The Poutine Kitchen – Kanadische Pommes in der Arminiusmarkthalle

Wie meine treuen Blogleser wissen, probiere ich gerne verschiedene kulinarische Spezialitäten diverser Länder und im Sommer 2019 habe ich wieder sehr weit über den Tellerrand geschaut und zwar nach Kanada, um genau zu sein nach Québec. Seit April 2018 findet man nämlich in der Arminiusmarkthalle den neuen Foodtrend aus Québec, denn dort verwöhnt „The Poutine Kitchen“ mit kanadischen Pommes. Doch was ist das Besondere an diesen Pommes, die in einem roten VW-Bulli zubereitet werden?
 
Die kanadische Spezialität Poutine wurde zum ersten Mal Mitte der 50-er Jahre in Québec serviert und ist seitdem in ganz Kanada beliebt. Bei den kanadischen Pommes wird Gravy, eine Art heiße Bratensoße, über die Pommes gegossen und zudem werden darüber die Cheese Curds (kleine frische Käsestückchen, die beim Essen quietschen) gegeben. 
 
Mit „The Poutine Kitchen“ kam endlich die kanadische Delikatesse auch nach Deutschland. Der Gravy bei „The Poutine Kitchen“ ist vegetarisch und kommt von einer Saucenmanufaktur in der Region. Gemeinsam mit der Brandenburger Bauernkäserei Wolters werden in der Uckermark die für das Gericht wichtigen Cheese Curds produziert.
Da ich es im Juli 2019 sehr eilig hatte, nahm ich zwei Spezialitäten mit nach Hause und trotz der Hitze schmeckten sie nach dem langen Fahrtweg noch immer besonders, besonders gut: „Québec Classic“ für 5,50 € und „Spicy Chicken“ für 6,90 €.
 
Ihr könnt dort aber nicht nur lecker essen, sondern auch beim Shop nebenan kanadische Spezialitäten – Ahornsirup, Craft Beer, Muschelsaft (die kanadische Bloody Mary), Cider – kaufen.
 
Mein Fazit: Der Foodtrend aus Québec hat das Potential, auch in Deutschland einer zu werden. Mit „The Poutine Kitchen“ gibt es nicht nur in der Arminiusmarkthalle, sondern in ganz Berlin eine kulinarische Bereicherung. Die Preise sind sehr fair und die Bedienung freundlich. Ich freue mich schon darauf, bald weitere Köstlichkeiten wie andere Pommesgerichte und die Pancakes zu probieren. „The Poutine Kitchen“ hat täglich von 12 bis 21 Uhr, Donnerstags bis Samstags auch bis 22 Uhr, geöffnet.
 
Adresse: The Poutine Kitchen (in der Arminiusmarkthalle)
Arminiusstraße 2-4
Berlin
Text und Fotos © E. Günther
 
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Berliner Schlemmer Varieté – Janz viel Amüsemang in der Armeniusmarkthalle

Vor allem in den Wintermonaten wünscht man sich ein familiäres Zusammensein bei einem guten Essen und guter Unterhaltung – ein Konzept, das die Dinnershow „Berliner Schlemmer Varieté“ verspricht. Davon wollte ich mich am Samstag, den 2. Februar 2019, selbst überzeugen.
Um 19 Uhr betraten wir die 127 Jahre alte Armeniusmarkthalle in Berlin-Moabit. In der historischen Halle findet man nicht nur unterschiedliche Stände (frischer Fisch, Burger etc.), die einen zum Essen einladen, sondern hier sollte auch die Dinnershow „Berliner Schlemmer Varieté“ stattfinden. Viele begeisterte Besucher warteten bereits eine Stunde vor Showbeginn auf ihren Einlass.
Doch bevor es losgehen konnte, machte der freundliche Showfotograf Jan Fahndungsfotos von den Gästen. Auch wir wollten unbedingt auf die Fahndungsliste kommen und stellten uns mit dem Schild „JVA – Janz viel Amüsemang“, dem Motto und Leitfaden der Show, vor die Kamera.
Anschließend wurden wir von der sehr sympathischen Servicekraft zu unserem Tisch, dem sehr langen und schön dekorierten „Mutter aller Tische“ mit einem direkten Blick auf die Bühne, geführt. An dieser Stelle muss ich positiv hervorheben, dass die Servicekräfte versuchen, bei der Platzierung der Gäste auf die Wünsche der Gäste einzugehen.
Um 20 Uhr begann die Show, durch die der Moderator und Comedian Otto Kuhnle führte. Otto Kuhnle war an diesem Abend ein Meister der Trash Comedy mit einem satirischen Blick für die aktuellen Themen und verlor während der ganzen Show nie den Kontakt zu seinem Publikum.
Für die musikalische Unterhaltung sorgte die charismatische Showband „Die Schlemmeretts“ (Naemi Simon, Nikolas Tillmann und Johannes Wehrle), die sowohl englisch- als auch deutschsprachige Lieder zum Besten gab und die Gäste – allen voran mich – zum Mitgrooven auf der Bank bewegte.
Auch die Artistikladies erfreuten uns an dem Samstag Abend: Valerie mit ihren Hula Hoop-Reifen und Lena Köhn mit ihrer (LED-)Diabolo-Show. Beide charismatische Damen ließen ihre jeweilige Show sehr leicht aussehen und tanzten mit ihren Showgegenständen um die Wette.
Und obwohl ich schon viele Programme mit den Hula Hoop-Reifen und dem Diabolo gesehen hatte, wurde ich von einigen Programmpunkten der beiden positiv überrascht und sehr gut unterhalten.
Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss und so stand am Ende der Show mit der rasanten Cocktailshow „On the Rocks“ von Lutz und Moritz, die auch die Regisseure der Show sind, mein persönliches Highlight der Show auf der Bühne. Lutz und Moritz überzeugten nicht nur mit ihrer dynamischen und authentischen Art das Publikum, sondern auch mit ihrem tänzerischen und artistischen Wirbeln beim Mixen verschiedener Cocktails.
Neben der Musik und der Akrobatik stand auch das Essen im Mittelpunkt des gut durchdachten Showkonzeptes. Unsere Speisen wurden dabei hervorragend in der offenen Showküche mit Chefkoch Ali zubereitet.
Zu Beginn der Show wurde die Vorspeisenplatte in Form von folgenden Tapas serviert: Brandenburger Rauchspeck, Rosmarin Schinken, Fasanen Paté, Linse und Erbse fürs Brot, Gemüsesticks mit Sauerrahmdip, Mozzarella mit grünem Pesto, Erdbeerfrischkäse mit Pumpernickel, rote Beete mit karamelisierter Walnuss, Käsewürfel mit Oliven, Spreewälder Salzfassriesen, knusprige Brotstangen, dunkles Brot und weißes Baguette mit Faßbutter. Eine sehr gelungene Vorspeisenkomposition!
Als Hauptgang gab es in der Mitte der Show eine frisch gebratene Schweinelende mit getrüffeltem Kartoffelschnee und Spreckbohnen. Vor allem der Kartoffelschnee und die frittierten Zwiebeln haben mich geschmacklich begeistert. Beide Gänge schmeckten sehr gut und wurden zudem schön präsentiert.
Und dann kam mit dem Dessert der krönende Abschluss: Ein Eiswagen mit sechs verschiedenen Eissorten (Natürlich nahm ich wieder Schokolade.) wurde hineingefahren. Als ob das nicht schon genug wäre, wurde zudem eine Candy Bar mit heißen Kirschen und verschiedenen Toppings (Marshmallows, Dominosteine etc.) vorbereitet. Die bloggende Naschkatze war sehr sehr glücklich.
Mein Fazit: Die Show „Berliner Schlemmer Varieté“ bietet tatsächlich „janz viel Amüsemang“! Sehr freundliche Gastgeber, ein zuvorkommendes Personal, ein sehr gut zubereitetes Essen mit dem absoluten Höhepunkt am Ende, eine schöne Live-Musik, ein lustiger Moderator, talentierte Artisten und eine sehr familiäre und herzliche Atmosphäre – das alles macht das „Berliner Schlemmer Varieté“ aus! Wir kommen auf jeden Fall wieder!
Weitere Informationen:
Text und Fotos (außer Titelbild) © E. Günther