WOODSTOCK VARIETY SHOW – Festival Hits & Acrobatics – Love, Peace and Happiness im Wintergarten Berlin​ –

Im Jahr 1969 fand das Woodstock-Festival statt und noch heute, 50 Jahre danach, inspiriert es zahlreiche Musiker und ermutigt Jugendliche in ihrem Kampf gegen Krieg und Ungerechtigkeit. Damals trafen sich für drei Tage 400.000 zumeist junge Menschen, um gemeinsam die einzigartige Live-Musik von Janis Joplin, Jimi Hendrix, The Who und vieler anderer zu feiern, aber auch um eine deutliche Message gegen den Vietnam-Krieg zu setzen.

Auf dem Festival entstand zudem der mit einem Oscar ausgezeichnete Film „Woodstock“, der noch immer zu den erfolgreichsten Dokumentarfilmen zählt und den legendären Spirit des Festivals in die ganze Welt transportiert hat. Zum 50-jährigen Jubiläum des Mythos Woodstock veranstaltet der Wintergarten Berlin die musikalische Akrobatikshow „WOODSTOCK VARIETY SHOW – Festival Hits & Acrobatics“, die wir am Samstag, den 30. August 2019, besucht hatten.

Um 20 Uhr ging der Vorhang auf und anwesende Hardcore-Fans der Woodstock-Musik von Santana, Janis Joplin, Joe Cocker und Jimi Hendrix und Gäste, die nur durch Erzählungen und Filmaufnahmen das Festival kennen, bekamen in dem wie fast wie immer ausverkauften Wintergarten Berlin eine explosive Show geboten.

Für mich stand jedoch die Show auch unter einem persönlichen Motto: „Wiedersehen mit alten Bekannten“, denn die fünf Sänger der Show kannte (und liebte) ich bereits von anderen Shows: Die Sängerin Achan Malonda überzeugte mich mit ihrer kraftvollen Stimme und ihrer starken Bühnenpräsenz bereits in dem Musical „Affe“. Henriettes charismatische Art und ihre facettenreiche Stimme fiel mir schon in dem Musical „The Addams Family“ und in der Wintergarten-Show „Take it easy“ positiv auf. Auch in dieser Show war die durch ihren Aufenthalt in Nashville beflügelte
Henriette Schreiner​ eine Bereicherung.

Zu unserer großen Freude stand genauso wie bei den Shows „Take it Easy“ und „Staunen“ wieder der großartige und unverwechselbare Crsto​ (Christopher Ciraulo) auf der Bühne des Wintergarten Berlin. Wir freuen uns jedes Mal wie kleine Kinder, wenn wir ihn auf der Bühne erleben dürfen, denn Crsto ist unser persönlicher „the greatest showman on earth“. Eine beeindruckende Stimme, die jedes Lied auf eine eigene – wunderschöne – Art und Weise interpretieren kann und ein enormes Talent, das Publikum zu unterhalten.
Besonders gefreut hat es mich diesmal, dass der Sänger Jez Green​ nicht wie bei anderen Shows im Hintergrund agierte, sondern diesmal ins Zentrum gerückt wurde. Seine rauchige Stimme und seine Liebe für die Bühne gehören für mich einfach in den Vordergrund jeder Show.

Woodstock bedeutet für mich das Streben nach Freiheit, das in einer guten Rockmusik ausgedrückt wird. Und kein anderer kann das für mich so gut verkörpern wie der Sänger Max Buskohl​, der schon mit Paul McCartney und Bono auf der Bühne stand. Zwar war das für Buskohl die erste Show im Wintergarten Berlin, doch verfolge ich seine musikalische Karriere schon seit dem Jahr 2007, als er einem großen TV-Publikum bekannt wurde. Auch diesmal war die Rockstimme mit der Gitarre abgefahren gut.

Wer schon häufiger im Wintergarten war, der weiß, dass die Musik in den Shows oft eine dienende Funktion für die Akrobatikprogrammpunkte übernimmt. Während die weltbesten Artisten auftreten, singen begnadete Sänger an der Seite der Akrobaten. Doch genauso wie bei der Show „Relax!“ war auch diesmal das Konzept ein wenig anders. Die sehr talentierten Musiker begleiteten zwar auch diesmal die einzelnen Akrobaten musikalisch, doch gaben sie in dieser Show auch eine Art eigenständiges Konzert, das von dem Publikum mit begeisterten Jubelstürmen honoriert wurde.

Von Beginn an konnten die Sänger und die furiose Live-Band Chill Factor Berlin​ (Jan Stolterfoht an der Gitarre, Otto Block am Schlagzeug, der Bass-Gitarrist Lexa Schäfer, Sebastian Düwelt am Keyboard und der oben erwähnte Sänger Jez Green am Keyboard) die Zuschauer begeistern und zum Singen und Klatschen animieren.
Die Filmausschnitte von dem Woodstock-Festival im Hintergrund taten ihr Übriges, um uns endgültig in die Zeit des Festivals zu versetzen.

Doch eine Show im Wintergarten lebt nicht nur von ihren Sängern und Musikern, sondern brilliert auch durch ihre talentierten und international bekannten Akrobaten. Eröffnet wurde die Show durch den Akrobaten Fleeky (Fleeky Flanco), der uns zum Lied „Voodoo Child“ zeigte, wie man seinen Körper unmenschlich und dennoch leicht verbiegen kann. Dabei gab es keinen Gegenstand, in den der Kontorsion-Künstler nicht hineinkriechen konnte. Mit seiner wilden und leicht verrückten Art passte der Künstler perfekt zur Woodstock-Show.

Zu meinen Highlights an dem Abend gehörten zwei Showpaare: Diego und Elena präsentierten uns an den Stapaten einen schnellen Kleiderwechsel in der Luft und voller magischer Momente. Am Ende sorgte das Paar für eine Überraschung in seinem Showprogramm und stand anschließend in Weiß auf der Bühne. „Reason to Believe“ – ein wunderschönes Lied, um diese liebevolle Performance zu begleiten.
Dass eine Beziehung nicht nur gefühlvoll, sondern auch leidenschaftlich sein kann, bewies uns das Artistenpaar Waz’O​ am Trapez. Marie-Christine Fournier und Louis-David Simoneau demonstrierten die Höhen und Tiefen einer Beziehung und die Distanz und Annäherung zwischen zwei Liebenden – und das in einem sehr schwungvollen Showprogramm.

Für zugleich ruhige und mystische Momente in der Show sorgte Simone Al Ani​, der seine Ringe und Kugeln zu etwas Besonderem verwandelte und ihnen Leben einhauchte. Für einen Moment vergaßen die Zuschauer ihre Sorgen und den Alltag. Zum Lied „As tears go by“ belegte der Künstler mein Motto: Mit Gelassenheit und Harmonie kann man man die Herzen der Menschen erreichen.

Aber eine Show kann natürlich nicht ohne temperamentvolle Programmpunkte existieren und davon hat der aus einer berühmten russischen Zirkusfamilie stammende Victor Krachinov (Krachinov Roslyakov Victor​) mehr als genug. Der fröhliche Wirbelwind zauberte mit seiner Jonglage jedem im Zuschauersaal ein Lächeln ins Gesicht.
Auch Valerie Inertie​ brachte mit ihrer feurigen Tanzperformance in, mit und auf dem Cyr Wheel zum Lied „Spinning Wheel“ von Blood, Sweat & Tears die Bühne zum Beben.
Das Duo Ikai erfreute uns nicht nur mit seiner schnellen und waghalsigen Show am Teeterboard, sondern zog das Publikum auch mit seinem komödiantischen Talent auf seine Seite.

Mein Fazit: Wieder eine fantastische Show im Wintergarten Berlin! Phänomenale Stimmen, fabelhafte Akrobaten, charismatische Künstler und das Lebensgefühl des Woodstock-Festivals in einer Show! Nur noch bis zum 27. Oktober 2019 könnt Ihr die Show im Wintergarten erleben.

Weitere Informationen:

WOODSTOCK VARIETY SHOW


https://www.facebook.com/WintergartenBerlin/

Text und Fotos (außer Titelbild) © E. Günther

 

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Memories of Fools – Cirk La Putykas neuer Geniestreich im Chamäleon

Was haben Elvis Presley, ein Hase und ein Torero gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, doch haben sie sich am Samstag, den 6. April 2019, im Chamäleon versammelt, um mit uns das 15-jährige Bestehen des Hotspots für den zeitgenössischen Zirkus unzähliger internationaler Kompanien zu feiern. Seit Jahren gehöre ich zu den begeisterten Stammgästen und habe jede internationale Show besucht, denn schließlich bietet jede Show im Chamäleon dem Zuschauer etwas ganz Besonderes und manche Kompanien kommen ein erneutes Mal wieder, so auch Cirk La Putyka aus Tschechien, die ich bereits im Jahr 2016 mit ihrer Show „Roots“ erleben durfte.

 
Diesmal hatten die neun Darsteller von Cirk La Putyka eine neue Show in ihrem großen Gepäck mit: „Memories of Fools“. In der Show wird die Geschichte eines kleinen Jungen erzählt, der davon träumt, auf den Mond zu fliegen. Der Zuschauer weiß aber nie ganz genau, ob es sich dabei um Traumsequenzen oder Erinnerungen handelt. Aber die Botschaft der Show ist eindeutig: Man sollte allen Widerständen trotzen und seine Träume nicht aufgeben. Die Show „Memories of Fools“ wird wie jede Show im Chamäleon von atemberaubender Akrobatik begleitet.
 
Der vom Mond träumende (oder doch sich an die Mondmission erinnernde) kleine Junge wird von dem Schauspieler Vojtěch Fülep gespielt, der in der Show so viele wichtige Funktionen erfüllt: Schauspiel, Clowning und Puppenspiel. Den Artisten, der im Jahr 2017 für den tschechischen Theaterpreis Thalia für seine außergewöhnliche Performance in der Cirk La Putyka-Produktion „Batacchio“ in der Kategorie „Ballett, Pantomime“ nominiert war, kannte ich bereits aus der Chamäleon-Show „Roots“.
 
Die Frauen waren an diesem Abend zwar in der Unterzahl, doch Solenne Baily (Hand auf Hand, Vertikalseil, Trapez, Flyer) und Šárka Fülep Bočková (Luftring, Strapaten, Tuch, Tanz, Flyer) überstrahlten mit ihrer anmutigen Körperkunst und ihrem Charisma in der Show alles.
Drei weitere Akrobaten habe ich bereits in der Show „Roots“ erleben dürfen. Michal Boltnar (Teeterboard, Paarakrobatik, Gymnastikringe), Daniel Komarov (Teeterboard, Base, Schauspiel) und Jiří Weissmann (Teeterboard, Walking Globe, Paarakrobatik, Tanz) überzeugten mich auch in dieser Show.
Mit Romuald Solesse (Hand auf Hand, Trapez, Zauberei, Clowning, Base, Catcher), Filip Zahradnický (Jonglage, Objektmanipulation, Tanz) und Alexnadr Volný (Cyr Wheel, Walking Globe, Strapaten, Tanz) lernte ich neue talentierte Akrobaten kennen.
 
Die Show war wie jede Show im Chamäleon keine reine Akrobatikshow, Slapstick, modernes Theater, Puppenspiel, Filmsequenzen und die Musik standen genauso im Vordergrund.
Die von Jan Balcar eigens für die Show komponierte Musik passte wie die Faust aufs Auge und bescherte uns viele magische Momente.
 
Mein Fazit: Die Show „Memories of Fools“ ist verspielt, bunt, an einigen Stellen hervorragend überdreht und lädt einen zum Träumen ein. Die Rebellen des tschechischen Zirkus sind wieder da und zwar bis zum 18. August 2019 im Chamäleon.
 
Weitere Informationen zu „Memories of Fools“:
 
Text und Fotos © E. Günther

Festivalzeit in Berlin – Performing Arts Festival und Berlin Circus Festival

Ich kann den Sommer schon jetzt – Anfang März – förmlich spüren! Die Temperaturen steigen, die Nächte werden immer länger und die Laune immer besser. Zum Glück leben wir in Berlin, der Stadt der kulturellen Vielfalt, in der vor allem im Sommer verschiedene Festivals stattfinden. An dieser Stelle werde ich Euch zwei dieser Festivals genauer vorstellen: Performing Arts Festival und das Berlin Circus Festival.

 
Performing Arts Festival Berlin (28. Mai 2019 – 02.06.2019):
Künstler/innen der freien Szene zeigen in über 120 Inszenierungen, was Berlin kulturell zu bieten hat. Theater, Musik, Tanz, Performances, Neuer Zirkus – Euch erwarten in zahlreichen Berliner Spielstätten (darunter Ballhaus Ost, HAU Hebbel am Ufer etc.) viele interessante Veranstaltungen.
 
Kontakt: Performing Arts Festival
Pappelallee 15
10437 Berlin
030 30346628
 
Weitere Informationen:
 
 
Berlin Circus Festival (23.08.2019 – 01.09.2019)
Zum 5. Mal findet auf dem Tempelhofer Feld das Berlin Circus Festival statt, zum fünften Mal wird der zeitgenössische Zirkus zelebriert und das zehn Tage lang. Bei großen Produktionen werdet Ihr Zeuge künstlerischer Symbiosen aus Tanz, Artistik und Performance. Auf dem Festivalgelände kann man zudem eine Kunstausstellung besuchen und bei Livemusik Getränke mit verschiedenen Leckereien genießen. 
 
Kontakt: Berlin Circus Festival
Tempelhofer Damm 104
12101 Berlin-Mitte
 
Weitere Informationen:
 
© E. Günther

Zimt & Zauber im Wintergarten Berlin: Aufstand der Uhren – oder wenn keiner mehr weiß, wie spät es ist

Jetzt seid bitte ehrlich: Wie oft habt Ihr in den letzten Tagen auf die Uhr geschaut? Bestimmt unzählige Male! Die Plätzchen mussten schließlich rechtzeitig aus dem Ofen geholt werden, die Geschenke mussten besorgt werden und dann habt Ihr bestimmt wieder ungeduldig darauf gewartet, dass Eure Gäste kommen – und wieder gehen.
 
In unserer schnelllebigen Gesellschaft schauen wir ständig auf die Uhr, ohne sich dessen richtig bewusst zu sein. Der Wintergarten Berlin geht aber wieder mit der ZEIT und würdigt mit einem Berliner Weihnachtsmärchen dem wichtigsten Gegenstand unserer Gesellschaft: die Uhr (egal in welcher Form).
 
Unter der Regie von Sammy Tavalis und Fabian Gröger bringt der Wintergarten Berlin wie jedes Jahr im Winter in Zusammenarbeit mit dem CABUWAZI-Springling Kinderzirkus und den 29. Berliner Märchentagen – im der beliebten Veranstaltungsreihe „Zimt & Zauber“ – eine märchenhafte Show auf die Bühne, die die großen und kleinen Kinder erfreuen wird.
 
Im Jahr 2016 besuchte ich die Show „Die Schneekönigin…und die Suche nach dem kleinen Glück“, im Jahr 2017 die Show „Die kleine Meerjungfrau“ und am Sonntag, den 23. Dezember 2018 die Show „Aufstand der Uhren – oder wenn keiner mehr weiß, wie spät es ist“.
 
Das Foyer war wieder sehr weihnachtlich geschmückt und bot alle möglichen Leckereien an: Bagels, Popcorn, Brezel, Muffins und Quarkbällchen, von denen wir vor der Show erst einmal drei Stück für 2 € aßen. Auch die Speisekarte im Saal war auf die Wünsche der kleinen Gäste abgestimmt: So konnte man das Nudelgericht „Pippi Langstrumpf“ oder die Bouletten „ Anna und Elsa“ bestellen. Wir orderten als Hauptgang das Krümmelmonster (kleines Kalbsschnitzel mit Pommes) für 7,50 € und als Dessert „Biene Maja“ (Eierkuchen mit Waldbeerenfüllung und Vanillesauce) für 4 €. Beide Gerichte waren hervorragend zubereitet und so konnten wir, zwei niemals erwachsen werdenden Naschkatzen, der Show um 14 Uhr noch begeisterter folgen.
 
Die Show „Aufstand der Uhren – oder wenn keiner mehr weiß, wie spät es ist“ handelt davon, dass sich weltweit die Uhren nicht von den Menschen geschätzt fühlen und in Streik treten. Jede Uhr verstellt ihre Uhrzeit und keiner weiß am Ende, wie spät es ist. Katastrophen sind hier natürlich vorprogrammiert: In Restaurants wird das Essen angebrannt, die Sonne und der Mond erscheinen zusammen am Himmel und zu allem Überfluss steht der Silvester-Countdown vor der Tür. Als die Uhren ihren begangenen Fehler bemerken, ist es schon zu spät, denn keine Uhr kennt die richtige Uhrzeit. Ein Wettlauf um die Zeit beginnt…
 
Die Hauptdarsteller – Leon Düvel als der gewissenhafte Uhren-Anführer Wasserdicht, Ulli Lohr als der etwas verpeilte, aber sehr loyale Alte Wecker, die coole und die breakdancende Digitaluhr (Mitlied der Battle Beasts) und die herzlichen Uhren, die Frau Stunde und die Frau Minute (von Camilla Elisabeth Bergmann und von Natascha Fiedler verkörpert), verzauberten uns sowohl als Darsteller/innen als auch Sänger/innen.
 
Doch die Show lebt vor allem von ihren bezaubernden Artisten/Artistinnen: Die sehr jungen Artisten//Artistinnen vom Kinderzirkus CABUWAZI-Springling verdrehten auch dieses Jahr mit ihrem Programm (bestehend aus Seilspringen, Luftakrobatik und Hand-in-Hand-Performance) dem Zuschauer den Kopf, und das in diesem Alter.
Meine Lieblingsszene war der akrobatische „Wettstreit“ zwischen der Sonne und dem Mond, begleitet von den Sternen. Eine wahrlich zauberhafte Szene!
 
Wie letztes Jahr lautet mein Fazit daher auch dieses Jahr: Die märchenhafte Wintershow zaubert einem wie immer mit der interessanten Geschichte, der schönen Musik und den begabten Darstellern/Darstellerinnen und Artisten//Artistinnen ein Lächeln ins Gesicht. Am besten die Show mit der gesamten Familie besuchen! „Aufstand der Uhren – oder wenn keiner mehr weiß, wie spät es ist“ läuft noch bis zum 20. Januar 2019 im Wintergarten Berlin.
 
Preise:
Kinder: ab 14,00 Euro
Erwachsene: ab 19,00 Euro
Familienticket: 4 Personen ab 14,00 Euro p.P.
 
Weitere Informationen:
 
Kontakt: Wintergarten Berlin
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
Text und Fotos © E. Günther

Gewinnspiel: 2×2 Eintrittskarten für „Staunen – Circus of Stars“, die neue Show im Wintergarten Berlin

STAUNEN_Show_Header_1920x600_acf_croppedStaunen ist eine Emotion, die man beim Erleben vom Unerwarteten empfindet. Und ich habe oft das Gefühl, dass diese Emotion den Erwachsenen immer mehr abhanden kommt und sie sich nicht mehr so für die Schönheit begeistern können wie früher.
Der Wintergarten Berlin will diese Entwicklung stoppen und unter der Regie von Rodrigue Funke das Publikum mit dem aktuellen Programm zum Staunen bringen und es gleichzeitig an die glamouröse 130-jährige Geschichte des Wintergartens erinnern.
Am Samstag, den 1. September 2018, nahm ich zum wiederholten Mal Platz in dem edlen Wintergarten und war bereit, mich für über zwei Stunden der Magie der alten und neuen Zirkuswelt hinzugeben.
Die Show „Staunen – Circus of Stars“ schafft es, sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder ins Staunen zu versetzen, indem sie ihnen neue und alte Programmpunkte präsentiert und so das Publikum begeistert. Die Show läuft noch bis zum 24. Februar 2019 im Wintergarten Berlin.
Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann verlose ich hiermit 2×2 Eintrittskarten für die Show „Staunen“ und fasse noch einmal das Wichtigste zusammen:
Was? 2×2 Eintrittskarten für die Show „Staunen – Circus of Stars“
Wann? Samstag, den 10. November 2018, um 20 Uhr
Wo? Wintergarten Varieté, Potsdamer Straße 96, 10785 Berlin
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Das Gewinnspiel endet am Sonntag, den 4. November 2018, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Viel Glück!
© E. Günther

China goes Pop – eine chinesische Zirkuswundertüte

Chinesischer Zirkus steht für mich für Perfektion und künstlerische Eleganz. Kein Wunder also, dass mich die Tournee von „China goes Pop“ gleich angesprochen hat. Die chinesische Zirkustruppe war schon in über 30 Ländern erfolgreich unterwegs und mit dem Cirque du Soleil und dem Big Apple Circus auf Tour.

Am Freitag, den 14. September 2018, besuchte ich schließlich diese Show im Admiralspalast Berlin.
Fast zwei Stunden lang hatte ich das Gefühl, in einem bunten und schrillen Videoclip von Katy Perry mitzuspielen.
In dieser Show bestehend aus Pop-Musik, einem mehrfach ausgezeichneten Zirkusteam und preisgekrönten Kostümen von Paloma Young gab es einen roten Faden: die unschuldige Liebe zwischen einem Mann und einer Frau, die von Distanz und Nähe lebt  und von Missverständnissen geprägt ist. Diese Geschichte wurde von den Akrobaten der Show getragen, die ein vielfältiges Programm zeigten: Jonglage, Luftakrobatik, Ballettelemente, Breakdance, Akrobatik auf (fahrenden) Fahrrädern und mit bunten Sonnenschirmen und Hand-auf-Hand-Performance.
Mein Fazit: Die Show „China goes Pop“ bietet eine wundervolle Familienunterhaltung, bei der vor allem die kleinen Kinder voll auf ihre Kosten kommen. Die Kostüme sind bunt, die Choreografie dynamisch, die Akrobaten leidenschaftlich beim Zeigen ihrer Zauberstücke und die Poplieder bekannt. Am Samstag, den 15. September 2018 läuft die Show noch einmal im Admiralspalast.
© E. Günther

Circas Peepshow im Chamäleon – meine Lieblingszirkuskompanie endlich wieder in Berlin

Es gibt Shows, die bleiben für immer in Erinnerung und zaubern einem noch Jahre danach ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht. So geht es mir bis heute mit „Wunderkammer“, die ich vor ca. zwei Jahren im Chamäleon gesehen habe und die meine feurige Liebe für den Neuen Zirkus entfacht hat. Seitdem wartete ich immer ungeduldig darauf, dass die australische Zirkuskompanie Circa, die im Jahr 2004 gegründet wurde und bereits in 39 Ländern das Publikum von seinen Sitzen gerissen hatte, wieder nach Berlin kommt.

Und am Samstag, den 8. September 2018, war es wieder soweit und ich durfte noch vor der offiziellen Deutschlandpremiere am 13. September 2018 „Peepshow“ – den neuesten Zirkustreich von Circa, unter der Regie von Yaron Lifschitz und Co- Regisseurin Libby McDonnell – erleben. Ganz aufgeregt war ich an dem Abend, schließlich hatte ich große Erwartungen an die Show, doch wie Ihr im Folgenden lesen werdet, kann sich Circa weiterhin damit rühmen, meine Lieblingsartistentruppe zu sein.

Durch meine Tätigkeit als Bloggerin habe ich schon so viele gute Artisten auf der Bühne gesehen, dass ich manchmal glaube, nichts mehr Neues und Überraschendes entdecken zu können. Doch „Peepshow“ stellte vieles davor von mir Gesehene in den Schatten und schenkte den Zuschauern eine spektakuläre Show, in der talentierte und leidenschaftliche Akrobaten Showelemente zeigten, die dem Publikum den Atem raubten. Und natürlich blieb die Company auch bei dieser Show ihrem Stil treu, indem sie ihre unglaubliche Körperbeherrschung mit einem verführerischen Tanz verband. Der Zuschauer, das 8. Mitglied dieser Zirkustruppe, honorierte jede kleine Szene, die artistisch gesehen etwas Großartiges darstellte, mit einem jubelnden Applaus oder ungläubigen Blicken, die manchmal ins Raunen übergingen.

Wie der Name „Peepshow“ schon andeutet, sollte man in dieser Show damit rechnen, dass die Artisten etwas Haut zeigen. Doch wurde dies alles sehr ästhetisch und mit einem gewissen Witz dargeboten. Zudem zogen sich die Artisten nie ganz aus. Auch konnte der Zuschauer einen Unterschied zwischen den beiden Showhälften erkennen. Die zweite Hälfte bot noch eine weitere künstlerische Steigerung. Die Akrobaten waren noch schneller, ungehemmter und wilder und führten unvorstellbare Elemente vor, immer passend zu der Musik im Hintergrund. Aus diesem Grund brauchte diese Show auch keine Dekoration, denn sie würde nur von dem unfassbaren Können der Akrobaten ablenken. So konzentrierten sich die Zuschauer die ganze Zeit auf die körperliche Perfektion auf der Bühne.

Jessica Connell kannte ich schon aus der Show „Wunderkammer“ und auch diesmal eroberte sie mit ihren Hula-Hoop-Reifen, die sie nicht einfach langweilig um ihre Hüften kreisen ließ, die Herzen des Publikums. Die Hula Hoop-Reifen bewegte sie mit einer außergewöhnlichen Schnelligkeit und Präzision um jeden Teil ihres Körpers und kombinierte dies mit einem verführerischen Tanz.

Ela Bartilomo am Seil und Giulia Scamarcia am Luftring verzauberten Zuschauer mit ihrem artistischen Können und ihrer Beweglichkeit. Mal ganz wild, mal ganz zart – überzeugten sie uns von ihrer Bühnenpräsenz und ihrem Talent als Akrobatinnen.

Mit Nathan Knowles (Handbalancing, Kontorsion) stand ein geborener Akrobat auf der Bühne. Mit seinem frechen Lächeln demonstrierte er uns eine energiegeladene Show und überzeugte mit seinem Talent in jeder Linie, indem er höchst anspruchsvolle Artistik leicht aussehen ließ.

Billie Wilson-Coffey reihte sich in das sirenenhafte Damentrio auf der Bühne ein und agierte vielseitig auf der Bühne, sei es durch ihren anmutigen und kraftvollen Tanz am Tuch oder durch den Einsatz ihres ganzen Körpers (u.a. ein Spagat in der Luft). Aber auch die anderen beiden Akrobaten – Scott Grove (Akrobatik, Base) und Gerramy Marsden (Akrobatik, Base) bewiesen, dass sie nicht nur für die Baseelemente auf der Bühne standen, sondern viel mehr konnten. Unvergesslich, wie Scott Grove sich von innen selbst „aufpumpte“.

Die sieben Akrobaten verbogen oft ihre Körper so, wie es für die meisten Menschen unerreichbar zu sein scheint und zeigten konditionell sehr anspruchsvolle Bewegungen mit ihrem Körper. Zwischenzeitlich dachte ich, dass können keine normalen Menschen sein, doch am Ende habe ich erfreut festgestellt, dass sie nach so einer kraftvollen Show, die einem sehr viel abverlangt, wenigstens ein wenig geschwitzt haben.

Genau wie bei der „Wunderkammer“ zeigten auch bei der „Peepshow“ die sieben Artisten der Circa-Company kein reines Akrobatikprogramm mit einzelnen Kunststücken, sondern wieder ein Gesamtkunstwerk, bei dem die sieben Ausnahmetalente als eine Einheit eine grandiose Show bestehend aus Tanz, Akrobatik und komödienhaften Elementen präsentierten.

Mein Fazit: Mit der „Peepshow“ bringt Circa ein Feuerwerk der Akrobatik auf die Bühne des Chamäleon. Nach dieser Show werdet Ihr verstehen, warum Circa meine Lieblingszirkustruppe ist. Ein Must-See in Berlin und noch bis zum 17. Februar 2019 im Chamäleon!

Weitere Informationen zur Show:
https://chamaeleonberlin.com/de/shows/peepshow
https://www.facebook.com/circacontemporarycircus/?ref=br_rs
https://www.facebook.com/chamaeleontheater/?fb_dtsg_ag=Adwtrwx9r8IgiCNhpqIQG5UC2Eb-eRn7ZWQQwlIOVJ0DZA%3AAdzdD8W6caVKqLxr5ZHJ3eVi8VLir1abDsCVPogR91RLDg

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Text UND Fotos © E. Günther

 

 

 

Staunen – Circus of Stars im Wintergarten Berlin

Staunen ist eine Emotion, die man beim Erleben vom Unerwarteten empfindet. Und ich habe oft das Gefühl, dass diese Emotion den Erwachsenen immer mehr abhanden kommt und sie sich nicht mehr so für die Schönheit begeistern können wie früher.
Der Wintergarten Berlin will diese Entwicklung stoppen und unter der Regie von Rodrigue Funke das Publikum mit dem aktuellen Programm zum Staunen bringen und es gleichzeitig an die glamouröse 130-jährige Geschichte des Wintergartens erinnern.
 
Am Samstag, den 1. September 2018, nahm ich zum wiederholten Mal Platz in dem edlen Wintergarten und war bereit, mich für über zwei Stunden der Magie der alten und neuen Zirkuswelt hinzugeben.
Der Moderator an diesem Abend war der Zauberer und Comedian Thomas Otto, der uns mit Zaubertricks und komödienhaften Elementen, mit denen er das Publikum in das Bühnengeschehen integrierte, bestens unterhalten hat.
 
Der absolute Höhepunkt an diesem Abend waren für mich die Kubaner Leosvel und Diosmani am Chinesischen Mast, die beim Internationalen Zirkus-Festival von Monte Carlo mit dem Silbernen Clown ausgezeichnet wurden. Am Chinesischen Mast zeigten sie federleicht schwierige Kunststücke und bewiesen dadurch ihre Körperbeherrschung.
 
Das anmutige Duo Elja gehörte für mich zu meinen Lieblingsprogrammpunkten. Mit ihrer Luftakrobatiknummer untermauerten die Artisten ihre Liebe zur Musik und zur Bühne.
Ein weiterer Höhepunkt war für mich der Showact Strahlemann & Söhne aus Berlin, der eine innovative und originelle Partner-Jonglage auf der Bühne darstellte, bei der die beiden charismatischen Protagonisten nicht nur schnell jonglierten, sondern sich dabei aus- und wieder anzogen, allerdings zogen sie die Kleidung des jeweils anderen an.
 
Sänger Crsto (Christopher Ciraulo) beeindruckte mich wie bei jeder Show im Wintergarten, sowohl mit seiner starken Stimme als auch mit seiner Mimik. Er teilte mit uns die Erinnerungen an die alten weltbekannten Künstler (u.a. Houdini) und verzauberte mich mit seiner Interpretation von „The show must go on“ am Ende.
 
Jeder von Euch hat bestimmt schon einmal das Plakat zu der Show „Staunen“ gesehen und hat sich gefragt, wer dieses rote und stachelige Männchen sein soll. Nun ja, das ist der mehrmals ausgezeichnete Andrej Ivakhnenko aus Moskau, der auf dem Schlappseil besondere Prachststücke mit dem Einrad und der Leiter und unter dem Einsatz seines ganzen Körpers jeden Abend im Wintergarten zeigt.
 
Als gebürtige Ukrainerin und Kennerin und Liebhaberin der osteuropäischen Zirkusartisten kenne ich natürlich den Quick-Change sehr gut und kann hiermit betonen, dass das Duo Minasov aus Moskau den Quick-Change gestern sehr professionell und lebhaft aufgeführt hat und das Publikum mit seinem Temperament mitgerissen hat. Aber ich bin mir sicher, dass vor allem die Männer hier begeistert applaudiert haben. Schließlich wissen sie jetzt, dass es möglich ist: Kleiderwechsel (13 Kostüme waren es an diesem Abend) innerhalb kürzester Zeit.
 
In dem aktuellen Programm spielt Komik eine sehr wichtige Rolle. Nicht nur der Moderator war für die Lacher in der Show verantwortlich, sondern auch der Comedy-Zauberer Otto Wessely, der einen Zauberer spielte, dem alles misslang und der durch sein skurriles Auftreten die Zuschauer zum Lachen brachte.
 
Mein Fazit: Die Show „Staunen – Circus of Stars“ schafft es, sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder ins Staunen zu versetzen, indem sie ihnen neue und alte Programmpunkte präsentiert und so das Publikum begeistert. Die Show läuft noch bis zum 24. Februar 2019. Die Moderatoren werden im Laufe der Spielzeit wechseln (Clown und Pantomine René Bazinet, Schauspielerin und Sängerin Sophie Berner und Schweizer Comedian Massimo Rocchi) und es werden auch neue Artisten dazukommen.
 
Kontakt: Wintergarten Varieté
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
 
Weitere Informationen zur Show:
 
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© E. Günther

 

 

Analogs „Finale“ im Chamäleon Theater Berlin – mein Kulturhighlight in dem ersten Drittel des Jahres 2018

Seit ich im Jahr 2015 die australische Akrobatikshow „Wunderkammer“ im Chamäleon Theater gesehen hatte, bin ich ein sehr großer Fan des Chamäleon Theaters und der dort stattfindenden internationalen Produktionen geworden, die alle auf ihre Art und Weise einzigartig sind und sich in ihrer Charakteristik voneinander komplett unterscheiden und so immer wieder aufs Neue meine Liebe zum Neuen Zirkus entfachen.

Am Samstag, den 24. März 2018, besuchten wir das neue Showfeuerwerk des Chamäleon Theaters: die Produktion „Finale“ der Berliner Artistentruppe Analog, die von Florian Zumkehr im Jahr 2013 gegründet wurde. Unterstützt wurde dieses Programm von Cirk La Putyka aus Tschechen, dessen Show „Roots“ ich im Jahr 2016 im Chamäleon Theater bewundern durfte.

Das „Finale“ fand auf einer mit Pappkartons und Büchern vollgestellten Bühne, auf der uns acht leidenschaftliche Künstler auf eine ausgelassene Feier mitgenommen haben. Die Stimmung der Show erinnerte mich an eine Abschlussfeier von acht jungen Menschen, die zugleich gute Freunde sind und zusammen noch einmal die Party ihres Lebens feiern möchten, gemeinsam mit dem Publikum. Und wie es sich für eine gute Abschlussfeier gehört, wurde zusammen viel gelacht, getrunken und fröhlich gefeiert. Aber es gab auch ruhige und melancholische Momente, in denen jeder träumen konnte.

Der Gastgeber dieser lebensfrohen Feier war Florian Zumkehr, der vielen Kulturinteressierten bereits aus anderen Shows bekannt sein dürfte. Auch in dieser Show überzeugte uns der kreative Kopf des Programms mit seiner Handstandperformance auf einem großen Bücherstapel und seinem Gitarrenspiel.

Wie auf jeder Party gab es auch hier eine interessante Persönlichkeit, die das Ziel hatte, seine Mitmenschen zum Lachen zu bringen. Und dies gelang Richie Maguire, einem großen Jean Claude van Damme-Fan, das ganze Programm lang. Allerdings kann Maguire viel mehr, als das Publikum mit seinem komödiantischen Talent zu unterhalten. Auch akrobatisch hat der Künstler viel drauf, was er mit seinem Spagat zwischen den höchsten Regalen – ganz im Stile seines Idols Jean Claude van Damme – unter Beweis stellte.

Die zauberhafte Manda Rydman zeigte uns am Luftring und am Vertikalseil, wie man Anmut mit Kraftleistung kombinieren kann. Einige Male hielten die Zuschauer den Atem an.
Der charmante Ole Lehmkuhl sorgte mit seiner Cyr Wheel-Nummer dafür, dass ich mich vollkommen entspannen und verträumt seinem Programm folgen konnte.
Carlos Zaspel, dessen Fröhlichkeit in der Show auch auf die Zuschauer überging, begeisterte uns mit seinen Salti am Chinese Pole, um einen beweglichen Spinning Pole erweitert. Es war faszinierend zu sehen, wie ein Artist ein körperlich anspruchsvolles Programm so leicht aussehen lassen konnte.

Beim Thema „Jonglage“ bin ich in letzter Zeit skeptisch geworden, schließlich dachte ich bis jetzt, hier nicht mehr überrascht werden zu können. Doch zum Glück wurde ich von dem temperamentvollen Bertan Canbeldek eines Besseren belehrt. Nach einem modernen Tanz in der ersten Showhälfte zeigte uns der Künstler in der zweiten Hälfte der Show, wie man Jonglage modern und spritzig interpretieren kann: Die Bälle während der Jonglage hinterließen Leuchtspuren zu bebenden Schlagzeug-Drums, ein beeindruckender audio-visueller Effekt.

Die Schlagzeugbeats kamen vom Drummer Lukas Thielecke, der gemeinsam mit der Sängerin Ena Wild, mit der er zusammen den größten Teil der Lieder komponiert hatte, für die musikalische Unterhaltung des Abends sorgte. Die urbane Undergroundmusik passte nicht nur perfekt zu der modernen und unbändigen Show „Finale“, sie hat uns auch die ganze Zeit mitgerissen. Das lag nicht nur an der wundervollen, vielleicht auch der besten Musik im Chamäleon Theater, sondern auch an den heißblütigen Persönlichkeiten der beiden Musiker Ena Wild und Lukas Thielecke, die das Publikum in ihren Bann zogen.

Mein Fazit: Das Chamäleon Theater präsentiert mit Analogs „Finale“ eine energiegeladene, lustige und originelle Show, die das Publikum jede Minute gefesselt hat. Am Ende war ich sehr traurig, dass diese lebenslustige Feier schon zu Ende war.
Mit „Finale“ gelingt Zumkehr eine perfekte Symbiose aus den drei gleichwertigen Showelementen Akrobatik, Tanz und Musik, die Ihr noch bis zum 19. August 2018 im Chamäleon Theater erleben könnt.

Weitere Informationen zur Show:
https://chamaeleonberlin.com/de/shows/finale
https://www.facebook.com/chamaeleontheater/
https://www.facebook.com/analogthecompany/

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© E. Günther

 

 

 

Zimt & Zauber – Die kleine Meerjungfrau, ein Musical für die ganze Familie

Wenn einen eine Show verzaubert, dann sollte man dieses Gefühl unbedingt noch einmal erleben und diesmal am besten mit der Familie. Nachdem ich im Jahr 2016 mit einer Freundin das Musical „Die Schneekönigin“ besucht hatte, entschied ich mich, dieses Jahr noch meine Nichte und ihre Mama mitzunehmen.
 
So nahmen wir zusammen am Sonntag, den 3. Dezember 2017, am diesjährigen Programm des Wintergarten mit dem CABUWAZI-Springling Kinderzirkus und den 28. Berliner Märchentagen – im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Zimt & Zauber“ – teil.
 
Beim Betreten staunten wir nicht schlecht, denn schon eine Stunde vor Showbeginn war das Foyer voll mit kleinen und großen Kindern, die dem Ruf des Wintergarten-Märchenzaubers folgten. Oder lag es vielleicht an dem weihnachtlichen Duft im Foyer? Das Foyer war wieder weihnachtlich geschmückt und bot alle möglichen Leckereien an: Muffins, Popcorn, Brezeln, Kuchen, Baggels.
Doch wir entschieden uns dazu, später im Zuschauersaal von der auf die Wünsche der kleinen Gäste abgestimmten Speisekarte zu probieren. Wie letztes Jahr wählte ich „Biene Maja“ (Eierkuchen mit Waldbeerenfüllung).
 
Um ca. 11 Uhr ging es los und wir tauchten gemeinsam in die magische Unterwasserwelt der kleinen Meerjungfrau ein. Wie letztes Jahr führte auch diesmal Fabian Gröger Regie und für die Idee und die Musik war wieder Bijan Azadian verantwortlich.
 
Zu der Handlung: Die kleine Meerjungfrau Annabelle, der ganze Stolz ihres Vaters, des Königs Triton, sehnt sich danach, ein Mensch zu sein. Dieser Wunsch wird dadurch verstärkt, dass sie sich in einen Prinzen, einen Menschen, verliebt. Und obwohl ihr Wegbegleiter Matti de NouNou sie beschützen soll und vor diesem Wunsch warnt, geht sie zu der Meerhexe Maren Malefikus, die ihr es ermöglicht, ein Mensch zu werden. Im Gegenzug bekommt sie dafür Annabelles Stimme.
Gelingt es der kleinen Meerjungfrau, den Prinzen auch ohne ihre Stimme von sich zu überzeugen? Kann ihr Vater den Zauberspruch brechen? All das erfährt der Zuschauer in der 1,5 Stunden dauernden Show.
 
Wie meine Blogleser bereits wissen, bin ich ein sehr großer Disneyfan und „Arielle, die Meerjungfrau“ gehört nach „Die Schöne und das Biest“ zu meinen Lieblingsdisneygeschichten. Aber da ich meine kleine Nichte diesmal dabei hatte, hatte ich Angst, die Geschichte könnte zu gruselig für sie sein. Doch die Veranstalter haben das Märchen im Wintergarten viel familien- bzw. kinderfreundlicher als Disney gemacht. Es war tatsächlich ein Spaß für die ganze Familie, ohne gruselige Momente. Stattdessen gab es in der farbenfrohen Show viele magische und lustige Momente, z.B. wenn der König Flaschenpost erhält oder Relvis der Live-Band Relvis und die Glips auf der Bühne die Hüfte schwingt.
 
Die Hauptdarsteller (Nicola Kripylo als die unschuldige Annabelle, Rafael Albert als der unbekümmerte Matti de NouNou, Heike Jonca als die rachesüchtige Meerhexe Maren Malefikus und Claudio Maniscalco als der liebende Vater und König Triton) verzauberten uns sowohl als Darsteller als auch Sänger.
 
Und wieder einmal schufen die 30 Nachwuchsartisten vom Kinderzirkus CABUWAZI-Springling mit ihrem Programm bestehend aus Leiter-Akrobatik, Einrad-Artistik, Luft-Akrobatik und einer Schwarzlichtshow ein besonderes Erlebnis.
 
Mein Fazit: Die märchenhafte Wintershow zaubert einem mit der herzzerreißenden Geschichte, der schönen Musik und den begabten Darstellern und Artisten ein Lächeln ins Gesicht. Am besten die Show mit der gesamten Familie besuchen! „Die Schneekönigin“ läuft noch bis zum 21. Januar 2018.
An den Adventssonntagen: 10.12., 17.12. jeweils 11:00 + 14:00 Uhr | sowie Do. 07.12., 14.12. jeweils 15:00 Uhr | Do. 21.12., Fr. 22.12., Mi. 27.12. & Do. 28.12. jeweils 13:00 + 16:00 | So. 14.01. & 21.01.2018 jeweils 11:00 + 14:00 Uhr
 
Weitere Informationen zur Show „Die kleine Meerjungfrau“:
 
Kontakt: Wintergarten Berlin
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
 
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© E. Günther