Festivalzeit in Berlin – Performing Arts Festival, SOFA im Admiralspalast und Circus Festival

Es ist endlich Sommer! Die Temperaturen steigen, die Musik wird immer lauter und die Laune immer besser. Zum Glück leben wir in Berlin, der Stadt der kulturellen Vielfalt, in der vor allem im Sommer verschiedene Festivals stattfinden. An dieser Stelle werde ich Euch drei dieser Festivals genauer vorstellen: Performing Arts Festival, SOFA im Admiralspalast und Circus Festival.
 
Performing Arts Festival Berlin (13.-18. Juni 2017):
Künstler der freien Szene zeigen in über 120 Inszenierungen, was Berlin kulturell zu bieten hat. 60 Berliner Spielstätten, darunter Ballhaus Ost, HAU Hebbel am Ufer, Sophiensæle, Theaterdiscounter, ATZE Musiktheater und das ACUD-Theater, zeigen Theaterstücke, Performances, Tanzaufführungen und vieles mehr.
Den Auftakt des Festivals bildet die große Eröffnungsveranstaltung Open up, PAF! am 13. Juni um 20 Uhr im diesjährigen Festivalzentrum in der Alte Münze in Berlin-Mitte. 
 
Kontakt: Performing Arts Festival
Pappelallee 15
10437 Berlin
030 30346628
 
Weitere Informationen:
 
 
 
SOFA – Sommerfestival im Admiralspalast (15. Juli bis 20. August 2017)
Eine meiner Lieblingsspielstätten in Berlin lässt es im Hochsommer auf allen Etagen so richtig krachen und lädt alle Berliner, egal ob Klein oder Groß, ein, um gemeinsam kulturell was zu erleben.
Mit „Der Hauptmann von Köpenick“ (19.07. – 06.08.2017), einem echten Berliner Volkstheater-Musical, und „Cats“
(09.08. – 19.08.2017), einem rekordverdächtigem Klassiker von Andrew Lloyd Webber, werden gleich zwei Musicals gespielt. Als bekannter Musicalfan habe ich natürlich schon für beide Veranstaltungen die Karten geholt.
Märchen sind nicht nur was für kleine Kinder, sondern verzaubern genauso auch große Kinder. Aus diesem Grund erfahren wir bei „Grimm“ (15.07. – 26.07.2017) alles über die wahre Geschichte von Rotkäppchen. Aber SOFA wird natürlich mit Sandtheater, Poetry Slam, Konzerten und Cabaret viel mehr zu bieten haben. Überzeugt Euch selbst davon:
 
Kontakt: Admiralspalast
Friedrichstraße 101
10117 Berlin
030 22507000
 
 
 
Berlin Circus Festival (25.08.-03.09.2017)
Zum 3. Mal findet auf dem Tempelhofer Feld das Berlin Circus Festival statt, zum dritten Mal wird der zeitgenössische Zirkus zelebriert und das zehn Tage lang. Bei großen Produktionen werdet Ihr Zeuge künstlerischer Symbiosen aus Tanz, Artistik und Performance. Das Festival konnte dieses Jahr das finnische Institut als Partner gewinnen. Finnische Produktionen und finnische Spezialitäten warten auf Euch.
 
Kontakt: Berlin Circus Festival
Tempelhofer Damm 104
12101 Berlin-Mitte
 
Weitere Informationen:
 
 
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© E. Günther

 

 

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Scotch&Soda im Chamäleon Theater – eine Reise in die neue Zirkuswelt Australiens

Das Chamäleon Theater schafft es immer wieder, internationale und innovative Zirkusproduktionen nach Berlin zu holen und den Zuschauer in jeder Spielsaison in die neue Zirkuswelt eines anderen Landes zu entführen.

 Nachdem ich bereits die australische Show „Wunderkammer“, die tschechische Produktion „Roots“ und das schwedische Zirkusprogramm „Underart“ im Chamäleon Theater besucht habe, ging es am Sonntag, den 9. April 2017, mal wieder ins Chamäleon.
Im Rahmen des Kulturjahres „Australia now Germany 2017“ gastiert in diesem Jahr wieder eine australische Zirkustruppe in Berlin: Company 2, ein Ensemble bestehend aus Brisbanes Zirkus-Artisten unter der Regie von Chelsea McGuffin und David Carberry. Damit gehört die Show „Scotch&Soda“ der Company 2 zu den zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2017, darunter Konzerte und Ausstellungen, des Festivals „Australia Now“, einer kulturellen Initiative der Australischen Botschaft, die sich zum Ziel setzt, dem deutschen Publikum die australische Kunst und Kultur näher zu bringen.
 
Am 9. April 2017 nahm ich in der ersten Reihe Platz und hatte einen sehr guten Blick auf die Bühnendekoration, die das Flair eines Wanderzirkus der 20er Jahre vermittelte. Als um 18 Uhr die Show begann, befanden wir uns mitten auf einer exzessiven Party in der Prohibitionszeit – zur legendären Jazz-Musik.
 
Fünf Akrobaten (David Carberry, Alice Muntz, James Kingsford Smith, Kate Muntz und Skip Walker-Milne) sorgten für eine wilde und ausgelassene Feier, bei der auf Flaschen und auf einer aus Kisten und Koffern bestehenden Pyramide balanciert und der Zuschauer mit unterschiedlichen Facetten der Partnerakrobatik unterhalten wurde.
Mal wieder traten an diesem Abend sehr talentierte Akrobaten im Chamäleon auf, die dem Zuschauer durch ihre unterschiedlichen Kunststücke an den Strapaten, an dem Chinesischen Mast und auf einem fahrenden Kunstfahrrad den Atem raubten. Die vielen Programmpunkte wurden dabei so schnell und fließend präsentiert, dass ich Angst hatte, zu blinzeln und so etwas zu verpassen.
Allerdings wirkten die vielen Kunststücke in keiner Sekunde angestrengt, denn die australischen Artisten bewiesen viel Humor, indem sie sich nicht zu schade waren, auch über sich selbst zu lachen.
 
Wie schon beim schwedischen Programm „Underart“ standen auch in der australischen Show „Scotch&Soda“ die Musiker in der Mitte der Bühne und waren ein fester Bestandteil der Show. Diese grandiose Partystimmung wäre ohne die Uncanny Carnival Band, bestehend aus fünf Musikern (Lucian McGuiness, Ben Hendry, Chris Odea, Eden Ottington und Matthew Ottingnon), nicht denkbar. Die Band unterhielt das Publikum auf einem sehr hohen Niveau mit einer fröhlichen Jazz-Musik, an manchen Stellen mit den Klängen der neu interpretierten Musik der Aborigines. Jeder einzelne Musiker bewies zudem sein Können in seinem humorvoll inszenierten Solo.
So erlebte der Zuschauer eine Produktion, bei der die beiden Sinne Sehen und Hören gleichermaßen angesprochen wurden und bei der die Artisten zwischendurch auch die Rolle des Musikers und umgekehrt übernommen haben.
 
Mein Fazit: Ich kann Euch die freche und temperamentvolle Show „Scotch&Soda“ wärmstens empfehlen. Company 2 verzaubert mit einer perfekten Symbiose aus Akrobatik, Jazz-Musik und australischem Humor! Bis zum 20. August 2017 könnt Ihr Euch davon noch überzeugen.
 
Weitere Informationen zur Show „Scotch&Soda“ im Chamäleon Theater:
 
Weiteres zur Zirkustruppe Company 2:
 
Weitere Informationen zur The Uncanny Carnival Band inkl. Hörproben:
 
Mehr Informationen zur Australischen Botschaft in Deutschland:
 
 
Kontakt: Chamäleon Theater
Rosenthaler Straße 40/41
in den Hackeschen Höfen
10178 Berlin
030 4000590
 
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© E. Günther

 

 

„Like Berlin“ im Wintergarten Varieté – Was macht Berlin aus?

„Du bist verrückt, mein Kind, du musst nach Berlin.“ (Franz von Suppé)
Genau aus diesem Grund bin ich mit meiner Familie vor ca. 19 Jahren nach Berlin, Europas Hauptstadt, gekommen.
Keine andere Stadt in Europa versprüht so viel Charme und Lebensgefühl und hat so eine emotionale Geschichte zu erzählen.
Gemeinsam mit der Kreativschmiede BASE Berlin zollt der Wintergarten mit seiner neuen Show von Markus Pabst und Pierre Caesar , „Like Berlin“, dieser facettenreichen Stadt den längst überfälligen Respekt.
 
Am Samstag, den 4. März 2017, kamen wir in den Genuss dieser wilden, nostalgischen und enthusiastischen Show, die Berlins Geschichte bis zur Gegenwart – ohne einen moralischen Zeigefinger, dafür aber mit bunten Bildern auf der Bühne – erzählt. Natürlich dürfen auch aktuelle Themen, die die Berliner beschäftigen, nicht fehlen: Burka, Hipster, der Straßenfeger, BSR und der Berliner Flughafen – alles wird auf der Bühne kunterbunt präsentiert. Die Bühnendekoration ist diesmal einfacher als sonst im Wintergarten üblich gehalten. Es steht der übergroße Buchstabe „B“, stellvertretend für die Hauptstadt, im Vordergrund. Auf dem Buchstaben erscheinen viele Zitate bekannter Persönlichkeiten (darunter David Bowie), die man mit Berlin in Verbindung bringt.
 
Untermalt wird das Ganze von großartiger Musik, die sowohl Berlins bewegende Geschichte („Wind of Change“ von den Scorpions) als auch die morbide Schönheit der Stadt („Schwarz zu Blau“ von Peter Fox) widerspiegelt. In dieser Show des Wintergarten sahen wir ausnahmsweise nur zwei Musiker auf der Bühne: die Sängerin Ena Wild und den Schlagzeuger Lukas Thielecke, die beide in jeder Minute ihr musikalisches Talent unter Beweis stellten.
 
Die bewegenden und visionären Bilder wurden von sehr talentierten Artisten hervorgerufen, die den Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht zauberten und deren unterschiedliche Herkunft für Berlins internationales Gesicht steht.
 
Am meisten beeindruckt hat mich der Akrobat Bence, der mit dem Hula Hoop und dem Luftring federleicht schwierige Kunststücke zeigte und sich dabei grazil bewegte.
Der Äthiopier Girma Tsehai begeisterte alle mit seinem Charme und seinen tänzerischen Einlagen beim Jonglieren und an der Pole. Tsehai war eindeutig der Liebling des Abends, ist aber leider nur noch bis zum 30.4.17 im Wintergarten zu bestaunen.
Taris Usman, der an der Pole gemeinsam mit Tsehai künstlerische Höhepunkte zelebrierte, stellte zudem am Cyrwheel sein Können dar.
Marie Oldenbourg hat mich an diesem Abend auch begeistert, indem sie an ihrem Schwungseil dynamisch und voller Lebensfreude turnte.
Der Tänzer Vinzenz Wagner erwies sich mit seinem durchtrainierten Körper als ein echter Augenschmaus.
Aber auch weitere Akrobaten überzeugten das Publikum mit ihrem Programm:
Jakob Vonau und Nathalie Wecker mit ihrer Hand-auf-Hand-Performance, Anissa Elakel und Florian Zumkehr mit ihren Handstand-Showeinlagen und Guillaume Karpowicz, der Diabolo mit einem Roboter-Tanz verband.
 
Mein Fazit: Mal wieder zaubert der Wintergarten eine perfekte Symbiose aus Artistik, Show und Musik auf die Bühne. Die neue Show „Like Berlin“ gehört bis zum 11.06.2017 zu den neuen Sehenswürdigkeiten Berlins und ist für jeden Berlin-Liebhaber ein Pflichtprogramm.
 
Für weitere Informationen:
 
 
Kontakt: Wintergarten Varieté
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
 
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© E. Günther

 

 

 

Blitzverlosung für die Show „Relax!“ – die Akrobatikshow mit den Hits der 80er-Jahre im Wintergarten Berlin –

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„Relax, take it easy“ – das richtige Motto nach einer anstrengenden Arbeitswoche…
Nachdem uns der Wintergarten bereits musikalisch mit den besten Soulhits („All Night Long“) und den älteren und aktuellen Schlagerliedern („Atemlos“) verwöhnt hat, kann man nun die Show „Relax!“ besuchen, in der man eine musikalische Reise in die 80er-Jahre unternimmt.
Wer weitere Informationen für diese Show benötigt, der sollte sich unbedingt meinen begeisterten Bericht vom 17. September 2016 durchlesen:
Damit meine Blogleser in denselben Genuss kommen können, verlose ich für diesen Mittwoch, den 25. Januar 2017, 2×2 Tickets. Alles, was Ihr dafür tun müsst, ist diesen Beitrag zu liken und im Kommentarfeld zu schreiben: „Ich bin dabei!“.
Die Verlosung dauert bis Dienstag, den 24. Januar 2017, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Ich wünsche Euch viel Glück!
Kontakt: Wintergarten Varieté
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
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© E. Günther

Close-Up-Club – Zauberkunst, erstaunlich, anders

 

Heutzutage gibt es so viele Zauberer, dass man langsam den Überblick verliert und deswegen denkt, schon alles gesehen zu haben. Doch der Close-Up-Club hat sofort mein Interesse geweckt, da die Show als intim und witzig beschrieben wurde. Aus diesem Grund nahmen wir auch am Dienstag, den 20. Dezember 2016, in der ersten Reihe Platz, um ein Teil dieser besonderen Atmosphäre zu werden.
 
Die zwei Hauptprotagonisten der Show sind die zwei Magier André Kursch und Axel Hecklau, die nun schon seit 12 Jahren zusammen auf der Bühne stehen und jede Woche eine neue Show dem Zuschauer bieten. Jede Show dauert 70 Minuten lang und unterscheidet sich in ihrem Programm von der vorherigen Show. Mal stehen die Zauberer zu zweit auf der Bühne, mal alleine und mal holen sie einen oder zwei Zuschauer aus dem Publikum dazu.
 
Der Austragungsort, der Soda-Club in der Kulturbrauerei, in dem die beiden seit dem 7. Oktober 2016 jeden Dienstag um 18 Uhr und um 20 Uhr auftreten, sorgt für einen Lounge-Charakter. Das junge und ältere Publikum sitzt in zwei Reihen, auf der Couch oder an Bartischen und blickt auf eine Disco-Kugel und einen Black-Jack-Tisch. Da die Stühle in einem Halbkreis stehen, hat man einen wundervollen Blick auf die kleine Bühne. Natürlich sieht man trotzdem nicht, wie die Zaubertricks funktionieren, auch wenn man direkt davor sitzt.
 
Die Shows des Close-Up-Clubs sind hautnah und sehr persönlich, da das Publikum ein Teil der Show ist. Einige der ca. 50 Gäste assistieren bei den Zaubertricks und werden von den Zauberern mit ihrem Namen angesprochen, was dem Ganzen auch einen familiären Charakter verleiht. Mein Mann und ich waren auch vorn und durften bei den Zaubertricks mitmachen.
Die weitere Besonderheit der Show ist, dass sich die beiden Herren andauernd gegenseitig necken und nebenbei witzige Geschichten erzählen.
Zu dem Showrepertoire der Zauberer gehören natürlich die obligatorischen Kartentricks,das Erraten der Gedanken der Zuschauer, das Verschmelzen von Gegenständen und vieles mehr. Mein Highlight war der überraschende Moment mit der Bowling-Kugel.
 
Mein Fazit: Möchtet Ihr eine witzige und persönliche Zaubershow erleben, dann besucht unbedingt den Close-Up-Club! Die Tickets in der 1. Reihe kosten 25 Euro, ab der 2. Reihe 20 Euro.
 
Übrigens kann man André Kursch und Axel Hecklau auch an ausgesuchten Wochenenden von September bis Mai jeweils um 18.30 Uhr und 20.30 Uhr in ihrem Salon der Wunder im Kempinski-Hotel bestaunen.
 
Weitere Informationen:
 
Kontakt: Close-Up-Club
im Soda-Club in der Kulturbrauerei
Schönhauser Allee 36
13435 Berlin
030 40058617
 
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© E. Günther

 

Zimt & Zauber – „Die Schneekönigin…und die Suche nach dem kleinen Glück“

An Weihnachten sollte man die Zeit im Kreise seiner Lieben verbringen und den Kleinen zeigen, dass Weihnachten kein reines Konsumfest ist. Dafür ist der Besuch des Familienmusicals „Die Schneekönigin…und die Suche nach dem kleinen Glück“ nahezu prädestiniert.
Hat der Wintergarten noch im letzten Jahr die Show „Aladin und die Wunderlampe“ aufgeführt, so steht in dieser Wintersaison die Schneekönigin auf dem Programm, bei den kalten Temperaturen draußen genau richtig.
 
Am Sonntag, den 20. November 2016, schaute ich mir mit einer Freundin das gemeinsame Programm des Wintergarten mit dem CABUWAZI-Springling Kinderzirkus und den 27. Berliner Märchentagen – im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Zimt & Zauber“ – an.
Schon das Foyer war weihnachtlich geschmückt und bot alle möglichen Leckereien an. Auch die Speisekarte im Saal war auf die Wünsche der kleinen Gäste abgestimmt: So konnte man das Nudelgericht „Pippi Langstrumpf“ oder die Bouletten „ Anna und Elsa“ bestellen. Wir, zwei Naschkatzen, orderten „Biene Maja“ (Eierkuchen mit Waldbeerenfüllung).
 
Und dann ging es schon los: Das Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen handelt von einer abenteuerlichen Reise, in der Anna ihren Freund Kai aus dem Eisschloss der Schneekönigin befreien muss. Über ein Jahr lang sucht Anna ihren Freund und überwindet dabei viele Hindernisse, um zum Eisschloss am kalten Nordpol zu gelangen. Auf der Reise durch die Welt lernt Anna viele verschiedenen Märchenwesen kennen, z.B. die kleine Schneedame Olivia, die Anna auf ihrer Reise begleitet.
 
Das Familienmusical nach der Regie von Fabian Gröger begeistert das große und das kleine Herz, denn es geht um wichtige Werte wie die wahre Freundschaft, Loyalität und Mut. Zur Musik von Bijan Azadian fiebern wir mit Anna und drücken ihr bei der Erfüllung schwieriger Aufgaben die Daumen. Die sechsköpfige Live-Band im Hintergrund, Polkageist, tut ihr Übriges, damit wir gute Laune bekommen.
 
Doch die Show lebt vor allem von ihren bezaubernden Darstellern und Artisten: Die sehr jungen Artisten vom Kinderzirkus CABUWAZI-Springling verdrehen mit ihren vielen Kunststücken dem Zuschauer den Kopf, und das in diesem Alter. Samuel Türksoy (Kai), Elvin Karakurt (Anna) und Jasmin Eberl (Schneedame) spielen wie „alte“ Hasen im Showgeschäft und überzeugen auch mit ihrer Authentizität. Doch am meisten begeistert waren wir von der wunderschönen Schneekönigin, die von Nina De Lianin hervorragend gespielt wurde.
Mein Fazit: Die Wintershow zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Am besten die Show mit der gesamten Familie besuchen! „Die Schneekönigin“ läuft noch bis zum 22. Januar 2017.
Die Spielzeiten sind: So 11 und 14 Uhr; Do 15 Uhr (Ausnahmen: 27., 29.&30.12. – 13&16 Uhr).
 
Preise:
Kinder bis 14 Jahre: ab 12,00 Euro
Erwachsene: ab 17,00 Euro
Familienticket: 4 Personen ab 48,00 Euro
 
Weitere Informationen:
 
 
Kontakt: Wintergarten Berlin
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
 
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© E. Günther
 

Underart im Chamäleon – Circus Cirkör

„Es kommt nicht darauf an, wie oft du hinfällst, sondern dass du immer wieder aufstehst und es vom Neuen versuchst.“
Dieses Motto hat bis jetzt mein ganzes Leben bestimmt und mich geleitet.
Aus diesem Grund wollte ich auch unbedingt die neue Show im Chamäleon Theater besuchen: „Underart“ des im Jahre 1995 gegründeten schwedischen Circus Cirkör.
 
In dieser emotionalen Show verarbeitet der Regisseur Olle Strandberg seinen schweren Unfall, bei dem er 2005 während der Ausführung eines dreifachen Salto nur 2,5 Umdrehungen schaffte. Doch er überwand diese schwierige Zeit, in der er gelähmt war, und kam gestärkt zurück.
 
Am Freitag, den 16. Dezember 2016, besuchten wir die Show Underart, die eine Liebeserklärung an das Leben und die Bühne darstellt. Wer wie wir schon mehrere Shows im Chamäleon gesehen hat, weiß, dass hier Artistentruppen aus verschiedenen Ländern einem die Kunst des Neuen Zirkus näher bringen. Jede Show ist anders und versprüht ihren eigenen Charme, doch haben alle Shows eine Gemeinsamkeit: das Gesamtkonzept aus Akrobatik, Tanz und Musik.
 
Aber das schwedische Ensemble räumt der Musik ihres Programms eine zentrale Aufgabe ein. Die Musiker, das Duo Ripple & Murmur (Anna Ahnlund und Andreas Tengblad) begleitet die fünf Artisten nicht unscheinbar im Hintergrund, sondern steht mit ihnen gemeinsam auf der Bühne. Alle ziehen am selben Strang. Die Musiker nehmen an akrobatischen Nummern teil, die Akrobaten singen und musizieren mit. Zudem spiegelt sich in der Musik die Idee dieser Show wider, denn während vieler Showpunkte hört man sehr häufig den Herzschlag, was einen daran erinnert, wie wertvoll das Leben ist.
 
Die Artisten, die sich das ganze Programm über auf der Bühne befinden, versetzen mit ihren Stücken den Zuschauer in Ekstase. Beginnt die Show sehr ruhig und bietet Raum für Entschleunigung, so geht sie umso rasanter weiter und man weiß oft nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Dieser Wechsel zwischen ruhigen und schnellen Programmpunkten wiederholt sich mehrere Male und symbolisiert für mich das Leben.
 
Am meisten beeindruckt hat mich die quirlige Artististin Methinee Wongtrakoon, die wie ein Wirbelwind auf der Bühne tanzte und ihren Körper so verbiegen konnte, dass einige neben mir „Aua“ flüsterten. Mit ihrer fröhlichen Art und ihrem leidenschaftlichen Tanz zog sie nicht nur mich in ihren Bann.
Aber alle Akrobaten gaben mehr als ihr Bestes auf der Bühne und lebten förmlich für die Show. Egal ob Partnerakrobatik (Christopher Schlunk und Iris Pelz), Jonglage (Matias Salmenaho) oder Streetdance (Alexander Dam), alles war hervorragend ausgearbeitet und mit viel Liebe aufgeführt.
 
Mein Fazit: Der Name „Cirkör“ ist eine Kombination der französischen Wörter „cirque“ (Zirkus) und „coeur“ (Herz) und genau diese Liebe zum Zirkus kann man in jeder Minute spüren. Es war eine berauschende Show, die ich jedem ans Herz legen kann. Zudem ist „Underart“ auch witzig und ironisch und ein Gesamtkunstwerk, in dem die Musik und die Artistik zwei gleichwertige Elemente darstellen. Bis zum 19. Februar 2017 habt ihr noch Zeit für einen Besuch dieser Show, die einem sowohl Momente der Stille als auch Momente des Exzessiven bietet.
 
Weitere Informationen:
 
 
Kontakt: Chamäleon Theater
Rosenthaler Straße 40/41
in den Hackeschen Höfen
10178 Berlin
030 4000590
 
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© E. Günther

 

 

 

 

Flic Flac – The Modern Art of Circus (Berlin, Bielefeld, Dortmund, Kassel, Mönchen-Gladbach, Nürnberg) – Höchststrafe in Berlin

Als kleines Kind war ich mit meinem Vater regelmäßig zu Gast in einem Zirkus. Damals sah ich begeistert den Wildtieren in der Manege zu. Die Wildtiere sind zum Glück von den Zirkusbühnen verschwunden, die Begeisterung für den Zirkus ist aber geblieben.
 
Zu den besten Zirkusprogrammen gehört u.a. der Zirkus Flic Flac, the Modern Art of Circus. Bereits mehr als 7 Millionen Zuschauer kamen in den Genuss der zahlreichen Flic Flac-Programme.
In diesem Jahr feiert Flic Flac 25 Jahre Jubiläum und um alte Zeiten mit meinem Vater aufleben zu lassen, habe ich ihn am Samstag, den 19. November 2016, – dem internationalen Herrentag – zur neuen Flic Flac-Show „Höchststrafe“ eingeladen.
 
Um 18.30 Uhr betraten wir den Eingangsbereich mit verschiedenen Ständen. Von Popcorn bis Cocktails konnte man alles finden, um sich vor der Show zu stärken. Um ca. 20 Uhr begann schließlich in einem sehr gut gefüllten Zirkuszelt die rasante Show „Höchststrafe“ unter der Regie von Benno und Larissa Kastein.
„Höchststrafe“ spielt, wie der Name schon vermuten lässt, in einem Gefängnis. Alle Künstler tragen Gefangenenkleidung. Die Geschichte beginnt mit der Partnerakrobatik der beiden Hand-auf-Hand-Künstler Dima&Dima auf dem Gefängnishof, wo es zu einer Revolte unter den Gefängnisinsassen kommt, was sich durch das gesamte Programm wie ein roter Faden zieht.
Auch die schräge Live-Band spielt mit ihrem Bandleader Samuel Beck in einem Käfig Lieder von Rammstein bis Punk.
 
Zu meinen Lieblingsprogrammpunkten an diesem explosiven Abend gehörten:
das Duo Turkeev (Dmytro Turkeiev und Julia Galenchyk), das an Strapaten den Zuschauer durch verschiedene Phasen einer Beziehung führte. Diese zauberhafte und artistisch sehr anspruchsvolle Darbietung hat mich wie die Mehrheit der Zuschauer zu Tränen gerührt und im Herzen berührt.
 
Die Show wurde mit Globe of Speed, dem Markenzeichen des Flic Flac, abgeschlossen. Dieser Programmpunkt, in dem neun Motorradfahrer, darunter José Antonio Pinillo, in einem riesigen Kugel-Käfig 70 Std/km schnelle und spektakuläre Loopings zeigten, raubte den Zuschauern den Atem. Die folgenden ekstatischen Bravo-Rufe waren an dieser Stelle mehr als gerechtfertigt.
 
Die Mad Flying Bikers, die Motorcross-Freestyler „Air-Speed“, begeisterten mit ihren gefährlichen Stunts, darunter schnelle Rückwärtssalti und Drehmanöver auf einer 10m langen Rampe, nicht nur die männlichen Zuschauer im Publikum und führte dazu, dass mehrere im Publikum vor Angst schrien.
 
Zwei mitreißende Programme präsentierte die Adrenaline-Crew: wagemutige Sprünge und Salti im Todesrad und die aus sieben Artisten bestehende Pyramide auf einem 11m gespannten Stahlseil, und das ohne Sicherung, aber zur Trauermusik. Gänsehaut!
 
Laura Miller, die Wassernixe im gläsernen Wasserbecken sorgte für knisternde Erotik in der Show, indem sie in ein Wasserbecken eingetaucht wurde, um dann in nassen und eng anliegenden Kleidern Kunststücke an einem Ring vorzuführen.
 
Irina Rizaeva  jonglierte mit acht leuchtend pinken Bällen in einem gläsernen Käfig und demonstrierte mit ihrem Körper eine ausdrucksstarke Performance.
 
Dandino und Luciana, Rollschuhkünstler aus Las Vegas, rissen alle im Saal mit ihrer furiosen Nummer, in welcher der Mann die Frau durch die Luft wirbelte, von den Stühlen.
 
Der exzentrische Viktar Shainoha  auf Strapaten und Nicolai Kuntz mit seinem Diabolo überzeugten uns mit ihrem jeweiligen Programm.
 
Aber an unsere Lachmuskeln wurde natürlich auch gedacht. Hubertus Wawra, Master of Hellfire, unterhielt das Publikum großartig mit Witzen über Ossis und Katholiken in den Pausen und bewies das Talent zur Situationskomik. Die Bollywood-Interpretation des Comedy-Jongleurs Patrick Lemoine amüsierte jeden im Saal.
 
Mein Fazit: In der Show „Höchststrafe“ durchlebt man gemeinsam mit den 52 Akrobaten, Extremsportlern und Musikern aus 14 Nationen ein Wechselbad der Gefühle. Man schreit vor Angst, wenn riskante Kunststücke gezeigt werden, und ist bei so viel Leidenschaft und Präzision oft zu Tränen gerührt.
Am Ende gab es zurecht Standing Ovations für die Ausnahmekünstler. Flic Flac verbindet mal wieder das Beste des modernen Zirkus: Akrobatik, Tanz und Comedy auf höchstem Niveau. Bis zum 8. Januar 2017 habt Ihr noch die Gelegenheit, diese einmalige Show mitzuerleben.
 
Spielzeiten
Montag-Freitag 20 Uhr (Dienstag spielfrei)
Samstag und Sonntag 16 Uhr und 20 Uhr
 
Kontakt: Bahnhof Zoo
Hertzallee 41
10787 Berlin
01806 -999 000 202
 
Weitere Informationen:
 
Zudem veranstaltet Flic Flac zur Weihnachtszeit in fünf Städten eine Weihnachtsshow:
Weihnachtsshow in Nürnberg: 14.12.16 – 8.1.17
Weihnachtsshow in Dortmund: 16.12.16 – 8.1.17
Weihnachtsshow in Kassel: 15.12.16 – 8.1.17
Weihnachtsshow in Mönchen-Gladbach: 17.12.16 – 8.1.17
Weihnachtsshow in Bielefeld: 22.12.16 – 8.1.17
01806 – 999 000 202
 
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© E. Günther

 

 

 

Roots-family stories @ Chamäleon Theater

Jeder von uns hat Wurzeln, manche liegen hier in Deutschland, manche in einem anderen Land. Doch sie alle haben eins gemeinsam: Sie geben uns eine Identität, die unsere weitere Entwicklung bestimmt. In der neuen Show „Roots-family stories“ im Chamäleon Theater dreht sich alles um das Thema „Wurzeln“ und zwar die Wurzeln des Zirkus.

Am Samstag, den 12. März 2016, betraten wir um 17.30 Uhr das wieder bis auf den letzten Platz gefüllte Chamäleon und freuten uns auf die zweite Show in so einer kurzen Zeit. Da uns bereits die vorherige Show „Wunderkammer“ begeistert hat, hatten wir natürlich auch an diese Show große Erwartungen. Nachdem ich die neue leckere Nachspeise auf der Karte (Cappucchino Brownie mit Amarenakirschen für 5,50 Euro) probiert hatte, begann pünktlich um 18 Uhr „Roots“.

Die neue Show des tschechischen Ensembles „Cirk La Putyka“, achte Generation einer der größten Puppenspieler- und Künstlerdynastien im Tschechien, besteht aus zwei ganz unterschiedlichen Hälften. Während die erste Hälfte den traditionellen Zirkus verkörpert, steht die zweite Hälfte für den modernen Zirkus, den Cirque Nouveau. Doch schauen wir uns erst einmal die erste Hälfte an….

Die erste Hälfte der Show „Roots“ erinnert den Zuschauer an einen traditionellen (Wander-)Zirkus: Die Artisten tragen bunte Anziehsachen. Es gibt einen Sprecher, der die einzelnen Programme ansagt. Die Darsteller treten zum Teil in einer Art Schaubühne auf. Die clownhaften Elemente lassen den Zuschauer an die Clowns vergangener Jahre denken: Die Clowns tun sich weh und erzeugen damit Gelächter beim Publikum. Auch ein Puppenspiel darf deswegen in dieser Hälfte nicht fehlen. Selbst Pferde kommen in der Show vor, wenn auch anders als erwartet. Durch verschiedene an die Wand projizierten Bilder entführt uns noch einmal die aus acht Personen bestehende Gruppe in die Welt des traditionellen Zirkus.

Gleich am Anfang wird der Zuschauer verzaubert, indem er gedanklich eine Spieluhr aufmacht, aus der eine Tänzerin (Lisa Matilda Angberg) mit einem weißen Schirm hervortritt und dann Kunststücke auf bunten Klötzen vorführt. Die zwei Trapezkünstlerinnen (Mira Leonard und Esmeralda Nikolajeff), der für uns talentierteste Showact in „Roots“, zeigen ein anspruchsvolles Programm, bei dem die eine Artistin eine bewusstlose Frau spielt und somit den Schwierigkeitsgrad des Programms erhöht. Jiri Weissmann übernimmt beim Tanzen im gleichen Zug die Rolle einer Frau und die eines Mannes. Drei Artisten zeigen auf dem Trampolin eine schnelle Nummer, die einen zum Tanzen auf dem eigenen Stuhl animiert. Die Schlangenfrau (auch Lisa Matilda Angberg), die ihren Körper so verbiegen kann, dass es einen ungläubig zurücklässt, lässt das Publikum jubeln.

Die zweite Hälfte bricht mit dem traditionellen Zirkus. Die Artisten tragen bis auf die letzte Szene keine bunten Kleider mehr, sondern sind in grauen bzw.in metallic-farbenen Anzehsachen gekleidet. Auch das Bühnenbild hat sich verändert und besteht nun aus Gerüsten, welche die Urbanität der zweiten Hälfte betonen. Wieder beweist Weißmann, dass ihm die Musik im Blut liegt. Während seiner Tanznummer fällt es mir schwer, nicht aufzuspringen und mitzutanzen.
Auch in der zweiten Hälfte zeigen die beiden Trapezkünstlerinnen ihr ganzes Können, durchzogen von komödiantischen Elementen: Zuerst zanken sie sich auf Tschechisch, dann verschwindet die eine Artistin hinter der Bühne, während die andere nach einem Ersatz im Publikum sucht. Schließlich erscheint die zweite Akrobatin, nur um uns mit ihrer Showpartnerin am Ende des Programms einen tosenden Applaus zu entlocken. Man merkt, dass die beiden auch im wirklichen Leben Partnerinnen sind, denn nur so kann man sich das blinde Vertrauen zwischen den beiden Frauen erklären.

Noch ein paar Worte zur Musik in der Show, die auch für den Schnitt zwischen den zwei Hälften in der Show steht: Während in der ersten Hälfte eine fröhliche Musik gespielt wird, die eine Mischung aus Russendisko und Polka darstellt, klingt die Musik in der zweiten Hälfte düsterer und moderner. Ich möchte aber an dieser Stelle besonders die Tatsache positiv unterstreichen, dass sich das Ensemble dafür entschieden hat, in der Show keine englische, sondern eine tschechische Musik zu spielen. Das gibt dem ganzen Programm eine authentische Note.

Der Show gelingt es, uns auf eine Zeitreise des Zirkus mitzunehmen: vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die heutige Gegenwart. Bis zum 28. August 2016 habt Ihr noch die Gelegenheit, diese wundervolle Show zu sehen!

Kontaktdaten: Chamäleon Theater
in den Hackeschen Höfen
Rosenthaler Straße 40/41
10178 Berlin
030 4000590

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© E. Günther

„Wunderkammer“ @ Chamäleon – ein unverwechselbares Gesamtkunstwerk

Eins mal vorweg: Die Show „Wunderkammer“ war die beste Akrobatikhow, die wir je gesehen haben.

Aber beginnen wir von vorn: Am Samstag, den 6. Februar 2016, besuchten mein Mann und ich die Show „Wunderkammer“ und waren dafür um 20.45 Uhr im Theater Chamäleon in den Hackeschen Höfen.

Um 20.45 Uhr wurden wir zu unserem Tisch in der ersten Reihe geführt. Bevor die Show begonnen hat, bestellten wir uns noch vorher Essen. Wir entschieden uns für einen Feldsalat mit gebratenen Maishähnchenstreifen, Cranberries, Honigmelone, Pinienkernen & Vinaigrette als Vorspeise (10,50 Euro). Als Hauptgang bestellte mein Mann ein geschmortes Kalbsbäckchen mit gegrilltem Hokkaidokürbis & Kräuterkartoffeln (16,50 € ) und ich Tagliatelle „Verde“ in leichter Kräuterbutter, mit gebratenem Hokkaidokürbis, gerösteten Pinienkernen & Parmesanspänen (10,50 €). Beide Hauptgänge schmeckten sehr gut. Das einzige Problem waren die kleinen Tische, an denen sechs Leute Platz nehmen konnten. Hätten alle sechs Personen zur selben Zeit etwas zu essen bestellt gehabt, wäre es platztechnisch mehr als schwierig geworden. Aber wir hatten Glück, dass wir als Erste da waren und außer uns an unserem Tisch niemand Essen bestellt hat.

Um 21.40 Uhr, mit einer 10-minütigen Verspätung, begann die Show, von der wir im Vorfeld so viel Gutes gelesen und die wir schon sehnsüchtigst erwartet haben. Diese einzigartige Show wurde uns von dem mehr als talentierten australischen Ensemble „Circa“ präsentiert, das aus drei Frauen und vier Männern bestand. Von Programmshows weiß man, dass jeder Artist sein Programm zeigt und dann von der Bühne verschwindet, um sich am Ende, zum Abschlussapplaus, zu zeigen. Hier war das jedoch anders. Zwar konnte auch hier jedes Ensemblemitglied etwas, was der andere nicht konnte, doch waren alle sieben Artisten die ganze Show über präsent und haben uns den Atem geraubt.

Die Akrobatin Freyda Edney, unserer Meinung nach die talentierteste Akrobatin, die wir je gesehen haben, zeigte gleich zu Beginn der Show, dass nicht nur Ausziehen verführerisch sein kann, sondern dass sexy Anziehen einen auch in seinen Bann zieht. Später zeigte sie ein Programm mit ihrem Hula Hoop. Dabei bewegte sie das Hula Hoop nicht um ihre Hüfte herum, wie man es bei so vielen Künstlern zuvor gesehen hat, sondern präsentierte uns einen erotischen Tanz mit dem Reifen. Das Hula Hoop-Reifen bewegte sie mit einer außergewöhnlichen Schnelligkeit und Präzision um jeden Teil ihres Körpers.

Conor Neall führte uns später am Chinesischen Mast eine außergewöhnliche Akrobatik vor und brachte uns mit seinem Programm zum Träumen. Wie jeder der Künstler war auch Neall nicht gesichert und so blieb mir oft vor Aufregung das Herz stehen.

Jarred Dewey verführte uns später auf einer Schaukel, auf der er sich kraftvoll und ästhetisch auszog und damit seine Körperbeherrschung bewies. Auch Lisa Eckert zeigte uns mit ihrem Cyr Wheel ein Programm, das wir bis jetzt noch nie live gesehen hatten: Immer wieder schaffte sie es, durch einen winzigen Kreis tänzerisch zu kommen.

Zwar erwähne ich hier vier Künstler explizit, doch muss ich an das ganze Ensemble ein großes Lob aussprechen. Anderthalb Stunden zeigten sie ein unfassbar aufwendiges Programm, für das man nicht nur körperlich fit sein muss, sondern auch ein Gespür für jede Form der Unterhaltung haben sollte. Bei der Show „Wunderkammer“ handelt es sich nämlich nicht um ein reines Akrobatikprogramm, bei dem die Artisten nacheinander ihre Kunststücke zeigen. Nein, es ist ein Gesamtkunstwerk, bei dem sieben Ausnahmetalente als eine gesamte Gruppe eine Show bestehend aus Tanz, Komik, Gesang und Akrobatik präsentieren. Wir waren Zeugen von mehreren Showelementen: Akrobatik, Equilibristik, Kontorsion, Vertical Pole und Zirkus. Dabei zieht sich ein roter Faden durch die Show: an- bzw. ausziehen.

Das Programm war nicht nur akrobatisch von höchster Qualität, sondern überzeugte auch durch Komikelemente, wenn z.B. eine Künstlerin mit ihrem gesamten Körpereinsatz auf einer Luftpolsterfolie tanzte. Auch waren die Artisten die ganze Zeit über mit ihrer Mimik überzeugend und brachten einen zum Schmunzeln.

Zudem bricht „Wunderkammer“ mit bestehenden Klischees, die man bei Akrobaten erwartet: Männer tanzten mit Männern, zwei Männer führten gemeinsame Kunststücke auf, Frauen wirbelten Männer durch die Luft, Männer stiegen auf den Rücken einer Frau, die also die Basis darstellte etc. Auch muss ich unbedingt die Musikauswahl an dieser Stelle loben. Die Lieder waren immer passend und trugen zu der allgemeinen Verzauberung bei.

Die ganze Zeit über fühlten wir uns hervorragend unterhalten. Wie immer machte ich während der Show den ultimativen Qualitätstest: Ich schaute zu meinem Mann rüber, der bei Showprogrammen sehr anspruchsvoll ist. Da ich immer die Shows aussuche, schaue ich bei jeder Show zu ihm, um seine Reaktion zu erfahren. Und was soll ich sagen: Ich habe einen begeisterten Mann gesehen, der anderthalb Stunden lang aus dem Grinsen und Staunen nicht mehr rauskam und genauso wie das restliche Publikum die Künstler am Ende frenetisch feierte. Am Ende waren wir uns wie so oft im Leben einig: So eine Show haben wir noch nicht erlebt!

 

Kontaktdaten: CHAMÄLEON Theater
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© E. Günther