„Monsieur Claude und seine Töchter“ – eine der besten französischen Filmkomödien auf der Bühne des Schlosspark Theaters

„Frau Günther, Sie sind also open minded!“, stellte vor Kurzem mein Azubi im Unterricht fest. Und so wurde ich tatsächlich von meinen Eltern erzogen. Meine Eltern gaben mir bei der Suche nach dem richtigen (Ehe-)Partner keine Vorgaben, was Religion, Nationalität und Hautfarbe angeht. Lieben musste ich den Partner.
 
Und deswegen – und natürlich auch wegen seines hervorragenden Humors – wurde der Film „Monsieur Claude und seine Töchter“ (2014) von Philippe de Chauveron und Guy Laurent zu einem meiner Lieblingsfilme. Jedes Mal liege ich beim Schauen der Komödie vor Lachen auf dem Boden. Offenbar traf der Film aber auch den Geschmack vieler anderer Kinozuschauer und wurde ein Erfolg an der Kinokasse. Das Drehbuch wurde zudem mit den französischen „Prix Lumières“ ausgezeichnet.
 
Am Freitag, den 18. Januar 2019, gehörte ich zu den aufgeregten Fans der französischen Komödie im wie fast immer ausverkauften Schlosspark Theater und freute mich ungemein auf die Bühnenadaption von Stefan Zimmermann und die Regiearbeit von Philip Tiedemann, dessen Arbeit ich spätestens seit seinem Theaterstück „Der Stellvertreter“ sehr schätze.
 
Doch wovon handelt diese französische Erfolgskomödie? 
Monsieur Claude und seine Frau Marie leben glücklich in der französischen Provinz und haben vier schöne Töchter. Nur einen großen Wunsch haben die Eltern: Die vier Töchter sollen einen weißen Christen, am liebsten einen „echten“ Franzosen, heiraten. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen, denn die älteste Tochter heiratet einen Araber, die zweitälteste Tochter heiratet einen Chinesen und die drittälteste Tochter einen Juden.
Die ganzen Hoffnungen ruhen jetzt auf Laura, der jüngsten Tochter. Und tatsächlich verlobt sich Laura mit einem Katholiken. Doch dieser Messias ist zwar katholisch, aber schwarz. Womit haben die Eltern das nur „verdient“?
Aber auch Charles‘ afrikanische Eltern bringen sehr viele Vorurteile gegenüber Weißen und gegenüber Claudes multikulturelle Familie mit und gefährden somit das junge Glück von Laura und Charles. Kann die vierte Liebesheirat stattfinden oder zerbricht die Verlobung an dem familiären Druck?
 
Peter Bause spielt überwältigend gut Claude Verneuil, das mit der Gesamtsituation überforderte Familienoberhaupt. Monsieur Claude ist ein liebender Vater und Ehemann, der für seine Familie nur das Beste möchte. Er ist ein überzeugter Gaullist und kein Rassist, aber er möchte, dass seine Töchter einen weißen Franzosen, einen Christen, heiraten. Die multikulturelle Familie stellt ihn vor viele Herausforderungen. Keiner versteht seinen Humor. Ständig muss er aufpassen, was er sagt und muss viele Themen – den Nahost-Konflikt, die kriminellen Migranten, die unlustigen Asiaten – ausklammern.
Und dann diese kulinarischen Spezialitäten seiner Schwiegersöhne…Das ist einfach zu viel für den konservativen und zum Teil sturen Vater.
Für die Rolle des Claude Verneuil hätte ich mir keinen besseren Schauspieler vorstellen können. Am Ende gab es vollkommen zurecht den lautesten Applaus für Peter Bause.
 
Auch die Rolle der Marie Verneuil, der Mutter der vier Töchter, wurde hervorragend besetzt. Brigitte Grothum, die ich schon aus dem Theaterstück „Ein gewisser Charles Spencer Chaplin“ kenne, interpretiert perfekt die Mutter Marie, die zum Ende hin besser mit der neuen Familiensituation zurecht kommt als ihr Ehemann und schneller die Vorurteile gegenüber den Schwiegersöhnen ablegt. So bereitet sie dementsprechend auch ein internationales Weihnachtsessen mit einem halal und einem koscher zubereiteten und einem lackierten Truthahn nach chinesischer Art vor. Mit ihrer sympathischen und charmanten Art erobert Brigitte Grothum die Herzen der Zuschauer.
 
David A. Hamade, den ich 2005 in Steven Spielbergs Film „München“ gesehen hatte, überzeugt in seiner Rolle des Arabers Abderazak, der mit Isabelle, der ältesten Tochter, verheiratet ist, auf ganzer Linie. Abderazak widerlegt mit seiner Arbeit als ein erfolgreicher Anwalt bestimmt viele Vorurteile gegenüber Arabern und bestätigt sie wiederum mit seiner temperamentvollen Art. Er neigt dazu, schnell aus der Haut zu fahren – vor allem, wenn seine Schwiegereltern in den arabischen Franzosen keine richtigen Franzosen sehen und Migranten für kriminell halten. Großartig von David A. Hamade gespielt, ich hoffe auf viele andere Rollen mit David A. Hamade auf den Berliner Theaterbühnen.
 
Auch Oliver Dupont kannte ich bereits aus einem anderen Theaterstück, aus dem Theaterstück „Die Rechnung“ im Kleinen Theater. Und genau wie in dem anderen Theaterstück konnte er auch mit seiner Rolle des Abraham, der mit Adèle, der drittältesten Tochter, verheiratet ist, sein komödiantisches Talent unter Beweis stellen. Genauso wie die Rolle des Abderazak entspricht auch Abrahams Rolle nicht den üblichen Rollenbildern, die man sonst mit jüdischen Männern in Verbindung bringt, denn Oliver Dupont spielt einen erfolglosen Juden. Trotz der unüberbrückbaren Differenzen auf der politischen Bühne schafft es Abraham schließlich, mit Abderazak ein starkes Team zu werden.
 
Der chinesische Schwiegersohn Chao ist mit Michelle, der zweitältesten Tochter, verheiratet. Er muss allerdings nicht nur gegen die Vorurteile der Schwiegereltern gegenüber den Chinesen ankämpfen, sondern muss sich auch viele deplatzierte Sprüche von den anderen beiden Schwiegersöhnen anhören, die ihn für einen schleimenden A…kriecher halten. Maverick Quek stellt diese Rolle sehr überzeugend dar.
 
Genauso wie die Rollen der Schwiegersöhne wurden auch die Rollen der Töchter perfekt besetzt: Berrit Arnold (Isaballe), Birge Funke (Michelle) und Lisa Julie Rauen (Adèle) gehen alle in ihren Rollen der liebenden Töchter und Schwestern, die aber wegen ihrer Ehemänner zu Löwinnen werden können, auf. Genauso wie im Film ist die Rolle der ständig heulenden Michelle ein Brüller in der Geschichte.
Melanie Isakowitz verkörpert sehr glaubhaft und bezaubernd Laura, die jüngste Schwester. Genauso wie ihre Schwestern möchte Laura auch aus Liebe heiraten.
 
Charles wird zu einer sehr ungünstigen Zeit in die Familie eingeführt. Alle in der Familie haben sich versöhnt, die drei anderen Schwiegersöhne verstehen sich untereinander gut. Und jetzt wird wieder alles durcheinander gebracht, denn jetzt soll Laura, die letzte Hoffnung der Familie auf einen weißen Katholiken, einen Schwarzen heiraten. Philip Bender kann seine Rolle sehr authentisch auf der Bühne darstellen.
 
Charles‘ Vater ist genauso wie Lauras Vater ein überzeugter Gaullist, ein Sturkopf und hätte sich für seinen Sohn lieber eine afrikanische Ehefrau gewünscht. André Koffi wird fantastisch von Errol Trotman Harewood gespielt – genauso wie Madelaine Koffi (Charles‘ Mutter) von Robin Lyn Gooch. Madelaine schließt Laura sofort in ihr Herz und hat im Grunde die Hosen in der Ehe an.
Wenn man ein begnadeter Schauspieler ist, dann kann man sogar eine kleine Rolle zu etwas Besonderem machen. Tilmar Kuhn, von dem ich seit dem Theaterstück „Der Stellvertreter“ ein großer Fan bin, gelingt dies gleich bei vier kleinen Rollen, indem er einen Rabbi, einen Pfarrer, einen Psychologen und Xavier spielt.
 
Zwar bedient das Theaterstück „Monsieur Claude und seine Töchter“ sehr viele Klischees – u.a. Franzosen mit Vorurteilen und Afrikaner mit Musik im Blut -, doch ist es auch ein Appell für mehr Toleranz. Wenn man jemanden liebt, dann sind äußerliche Faktoren wie Religion, Nationalität und Hautfarbe unwichtig und können selbst verfeindete Gruppen in der Weltpolitik (Araber und Juden) versöhnen. Und schließlich: „Was zählt, ist die Familie!“
 
Mein Fazit: Das Theaterstück „Monsieur Claude und seine Töchter“ bringt den Zuschauer zwei Stunden lang zum Lachen und ist eine perfekte Umsetzung der filmischen Vorlage. Alle Schauspieler wurden sehr gut ausgesucht und die Dialoge sind unglaublich witzig. Für mich ist das Theaterstück ein Must-See in Berlin. Bis zum 15. April 2019 läuft „Monsieur Claude und seine Töchter“ noch im Schlosspark Theater.
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Bärliner Autokino – die neusten Filme in einer relativ privaten Atmosphäre

Was soll ich sagen? Ich bin ein sehr großer Filmfan und eine begeisterte Kinogängerin. Aber kennt Ihr das auch? Man möchte einen neuen Film auf einer großen Kinoleinwand sehen, dennoch möchte man ein wenig Privatsphäre haben und auf die manchmal unqualifizierten Kommentare der anderen Kinogänger verzichten.

Genau das bietet das Bärliner Autokino, das ich am Samstag, den 22. Juli 2017, bereits zum vierten Mal besucht habe. Auf einer 180qm großen Leinwand und mit einem 4k-Projektor wird dabei für zwei bis drei Wochen ein neuer Film gezeigt, den man dann aus seinem Auto entspannt sehen kann. An dem besagten Tag war es der Film „Spiderman: Homecoming“.

Wie die drei Male zuvor habe ich auch diesmal im Vorfeld einen Groupon-Gutschein für 20 Euro für 2 Personen gekauft. In diesem Gutschein ist neben dem Kinobesuch für zwei Personen in einem Auto Folgendes enthalten: 2 Burger, 2 Portionen Pommes, 2 Cola-Flaschen und 2 kleine Popcorntüten – ein unschlagbar günstiges Angebot! Das Autokino bietet übrigens auch ein weiteres faires Angebot an: Für 10 € erhält eine Person neben dem Eintritt eine Flasche Cola 0,33l.

Nach dem Erwerb des Groupon-Gutscheins schaue ich immer online, welcher Film demnächst im Bärliner Autokino läuft und reserviere den Tag entsprechend.

Bei der Ankunft erhält man gleich zwei kleine Popcorntüten und zwei Marken, eine fürs Essen und eine für die Getränke. Nachdem man geparkt hat, kann man es sich in der Outdoor-Lounge gemütlich machen und dort seine Essens- und Getränkemarke einlösen. Selbstverständlich gibt es dort auch eine reguläre Speisekarte und man kann unabhängig von seinen Gutscheinen Essen, Getränke, Snacks und Cocktails ordern. Die Lounge ist sehr gemütlich und es läuft Chartsmusik im Hintergrund.

Hat man keine Lust auf die Lounge, kann das Essen von einer netten Servicekraft direkt zum Auto gebracht werden. Und dann genießt man einfach den Film. Übrigens wird die Lautstärke des Films über das autoeigene Radio reguliert. Die Radiofrequenz erfährt man vor Ort.

Als Nächstes läuft der Film „Planet der Affen 3 – Survival“ im Bärliner Autokino (03.08. – 23.08.17 ab 21:00 Uhr)! Dabei wünsche ich Euch jetzt schon viel Spaß:)

Eine praktische Information für die Autofahrer: Falls Euer Auto nicht mehr starten sollte, dann gibt es vor Ort auch einen kostenlosen und netten Notstartservice.

Weitere Informationen zum Bärliner Autokino:

http://www.berliner-autokino.de/

https://www.facebook.com/berliner.autokino.gmbh/?hc_ref=ARRV6O_8Y4xSa-2rG7L4X3LT5jwDn8x_pAhi3Tl_RGe36uxmOEG0G2WV0k0piF3Oj8k&pnref=story

 

Kontakt: Bärliner Autokino

Kurt Schumacher Damm 207

13405 Berlin – Reinickendorf

030/36203255

 

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Texte und Fotos © E. Günther

 

Einen guten Rutsch! 

Meine lieben Blogleser, ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Möge das neue Jahr Euch Glück, die große Liebe, Gesundheit und innere Zufriedenheit bringen! Feiert heute schön und ausgelassen! Seid im neuen Jahr erfolgreich, in dem, was Ihr tut! Und sagt den Menschen, die Ihr liebt, rechtzeitig, dass Ihr es tut, denn das Leben ist zu kurz und man sollte jeden Moment genießen! Und ich freue mich schon darauf, viele von Euch im neuen Jahr wiederzusehen und auf viele neue einzigartige Events, von denen ich Euch an dieser Stelle berichten werde! Liebe Grüße und bis bald ❤

Veranstaltungstipp: 7. Krimimarathon Berlin-Brandenburg

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Auf dem größten Krimifestival in Berlin und Brandenburg werden vom 15. bis zum 20. November 2016 fünfzig nationale und internationale Kriminalautoren, darunter auch Bestseller-Autoren, aus ihren spannenden und nervenaufreibenden Romanen vorlesen. Zudem wird es auch dieses Jahr kulinarische Lesungen geben. Viele verschiedene Orte der Kultur Berlins und Brandenburgs nehmen an dieser Veranstaltungsreihe teil, darunter die Vagantenbühne, die Bristol-Bar, das Hotel Savoy und die Bibliothek Heinrich von Kleist.
 
Für weitere Informationen geht Ihr bitte auf die folgenden Seiten: http://www.krimimarathon.de/grusswort/
 
 
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© E. Günther
 

20. Markt der Kontinente in den Museen Dahlem – eine kulinarische und musikalische Reise um die Welt

Ihr interessiert Euch für andere Länder und möchtet einen Querschnitt durch vier Kontinente – Europa, Asien, Amerika und Afrika – erleben? Dann erwarten Euch im November vier großartige Veranstaltungen, an denen Ihr internationale Geschenke, die in dem jeweiligen Land auch hergestellt wurden (z.B. Wandteppiche aus Peru oder afrikanische Statuen), kaufen, internationale Musik genießen und verschiedene Ausstellungen besuchen könnt.

Und meine Leser mit Kindern können in Workshops die Welt der vier Kontinente ihren Kleinen näher bringen. Zudem wird es am 19. November auch ein großes Kinderfest geben.
 
Sa und So 11-19 Uhr
19.11./20.11 2016: Europa und die Welt
26.11./27.11.2016: Asien
03.12./04.12.2016: Amerika
10.12./11.12.2016: Afrika
 
Eintritt für Ausstellungen, Markt, Konzerte, Workshops und Führungen: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, freier Eintritt für Kinder/ Jugendliche bis 18 Jahre
 
teilnehmende Museen: Ethnologisches Museum, Museum für Asiatische Kunst und Museum Europäischer Kulturen
 
 
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© E. Günther

Entspannung in der Salzgrotte

Da ich dieses Jahr häufiger einen starken Husten hatte, haben wir auch dieses Jahr die Salzgrotte „Salz und Luft“ besucht, um für unsere Lungen etwas Gutes zu tun. Am Sonntag, den 24. Februar 2016, hatten wir um 13 Uhr einen Termin. Wie immer mussten wir weiße Socken mitnehmen, um sie danach aus Gründen der Sauberkeit in der Salzgrotte zu tragen.

Wenn man in die Salzgrotte „Salz und Luft“ reinkommt, dann betritt man erst einmal ein Café, in dem sich viele Steinkristalle, ein Klavier und ein Buddha befinden. In dem Café finden häufiger kleine Konzerte statt, wo noch nicht so bekannte Künstler ihre Lieder vorstellen.

Nach einem Kaffee gehen wir mit der gesamten Gruppe in einen verdunkelten Raum, in dem sich viele Liegen mit Decken befinden. Mein Mann und ich suchen uns meistens zwei Liegen in einer kleinen Nische aus, wo wir ungestört entspannen können. Der Boden besteht aus Sand und die Wände aus dem gesunden Himalayasalz. Im Hintergrund läuft eine sehr entspannende Musik. Die warmen Farben in dem Raum (gelb/beige) unterstützen die Intention, die Gäste zur Ruhe kommen zu lassen. Nachdem sich jeder Gast eine Liege ausgesucht hat, gibt die Mitarbeiterin ein paar Hinweise (am Anfang tief einatmen und dann normal weiter atmen).

In der Regel dauert die Sitzung eine Stunde, man kann aber auch zwei Stunden oder mehr auf seinem Liegestuhl verweilen. Die ganze Atmosphäre wirkt sehr beruhigend, denn sofort schlafen die meisten Gäste ein. In dem Raum kann es aber ein wenig kühl werden, deswegen sollte man sich warm anziehen, unabhängig von vor Ort zur Verfügung gestellten Decken.

Wir besuchen immer ein-bis zweimal im Jahr die Salzgrotte in Wilmersdorf, allerdings gibt es in ganz Berlin (und in ganz Deutschland) vergleichbare Orte der Erholung. Falls Ihr Groupon-Mitglieder seid, dann könnt Ihr von Preisnachlässen für Salzgrotten in Deutschland profitieren. Für eine Stunde bezahlen wir mit einem Groupon-Gutschein für zwei Personen insgesamt 9,50 Euro (normaler Preis: 19 Euro).

Mein Tipp: Besucht doch mal eine Salzgrotte in Berlin oderin einer anderen Stadt. Eine gute Erholung!

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© E. Günther