Prenzlau – eine historische Stadt in der Uckermark

Als wir im Juli 2020 fünf schöne Tage in Lychen verbracht haben, machten wir einen Ausflug nach Prenzlau, eine historische Stadt in der Uckermark. Wären wir von unserer Heimatstadt Berlin nach Prenzlau gefahren, hätten wir ca. 2 Stunden mit dem Auto gebraucht, was für einen Tagesausflug auch vollkommen in Ordnung gewesen wäre.
 
Bei unserem Besuch in Prenzlau hatten wir wunderschönes Wetter und haben direkt neben der ersten Sehenswürdigkeit und dem Wahrzeichen der Stadt geparkt: neben der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts im Stil der Backsteingotik erbauten St. Marienkirche.
Zudem haben wir uns das ehemalige Dominikanerkloster mit einem hübschen Garten angeschaut. Auf einer Bank in dem erwähnten Garten haben wir kurz innegehalten und dort unseren inneren Frieden, der manchmal in der Hektik einer Großstadt verloren geht, gefunden. Natürlich gibt es in der Stadt auch weitere Kirchen und Kapellen, die man besuchen kann.
Unseren Stadtbesuch haben wir mit einem Spaziergang am Unteruckersee beendet.
Text und Fotos © E. Günther
 

Hartmut Rätz Straußenfarm Berkenlatten – ein Hauch von Afrika in der Uckermark

Wie Ihr meinem Bericht zum Seehotel Lindenhof entnehmen konntet, war ich für fünf Tage in Lychen und habe mehrere Ausflüge unternommen, darunter auch zur Hartmut Rätz Straußenfarm Berkenlatten.
Auf einer riesigen Freifläche leben hier die Strauße, die größten Laufvögel der Welt: Küken und ausgewachsene Tiere.
 
Die über 100 Vögel sind in einem sehr gepflegten Zustand und man kann auf eigene Faust entdecken, wie wunderschön und gleichzeitig Respekt einflößend die flugunfähigen Strauße, die bis zu 3 m groß und bis zu 160 kg schwer werden können, sind. Diese bemerkenswerten Geschöpfe sind in der Lage, 80 km/h schnell zu laufen.
Der Hals eines Straußes kann sich in alle vier Himmelsrichtungen wenden. Der Strauß kann sehr gut sehen, dafür aber schlecht hören.
Wir haben zwar die Farm alleine erkundet, aber man kann auch eine fachkundige Führung auf dem Gelände buchen. Auf der Farm leben außer den Straußen auch Gänse mit wunderschönen blauen Augen, Ziegen, Schafe und Enten.
 
Im Hofladen kann man Straußenfleisch, Wurstwaren, Staubwedel, Federn und viele weitere Produkte käuflich erwerben. Von April bis September ist der Hofimbiss geöffnet, wo man Straußengerichte essen kann. Das nächste Mal bestelle ich ein Straußenei, das einen Durchmesser von ungefähr 15 cm erreichen kann und dem Inhalt von 24 Hühnereiern entspricht.

Hat man von den Straußen noch immer nicht genug, kann man für eine Nacht das Ferienhaus „bei den Straußen“ buchen – oder eine 4 Sterne-Ferienwohnung mit angrenzendem Wellnessbereich reservieren.
 
Zudem befindet sich auf dem Gelände ein Barfuss-Erlebnispark mit 25 interessanten Stationen für Groß und Klein.
 
Adresse: Hartmut Rätz Straußenfarm Berkenlatten
Ort Berkenlatten 7
17268 Gerswalde
 
Öffnungszeiten:
April bis Oktober
täglich von 10:00 – 18:00 Uhr
(auch an allen Feiertagen)
 
November bis März
Donnerstag – Montag
von 10:00 Uhr bis zum Dunkelwerden
 
Terminvereinbarung unter:
Tel. 039887 / 5087
 
Weitere Informationen:
 
Text und Fotos © E. Günther

Seehotel Lindenhof Lychen – meine Perle der Erholung in der Uckermark – Urlaub im Jahr 2020 –

Im Jahr 2019 habe ich Euch davon berichtet, dass ich eine traumhafte Perle der Erholung gefunden habe: das Seehotel Lindenhof Lychen in Brandenburg. An nur an drei Tagen habe ich die absolute Entspannung gefunden. Aus diesem Grund habe ich in meinem Fazit versprochen, dass ich auf jeden Fall wiederkommen werde:
 
Und da ich immer mein Wort halte, habe ich es auch getan und diesmal sogar für fünf Tage. Nach 1,5 Stunden Fahrt von Berlin stellte ich mit Erleichterung fest, dass sich nichts an diesem wunderschönen Ort geändert hat: Die Vögel zwitscherten noch immer um die Wette, die Natur, die das Hotel umgibt, war erfrischend grün und der See, der das Hotel von beiden Seiten umschließt, war noch immer kristallklar. Kein Wunder, dass eine Ente sich auf dem Steg einen Platz zum Brüten ausgesucht hat – in dieser idyllischen Atmosphäre.
 
Um 15 Uhr durften wir unser Appartement beziehen. Diesmal haben wir nicht meine Lieblingssuite gebucht, sondern ein Appartement im Dachgeschoss mit einem geräumigen Wohnbereich und einem gepflegten Schlafzimmer, das durch eine Treppe mit dem Wohnbereich verbunden war.
 
Und um 16 Uhr kam eines meiner absoluten Highlights im Hotel: der Besuch des hoteleigenen Tilia-Restaurants. Durch meine vielen Blogberichte wisst Ihr bereits, dass ich viele gastronomische Erfahrungen gesammelt habe. Aber noch nie, noch nie habe ich so eine tolle Küche erleben dürfen wie in diesem Restaurant.
Auf der Speisekarte findet man alles, was das kulinarische Herz begehrt: Fisch, Fleisch und vegetarische Gerichte. Das Essen ist sogar so gut, dass viele extra von weit her in dieses Hotel nur zum Essen kommen. Auch ich bin letztes Jahr nur für einen Tag angereist, um hier zu speisen.
An meinem ersten Abend bestellte ich den wunderbar zusammengestellten Vorspeisenteller und als Hauptgang einen Seeteufel und wie immer bei jedem Restaurantbesuch die Erdbeerbowle ohne Alkohol – wie immer mit einem umweltfreundlichen Glashalm serviert.
 
Die Servicekräfte, von denen ich fast alle noch aus dem letzten Jahr kannte, behandelten uns wieder königlich und hörten sich jeden Wunsch geduldig an, den sie dann auch sofort erfüllen wollten. Und wie immer ließ es sich das Gastgeberpaar (Monique Tomacka und Michael Stein) nicht nehmen, jeden Gast persönlich zu begrüßen und sich für diesen Zeit zu nehmen. Es herrscht eine unglaubliche herzliche Atmosphäre in dem Hotel. Ich verstehe es also nur zu gut, dass es so viele Stammgäste in dem Seehotel Lindenhof gibt.
Und der Blick auf den ruhigen See und der Sonnenuntergang verliehen dem Abendessen etwas Magisches, das mich jeden Stress der Großstadt vergessen ließ. An dieser Stelle muss ich euch schon jetzt verraten, das sich das jeden Abend wiederholte.
 
Am nächsten Morgen wachten wir entspannt und gut gelaunt auf und stärkten uns mit einem reichhaltigen Frühstück, das wegen Corona nicht mehr als Buffet, sondern am Tisch serviert wurde. Aber wer lässt sich nicht gerne so verwöhnen?
 
Letztes Jahr standen folgende Ausflüge auf meinem Programm: Himmelpfort, Ravensbrück und Rheinsberg. Meinen Bericht dazu könnt Ihr hier lesen: https://meineventtipp.wordpress.com/2019/06/07/ausfluege-in-der-uckermark-himmelpfort-weihnachtsmannpostamt-gedenkstaette-ravensbrueck-und-schloss-rheinsberg/
 
Dieses Jahr besuchten wir die Städte Templin, Neustrelitz und Prenzlau und eine Straußenfarm. Die entsprechenden Berichte werden noch folgen. Also wie Ihr seht, eignen sich Lychen und das Hotel nicht nur zur Entspannung und für ein sehr gutes Essen, sondern auch, um viele Ausflüge (und zwar nicht nur in Städte, sondern auch in Naturschutzgebiete, die ich das nächste Mal besuchen werden) zu unternehmen.
Übrigens hat man im ganzen Hotel kostenfreies W-Lan, was man bei dieser besonderen Kulisse aber ab und zu gerne vergisst.
 
Das Seehotel Lindenhof Lychen verfügt zudem über ein süßes Bootshaus. Und diesmal haben wir eine 1,5 stündige Fahrt mit dem E-Boot unternommen. Der See war wunderbar ruhig und die Natur sehr schön. Ein wunderschönes Erlebnis, das ich jedem empfehlen kann.
 
Mein Fazit: Die fünf Tage Urlaub gingen leider viel zu schnell vorbei. Wir wurden im Seehotel Lindenhof Lychen auf der ganzen Linie verwöhnt. Das Gastgeberpaar und die Servicekräfte habe ich in mein großes Herz geschlossen und freue mich schon auf ein Wiedersehen. Die idyllische Umgebung mit der grünen Natur und dem kristallklaren Wasser sind wie einem Märchen entsprungen. Das Essen verdient für mich die Bezeichnung Sternenküche.
Also wer endlich richtig entspannen, sehr gut essen, freundliche Menschen treffen und interessante Ausflüge unternehmen möchte, der ist in dem Seehotel Lindenhof Lychen genau richtig. Auch jetzt muss ich schreiben: Ich werden auf jeden Fall wiederkommen!
 
Praktische Informationen:
° Haustiere sind nach vorheriger Absprache in dem Hotel willkommen.
° Die Parkplätze sind kostenfrei.
° Man kann auch mit der EC- Karte bezahlen.
° In der Corona-Zeit ist die hoteleigene Sauna leider noch zu.
 
Weitere Informationen:
 
 
Text und Fotos © E. Günther

Das Hafendorf Rheinsberg – Ausflugstipp für Brandenburg

In meinem Bericht am 7. Juni 2019 habe ich Euch von der Uckermark und den verschiedenen Ausflugsmöglichkeiten in dieser Gegend vorgeschwärmt, darunter auch dem Schloss Rheinsberg, das ich sowohl innen als auch außen besichtigt habe:
 
Im Juli 2019, als die Welt noch in Ordnung war, war ich noch einmal in Rheinsberg und habe an diesem Tag das Hafendorf in Rheinsberg besucht.
Das Rheinsberger Hafendorf mit seinen vielen Ferienhäusern liegt auf einem 134.000 m² großen Gebiet direkt am Rheinsberger See. Die Ferienhäuser im Marinapark Rheinsberg ähneln dem skandinavischen Fachwerkstil. Neben dem 22 m hohen Leuchtturm findet man im Hafendorf auch ein Hafenrestaurant und viele Bootsanleger. Das Hafendorf bietet sich für einen Tagesausflug oder für einen entspannten Kurzurlaub an.
 
Adresse: Hafendorf in Rheinsberg
Uferstrasse 5
16831 Rheinsberg
 
Text und Fotos © E. Günther

Ausflüge in der Uckermark – Himmelpfort, Weihnachtsmannpostamt, Gedenkstätte Ravensbrück und Schloss Rheinsberg

In meinem letzten Bericht habe ich Euch von dem Seehotel Lindenhof Lychen in der Uckermark vorgeschwärmt. In diesem Hotel findet Ihr alles, was Eure von der Hektik geplagte Seele braucht: Erholung, Natur und hervorragende Küche. Doch das Hotel ist auch dafür prädestiniert, um schnell schöne und interessante Orte in Uckermark zu erreichen.
 
Am Montag, den 27. Mai 2019, besuchten wir das schnucklige Städtchen Himmelpfort. Himmelpfort ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Norden des Landes Brandenburg und seit 2003 ein Ortsteil der Stadt Fürstenberg/Havel. Das Städtchen ist vor allem für sein Weihnachtspostamt bekannt. Da ich dieses Jahr sehr brav gewesen bin, wollte ich mir diesen Ort nicht entgehen lassen und daher schon im Mai meine Wünsche dem Weihnachtsmann überreichen.
Viele Touristen machen jedoch den Fehler, dass sie das bunte Haus mit dem Weihnachtsmannaufkleber für das Weihnachtspostamt halten. Doch bei diesem bunten Haus handelt es sich lediglich um eine Pension.
 
Der Weihnachtsmann hat nämlich eine andere Adresse. Das Postamt liegt auf einem Gelände neben der Klosterruine, auf dem man sich auch in einem Café stärken kann. Von November bis Heiligabend ist der Weihnachtsmann persönlich im Weihnachtspostamt anzutreffen. Ich habe mir jedoch nur das Gelände und seine Behausung angeschaut und meine Wünsche in Briefform hinterlassen.
Zusammen mit seinen Helfern beantwortet der Weihnachtsmann jährlich ca. 300 000 Briefe.
 
Weihnachtspostamt Himmelpfort
Klosterstraße 23
16798 Fürstenberg/Havel
 
Zudem habe ich mir in dem Ort die Ruine des Klosters „Coeli Porta“ (Himmelspforte) für die Mönche des Zisterzienserordens in der Uckermark angeschaut.
 
Ruine des Zisterzienserklosters Himmelpfort
Kirchweg, 16798 Fürstenberg/Havel
 
Auf unserem Weg zurück zum Hotel haben wir einen Halt bei der Gedenkstätte Ravensbrück gemacht.
Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück ist eine Gedenkstätte in der Stadt Fürstenberg/Havel für die Opfer mehrerer NS-Lager des Konzentrationslagers Ravensbrück und des KZ Uckermark für weibliche jugendliche Häftlinge. Montags ist die Gedenkstätte, die man kostenfrei besuchen kann, leider geschlossen.
Ein komisches und beklemmendes Gefühl, an so einem idyllischen Ort zu stehen und zu wissen, welche Verbrechen gegen die Menschlichkeit hier begangen wurden.
 
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Straße der Nationen
16798 Fürstenberg/Havel
 
Am Dienstag, den 28. Mai 2019, gab es ein Kontrastprogramm, da die Besichtigung des Schlosses Rheinsberg am Grienericksee auf unserem Programm stand. Nachdem wir in der wunderschönen und gepflegten Parkanlage spazieren waren, besuchten wir mit einem Audioguide das pompöse Schloss auch im Inneren. Friedrich der Große verbrachte als Kronprinz die glücklichste Zeit seines Lebens in Rheinsberg. Sein jüngerer Bruder, Prinz Heinrich von Preußen, schuf hier anschließend einen bedeutenden Musenhof und prägte nachhaltig das Schloss und den Garten im Stil des frühen Klassizismus.
 
Schloss Rheinsberg
Schloß Rheinsberg 2
16831 Rheinsberg
 
Mein Fazit: Die Uckermark hat so viel zu bieten: Erholung, Natur und ganz viel Kultur. Wenn ich das nächste Mal wieder das Seehotel Lindenhof in Lychen besuchen werde, werde ich mir noch unbedingt die Städte Neustrelitz und Templin anschauen.
Text und Fotos © E. Günther
 

Seehotel Lindenhof Lychen – meine Perle der Erholung in der Uckermark

„In der vollkommenen Stille hört man die ganze Welt.“
Dieses Zitat von Kurt Tucholsky steht auf der Visitenkarte des Seehotels Lindenhof Lychen. Und für drei Tage habe ich tatsächlich nicht nur die vollkommene Stille, sondern auch den für mich vollkommenen Ort gefunden.
 
Eigentlich habe ich diesen Ort schon im Jahr 2014 gefunden, als ich mal wieder die Sendung „Mein himmlisches Hotel“ auf VOX geschaut habe.
In dieser Sendung traten vier Hotels einer Region gegeneinander auf. Sofort habe ich mich in den Gewinner der damaligen Sendung, das Seehotel Lindenhof Lychen auf der Halbinsel im Würlsee, verliebt und wollte dort wie viele andere Paare auch heiraten. Zwar heiratete ich dann wegen der Familie doch in Berlin, doch das Hotel ging mir seitdem nie wieder aus dem Kopf.
Doch erst nach fünf Jahren meldete sich meine überarbeitete Seele zu Wort und erinnerte mich an diese Perle der Erholung in der Uckermark.
 
Um am Sonntag, den 26. Mai 2019, war es endlich soweit und ich fuhr mit einer Begleitung in einen Kurzurlaub mit dem Auto, nur 80 km nördlich von Berlin entfernt. Das Hotel liegt in der Flößerstadt Lychen, auf einer 30.000 Quadratmeter großen und in den Naturpark Uckermärkische Seen eingebetteten Halbinsel. Das Wasser kommt dort aus unterirdischen Quellen und ist daher sehr sauber und klar.
 
Während meiner 1,5 Stunden dauernden Fahrt in den Norden Brandenburgs war ich sehr aufgeregt, schließlich waren meine Erwartungen an das Hotel, die Umgebung und an das Gastgeberpaar sehr groß, doch darf ich an dieser Stelle schon vorwegnehmen, dass meine Erwartungen sogar übertroffen wurden. Doch lest bitte selbst.
 
1.Tag (Sonntag, der 26. Mai 2019) – Ankunft im Paradies:
Auf einer Straße, die durch den Wald führt, fuhren wir auf das Gelände des Seehotels Lindenhof Lychen und stellten unser Auto auf einem der kostenfreien Parkplätze direkt vor dem Hotel ab. Und als wir ausstiegen, hörten wir nur eins: ein Konzert der Vögel. Und wir sahen nur Grün und Wasser, das das Hotel förmlich umarmte. Hier würde sich meine Seele in den nächsten Tagen endlich erholen können.
 
Nachdem wir uns im Restaurant gemeldet hatten (Eine klassische Rezeption gibt es nicht.), setzten wir uns ins hoteleigene Tilia-Restaurant, um dort zu Mittag zu essen und auf unser Zimmer zu warten. Egal, wo man sich im Restaurant hinsetzte, man hatte einen wundervollen Blick auf das Wasser. Wir bestellten das hervorragend zubereitete Gericht „Grüner und weißer Spargel“ mit pochiertem Ei und cremigem Kartoffelpüree für 17,30 €.
 
Nach dem Essen schauten wir uns das Hotelgelände genauer an: gepflegte Liegen und Sitzbänke direkt am Wasser, ein schnuckliges Bootshaus mit einem Elektroboot und Ruderbooten, eine ungestört im ehemaligen Gartenhaus gelegene und im Preis inbegriffene Sauna und sehr viel angenehme Stille, in der man nur das Vogelgezwitscher wahrnimmt.
 
Obwohl Check-In erst um 15 Uhr ist, wurde unsere Suite schon früher fertig, die wir dann sogleich auch bezogen. Das Hotel bietet 12 Appartements und eine Suite, deren Preise natürlich von der Saison abhängen.
Da wir ursprünglich zu dritt kommen wollten, buchten wir im Vorfeld die Suite und werden es die nächsten Male immer wieder so machen.
Unsere 80 Quadratmeter große Suite lag im kleinen Nebengebäude, das sogar noch näher am Wasser gelegen war. Die stilvoll und mit sehr viel Liebe zum Detail eingerichtete Suite verfügte über ein großes Wohnzimmer mit einer kuscheligen Couch und einem großen Esstisch, eine Küchenzeile mit allen notwendigen Küchenutensilien und einer Kaffeemaschine, zwei Schlafzimmern, ein Badezimmer mit Dusche, Fön und Kosmetikspiegel und ein sehr großzügiger Balkon, auf dem wir die folgenden Abende auf den bequemen Sitzmöbeln saßen und einfach auf das Wasser blickten.
Falls wir das nächste Mal wieder nur zu zweit seit sein sollten, werden wir wieder nur allein wegen des Balkons und des Ausblicks diese Suite buchen.
 
Um 18 Uhr gingen wir zum Abendessen in das Tilia-Restaurant. Da die Küche des Restaurants einen hervorragenden Ruf genießt und die Gäste wegen des Essens auch längere Anfahrten in Kauf nehmen, sollte man abends unbedingt einen Tisch reservieren.
 
Im Vorfeld bestellten wir ein eigens für uns vorbereitete Drei-Gänge-Menü, das mit einem Gruß der Küche eröffnet wurde. Als Vorspeise wurde uns eine wundervoll schmeckende Spragelcremesuppe serviert. Unser Hauptgang war ein gebratener Seeteufel mit einem Spargel-, Erdbeerragout, einem Süßkartoffelpüree und einer Kokos-Currysauce. Und als ob das nicht genug wäre, bestellten wir als Dessert: ein Schokoladensouflee mit einem flüssigem Kern und einem Casiss-Sorbet. Auf mich, eine überzeugte Naschkatze, hat das Dessert einen bleibenden Eindruck gemacht, wie Ihr noch später lesen werdet.
 
Auf jeden Fall konnten wir nach diesem Essen sagen, dass nicht nur dieses Hotel die Bezeichnung „Mein himmlisches Hotel“ verdient, sondern das Restaurant die Bezeichnung „Meine himmlische Küche“ beanspruchen sollte. Zudem sei an dieser Stelle sehr positiv zu betonen, dass die Getränke im Restaurant mit einem Glashalm serviert werden. So schmeckte mir meine erfrischende Erdbeerbowle noch besser.
 
Unseren wundervollen Abend beendeten wir schließlich in dem hoteleigenen Bademantel auf dem Balkon.
 
2.Tag (Montag, der 27. Mai 2019) – reichhaltiges Frühstück und zwei Ausflüge:
Eigentlich kann ich in der ersten Nacht in einem fremden Bett nie gut schlafen, doch in der Nacht habe ich wie ein Baby geschlafen, was für ein gutes Bett in der Suite spricht. Um 8.30 Uhr gingen wir zu dem im Preis inbegriffenen Frühstück, das von 8 bis 10.30 Uhr in dem Restaurant stattfindet. Wie nicht anders zu erwarten, war das Frühstücksbuffet sehr reichhaltig. Räucherlachs, Hering, verschiedene Salate, Tomate-Mozzarella, Eierspeisen, verschiedene Brote und vieles mehr – all das fanden wir auf dem Buffettisch.
 
Beim Frühstück lernten wir auch endlich das sehr herzliche Gastgeberpaar Monique Tomacka und Michael Stein näher kennen, das ich schon aus der Sendung kannte. Und beide waren auch privat genauso zuvorkommend und in großer Liebe für das Hotel wie im Fernsehen. Überhaupt stellten wir in unserem Kurzurlaub fest, dass sich Frau Tomacka viel Zeit für ihre Gäste nimmt, ein weiterer Grund für den Urlaub im Seehotel Lindenhof.
 
Nach dem Frühstück fuhren wir ca. 30 min.lang in die kleine Stadt Himmelpfort, wo wir das Haus des Weihnachtsmannes und die Klosterruine besucht haben. Danach gab es ein Kontrastprogramm, weil wir auf dem Rückweg zum Hotel bei der Gedenkstätte Ravensbrück, einem ehemaligen Konzentrationslager für Frauen, angehalten haben. Ein beklemmendes Gefühl, auf dem Gelände, auf dem sich jetzt eine Jugendherberge befindet, den Kindern beim Spielen zuzuschauen.
 
Nach den kurzen, aber interessanten Ausflügen kamen wir in unser Hotel zurück. Als zwei große Fischfans bestellten wir abends die Fischplatte für 2 Personen, auf der sich Folgendes befand: verschiedene gebratene Edelfische, Riesengarnelen, Grünschalenmuscheln mit Seealgensalat, frischer Spargel, Sauce Hollandaise, Feigensenfsauce, Neue Kartoffeln und ein Bärlauchrisotto. Diese himmlische Fischplatte kostete nur 38,90 € (für zwei Personen!) – ein sehr moderater Preis, der in Berlin so nicht zu finden ist.
 
Unser kulinarisch und kulturell gelungener Abend endete wieder auf dem Balkon, diesmal bei einem Sonnenuntergang.
 
3.Tag (Dienstag, der 28. Mai 2019) – Schloss Rheinsberg:
Mal wieder stimmte auf dem Gelände des Hotels alles: Die Vögel zwitscherten, die Enten schwammen friedlich, die wie immer zuvorkommenden Servicekräfte schenkten einem ein freundliches Lächeln und das Frühstück war wieder reichhaltig.
 
Diesmal zog es uns nach dem Frühstück in das Schloss Rheinsberg, wo wir in der Parkanlage spaziert sind und uns das pompöse Schloss von innen angeschaut haben. Doch Fotos und nähere Informationen wird es erst in einem anderen Bericht geben.
 
Abends bestellten wir in dem Restaurant zart geschmorte Ochsenbacken mit Spargel, zartem Frühlingsgemüse und einem cremigen Kartoffelpüree für 19 €. Da ich noch immer voller Sehnsucht an das Dessert vom ersten Abend zurückdenken musste, bestellten wir als Nachspeise wieder das Schokoladensouflee mit einem flüssigem Kern und einem Casiss-Sorbet für 5,60 €. Unglaublich, dass es unser vorerst letztes Abendessen sein sollte!
 
4.Tag (Mittwoch, der 29. Mai 2019) – Zeit des Abschiednehmens:
Wir wollten es nicht wahr haben, aber unser Kurzurlaub endete an diesem Tag. Nach unserem Frühstück machten wir uns leider schweren Herzens Richtung Berlin.
 
Mein Fazit: Das Seehotel Lindenhof ist ein Traum und eine Perle der Erholung! Die Vegetation auf dem Hotelgelände ist sehr grün und gepflegt, das Wasser, das man von allen Seiten sieht, kristallklar und ruhig und das Zwitschern der Vögel lässt einen daran erinnern, was wichtig im Leben ist und lässt die Gäste die Hektik der Großstadt vergessen. Die Gastgeber und das Servicepersonal sind sehr herzlich und zuvorkommend und gehen auf die individuellen Wünsche der Gäste ein. Die Zimmer sind großzügig und liebevoll eingerichtet. Die Küche im hoteleigenen Restaurant ist himmlisch gut. Ein traumhafter Kurzurlaub, den ich bald wieder wiederholen werde.
 
Praktische Informationen: ° Im Haus gibt es kostenfreies
W-Lan.
° Das Hotel bietet auch
Massage und
Wellnessbehandlungen an.
° Haustiere sind nach
vorheriger Absprache in dem
Hotel willkommen.
° Die Parkplätze sind kostenfrei.
° Man kann auch mit der EC-
Karte bezahlen.
 
Weitere Informationen:
 
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Text und Fotos © E. Günther