Gewinnspiel zur Oper „Tod in Venedig“ in der Deutschen Oper Berlin

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Hiermit möchte ich mich wieder ganz herzlich bei Euch beDANKEn: DANKE, dass Ihr meine Beiträge lest! DANKE, dass Ihr meine Berichte liket und diese auch teilt! Vielen Dank für Euer positives Feedback!
Aber weil Taten viel mehr bedeuten als bloße Worte, verlose ich heute in Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper zwei Karten für:
Tod in Venedig von Benjamin Britten (1913-1976).
Am Freitag, den 28.04.2017, könnt Ihr um 19:30 Uhr mit Eurer Begleitung zum letzten Mal in dieser Spielzeit die Oper „Tod in Venedig“, einer Oper in zwei Akten, nach Thomas Manns Novelle „Tod in Venedig“ in der Deutschen Oper Berlin besuchen!
Die Oper findet in englischer Sprache, mit deutschen und englischen Übertiteln, statt und dauert 3 Stunden (inklusive einer Pause). 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts bietet die Deutsche Oper eine Einführung in das Werk an.
Was Ihr dafür tun müsst? Liket bis Donnerstag, den 13. April 2017, um 17 Uhr dieses Gewinnspiel und schreibt im Kommentarfeld, mit wem Ihr diese Oper besuchen möchtet. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Zur Handlung der Oper:
Der alternde Schriftsteller Gustav von Aschenbach leidet an einer Schaffenskrise und entscheidet sich, nach Venedig zu reisen. Im Hotel begegnet der Schriftsteller zum ersten Mal dem polnischen Knaben Tadzio, dessen Schönheit ihn sofort fasziniert. Aschenbach beginnt, Gefühle für den jungen Mann zu entwickeln.
Bei einem Besuch des Hotelbarbiers erfährt er unbestimmte Informationen über eine Seuche in Venedig. In einer deutschen Zeitung liest er anschließend, dass es sich dabei um Cholera handelt.
Aschenbach entwickelt eine wahnhafte Liebe zu Tadzio und sucht dessen Familie in Venedig. So gibt er sich vollkommen seinem Liebesrausch hin und ignoriert die Warnungen, Venedig schnell verlassen zu müssen…
Adresse: Deutsche Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10627 Berlin
Für das Gewinnspiel wünsche ich Euch viel Erfolg und drücke Euch die Daumen!
© E. Günther

Meine Lieblingsoper „Carmen“ in der Deutschen Oper Berlin

Obwohl ich „Carmen“ bis jetzt nie im Ganzen gesehen habe, war ich schon immer von der Oper und der Geschichte ergriffen. Als junges Mädchen träumte ich davon, die Figur Carmen einmal selbst in einer Verfilmung spielen zu dürfen. Diesen Traum konnte ich mir – bis jetzt – nicht erfüllen, doch ging ein anderer Traum von mir in Erfüllung.

Am Samstag, den 2. Juli 2016, besuchte ich mit einer Freundin Georges Bizets (1838-1875) Oper „Carmen“ nach der Novelle Prosper Mérimées in der Deutschen Oper. Und obwohl an diesem Tag Deutschland gegen Italien im Halbfinale spielte, war die Oper bis auf den letzten Platz ausverkauft. Wir saßen in der 17. Reihe, von der wir eine sehr gute Sicht auf die Bühne hatten. Um 19.30 Uhr hörten wir zum ersten Mal das Orchester unter der Leitung Nicholas Carters. Und gleich hatte ich Gänsehaut, da die Musik jedem Carmen-Liebhaber ein Begriff war. Die fast vier Stunden dauernde Oper (mit einer dreißigminütigen Pause nach dem zweiten Akt) findet in französischer Sprache, jedoch mit deutschen und englischen Übertiteln, statt.

Bizets Opéra comique besteht aus vier Akten. In dem ersten Akt wird man in die Handlung eingeführt: Soldaten vertreiben sich auf einem Platz in Sevilla die Zeit. Eine Frau namens Micaëla erscheint auf der Bühne und erkundigt sich bei den Soldaten nach einem gewissen José, der mit der Wachablösung später erscheint. Man erfährt, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen: Micaëla, eine Waise, lebt bei Josés Mutter, um die sie sich auch kümmert und ist offenbar José versprochen.
Doch zunächst sehen wir viele Arbeiterinnen die Tabakfabrik, das höchste Gebäude auf dem Platz, verlassen. Obwohl sich die Männer sofort auf die erschienenen Frauen stürzen, gilt ihr ganzes Interesse vor allem einer Frau: Carmen, einer rassigen Zigeunerin. Doch Carmen wirft ihre Blume nur einem Soldaten zu, den sie zuvor ignoriert hat: Don José.
Nach einem handfesten Streit zwischen Carmen und einer anderen Frau wird Carmen verhaftet und soll von José in ein Gefängnis überstellt werden. Doch der verliebte José lässt sie laufen und wird dafür selbst ins Gefängnis gesteckt.

Der zweite Akt spielt in einer Taverne und ist mein Lieblingsakt, da man hier sehr viele Flamencoelemente der tanzenden Zigeunerinnen sieht und die Carmen-Figur ihr ganzes Temperament entfaltet. Zudem kommt José in diesem Akt aus dem Gefängnis frei und die tragische Geschichte setzt sich fort. Im dritten Akt lernen wir das harte Zigeunerleben in den Bergen kennen, das von Diebstahl gekennzeichnet ist. Waren die Farben in den vorherigen Akten noch lebensfroh, so herrscht hier Dunkelheit und Kälte.
Der vierte und letzte Akt spielt auf einem Platz in Sevilla vor der Stierkampf-Arena und stellt den tragischen Abschluss einer Liebesgeschichte, die von vornherein zum Scheitern veurteilt war, dar.

Carmen wird in der Oper von Agunda Kulaeva gespielt. Kulaeva verkörpert glaubhaft die rassige und temperamentvolle Zigeunerin, die nur sechs Monate lang jemanden lieben kann. Carmen verführt durch ihr laszives Auftreten jeden Mann und erscheint in manchen Szenen wie ein gerade gefangener Panther, der aus seinem Käfig ausbrechen möchte und nicht satt werden kann. Sie will sich von keinem Mann ihre Unabhängigkeit nehmen lassen. Im Gegensatz zu dieser Verführerin, die von José oft als der Dämon bezeichnet wird, steht Micaëla, die häufig den Charakter einer Heiligen erhält.

Micaëla (Norah Amsellem) wird als eine gottesfürchtige Frau gezeichnet. Sie liebt ihren José über alles und ist bereit, um ihn zu kämpfen. Seiner Mutter gegenüber zeigt sie ihre ganze Loyalität, da sie sich aufopferungsvoll auch in Krankheit um sie kümmert.

Zwischen diesen zwei unterschiedlichen Frauen steht der Soldat Don José, von Gaston Rivero verkörpert. Zunächst als ein ehrenhafter Soldat und liebender Sohn dargestellt, raubt ihm seine besessene Liebe den Verstand und die Urteilskraft, was den tragischen Ausgang von Anfang an andeutet.

Die Stimmen der drei oben erwähnten Operndarsteller haben meine Freundin und mich nicht nur bezaubert, sondern haben uns sofort durch ihre Kraft in ihren Bann gezogen. Diese Stimmgewalten führten dazu, dass ich an sehr vielen Stellen Gänsehaut hatte. Aber auch die anderen Darsteller, wie z.B. der Darsteller des Stierkämpfers Escamillo (Derek Welton) oder der Kinderchor überzeugten uns und die anderen im Publikum. Nach fast jeder Szene hörte man Bravo-Rufe von den Zuschauern.

Die realistische Milieuschilderung (Soldaten- und Zigeunerleben) und die authentischen Kostüme von Pierluigi Samaritani trugen zu meiner Ergriffenheit bei. Es war eine Freude, Bizets Oper in ihrer Ursprünglichkeit zu sehen. Die Themen wie Eifersucht, manische Liebe, Sehnsucht nach Freiheit, Untreue, Ehre, Rivalität faszinieren eben auch heute noch. Auch die gewählten Symbole bzw. Bilder sind beeindruckend: Die in Schwarz gekleideten Todesengel am Ende kündigen das Ende an. Der kleine Junge und das kleine Mädchen des Kinderchors zeigen, dass diese typische Mann-Frau-Beziehung auch in den nächsten Generationen fortgesetzt wird. Der Junge (Mann) ist der Torerro, das Mädchen (Frau) der Stier, der von dem Stierkämpfer bezwungen werden soll.

Wer diese bemerkenswerte Oper sehen möchte, der muss sich beeilen: Am Donnerstag, den 7. Juli, (19.30 Uhr) hat man in dieser Spielzeit zum letzten Mal dazu die Gelegenheit.
Weitere Informationen dazu findet Ihr hier:
http://www.deutscheoperberlin.de/d…/calendar/carmen.12680153

Ein nützlicher Hinweis: Die Pause findet erst nach dem zweiten Akt, um ca. 21.10 Uhr, statt! Bitte nach dem ersten Akt, wenn der Vorhang geschlossen wird, damit die Bühnendekoration gewechselt werden kann und sich die Darsteller umziehen können, nicht aufstehen!

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Kontakt: Deutsche Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10627 Berlin
030 34384343

© E. Günther

Oper ohne Grenzen – Konzert für eine offene Kultur

(Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt)

Am Sonntag, den 29. Mai 2016, wurde ich im Rahmen meiner Bloggertätigkeit zusammen mit meinem Mann zu der Operngala „Oper ohne Grenzen – Konzert für eine offene Kultur“ in der Deutschen Oper eingeladen. Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um eine Konzertreihe der deutschsprachigen Opernkonferenz, die in Berlin, Dresden, Düsseldorf und Frankfurt ein Zeichen für eine weltoffene Kultur setzt. Nach Dresden (12. Februar), Frankfurt (3. April) und Düsseldorf (18. April) war es also auch in Berlin soweit. Die normalen Besuchertickets kosten dabei 10 Euro – ein kleiner Preis mit großer Wirkung, denn die Veranstalter unterstützen mit dieser Konzertreihe die Organisation „Start with a friend“.

Die Organisation „Start with a friend“ hilft geflohenen Menschen dabei, ein neues Leben in Deutschland aufzubauen und sich bestmöglich in die neue Gesellschaft zu integrieren. Dafür bringt „Start with a friend“ die Flüchtlinge mit Einwohnern Deutschlands zusammen, indem sie sich auf deren gemeinsame Interessen konzentriert. Auf der Internetseite der Organisation findet man gleich deren Motto: „geflohene Menschen unterstützen – auf Augenhöhe“. http://www.start-with-a-friend.de/

Am Sonntag, den 29. Mai 2016, waren auch wir ein Teil des großen Ganzen und nahmen in der 10. Reihe Platz, von wo wir eine sehr gute Sicht auf die Bühne und das folgende Programm hatten. Um 11 Uhr begann die Operngala mit der Ouverture „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), unter der Leitung des Dirigenten Donald Runnicles. Nach dieser wundervollen Musik kam mit Michael Müller der Regierende Bürgermeister Berlins auf die Bühne. Michael Müller erinnerte noch einmal daran, warum diese Veranstaltung stattfinden muss: In schwierigen Zeiten dürfen wir nicht wegschauen, sondern müssen den Menschen in Not helfen. In seiner Rede appellierte Müller zwar an unser Mitgefühl, verzichtete aber dabei auf den moralischen Zeigefinger.

Anschließend kam mit Rolando Villazón einer der berühmtesten und besten Opernsänger unserer Zeit. Der mexikanische Opernsänger mit französischer Staatsbürgerschaft erzählte eine Anekdote aus seinem Leben: Eine Frau sprach ihn einmal auf seine Herkunft an und als sie erfuhr, dass er Mexikaner ist, entgegnete sie: „Und dann sind Sie kein Gärtner?“. Eine Frage, die uns zum Lachen und im gleichen Zug aufgrund des klischeehaltigen Inhalts zum Nachdenken brachte.

Nach den beiden Reden ging es mit „Die Zauberflöte“, einer Oper in zwei Aufzügen, weiter. Wir kamen in den Genuss, uns drei Auftritte aus der Oper anhören zu dürfen. Tobias Kehrer sang dabei „O Isis und Osiris“ und Emily Hindrichs „O zittre nicht…Zum Leiden bin ich auserkoren“. Bei „Hm! Hm! Hm!… Der Arme kann von Strafe sagen“ waren gleich mehrere wundervolle Opernsänger auf der Bühne: Siobhan Stagg, Attilo Glaser, Thomas Lehman, Karolina Gumos, Maria Kataeva. Sebastian Weigle übernahm hier die Aufgabe des Dirigenten.

Nach den zauberhaft vorgetragenen Opernnummern gab es mein persönliches Highlight: zwei Auftritte aus meiner absoluten Lieblingsoper „Carmen“, einer Opéra comique in vier Akten, von Georges Bizet (1838-1875). Und ich bekam eine vortreffliche Carmen zu sehen (tanzend in einem eng anliegenden roten Kleid) und zu hören. Begleitet wurde sie von zwei weiteren talentierten Opernsängerinnen. „Les tringles des sistres tintaient“ und „Nous avons en tête une affaire“ wurden von folgenden Opernsängern gesanglich zum Besten geboten: Maria Kataeva, Magdalena Hinterdobler, Rebecca Jo Loeb, James Kryshak und Thomas Lehman. Die Reaktion des Publikums war eindeutig: Bravo-Rufe ertönten im Saal.

Nach diesem gesanglich und darstellerisch exzellenten Teil wurde der Zuschauer wieder daran erinnert, warum er da war. Auf die Bühne kam ein blondes Mädchen, ein dunkelhäutiger und ein asiatisch aussehender Junge. Alle drei unterhielten sich in einer uns allen unbekannten Sprache. Der Regisseur Martin G. Berger löste später das Ganze auf: Mit seiner Jugendproduktion „Neuland“ schuf er ein Theaterstück, in welchem Jugendliche unterschiedlicher Herkunft ihre eigene Sprache (Neuländisch) erfanden, ihren eigenen Staat (Neuland), in dem jeder gleich war, gründeten. Nach der Vorstellung der drei Jugendlichen (einer kam aus Somalia, einer aus den USA und eine aus Deutschland) sang das Publikum mit den Jugendlichen und dem Regisseur feierlich die Hymne Neulands, mit der Hand auf dem Kopf.

Danach folgte auch schon das nächste musikalische Highlight: Giuseppes Verdis (1813-1901) „Rigoletto“, ein Melodrama in drei Akten. Auf der Bühne sahen und hörten wir Katerina Tretyakova, Markus Brück, James Kryshak, Thomas Lehman, Andrew Harris, Margerita Gritskova und Attilo Glaser. Die Interpretation von „Caro nome“, „Zitti, zitti“ und „Bella figlia dell’amore“ entfachte im Publikum auch ein Feuer der Begeisterung und des tosenden Applauses. Dies wurde bei Gioacchino Rossinis (1792-1868) „La Cenerentola“, von Margerita Gritskova gesungen und von Roberto Rizzi Brignoli dirigiert, fortgeführt.

„Es sucht der Bruder seine Brüder, und kann er helfen, hilft er gern.“
Für diese Veranstaltung gab es keinen besseren Abschluss als die Oper „Fidellio“, die einzige Oper von Ludwig van Beethoven (1770-1827) in zwei Akten, in der es auch um Menschlichkeit geht. „Heil sei dem Tag“, das Finale des zwei Aktes, wurde dabei inbrünstig von folgenden Opernsängern vorgetragen: Anna Samuil, Corby Welch, Markus Brück, Tobias Kehrer, Dong Hwang Lee, Siobhan Stagg und Ivan Tursic.

Uns hat die Veranstaltung sehr berührt, sowohl durch deren Konzept als auch durch die einzigartigen Opernsänger und Musiker. Nächstes Jahr werden wir unbedingt wieder hingehen. Aber diesmal werde ich Euch vorher darüber informieren.

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© E. Günther