WOODSTOCK VARIETY SHOW – Festival Hits & Acrobatics – Love, Peace and Happiness im Wintergarten Berlin​ –

Im Jahr 1969 fand das Woodstock-Festival statt und noch heute, 50 Jahre danach, inspiriert es zahlreiche Musiker und ermutigt Jugendliche in ihrem Kampf gegen Krieg und Ungerechtigkeit. Damals trafen sich für drei Tage 400.000 zumeist junge Menschen, um gemeinsam die einzigartige Live-Musik von Janis Joplin, Jimi Hendrix, The Who und vieler anderer zu feiern, aber auch um eine deutliche Message gegen den Vietnam-Krieg zu setzen.

Auf dem Festival entstand zudem der mit einem Oscar ausgezeichnete Film „Woodstock“, der noch immer zu den erfolgreichsten Dokumentarfilmen zählt und den legendären Spirit des Festivals in die ganze Welt transportiert hat. Zum 50-jährigen Jubiläum des Mythos Woodstock veranstaltet der Wintergarten Berlin die musikalische Akrobatikshow „WOODSTOCK VARIETY SHOW – Festival Hits & Acrobatics“, die wir am Samstag, den 30. August 2019, besucht hatten.

Um 20 Uhr ging der Vorhang auf und anwesende Hardcore-Fans der Woodstock-Musik von Santana, Janis Joplin, Joe Cocker und Jimi Hendrix und Gäste, die nur durch Erzählungen und Filmaufnahmen das Festival kennen, bekamen in dem wie fast wie immer ausverkauften Wintergarten Berlin eine explosive Show geboten.

Für mich stand jedoch die Show auch unter einem persönlichen Motto: „Wiedersehen mit alten Bekannten“, denn die fünf Sänger der Show kannte (und liebte) ich bereits von anderen Shows: Die Sängerin Achan Malonda überzeugte mich mit ihrer kraftvollen Stimme und ihrer starken Bühnenpräsenz bereits in dem Musical „Affe“. Henriettes charismatische Art und ihre facettenreiche Stimme fiel mir schon in dem Musical „The Addams Family“ und in der Wintergarten-Show „Take it easy“ positiv auf. Auch in dieser Show war die durch ihren Aufenthalt in Nashville beflügelte
Henriette Schreiner​ eine Bereicherung.

Zu unserer großen Freude stand genauso wie bei den Shows „Take it Easy“ und „Staunen“ wieder der großartige und unverwechselbare Crsto​ (Christopher Ciraulo) auf der Bühne des Wintergarten Berlin. Wir freuen uns jedes Mal wie kleine Kinder, wenn wir ihn auf der Bühne erleben dürfen, denn Crsto ist unser persönlicher „the greatest showman on earth“. Eine beeindruckende Stimme, die jedes Lied auf eine eigene – wunderschöne – Art und Weise interpretieren kann und ein enormes Talent, das Publikum zu unterhalten.
Besonders gefreut hat es mich diesmal, dass der Sänger Jez Green​ nicht wie bei anderen Shows im Hintergrund agierte, sondern diesmal ins Zentrum gerückt wurde. Seine rauchige Stimme und seine Liebe für die Bühne gehören für mich einfach in den Vordergrund jeder Show.

Woodstock bedeutet für mich das Streben nach Freiheit, das in einer guten Rockmusik ausgedrückt wird. Und kein anderer kann das für mich so gut verkörpern wie der Sänger Max Buskohl​, der schon mit Paul McCartney und Bono auf der Bühne stand. Zwar war das für Buskohl die erste Show im Wintergarten Berlin, doch verfolge ich seine musikalische Karriere schon seit dem Jahr 2007, als er einem großen TV-Publikum bekannt wurde. Auch diesmal war die Rockstimme mit der Gitarre abgefahren gut.

Wer schon häufiger im Wintergarten war, der weiß, dass die Musik in den Shows oft eine dienende Funktion für die Akrobatikprogrammpunkte übernimmt. Während die weltbesten Artisten auftreten, singen begnadete Sänger an der Seite der Akrobaten. Doch genauso wie bei der Show „Relax!“ war auch diesmal das Konzept ein wenig anders. Die sehr talentierten Musiker begleiteten zwar auch diesmal die einzelnen Akrobaten musikalisch, doch gaben sie in dieser Show auch eine Art eigenständiges Konzert, das von dem Publikum mit begeisterten Jubelstürmen honoriert wurde.

Von Beginn an konnten die Sänger und die furiose Live-Band Chill Factor Berlin​ (Jan Stolterfoht an der Gitarre, Otto Block am Schlagzeug, der Bass-Gitarrist Lexa Schäfer, Sebastian Düwelt am Keyboard und der oben erwähnte Sänger Jez Green am Keyboard) die Zuschauer begeistern und zum Singen und Klatschen animieren.
Die Filmausschnitte von dem Woodstock-Festival im Hintergrund taten ihr Übriges, um uns endgültig in die Zeit des Festivals zu versetzen.

Doch eine Show im Wintergarten lebt nicht nur von ihren Sängern und Musikern, sondern brilliert auch durch ihre talentierten und international bekannten Akrobaten. Eröffnet wurde die Show durch den Akrobaten Fleeky (Fleeky Flanco), der uns zum Lied „Voodoo Child“ zeigte, wie man seinen Körper unmenschlich und dennoch leicht verbiegen kann. Dabei gab es keinen Gegenstand, in den der Kontorsion-Künstler nicht hineinkriechen konnte. Mit seiner wilden und leicht verrückten Art passte der Künstler perfekt zur Woodstock-Show.

Zu meinen Highlights an dem Abend gehörten zwei Showpaare: Diego und Elena präsentierten uns an den Stapaten einen schnellen Kleiderwechsel in der Luft und voller magischer Momente. Am Ende sorgte das Paar für eine Überraschung in seinem Showprogramm und stand anschließend in Weiß auf der Bühne. „Reason to Believe“ – ein wunderschönes Lied, um diese liebevolle Performance zu begleiten.
Dass eine Beziehung nicht nur gefühlvoll, sondern auch leidenschaftlich sein kann, bewies uns das Artistenpaar Waz’O​ am Trapez. Marie-Christine Fournier und Louis-David Simoneau demonstrierten die Höhen und Tiefen einer Beziehung und die Distanz und Annäherung zwischen zwei Liebenden – und das in einem sehr schwungvollen Showprogramm.

Für zugleich ruhige und mystische Momente in der Show sorgte Simone Al Ani​, der seine Ringe und Kugeln zu etwas Besonderem verwandelte und ihnen Leben einhauchte. Für einen Moment vergaßen die Zuschauer ihre Sorgen und den Alltag. Zum Lied „As tears go by“ belegte der Künstler mein Motto: Mit Gelassenheit und Harmonie kann man man die Herzen der Menschen erreichen.

Aber eine Show kann natürlich nicht ohne temperamentvolle Programmpunkte existieren und davon hat der aus einer berühmten russischen Zirkusfamilie stammende Victor Krachinov (Krachinov Roslyakov Victor​) mehr als genug. Der fröhliche Wirbelwind zauberte mit seiner Jonglage jedem im Zuschauersaal ein Lächeln ins Gesicht.
Auch Valerie Inertie​ brachte mit ihrer feurigen Tanzperformance in, mit und auf dem Cyr Wheel zum Lied „Spinning Wheel“ von Blood, Sweat & Tears die Bühne zum Beben.
Das Duo Ikai erfreute uns nicht nur mit seiner schnellen und waghalsigen Show am Teeterboard, sondern zog das Publikum auch mit seinem komödiantischen Talent auf seine Seite.

Mein Fazit: Wieder eine fantastische Show im Wintergarten Berlin! Phänomenale Stimmen, fabelhafte Akrobaten, charismatische Künstler und das Lebensgefühl des Woodstock-Festivals in einer Show! Nur noch bis zum 27. Oktober 2019 könnt Ihr die Show im Wintergarten erleben.

Weitere Informationen:

WOODSTOCK VARIETY SHOW


https://www.facebook.com/WintergartenBerlin/

Text und Fotos (außer Titelbild) © E. Günther

 

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Gewinnspiel für ein Dinner und ein anschließendes Konzert: 1×2 Karten für „Vivaldi und Bach – Meisterwerke des Barocks“ im Schloss Charlottenburg – Berliner Residenz Konzerte 

Schon immer hat mich die prachtvolle Epoche Barock (1575-1770) mit ihren ausufernden Kleidern und wunderschönen Gebäuden fasziniert. Und da ich zudem eine große Liebhaberin von Opern und klassischer Musik bin, stand es für mich außer Frage, dass ich irgendwann die Berliner Residenz Konzerte im Schloss Charlottenburg besuchen werde.
 
Unsere Wahl fiel am Samstag, den 21. Juli 2018, auf die „Barocke Operngala – Zauber der Klassik“. Zwischen drei Arrangements konnten wir entscheiden: nur Konzert oder Dinner und Konzert oder Schlossbesichtigung, Dinner und Konzert. Wir wählten das Arrangement Dinner und Konzert.
 
Um 19.30 Uhr machten wir uns nach dem wundervoll schmeckenden Drei-Gänge-Menü und einer während des Essens live vorgetragenen Komposition des Barocks mit dem Zeremonienmeister und den übrigen Gästen auf den Weg zum Austragungsort des Barocken Konzerts.
 
Um 20 Uhr begann das Konzert und ein neunköpfiges Orchester spielte bekannte Kompositionen des Barocks. Begleitet wurde das Konzert von zwei sehr talentierten Solistinnen.
 
Wir fühlten uns an dem Abend in die Zeit des Barocks versetzt. Das sehr gut zubereitete Essen in Form eines Drei-Gänge-Menüs, der wunderschöne Ort, die originalgetreuen Kostüme – alles schuf eine unvergessliche Atmosphäre.
 
Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann fasse ich noch einmal alles Wichtige zusammen:
Was? 1×2 Karten für „Vivaldi und Bach – Meisterwerke des Barocks“ im Schloss Charlottenburg – Berliner Residenz Konzerte – MENÜ UND KONZERT!!!
 
Wann? Am Mittwoch, den 18. September 2019, um 20 Uhr Uhr
Wo? Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 22, 14059 Berlin
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken und unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen!
 
Das Gewinnspiel endet am Donnerstag, den 5. September 2019, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Glück!
Text © E. Günther
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„Charlys Tante“ im Schlosspark Theater Berlin – das aktuell lustigste Theaterstück in Berlin

„Nichts in der Welt wirkt so ansteckend wie Lachen und gute Laune.“ (Charles Dickens)
Und dies könnt Ihr in dem im Moment für mich lustigsten Theaterstück auf Berlins Theaterbühnen erleben: „Charlys Tante“ im Schlosspark Theater.

Die im Jahr 1892 erschienene Travestiekomödie „Charleys Tante“ (Originaltitel „Charley’s Aunt“) vom britischen Autor Brandon Thomas wurde in mehr als 100 Sprachen übersetzt und weltweit aufgeführt. René Heinersdorff, dessen Regiearbeit ich zuletzt im Jahr 2016 beim Theaterstück „Honig im Kopf“ im Schlosspark Theater bewundern durfte, bringt dieses schon Anfang des 20. Jahrhunderts viel gespielte Bühnenstück in Deutschland auf die Bühne des Schlosspark Theaters.

Die Interpretation von René Heinersdorff handelt von den Freunden Charly und Jack, die sich in die beiden türkischen Schwestern Sema und Aishe verlieben. Doch die beiden Schwestern haben einen sehr strengen Vater: den türkischen Geschäftsmann Spittigül, der sich um die Ehre seiner Töchter sorgt. Um sich mit Aishe und Sema ungestört treffen zu können, brauchen die beiden Freunde eine Anstandsdame. Da kommt der angekündigte Besuch von Charlys reicher Tante aus Brasilien wie gerufen. Doch leider verzögert sich der Besuch und es muss eine neue Tante her. Wie gut, dass die beiden diesen Ersatz in dem Hausmeister Babbs finden. Das chaotische Verwirrspiel kann beginnen.

Nicht nur die beiden Freunde finden in dem Hausmeister Babbs die perfekte Besetzung für die Täuschung ihres zukünftigen Schwiegervaters Spittigül. Auch dem Schlosspark Theater gelingt mit dem im deutschen Sprachraum sehr bekannten Schauspieler Markus Majowski ein unvergleichlicher Coup. Die Rollen des Hausmeisters Babbs und der falschen Tante aus Brasilien sind Majowski wie auf den Leib geschnitten worden. Herrlich, wie Babbs als die falsche Tante Männerherzen erobert und in jeder Szene versucht, seine immer wieder aufkommende Männlichkeit zu verstecken. Lacher am laufenden Band sind garantiert, was der grandiosen Darstellung des Markus Majowski zu verdanken ist.

Der bereits auf den Theaterbühnen erfahrene Daniel Wobetzky schlüpft in die Rolle des Charly, der die Schönheit Aishe feurig liebt. Genauso wie sein Freund Jack nutzt er auch gerne das Gewächshaus im Zoo und belohnt den Hausmeister mit falschen Zigarren. Er hat große Angst vor dem türkischen Vater seiner Auserwählten und freut sich daher sehr auf den Besuch seiner Tante aus Brasilien.
Ich freue mich schon darauf, den in seiner Rolle überzeugend agierenden Daniel Wobetzky in weiteren Theaterstücken erleben zu dürfen.

Johannes Hallervorden durfte ich schon zwei Mal auf der Bühne des Schlosspark Theaters sehen: in den Theaterstücken „Was zählt, ist die Familie!“ und „Ein gewisser Charles Spencer Chaplin“. Und auch die Rolle des von seinem Vater verwöhnten Jack Chesney, der die Worte „Arbeit“ und „Schulden“ nicht kennt, interpretiert Hallervorden wieder hervorragend. Genauso wie sein Freund Charly liebt er eine Türkin (Sema) und hat Angst vor ihrem leidenschaftlichen Vater. Unvergessen bleibt hier der Tanz von Hallervorden und Wobetzky zum Lied „Kiss kiss“ des türkischen Sängers Tarkan.

Gibt es den typischen Türken? Nein, genauso wenig wie den typischen Deutschen. Allerdings gibt es ein Bild, das andere Nationen von einem Türken haben: temperamentvoll, liebt seine Familie über alles, verteidigt die Ehre seiner Familie bis aufs Blut und betreibt einen Späti (Abkürzung für eine Spätverkaufsstelle). Und genau diesem Bild entspricht Herr Mustafa Spittigül, der Vater von Aishe und Sema. Der Witwer und Geschäftsmann von „Import, Export, Elektrowaren“ vergöttert seine beiden Töchter und sorgt sich sehr um ihre Ehre („Mein Herz blütet.“). Die Hände des eifrigen Geschäftsmannes können sowohl Gutes vollbringen als auch das Leben von aufdringlichen Verehrern seiner Töchter „auspüsteln“.
Aykut Kayacik, den ich bereits aus der Operette „Frau Luna“ kannte, spielt diesen liebenden und cholerischen Vater und Geschäftsmann. Nein, er spielt nicht bloß diese Rolle, er lebt sie. Und zwar so überzeugend, dass ich oft vergaß, dass es sich dabei nur um eine fiktive Rolle handelt – so überzeugend war Aykut Kayacik. Zurecht gab es dafür einen frenetischen Applaus.

Oliver Nitsche, den ich schon in den Theaterstücken „Der Stellvertreter“ und „Ein gewisser Charles Spencer Chaplin“ im Schlosspark Theater gesehen hatte, verkörpert auch die Rolle von Jacks Vater und Colonel Francis sehr glaubhaft. Jacks Vater hat seinen Sohn zu sehr verwöhnt und braucht jetzt eine reiche Frau, die die Familienschulden tilgen kann. Eine Hochzeit mit der reichen Tante scheint hier die Lösung zu sein. Schade, dass sie nun gar nicht seinen Vorstellungen von einer hübschen Frau entspricht. Der Zuschauer fand es sehr komisch zu sehen, wie sich das Pokerface des Colonel Francis immer beim Anblick der Tante verändert hat. Zum Glück kommt bald die echte Tante aus Brasilien und erlöst Jacks Vater von seinem Leiden.

Die Figur der echten Tante Lucia aus Brasilien wird authentisch von der im deutschen Fernsehen sehr bekannten Claudia Neidig dargestellt. Donna Lucia ist das komplette Gegenteil der falschen Tante. Sie ist elegant, eloquent und weiß sich zu benehmen.

Auch die anderen drei Frauenrollen wurden sehr gut vom Schlosspark Theater besetzt: Aishe Spittigül (Kim Zarah Langner) und Sema Spittigül (Alice Zikeli) lieben verbotenerweise nicht die Männer, die ihr Vater für sie ausgesucht hat. Die leidenschaftlichen Schwestern halten aber bis zum Schluss zusammen. Auch Katharina Hadem ist in ihrer Rolle der Ella, der Adoptivtochter von Tante Lucia, die gerne eine Französin wäre und früher sehr innig einen Zoo-Angestellten geliebt hat, für das Theaterstück sehr gewinnend.

Thomas Pekny sorgt für ein sehr gelungenes Bühnenbild in dem Theaterstück. Das auf die Bühne gestellte gläserne Gewächshaus mit dem Kreischen der Affen und der Zwitschern der Vögel unterstreicht die wilde Atmosphäre von „Charlys Tante“.

Mein Fazit: Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich mit Tränen in den Augen bei einem Theaterstück so viel gelacht habe. Als Zuschauer hat man keine Zeit zum Durchschnaufen und kommt aus dem Lachen nicht mehr raus – und das zwei Stunden lang nicht. Eine geniale Umsetzung der literarischen Vorlage mit einem bis in die kleinste Rolle fabelhaft besetzten Cast! Das Publikum hat zurecht am Ende begeistert applaudiert und wollte die Darsteller nicht mehr weggehen lassen. Nur noch bis zum 29. August 2019 könnt Ihr das für mich im Moment lustigste Theaterstück in Berlin im Schlosspark Theater sehen.

Weitere Informationen:
https://www.schlossparktheater.de/produktionen/charlys-tante.html
https://www.facebook.com/Schlosspark-Theater-Berlin-Offizielle-Seite-332467151990/

Text © E. Günther
Fotos © DERDEHMEL/Urbschat
Titelbild © ConceptZone.de

 

Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Don Giovanni“ – internationales Opernfest der Berlin Opera Academy im Theater im Delphi

Ich liebe Opern. Ich liebe diese tragischen Liebesgeschichten, bei denen die Operndarsteller bei jedem einzelnen Ton ihre Seele offenbaren. Und so war es für mich eine sehr erfreuliche Nachricht, dass das internationale Opernfest der Berlin Opera Academy dieses Jahr wieder in Berlin stattfindet – diesmal in dem berühmten Theater im Delphi.
 
Das Opernfest der Berlin Opera Academy ist ein internationales Festival junger Opernsänger, das sich zum dritten Mal in Berlin ereignet. Junge Talente aus 27 verschiedenen Ländern, von denen viele von einigen der besten Ausbildungsstätten im Bereich der klassischen Musik (u.a. Juilliard School New York, Royal College of Music London oder Indiana University) kommen, präsentieren an außergewöhnlichen Orten beliebte Opern. Einige von diesen jungen Talenten sind entweder gerade mit ihrem Studium fertig geworden oder noch in der Ausbildung.
 
Doch vor dem Opernfestival müssen die jungen Operndarsteller ein vierwöchiges Intensivprogramm an der Berlin Opera Academy absolvieren. Hier werden sie umfassend in Gesang, Theater und Musik unterrichtet und studieren eine vollszenische Opernproduktion ein. Auf dem Opernfest präsentieren sie anschließend ihre Ergebnisse.
 
Davon konnte ich mich am Samstag, den 10. August 2019, selbst in dem ausverkauften Theater im Delphi überzeugen. An diesem Abend wurde die im Italienischen vorgetragene Oper „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart aufgeführt. Die Oper „Don Giovanni“ ist eine Oper in zwei Akten nach einem Libretto von Lorenzo Da Ponte und gehört zu den Meisterwerken der Oper.
 
Die Oper „Don Giovanni“ handelt von dem Frauenhelden Don Giovanni, einem Meister der Verführung, der Frauenherzen reihenweise bricht und dabei auch nicht vor einem Mord zurückschreckt – so auch nicht vor dem Mord am Komtur und dem Vater von Donna Anna. Donna Anna und ihr Verlobter Don Ottavio schwören daraufhin Rache. Aber auch weitere Frauen wünschen sich eine Bestrafung für den seelenlosen Verführer. Kommt Don Giovanni erneut davon oder wird er diesmal für seine Vergehen bezahlen müssen?
 
Die Inszenierung von Marcin Lakomicki hält viele Überraschungen für den erfahrenen Opernliebhaber bereit. Die Handlung spielt nicht die ganze Zeit auf der Bühne, sondern die meiste Zeit im Zuschauersaal. Da die Darsteller ständig ihre Position im Zuschauersaal wechseln, befindet sich der Zuschauer mitten im Geschehen und die Geschichte wirkt dadurch noch dynamischer.
 
Unter der musikalischen Leitung von Kevin Class und einer wunderschönen Klavierbegleitung (Bradley Kunda, Carolina Rodriguez de Guzman und Cristina Battistella) entfalten die neuen Sterne am Opernhimmel ihr ganzes Talent sowohl im gesanglichen als auch im schauspielerischen Bereich. Bei allen Stimmen hatte ich oft Gänsehaut und es gab zurecht auch zwischendurch begeisterten Applaus.
 
Die Figurenzeichnung war sehr gelungen in dieser Umsetzung der weltbekannten Oper. Die Rolle des charmanten, aber seelenlosen Frauenverführers Don Giovanni, für den Frauen nur Trophäen sind, wurde hervorragend von Marko Erzar (Bariton) interpretiert. Sehr gut gesungen und geschauspielert!
 
Doch es gibt eine Konstante in Don Giovannis Leben: sein treuer, aber ängstlicher Diener Leporello. Theo Magongoma spielte sich sofort mit seinem Charisma und sang sich mit seiner Bass-Stimme in die Herzen der Zuschauer.
 
Die drei weiblichen Hauptfiguren der Oper glänzten dank der stimmlich sehr starken Opernsängerinnen an diesem Abend. Dilara Kaymak verkörperte die tragische Figur Donna Anna. Ob Don Giovanni es geschafft hat, die Verlobte von Don Ottavio zu verführen, sieht der Zuschauer nicht, allerdings ahnt er dies. Doch Donna Anna verliert so viel mehr, da Don Giovanni ihren Vater ermordet. Der Zuschauer litt mit der Figur und nahm ihr den ganzen Schmerz ab, der sich auch in der herzergreifenden Sopran-Stimme von Dilara Kaymak widerspiegelte.
 
Eine weitere Frauenfigur ist Donna Elvira, die von Don Giovanni verführt und verletzt wurde, ihn aber trotzdem noch liebt. Aber als sie von Leporello die Zahl der Eroberungen des Frauenheldes erfährt und von der Tatsache Kenntnis nimmt, dass Don Giovanni plant, die junge Braut Zerlina am Tag ihrer Hochzeit mit Masetto zu verführen, will sie ihm das Handwerk legen. Diese gleichzeitig liebende und nach Rache sinnende Frauenfigur wurde hervorragend von Ilijana Korác Teklic interpretiert, deren Sopranstimme zurecht auch mitten in der Oper gewürdigt wurde.
 
Die dritte Frau ist Zerlina, das neue Opfer von Don Giovanni. Zerlina steht vor der Hochzeit mit Masetto und erkennt durch ihre Leichtgläubigkeit nicht die Gefahr, die ihr durch Don Giovanni blüht. Courtney McPhail überzeugte mit ihrer Rolle der naiven Zerlina und ihrer grandiosen Sopran-Stimme.
 
Aber auch die anderen Operndarsteller wurden mit einem langanhaltenden Applaus am Ende der Oper verabschiedet, weil sie sowohl sehr authentisch gespielt als auch fabelhaft gesungen haben: James Hutchings in seiner Rolle des Don Ottavio (Tenor), dem nach Rache an Don Giovanni sinnenden Verlobten von Donna Anna; Will Esch (Bass) mit seiner kurzen und dennoch sehr starken Umsetzung der Rolle des Vaters von Donna Anna und William Weidner (ebenfalls Bass) in seiner Rolle als Masetto, dem eifersüchtigen Verlobten von Zerlina.
Selbst die kleinen Rollen im Chor waren außerordentlich gut besetzt.
 
Mein Fazit: Das Opernfest der Berlin Opera Academy ist ein herausragendes Ereignis für jeden Opernliebhaber, das den Zuschauern zeigt, dass neue begnadete Talente nur darauf warten, die Opernwelt zu erobern.
Die Oper „Don Giovanni“ wird noch einmal heute (Sonntag, den 11. August 2019) um 13:00 Uhr und um 18:30 Uhr aufgeführt. Am Donnerstag, den 15. August 2019, kann man zudem Robert Wards Oper „The Crucible“ um 19:30 Uhr und am Freitag, den 16. August 2019, um 13:00 Uhr und um 19:30 Uhr im Theater im Delphi besuchen.
 
Weitere Informationen:
 
Text und Fotos (außer Titelbild) © E. Günther
 

Saturday Five – Die Erwachsenen-Impro-Show im Improtheater Paternoster Kesselhaus & Maschinenhaus (Kulturbrauerei)

Improvisationstheater (Improtheater) stellt für mich die höchste Kunst der Comedy und allgemein der Schauspielkunst dar, denn es werden Szenen ohne eine vorgeschriebene Handlung dargestellt. Die Schauspieler müssen auf die Beiträge der Zuschauer sofort reagieren und um sie herum eine Geschichte bilden, auch wenn die hereingerufenen Wörter absurd erscheinen.
 
Paternoster gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Improtheathern in Berlin. Seit 15 Jahren spielen die zehn professionellen Schauspieler des Improtheater Paternoster, die aus verschiedenen künstlerischen Bereichen wie Theater, Comedy oder Pantomime kommen, jede Woche dienstags („Der Spielekönig“) und mittwochs („Dein Held – Deine Geschichte“) vor einem ebenso spontanen und immer wieder begeisterten Publikum.
 
Ab dem 04. Mai 2019 an jedem 1. Samstag im Monat um 19:00 Uhr gibt es für das Training der Lachmuskeln eine brandneue Show im Maschinenhaus der Kulturbrauerei: „Saturday Five – Die Erwachsenen-Impro-Show“! Am Samstag, den 3. August 2019, nahm ich eine Freundin mit zu der Show, die ich für ihre Spontanität und ihre witzige Art schätze und erhoffte mir dadurch viele interessante Herausforderungen für die Schauspieler.
 
Um 19 Uhr stellten die drei Schauspieler (eine Frau und zwei Männer) an diesem Abend ihr folgendes Programm vor: Fünf improvisierte Szenen sollten nach den Zurufen der Zuschauer im gut gefüllten Maschinenhaus von den drei Darstellern präsentiert werden. An dem gestrigen Abend gab es Geschichten zu Kevin, der nicht wie sein Vater Metzger, sondern Astronaut werden wollte; eine Kriminalgeschichte in Japan; eine Geschichte im Kreißsaal und eine auf dem Wacken-Festival und sogar eine Oper mit dem Titel „Das große Zittern“ (ein Zuruf meiner Begleitung).
 
Nach den fünf Szenen konnte dann das Publikum anhand der Lautstärke seines Beifalls bestimmen, welche drei Szenen weiter improvisiert werden sollten. Nach der Pause wurden die ausgewählten drei Szenen weiter gespielt, bis es am Schluss nur eine Szene gab. Diese Szene, in unserem Fall die auch von mir favorisierte Kriminalgeschichte in Japan, wurde anschließend von den Darstellen bis zum Ende gespielt.
 
Am Ende der Show gab es zusätzlich zu den gelungenen fünf Szenen noch etwas Anderes zu gewinnen: Wer am Anfang der Show schon wusste, welche der fünf Szenen gewinnen wird und seinen Namen in den richtigen Topf der vorhandenen fünf Töpfe getan hat, der hatte die Chance, zwei Karten für eine weitere Show „Saturday Five“ zu gewinnen.
 
Mein Fazit: Die gestrigen drei Darsteller und der Musiker des Improtheaters Paternoster überzeugten durch ihre Spontanität, sympathische Art und ihr Improvisationstalent. Wir haben sehr viel gelacht und fanden die fünf entstandenen Geschichten in der Show „Saturday Five“ sehr amüsant.
 
Weitere Informationen:
 
Text und Fotos © E. Günther

„STAR DUST – From Bach to Bowie“ in der Komischen Oper Berlin

 – die aktuell angesagteste Tanzcompany auf Deutschlandtournee (Berlin, Köln) –

Tanzen ist die leidenschaftlichste Sprache auf der Welt, die die unterschiedlichsten Menschen verbinden kann, und das intensivste Stilmittel der Kunst. Und keine andere Tanzcompany beherrscht im Moment diese Sprache und dieses Stilmittel so gut wie das US-amerikanische Complexions Contemporary Ballet, das mit seiner Deutschlandtournee sein 25-jähriges Bestehen feiert.

Im Jahr 1994 gründete der mit mehreren Preisen ausgezeichnete Starchoreograf Dwight Rhoden, den ich schon in der Tanzshow „The Great Gatsby“ bewundern durfte, und der ebenfalls mit Preisen überhäufte Startänzer Desmond Richardson, der bereits mit mehreren Showgrößen gearbeitet hat, in New York das Complexions Contemporary Ballet. Das Complexions Contemporary Ballet gehört aktuell zu den angesagtesten US-amerikanischen Tanzcompagnien. Die Tänzer der Company kommen aus den USA, Kanada, Australien, Kolumbien sowie aus Japan und Korea.

Und so stand es für mich außer Frage, dass ich am Dienstag, den 9. Juli 2019, zur Premiere in der Komischen Oper gehen würde, um selbst über das außergewöhnliche Können der Tanzcompany des Chefchoreografen Dwight Rhoden und von Desmond Richardson, dem ersten afroamerikanischen Solisten beim American Ballet Theatre, urteilen zu können.

Die Show „STAR DUST – From Bach to Bowie“ soll eine auf den ersten Blick musikalisch und tänzerisch nicht zusammenpassende Verbindung schaffen, zwischen den Tänzen zur Musik des Barockgenies Johann Sebastian Bach und seines Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach und der Pop-Ikone David Bowie.
Um 20 Uhr öffnete sich der rote Vorhang in der fast auf den letzten Platz ausverkauften Komischen Oper Berlin und mit Bach 25 interpretierten 16 Ausnahmetänzer in der ersten Showhälfte tänzerisch die Musik von Johann Sebastian Bach (z.B. Klavierkonzert, D-Moll: „Adagio“) und die seines Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach.
Zur schweren und imposanten Barockmusik zeigten die grandiosen Talente in Gruppen, Duetten und Soli wunderschöne Choreografien, die eine unmenschliche Körperbeherrschung abverlangten. Diese vertanzte Körperkunst ließ mich sprachlos zurück: Wie kann man zur Barockmusik eine solche atemberaubende Choreografie auf die Beine stellen?!

In der zweiten Showhälfte ging es mit einer innovativen Mischung aus Klassik, Ballett und Popkultur auf der Tanzbühne weiter. Die 16 Tanzgötter widmeten sich nun einem anderen Musikgenie: David Bowie, zu deren Welthits „Space Oddity“ (1969), „Life On Mars“ (1971), „Heroes“ (1977), „Let’s Dance“ (1983) und „Lazarus“ (2016) sie pulsierende Choreografien präsentierten. Vor allem die tänzerische Umsetzung des Liedes „Heroes“ hat mich tief bewegt.
Im Gegensatz zur ersten Hälfte waren die Tänzer jetzt wie die Pop-Ikone David Bowie extravagant geschminkt und tanzten in den farbenfrohen Kostümen von Christine Darch mehr in Gruppen.
Eine tänzerisch unglaublich beeindruckende und vielseitige Hommage an die Pop-Legende David Bowie. Jeder der Tänzer übernahm in der Show die Rolle von David Bowie, dessen Persönlichkeit in jedem von uns widerspiegelt werden kann.

Als Zuschauer bemerkte man, wie die Musik die durchtrainierten Körper der Tänzer durchströmte. Dwight Rhoden und die 16 Tänzer schufen sinnliche und leidenschaftliche Choreografien, die international ihresgleichen suchen. Das Lichtdesign von Michael Korsch verhalf diesen emotionalen Tänzen zu etwas Magischem.

Was mich an dem gestrigen Abend besonders inspirierte, war, dass in der Tanzcompagny unterschiedliche Menschen tanzten: Afroamerikaner (u.a.Jared Brunson), früher im Ballett undenkbar große Frauen (Jillian Davis), kleine Männer (Thomas Dilley), Asiatinnen (Eriko Sugimura), Lateinamerikaner (Miguel Solano), Tänzer in ihrer ersten Saison (u.a. Maxfield Haynes) oder in ihrem fünften Jahr (Shanna Irwin). Dieser Zeitgenössische Tanz verband die unterschiedlichsten Individuen zu einem poetischen Ganzen – so wie es David Bowie gewollt hätte – und bestätigte meine Eingangsthese, dass Tanzen verbindet.

Mein Fazit: „STAR DUST – From Bach to Bowie“ ist eine überwältigende Tanzshow, die zurecht mit Beifallsstürmen quittiert wurde. Tänzerische und musikalische Grenzen wurden auf dem tänzerisch höchsten Niveau von 16 Tänzern und deren begnadeten Choreografen an diesem Abend gesprengt. Bis zum 14. Juli 2019 könnt Ihr diese Ausnahmeshow noch in der Komischen Oper Berlin besuchen, danach läuft sie in Köln (16.7.-21.07.19).

Weitere Informationen:
https://www.komische-oper-berlin.de/programm/a-z/stardust/
https://www.facebook.com/komischeoperberlin/
https://www.facebook.com/complexionsdance/

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Text © E. Günther

 

 

Musical „West Side Story“ – der Musical-Klassiker in der Staatsoper Unter den Linden

„Only you, you’re the only thing I’ll see forever
In my eyes, in my words and in everything I do
Nothing else but you
Ever
And there’s nothing for me but Maria […]“
(„Tonight“ aus „West Side Story“)

Warum faszinieren uns noch immer tragische Liebesgeschichten? Warum fiebern wir immer wieder mit, wenn sich Romeo und Julia, Tony und Maria, Jack und Rose und aktuell im Kino auch Emil und Milou die ewige Treue schwören? Wir tun das, weil wir daran glauben möchten, dass Liebe alle Grenzen überwindet und Oberflächlichkeiten wie eine unterschiedliche Herkunft, Religion und Hautfarbe keine Rolle spielen – zumindest nicht, wenn es um die wahre Liebe geht.

Das ist auch der Grund dafür, warum das Musical „West Side Story“, eine moderne Romeo und Julia-Geschichte und ein Musical-Klassiker, noch immer auf mich und auf Millionen von anderen Zuschauern eine nie endende Faszination ausübt.

„West Side Story“ wurde im Jahr 1957 uraufgeführt, hinter dem Musical stehen vier geniale Köpfe: der Komponist Leonard Bernstein, der Choreograf Jerome Robbins, der Autor Arthur Laurents und der Songtexter Stephen Sondheim. Auch die Verfilmung im Jahr 1961, die meine Lieblingsverfilmung darstellt, wurde mit zehn Oscars ausgezeichnet. Auf die baldige neue Verfilmung durch das Mastermind Steven Spielberg bin ich auch sehr gespannt.

Doch zunächst wollte ich mir die international preisgekrönte Produktion von Joey McKneely, die weltweit als einzige Jerome Robbins‘ Originalchoreografie von der Broadway-Premiere 1975 zeigt, nicht entgehen lassen. Am Samstag, den 6. Juli 2019, wartete ich mit zahlreichen anderen begeisterten Zuschauern auf die Premiere.

Die Geschichte von „West Side Story“ spielt in New York City der 1950er Jahre. Es herrscht ein Bandenkrieg zwischen rivalisierenden Jugendbanden: zwischen den US-amerikanischen Jets und den puerto-ricanischen Sharks.
Riff, der Wortführer der Jets, schlägt seinen Jets einen alles entscheidenden Kampf zwischen ihnen und den Sharks vor. Dafür möchte er auch seinen Freund Tony zurückholen.
Tony, der Mitbegründer der Jets, ist aus der Gang ausgetreten.
Auf einem Tanzabend der Schule verliebt sich Tony in Maria. Maria, die sich ebenfalls in Tony verliebt, ist aber die Schwester von Bernardo (Anführer der Sharks). Auf Marias Balkon gestehen sich beide ihre Liebe und schwören sich ewige Treue.
Am nächsten Abend treffen sich beide Gangs, um den Kampf um die Straßen von New York City zu entscheiden. Maria hat zuvor jedoch Tony gebeten, den Kampf zu verhindern. Doch Riff wird im Laufe des Kampfes von Bernardo erstochen. Tony rächt daraufhin seinen Freund und ersticht Bernardo.
Tony gelingt es, Maria davon zu überzeugen, dass Bernardos Tod nicht geplant war. Beide entschließen sich, fortzugehen und an einem anderen Ort zusammen zu leben. Hat ihre junge Liebe eine Chance oder scheitert ihre junge Beziehung an dem Bandenkrieg?

An dem Abend, an dem Maria Tony begegnet, trägt sie ein weißes Kleid mit einem roten Band, das ihre Unschuld und Jungfräulichkeit unterstreicht. Zum ersten Mal wiedersetzt sich Maria ihrem Bruder Bernardo und verliebt sich in Tony, der aus einer anderen Kultur stammt und der Widersacher ihres Bruders ist.
In dieser Rolle der unschuldigen jungen Frau, die mit der Entscheidung für die Liebe ihren eigenen Weg geht, glänzt Sophie Salvesani. Sophie Salvesani hat in ihren jungen Jahren schon viele Erfahrungen auf der Bühne sammeln können (Christine in „Das Phantom der Oper“ und Cosette in „Les Misérables“ in der Produktion der Ipswich Musical Theatre Company) und überzeugte auch auf dem Premierenabend nicht nur mit ihrem Schauspiel, sondern auch mit einer unglaublich starken Sopranstimme, bei der ich oft Gänsehaut hatte.

In dem sehr jungen Cast beeindruckt Todd Jacobsson, der bereits in der preisgekrönten australischen Produktion von „The Book Of Mormon“ brillierte, mit der Figur Tony. Genauso wie Maria will er den Bandenkrieg endlich beenden und kämpft für das Recht auf die wahre Liebe. Voller Inbrunst sang an dem gestrigen Abend Jacobsson meine Lieblingslieder aus dem Musical. Eine grandiose Stimme!

Zwar bestechen die beiden Hauptdarsteller durch ihre großartigen Stimmen, doch den Preis für die beste schauspielerische Leistung des Abends würde ich Chloé Zuel verleihen.
In „West Side Story“ verkörpert Zuel sehr authentisch die feurige und temperamentvolle Anita, die ihren Bernado zwar über alles liebt, aber auch ihren eigenen Kopf hat, was sie sehr häufig unter Beweis stellt. Chloé Zuel ist eine Ausnahmeerscheinung, was das Tanzen, Singen und Schauspielern betrifft und bekam zurecht den meisten Applaus an dem Abend.

Auch Lyndon Watts, der zuletzt in ganz Australien als Jafar in Disneys „Aladdin“ überzeugte, interpretiert hervorragend die Rolle des Bernardo, die eines leidenschaftlichen und sich um seine Schwester sorgenden Puerto Ricaners.

Noah Mullins hat mir gestern in seiner Rolle des Anführers Riff auch sehr gefallen. In seinem Schauspiel und seiner Art, sich zu bewegen, erinnerte er mich stark an den in Deutschland sehr bekannten Musicaldarsteller Anton Zetterholm.

Donald Chan und das Orchester spielten alle weltberühmten Kompositionen von Leonard Bernstein: „Maria“, „Tonight“, „Somewhere“ und „America“ gingen sofort in mein Herz und begleiteten noch die ganze Nacht meine Gedanken und Träume. Auch die Originalchoreografie von Jerome Robbins, in der die Jets vor allem Ballettelemente tanzten und die Sharks viele Flamenco-Elemente auf der Bühne zeigten, war wunderschön anzusehen und bekam häufig Szenenapplaus.

Mein Fazit: Verletzte Ehre, Bandenkrieg, Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile gegenüber den anderen (und zwar von beiden Seiten), aber auch die wahre Liebe – davon handelt das Kultmusical „West Side Story“. Diese gelungene Inszenierung mit einem talentierten jungen Cast, einer wunderschönen Musik und bezaubernden Tänzen läuft noch bis zum 14. Juli 2019 in der Staatsoper Unter den Linden und zieht dann nach Dresden (17.7.- 4.8.19).

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Text © E. Günther

The Band – Back for Good im Stage Theater des Westens

1990 war ein Jahr, das in zahlreichen Frauenherzen für immer etwas verändert hat. 1990 war ein Jahr, das ein Feuer entfachte, das noch heute in den Herzen der weiblichen Fans brennt. 1990 war das Jahr, in dem eine der erfolgreichste Boybands geboren wurde: Take That. Robbie Williams, Mark Owen, Gary Barlow, Howard Donald und Jason Orange – fünf Gründe für viele schlaflose Nächte bei vielen Mädchen, deren Herz von der Band gleich zweimal gebrochen wurde. Im Jahr 1995 stieg Robbie Williams aus und ein Jahr später kam es sogar zur Trennung.
2005 gab es aber eine Reunion und Mark Owen, Gary Barlow und Howard Donald begeistern seitdem Mädchen und Frauen zugleich.
 
Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis die Musik von Take That in einem Musical verewigt wird. Im September 2017 wurde das Musical „The Band“ des britischen Dramaturgen Tim Firth uraufgeführt. Das zur Musik der Band Take That geschriebene Musical begeisterte unzählige Fans auf der Insel und kam im Jahr 2019 endlich auch nach Berlin, in das Stage Theater des Westens.
Am Samstag, den 18. Mai 2019, nahm ich meine Kollegin, den größten Take That-Fan aller Zeiten, ins Musical mit und wir versprachen uns zwei unvergessliche Stunden.
 
Und gleich im Zuschauersaal wurden wir in das Jahr 1993 gebeamt. Ein Videotext (Gibt es so etwas überhaupt noch?) erinnerte daran, was im Jahr 1993 alles passierte: Der Film „Jurassic Park“ lief im Kino, Bill Clinton wurde als US-Präsident vereidigt und in der TOP 40 der Charts war „Pray“ von Take That die neue Nummer 1.
 
Doch in dem Musical „The Band“ geht es nicht um die musikalische und persönliche Entwicklung der Boyband Take That. In dem Musical wird zur Musik der britischen Boyband eine andere Geschichte erzählt:
eine Geschichte von fünf Freundinnen in den 90-iger Jahren, die durch ihre Freundschaft und ihre Liebe zu ihrer Boyband miteinander verbunden sind. Ihre Liebe zur Musik scheint zunächst auch das Einzige zu sein, das diese auf den ersten Blick so unterschiedlichen Charaktere miteinander gemeinsam haben.
 
Debbie ist die optimistische Wortführerin und Organisatorin der fünf Mädchen. Claire ist eine zielstrebige Sportlerin, die mit Turmspringen die Olympischen Spiele gewinnen möchte. Zoe ist die fleißige Streberin, die sich von ihren Büchern mehr verstanden fühlt als von Gleichaltrigen. Heather hat bis jetzt keine Feier und keinen Jungen ausgelassen, eine berühmte Modedesignerin möchte sie werden. Und Rachel möchte einfach nur den richtigen Mann heiraten und eine Familie gründen, dabei soll ihre beste Freundin Debbie ihre Trauzeugin werden.
 
Doch ein schrecklicher Unfall zerstört die Träume der Mädchen und reißt sie auseinander. Nach 25 Jahren treffen die Mädchen, die jetzt erwachsene Frauen mit anderen Problemen geworden sind, wieder aufeinander. Rachel hat nämlich wie früher Debbie an einem Gewinnspiel teilgenommen und Karten für ein Konzert der Boyband ihrer Jugend gewonnen
Gelingt es den fünf, den schrecklichen Unfall vor 25 Jahren aufzuarbeiten und wieder zueinander und zu sich selbst zu finden?
 
Das Musical berührt nicht nur das Herz jedes Take That-Fans, sondern auch das jeder Frau. Wir sehen, wie das Leben, von dem man als Teenager geträumt hat, zerbricht und man als erwachsene Frau viele seiner Träume begraben muss.
Aus den fünf jungen Freundinnen (Maria Arnold als junge Rachel, Ruth Lauer als Debbie, Jara Maria Buczynski als junge Heather, Kristin Heil als junge Claire und Laura Saleh als junge Zoe) sind nun erwachsene Frauen geworden, deren Realität nichts mehr mit ihren Wünschen von einst zu tun hat.
 
Rachel (Silke Geertz) lebt zwar in einer langen Beziehung, doch scheint sie nicht glücklich zu sein. Den Unfall vor 25 Jahren hat sie bis heute nicht verarbeitet und kann deswegen nicht heiraten. Der Unfall hat ein Loch in ihr Herz gebrannt und sie erhofft sich, durch das Treffen mit ihren Schulfreundinnen dieses Loch wieder füllen zu können. Ihr verändertes Verhalten – die Teilnahme an einem Gewinnspiel, die spontane Reise zu einem Konzert in Prag – macht jedoch ihrem langjährigen Partner eine große Angst.
Als Zuschauer nimmt man der Darstellerin ihre inneren Qualen und ihre Zerrissenheit zwischen dem aktuellen und dem früheren Leben ab und kann sich mit ihr sehr gut identifizieren.
 
Auch die Streberin Zoe hat sich verändert. Sie ist nicht nur eine Wissenschaftlerin, sondern auch verheiratet und hat vier Söhne. Doch da ihre Söhne längst studieren, fühlt sie eine innere Leere und weiß nichts mit sich anzufangen. Zoe wird glaubhaft von der Schauspielerin Heike Kloss verkörpert.
Heike Kloss wurde in der RTL-Comedy-Serie „Alles Atze“ als Biene an der Seite von Atze Schröder bekannt. Zudem stand sie in verschiedenen Musicals wie „Cats“ in Hamburg, „Grease“ in Berlin und „Chicago“ in München auf der Bühne.
 
Für eine der größten Überraschungen unter den Freundinnen sorgt Heather. Aus dem Vamp Heather, der jeden Jungen verführte, wurde die Karrierefrau Heather, die mit einer Frau verheiratet ist. Laura Leyh, auch bekannt als Eliza in „My Fair Lady“, macht aus der Figur eine richtige Sympathieträgerin im Erwachsenenalter.
 
Die zweite große Überraschung hält Claire bereit. Aus der zierlichen und nach einer Goldmedaille strebenden Claire wird eine füllige Claire, die nicht nur ihren Traum von der Olympiade, sondern auch sich selbst aufgegeben hat. Grandios von Yvonne Köstler gespielt, die vielen aus den Musicals „Fame“, „Sister Act“ und „Tanz der Vampire“ bekannt ist.
 
Eine wunderschöne und an vielen Stellen herzzerreißende Geschichte über Freundschaft, die nach Jahren wieder aufblüht, und über Träume, die mit der Zeit zerplatzen und neu erfunden werden müssen. Die Frauen im Zuschauersaal, darunter auch meine Begleitung und ich, haben an vielen Stellen schluchzen müssen, denn man findet in dem Musical mindestens eine Figur, mit der man sich identifizieren kann und man muss automatisch die Träume seiner Jugend mit seinem aktuellen Leben vergleichen.
 
Neben der emotionalen Geschichte spielt selbstverständlich auch die Musik von Take That eine wichtige Rolle in dem Musical. Zum Glück werden die beliebten Take That-Lieder im englischen Original gesungen. Von „Never Forget“ bis „Back for Good“ kommen alle bekannten Lieder vor.
Obwohl das Logo der Musical-Band mit den beiden umgekehrten, aufeinander gestapelten Ts auf der Bühne auf die Band Take That verweist, hat die Band in dem Musical keinen Namen. Dadurch wird der Geschichte der fünf Freundinnen mehr Platz eingeräumt.
 
Auch die Band in dem Musical besteht aus fünf talentierten und charismatischen jungen Männern: Der Bekannteste unter ihnen ist sicherlich Prince Damien, der im Jahr 2016 die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen hat und aktuell als Vocalcoach bei DSDS arbeitet.
Auch Sario Solomon kennt man aus einer Castingshow. Sario Solomon gewann 2017 die TV-Talent-Show „Let It Shine“ von Gary Barlow.
Den dritten Sänger, Helge Mark Lodder, habe ich bereits im Kinder-Musical „Die Schneekönigin“ im Wintergarten Berlin live erleben dürfen. Taddeo Pellegrini kennen viele aus den Musicals „Aladdin“ und „West Side Story“. Der fünfte in der Band ist Alex Charles, von dem ich hoffe, noch mehr zu sehen.
 
Zusammen mit der sechsköpfigen Live-Band unter der Leitung von Shay Cohen lassen die fünf oben genannten Sänger die Zuschauerinnen im Saal wieder zu rot werdenden Teenagern werden, die bei jedem Lied begeistert mitsingen und ihre Textsicherheit demonstrieren. Die Songs werden von den fünf sehr gut live dargeboten, obwohl es die Geschichte verlangt, dass sie eher im Hintergrund agieren. Sie kommen aus dem Mobiliar im Jungmädchenschlafzimmer oder dem Schulspind. Auch als Brunnenfiguren oder als Flughafenpersonal treten sie auf und zeigen, dass sie noch immer ein fester Bestandteil im Leben der vier Frauen geblieben sind. Doch im Gegensatz zu den Frauen sind die Mitglieder der Boyband nicht älter geworden.
 
Mein Fazit: Das Musical „The Band“ hat mein Herz berührt. Die Geschichte und deren Figuren, die wunderbar besetzt wurden, lässt mich daran erinnern, wie vergänglich das Leben ist und wie wichtig loyale und gute Freundinnen sind. Wir müssen an ihnen festhalten und dürfen es nicht zulassen, dass der Alltag sie aus unserem Leben reißt. „The Band“ hat aber an dem Abend auch sehr viele Take That-Fans glücklich gemacht, denn alle Evergreens kommen vor – ohne dass die Musicaldarsteller die Band Take That kopieren möchten. Ein sehr schönes Musical, das noch bis zum 15. September 2019 im Stage Theater des Westens spielt und im Oktober 2019 ans Deutsche Theater in München wechselt.
 
Weitere Informationen zum Musical:
 
Text © E. Günther
Fotos © Stage Entertainment

Gewinnspiel: 1×2 Karten für „Let’s Twist Again! Rockabilly Hits & Acrobatics“ im Wintergarten Varieté Berlin

Wenn man mich fragt, in welcher Zeit ich gerne gelebt hätte, dann würde ich sofort die 50-er Jahre nennen. Ich stelle mir schon vor, wie ich in einem Petticoat mit gewelltem Haar und roten Lippen zu Rock ’n‘ Roll tanze und Plakate von Elvis Presley anhimmle.

 
Am Samstag, den 30. März 2019, hatte ich die Gelegenheit, in eine musikalische Zeitmaschine zu steigen und im Wintergarten Berlin mich diesem wilden Gefühl der Fünfziger Jahre für zwei Stunden hinzugeben, denn der Wintergarten Berlin hat mal wieder einen absoluten Kracher auf die Bühne gebracht: „Let’s Twist Again! Rockabilly Hits & Acrobatics“ unter der Regie von Frank Müller. Die Akrobaten sind atemberaubend und die Sänger grandios. Die Show „Let’s Twist Again! Rockabilly Hits & Acrobatics“ läuft noch bis zum 30. Juni 2019 im Wintergarten Berlin und man darf sie einfach nicht verpassen!
 
Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann verlose ich hiermit 1×2 Karten für „Let’s Twist Again! Rockabilly Hits & Acrobatics“ und fasse noch einmal das Wichtigste zusammen:
 
Was? 1×2 Karten für „Let’s Twist Again! Rockabilly Hits & Acrobatics“
Wo? Wintergarten Berlin, Potsdamer Straße 96, 10785 Berlin
Wann? Mittwoch, den 12. Juni 2019, um 20 Uhr
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken und unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen!
 
Das Gewinnspiel endet am Donnerstag, den 30. Mai 2019, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Viel Glück!
Text und Fotos (außer 1.Bild) © E. Günther

Die kulturellen Highlights im Sommer 2019: Chicago, West Side Story und STAR DUST – From Bach to Bowie in Berlin

Im kulturellen Vergleich muss sich die Hauptstadt Berlin nicht mehr hinter New York und London verstecken, denn schon längst kommen die internationalen Shows und die erfolgreichsten Interpreten auf ihren Tourneen nach Berlin – und das oft mehrmals. Auch der Sommer 2019 verspricht wieder, zumindest in kultureller Hinsicht, richtig heiß zu werden. Im Folgenden stellen ich Euch daher meine persönlichen kulturellen Highlights im Sommer 2019 genauer vor:
Chicago, West Side Story und STAR DUST – From Bach to Bowie.
 
„Chicago“ im Admiralspalast (3. bis 13. Juli 2019):
Ich gehöre zu den größten Fans des Original Broadway-Musicals „Chicago“ und habe sowohl schon einmal das Musical als auch die berühmte Verfilmung im Jahr 2002 gesehen. „All That Jazz“ im englischsprachigen Original – das werde ich mir im Juli 2019 nicht entgehen lassen!
 
„West Side Story“ in der Staatsoper Unter den Linden (06. bis 14. Juli 2019):
Der Tanzfilm aus dem Jahr 1961, in dem rivalisierende Gangs um ihre Ehre und Liebe tanzen, ist wieder in aller Munde. Steven Spielberg will diese Erfolgsgeschichte im Jahr 2020 wieder ins Kino bringen und im Juli 2019 kommt die preisgekrönte Inszenierung von Joey McKneely nach fünfzehnmonatiger ausverkaufter Welttournee auch endlich nach Berlin. Darauf freue ich mich jetzt schon!
 
„STAR DUST – From Bach to Bowie“ in der Komischen Oper Berlin (09. bis 14. Juli 2019):
Die angesagte amerikanische Tanzcompany Complexions Contemporary Ballet ist im Juli 2019 auf Tournee in Deutschland und kommt auch nach Berlin. Die Show „STAR DUST – From Bach to Bowie“ ist eine Hommage an die Pop-Ikone David Bowie und begeistert weltweit mit ihrem Mix aus Klassik, Ballett und Pop. Eine sehr vielversprechende Veranstaltung!
 
Weitere Informationen:
© E. Günther