und der ebenfalls mit Preisen überhäufte Startänzer Desmond Richardson, der bereits mit mehreren Showgrößen gearbeitet hat, in New York das Complexions Contemporary Ballet.

Aktuell gehört das Complexions Contemporary Ballet zu den angesagtesten US-amerikanischen Tanzcompagnien. Die Tänzer der Company kommen aus den USA, Kanada, Australien, Kolumbien sowie aus Japan und Korea.

Und so stand es für mich außer Frage, dass ich am Dienstag, den 26. Juli 2022, zur Premiere im Admiralspalast Berlin gehen würde, um selbst über das außergewöhnliche Können der Tanzcompany des Chefchoreografen Dwight Rhoden und von Desmond Richardson, des ersten afroamerikanischen Solisten beim American Ballet Theatre, urteilen zu können.

Die Show „STAR DUST – From Bach to Bowie“ soll eine auf den ersten Blick musikalisch und tänzerisch nicht zusammenpassende Verbindung schaffen, zwischen den Tänzen zur Musik des Barockgenies Johann Sebastian Bach und seines Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach und der Pop-Ikone David Bowie.
Um 19:30 Uhr öffnete sich schließlich der rote Vorhang im Admiralspalast Berlin und mit Bach 25 interpretierten 16 Ausnahmetänzer in der ersten Showhälfte tänzerisch die Musik von Johann Sebastian Bach (z.B. Klavierkonzert, D-Moll: „Adagio“), dem Inbegriff der Barockmusik, und die seines Sohns Carl Philipp Emanuel Bach, dem bedeutendsten Vertreter des Empfindsamen Stils.
Zur schweren und imposanten Barockmusik zeigten die grandiosen Talente in Gruppen, Paartänzen und Soli wunderschöne Choreografien, die eine unmenschliche Körperbeherrschung abverlangten. Diese vertanzte Körperkunst ließ mich sprachlos zurück: Wie kann man zur Barockmusik eine solche atemberaubende Choreografie auf die Beine stellen?!

In der zweiten Showhälfte ging es mit einer innovativen Mischung aus Klassik, Ballett und Popkultur auf der Tanzbühne weiter. Die 16 Tanzgötter widmeten sich nun einem anderen Musikgenie: David Bowie, zu deren Welthits „Space Oddity“ (1969), „Life On Mars“ (1971), „Heroes“ (1977), „Let’s Dance“ (1983) und „Lazarus“ (2016) sie pulsierende Choreografien präsentierten. Vor allem die tänzerische Umsetzung des Liedes „Heroes“ hat mich tief bewegt. Im Gegensatz zur ersten Hälfte waren die Tänzer jetzt wie die Pop-Ikone David Bowie extravagant geschminkt und tanzten in den farbenfrohen Kostümen von Christine Darch mehr in Gruppen. Die Bühnenpräsenz der Tanzcompany vor allem in dieser Showhälfte war einfach sagenhaft.

Eine tänzerisch unglaublich beeindruckende und vielseitige Hommage an die Pop-Legende David Bowie, die am 8. Januar 2022 75 Jahre alt geworden wäre. Jeder der Tänzer übernahm in der Show die Rolle von David Bowie, dessen Persönlichkeit in jedem von uns widerspiegelt werden kann. Am Ende gab es im Zuschauersaal kein Halten mehr. Alle sprangen auf und tanzten ausgelassen zu David Bowies Musik.

Als Zuschauer bemerkte man, wie die Musik die durchtrainierten Körper der Tänzer durchströmte. Dwight Rhoden und die 16 Tänzer schufen sinnliche und leidenschaftliche Choreografien, die international ihresgleichen suchen. Das Lichtdesign von Michael Korsch verhalf diesen emotionalen Tänzen zu etwas Magischem.

Was mich an dem gestrigen Abend besonders inspirierte, war, dass in der Tanzcompagny unterschiedliche Menschen tanzten: Afroamerikaner (u.a.Christian Burse), (früher im Ballett undenkbar) große Frauen (Jillian Davis), kleine Männer (Thomas Dilley), Lateinamerikaner (Miguel Solano), Tänzer in ihrer ersten (u.a. Zion Pradier) oder in ihrer fünften Saison (Brandon Gray). Dieser Zeitgenössische Tanz verband die unterschiedlichsten Individuen zu einem poetischen Ganzen – so wie es David Bowie gewollt hätte – und bestätigte meine Eingangsthese, dass Tanzen verbindet und alle Grenzen überwindet.

Mein Fazit: „STAR DUST – From Bach to Bowie“ ist eine überwältigende Glam Rock-Tanzshow, die zurecht mit Beifallsstürmen und Standing Ovations quittiert wurde. Modern Dance und Ballett zusammen auf der Bühne, Barock und Klassik in einer Show – tänzerische und musikalische Grenzen wurden auf dem tänzerisch höchsten Niveau von 16 Tänzern und deren begnadeten Choreografen an diesem Abend gesprengt. Unfassbar schön! Bis zum 31. Juli 2022 könnt Ihr diese Ausnahmeshow noch im Admiralspalast Berlin besuchen.

Adresse: Admiralspalast Berlin
Friedrichstraße 101
10117 Berlin

Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/complexionsdance
https://www.facebook.com/bbpromotion
https://www.complexionsdance.org/
https://www.bb-promotion.com/

Text © E. Günther
Fotos © Sharen Bradford

Foto © Sharen Bradford
Foto © Sharen Bradford
Foto © Sharen Bradford
Foto © Sharen Bradford
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Foto © Sharen Bradford
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Möllers Köttbullar – das beliebte Gericht aus Schweden in Berlin

Ich kenne so viele, die ins berühmte schwedische Möbelhaus nur gefahren sind, um die schwedischen Köttbular zu essen. Das ist nicht mehr nötig, denn dank Henrik Möller und Michael Hubert kann man das beliebte Gericht aus Schweden in Kreuzberg direkt am Schlesischen Tor schnabulieren. Davon habe ich mich selbst am Dienstag, den 28. Juni 2022, überzeugt.

In dem Köttbular-Paradies kann man zwischen Fleischbällchen, also den traditionellen Köttbullar, aus Bio-Rindfleisch der bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall mit Kartoffelstampf oder mit Pommes Frites wählen. Dazu gibt es einen Gurkensalat, Preiselbeeren und eine Rahmsoße. Meine Begleitung orderte am 28. Juni 2022 dieses Gericht mit einem Kartoffelstampf. Oder man kann wie ich Vegibullar, eine vegane Alternative aus Sonnenblumenhack und -protein (Allgäu), Champignons und Erbsenproteinen, bestellen. Den Kartoffelstampf bestellt man entweder mit Butter und Biomilch oder vegan mit Alsan und Sojamilch. In beiden Fällen wir dieser frisch im Restaurant gestampft. Auch die Rahmsoße kann entweder vegan oder nicht-vegan zubereitet werden.

Die Gerichte gibt es in drei verschiedenen Größen: die Kinderportion (6,60 €), eine normale Portion (9,50 €) und eine große Portion (12 €), für die wir uns entschieden. An dem Tag saßen wir bei sonnigem Wetter draußen, im Innern gibt es aber auch Sitzmöglichkeiten. Man bezahlt am Tresen und wartet, bis seine Bestellung fertig ist.

Unsere Köttbular und Vegibullar waren würzig, außen crunchy und innen weich und schmeckten ganz fantastisch mit der cremigen Rahmsoße. Beim Kartoffelstampf merkten wir, dass er hausgemacht ist. Durch den frischen Gurkensalat und die fruchtigen Preiselbeeren war das Gericht nicht zu mächtig. Am Ende unseres Treffens bestellte meine Begleitung noch den veganen Milchreis (3,50 €) aus Haferdrink, der ein runder Abschluss war.
Alle verwendeten Zutaten in Möllers Köttbullar sind natürlich. Es werden keine Aromen und keine Zusatzstoffe benutzt. Falls man sich etwas nach Hause mitnehmen möchte, kann man dies in komplett kompostierbaren Verpackungen tun.

Mein Fazit: In Möllers Köttbular kann man mit reinem Herzen speisen, denn hier wird großer Wert auf hohe Qualität, Bio-Produkte und die Vermeidung von Plastik gelegt. Und dazu schmeckt alles noch verdammt lecker! Wir kommen auf jeden Fall wieder.

Adresse: Möllers Köttbullar
Köpenicker Str. 190
10997 Berlin

Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/moellerskoettbullar
https://koettbullar.com/

Text und Fotos © E. Günther

Foto © E. Günther
Foto © E. Günther
Foto © E. Günther
Foto © E. Günther

Die Stulle 2022

Auch im Jahr 2022 war ich in „Die Stulle“ und habe dort wieder „Green Garden“ gegessen. Meine Begleitung bestellte fluffige Pancakes. Beide Gerichte können wir sehr empfehlen 😋😋😋 Zudem hatte ich einen unglaublich leckeren und erfrischenden alkoholfreien Cocktail 🍹 Hier der begeisterte Bericht aus dem Jahr 2021: https://www.facebook.com/1520602494933179/posts/3050754741917939/?d=n

Foto © E. Günther
Foto © E. Günther
Foto © E. Günther
Foto © E. Günther

Gewinnspiel: 2×2 Eintrittskarten ins Deutsche Spionagemuseum – Erlebnis-Ausstellung um die Welt der Spione

Die Glienicker Brücke ist nicht erst seit dem Film „Bridge of Spies“ mit Tom Hanks ein Mythos. Ganze drei Mal wurden auf der legendären Brücke im Kalten Krieg Spione zwischen Ost und West ausgetauscht. Seitdem wird Berlin auch die „Hauptstadt der Spione“ genannt, ein Konzept, dem sich seit dem 19.09.2015 das Hightech-Museum „Deutsches Spionagemuseum“ verschrieben hat.

In dem Deutschen Spionagemuseum kommen nicht nur James Bond-Fans voll auf ihre Kosten, auch Verschwörungstheoretiker und Hobbydetektive können hier viel nachlesen (sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch), bestaunen (viele Originalstücke aus dem Leben der Spione), aber auch agieren, denn Besucher können im Museum ihre Nachrichten selbst codieren.
Besonders interessant fand ich bei meinem letzten Besuch die vielen Ausstellungsstücke und die Geschichten über die verschiedenen Tiere, die zur Spionage eingesetzt wurden, darunter Hauskatzen.

Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann fasse ich noch einmal alles Wichtige zusammen:
Was? 2×2 Eintrittskarten für das Deutsche Spionagemuseum
Wann? Täglich von 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet
Wo? Deutsches Spionagemuseum, Leipziger Platz 9, 10117 Berlin
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken und kommentieren!

Das Gewinnspiel endet am Samstag, den 16. Juli 2022, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Viel Glück!

Text und Foto © E. Günther

Ben Blu’s Illusionstheater – das neue Berliner Theater der Zauberkunst

Im engeren Sinn ist eine Illusion eine falsche Wahrnehmung der Wirklichkeit, eine Sinnestäuschung. Und eins muss man zugeben: Manchmal möchten wir die Wirklichkeit verlassen und in eine fantasievolle Welt eintauchen. Dies gelingt direkt am Kurfürstendamm perfekt, denn hier hat der sympathische und charmante Illusionist Ben Blu (Benjamin Berger) eine Welt der Kunststücke und der Illusionen geschaffen: Ben Blu’s Illusionstheater. Dabei handelt es sich um ein kleines Theater, in dem intime Shows gespielt werden.

Einige Dauershows zählen zu dem Programm des Illusionstheaters. Sie unterschieden sich in der Länge und in der Ausrichtung für die entsprechenden Altersgruppen. Dazu gehören: Berlin Illusions – Die Hauptstadt-Zaubershow, Magic Hour – Die Überraschungsshow, Simsalabim – Die Kinderzaubershow (für Kinder ab 4 Jahren) und Mind Illusions – Im Spielzimmer der Gedanken. Zudem bietet Ben Blu Zauberkurse und Sondervorstellungen an.

Am Samstag, den 18. Juni 2022, haben wir uns für die Abendshow „Mind Illusions – Im Spielzimmer der Gedanken“ entschieden. Diese Show läuft immer freitags und samstags um 20 Uhr und dauert ca. 1,5 Stunden plus einer Pause von etwa 20 Minuten. „Mind Illusions“ wird ab 10 Jahren empfohlen. In der Show stellt der Zauberer Ben Blu engen Kontakt zum Publikum her, liest die Gedanken der Zuschauer und verzaubert durch verschiedene Illusionen – Kartenticks, schwebende Gegenstände, das Bergen eines Piratenschatzes und das Befreien aus einer Zwangsjacke inklusive. Und das immer mit einer Interaktion mit dem Publikum und einem Lächeln im Gesicht.

Mein Fazit: Falls Ihr mit Euren Kindern oder alleine den Alltag vergessen oder einfach mal wieder Kind sein wollt, dann könnt Ihr das alles in Ben Blu’s Illusionstheater erleben. Dabei steht auf der Bühne ein freundlicher Zauberer, der auch nach der Show für sein Publikum da ist.

Adresse: Ben Blu’s Illusionstheater
Meinekestraße 24
10719 Berlin

Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/IllusionstheaterBerlin
https://illusionstheater-berlin.de/

Text und Fotos © E. Günther

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Tod auf dem Nil – der Agatha Christie-Klassiker im Berliner Kriminal Theater

Agatha Christie ist meine Lieblingsautorin und die Königin der spannenden Kriminalromane. Zu meinen Lieblingsromanen von Agatha Christie zählen „Mord im Orientexpress“ und „Tod auf dem Nil“. Keiner anderen Autorin gelingt es, auf so eine spannende Art und Weise eine Geschichte zu erzählen und dieser am Ende eine unerwartete Wendung zu geben.

Aus diesem Grund war ich am Freitag, den 17. Juni 2022, mit einer Kollegin, die auch die Agatha Christie-Romane zu schätzen weiß, im Berliner Kriminal Theater, um das Theaterstück „Tod auf dem Nil“ zu besuchen. Für meine Kollegin war es der erste Besuch im Berliner Kriminal Theater, das sie aber auf Anhieb wie mich begeistern konnte. Ich war schon unzählige Male in dem Theater.

Der Kriminalroman „Tod auf dem Nil“ ist der 22. Kriminalroman von Agatha Christie, erschien im Jahre 1937 und inspiriert bis heute noch viele Theaterstücke und Drehbücher.
Der Film mit dem legendären Cast Peter Ustinov, Bette Davis, David Niven, Mia Farrow, Maggie Smith, Jane Birkin und Angela Lansbury kam 1978 in die Kinos und wurde zu einem bemerkenswerten Erfolg, mit einem Oscar für die besten Kostüme.

Um ca. 20 Uhr ging der rote Vorhang auf und der Klassiker, für das Berliner Kriminal Theater von Wolfgang Rumpf und Matti Wien als Theaterstück inszeniert und von Maria Jany und Matti Wien bearbeitet, konnte beginnen.
Zu der weltbekannten Geschichte: Auf einem Nil-Dampfer macht das verheiratete Paar Linnet und Simon Doyle Flitterwochen und trifft dort auf Jacqueline de Bellefort, Simons Ex-Verlobte und Linnets ehemalige beste Freundin. Die verbitterte Jacqueline schießt im Verlauf der Reise auf Simon. Doch dabei bleibt es nicht. Auf dem Dampfer werden Passagiere ermordet. Und wie immer bei Agatha Christie hat jeder der Anwesenden ein Motiv und könnte der Mörder sein…

Da Hercule Poirot zu meinen Lieblingsfiguren in Kriminalromanen gehört, war ich sehr auf die Umsetzung der Figur gespannt und wurde auch nicht enttäuscht. Mathias Kusche spielt den scharfsinnigen und manchmal zynischen Meisterdetektiv, der jeden Mord aufklären kann, perfekt. Die witzige Tatsache, dass Poirot immer wieder betonen muss, er sei kein Franzose, sondern ein Belgier, wird auch in das Theaterstück humorvoll integriert.

Besonders ausdrucksstark waren für mich in der Inszenierung die Darstellerinnen: Alexandra Maria Johannknecht verkörpert unglaublich überzeugend die reiche und verwöhnte Linnet Doyle, die sich alles nimmt, was sie will und auf den ersten Blick keine Gewissensbisse zu haben scheint. Die skrupellose Linnet kann nicht mit ihrer gedemütigten Freundin mitempfinden und denkt nur an ihr eigenes Wohl. Wunderbar von Alexandra Maria Johannknecht gespielt!

Jenny Löffler geht in der Rolle der verbitterten und zurückgewiesenen Jacqueline de Bellefort, die ihren Stolz verloren hat und dem Ehepaar das Leben zur Hölle machen möchte, auf. Auch wenn sie sich mit ihren Auftritten lächerlich macht, so fühlt der Zuschauer mit ihr. Jenny Löffler gelingt es, die Leidenschaft und Impulsivität der Figur fabelhaft zu interpretieren.

Auch Gundula Piepenbring stellt die Figur der Salomé Otterbourne entsprechend der Romanvorlage dar und gewinnt trotz ihres kuriosen Benehmens die Herzen der Zuschauer. Salomé Otterbourne wird als eine alkoholkranke Autorin gekennzeichnet, der nicht viel an dem Wohl ihrer Tochter liegt und die nur an ihre Verwirklichung als Schriftstellerin denkt. Mit ihrer authentischen Darstellung sorgt Gundula Piepenbring für viele Lacher im Publikum.
Rosalie Otterbourne ist die aufopferungsvolle Tochter, die ihre eigenen Wünsche hinter das Wohl ihrer Mutter anstellt. Sehr ehrlich von Alice Macura gespielt.

Aber auch die Männerrollen in der Theaterinszenierung wurden sehr gut besetzt:
Alejandro Ramón Alonso mimt makellos den mittellosen Simon Doyle, der seine Verlobte, für die er die Welt bedeutet, verlässt, um die reiche und glamouröse Linnet zu heiraten.
Kai-Peter Gläser agiert hingebungsvoll als Mr. Ferguson, der die reiche Gesellschaft und den Kapitalismus verabscheut. Sein einziges Interesse gilt der Arbeiterklasse. Damit steht er im Gegensatz zu der Figur des Andre Pennington, Linnets Onkel und ihrem amerikanischen Vermögensverwalter. Pennigtons Gedanken kreisen nur um Linnets Vermögen und wie er dieses ihr abknöpfen kann. Einwandfrei von Thomas Linke gespielt.
Auch die Rolle Dr. Bessner wird von Karl-Heinz Barthelmeus sehr überzeugend dargestellt. Dr. Bessner ist ein aufbrausender Charakter aus Deutschland, der wegen der missglückten Zellenkur bei Linnets Busenfreundin um seine Existenz als Arzt bangen muss.

Das Berliner Kriminal Theater präsentiert wieder einen starken Cast in einem bemerkenswerten Setting. Manfred Bitterlich schafft ein detailgetreues Bühnenbild, das dem Zuschauer tatsächlich das Gefühl gibt, sich auf einem Nil-Dampfer zu befinden. Durch das Einspielen arabischer Musik wird das Ganze noch authentischer. Besonders angetan war ich von den Kostümen der Darsteller, allen voran von den wunderschönen Kleidern der Darstellerinnen. Ein großes Lob an für Vera Krisch diese gelungene Arbeit!

Fazit: Die Inszenierung „Tod auf dem Nil“ im Berliner Kriminal Theater überzeugt durch ihren Cast, ihr Bühnenbild und die Kostüme und ist für jeden Agatha Christie- und Krimi-Fan ein Muss! Und schließlich ziehen Geschichten über Liebe, Eifersucht, Neid, Betrug und Intrigen die Zuschauer noch immer in ihren Bann…

Adresse: Berliner Kriminal Theater
Palisadenstraße 48
10243 Berlin

Weitere Informationen:
https://www.kriminaltheater.de/
https://www.facebook.com/kriminaltheater

Text und Applausbild © E. Günther
Fotos © Herbert Schulze

Foto © Herbert Schulze
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Foto © E.Günther
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SeeLodge in Kremmen – Paradies auf 64 Pfählen im See

Mitten im Naturschutzgebiet Kremmener Luch liegt die SeeLodge auf 64 Pfählen im See. Ich wollte schon immer einen Ausflug dorthin unternehmen, habe es aber bisher aus Zeitgründen nicht geschafft. Am Sonntag, den 5. Juni 2022, fand hier ein Grill- bzw. ein Sommerfest statt. So nahmen wir das zum Anlass, endlich an diesen idyllischen Ort zu fahren.
Von Berlin-Wilmersdorf brauchten wir 45 min. zum Wald- und Seegut Kremmen im Landkreis Oberhavel.

Dort angekommen und auf dem hoteleigenen und kostenfreien Parkplatz geparkt sahen wir gleich das im Jahr 1993 im Landhausstil nach dem Vorbild afrikanischer und kanadischer Lodges erbaute Haupthaus, das den Mittelpunkt der Anlage bildet.
Die SeeLodge wird regelmäßig zu den 10 schönsten Hochzeitsorten der Region Berlin-Brandenburg gezählt. Nun wusste ich, warum: Vogelgezwitscher, Ruhe und keine direkten Nachbarn!

Aber die Location kann auch für andere Veranstaltungen und Familienfeste gebucht werden. Der Innenbereich bietet dafür Platz für bis zu 100 Gäste. Zudem gibt es die große und komplett überdachte und beheizbare Holzterrasse mit Blick auf den Kremmener See. Hier können sich weitere 100 Gäste einfinden. Die Hotelanlage von 8300 qm hat auch eine Liegewiese am See. Die vorgelagerte Privatinsel mit Seebrücke bietet zusätzlichen Platz für ca. 90 Personen.

Nach der Veranstaltung können bis zu 30 Personen in den sieben Zimmern und Suiten der SeeLodge übernachten. Am darauffolgenden Tag laden einen die Gewässer rund um die SeeLodge dazu ein, sich ein Boot, ein Kanu oder ein Rad auszuleihen und die Umgebung zu erkunden. Am See gibt es auch ein Seebistro.

Zudem findet hier sonntags, wenn nicht geheiratet wird, ein Barbecue statt. Am Sonntag, den 19. Juni 2022, kommen jedoch Opernfans auf ihre Kosten: Nabucco – Klassik Open Air am Sonntag, den 19. Juni 2022, um 19 Uhr in der SeeLodge Kremmen.

Mein Fazit: Die SeeLodge ist eine schöne Hochzeitslocation und ein Ort der Ruhe, den man auch für einen Tagesausflug oder eine kulturelle Veranstaltung aufsuchen kann.

Praktischer Hinweis: Am See gibt es ein Seebistro mit Kleinigkeiten wie einer Ofenkartoffel oder Eis. Ein Restaurant gibt es im Hotel nicht. Auf der Webseite steht jedoch, wann wieder ein Grillfest stattfindet.

Adresse: SeeLodge Kremmen GmbH
Zum See 4a
16766 Kremmen

Weitere Informationen:
https://www.seelodge.de/hotel/
https://www.facebook.com/SeelodgeBerlin

Text und Fotos © E. Günther

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