Henning Schmidtke mit seinem Programm „Egoland“ in der ufaFabrik – Sind wir alle egoistische Schweine?

 

 

 

 

 

Das Besondere an Berlin ist, dass die Stadt trotz ihres urbanen und manchmal etwas chaotischen Charakters viele Rückzugsorte bietet, in denen man zur Ruhe kommen kann. Einer dieser Rückzugsorte ist die ufaFabrik, die wir, zwei Berliner, endlich am Freitag, den 31. März 2017, besucht haben.

Die ökologische Kulturoase in Berlin-Tempelhof steht seit 1972 nicht nur für Kultur und Unterhaltung, sondern ist auch für ihr soziales Engagement und ihr Ökologie-Konzept bekannt.
Schon beim Betreten des Geländes ist uns aufgefallen, wie viel dieses große Gelände zu bieten hat: Neben dem Café Olé, das hausgemachte Speisen anbietet und in dem wir dann auch lecker zu Abend gegessen haben, gibt es einen Bioladen, in dem ich meine geliebte Birkenlimonade gekauft habe, eine Bio-Konditorei, eine Freilichtbühne, eine Kinderzirkusschule, einen Kinderbauernhof mit verschiedenen Tieren und viele andere Säle, in denen Konzerte und Shows stattfinden und Comedians auftreten.

Einer dieser Comedians war an diesem Abend Henning Schmidtke, der im Wolfgang Neuss-Saal sein neues Programm, „Egoland“, vorstellte.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich den Comedian vorher nicht kannte, jedoch hat mich sein gesellschaftskritisches Programm im Vorfeld überzeugt.
Und wir wurden nicht enttäuscht, sondern sind ganz im Gegenteil an diesem Abend Fans des Satirikers geworden. Fast zwei Stunden lang, an seinem Piano – wie es sich für einen echten Kabarettisten gehört – und mit seiner Mundharmonika, bot Schmidtke ein vielfältiges Programm, in dem wir über verschiedene aktuelle und gesellschaftskritische Themen lachten: die egositische und geizige Gesellschaft, die Afd, Esoteriker, das Schulleben, die Deutschen mit ihren Handtüchern im Urlaub und die Ausbeutung der Armen durch große Bekleidungskonzerne und Discounter. Das Programm regt einen auf jeden Fall auch zum Nachdenken an: Im Grunde besteht die Gesellschaft vorwiegend aus Egoisten, die in erster Linie nur an sich denken.
Henning Schmidtke tritt noch heute, den 1. April 2017, mit der Vorpremiere seines Programms im Wolfgang Neuss-Saal der ufaFabrik um 20 Uhr auf. Eine Karte kostet 15 Euro (ermäßigt: 12 Euro).

Weitere Informationen zum Comedian Henning Schmidtke:
http://henning-schmidtke.de/
https://www.facebook.com/henningschmidtke.de/?fre

Ein kleiner Hinweis für das Café Olé: Dort kann man nur bar zahlen, da das Café damit ein Statement setzt und gegen die Totalüberwachung des Staates, die durch die Zahlung mit Karte gefördert wird, ankämpft.

Das war auf jeden Fall nicht das letzte Mal, dass wir die ufaFabrik besucht haben. Vor allem den Kinderbauernhof möchte ich nächstes Mal unbedingt sehen und mich mit den zahlreichen sozialen Projekten genauer auseinadersetzen. Zudem interessiert mich das seit 1997 regelmäßig veranstaltete Festival in der ufaFabrik, das Jazz Meeting Berlin, bei dem alternative Künstler und Musiker über mehrere Tage Shows und Konzerte geben.

Weitere Informationen zur ufaFabrik:
http://www.ufafabrik.de/de
https://www.facebook.com/ufafabrik/?fref=ts

Kontakt: ufaFabrik
Viktoriastraße 10-18
12105 Berlin
030 755030

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© E. Günther

 

 

Blitzverlosung für die Show „Relax!“ – die Akrobatikshow mit den Hits der 80er-Jahre im Wintergarten Berlin –

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„Relax, take it easy“ – das richtige Motto nach einer anstrengenden Arbeitswoche…
Nachdem uns der Wintergarten bereits musikalisch mit den besten Soulhits („All Night Long“) und den älteren und aktuellen Schlagerliedern („Atemlos“) verwöhnt hat, kann man nun die Show „Relax!“ besuchen, in der man eine musikalische Reise in die 80er-Jahre unternimmt.
Wer weitere Informationen für diese Show benötigt, der sollte sich unbedingt meinen begeisterten Bericht vom 17. September 2016 durchlesen:
Damit meine Blogleser in denselben Genuss kommen können, verlose ich für diesen Mittwoch, den 25. Januar 2017, 2×2 Tickets. Alles, was Ihr dafür tun müsst, ist diesen Beitrag zu liken und im Kommentarfeld zu schreiben: „Ich bin dabei!“.
Die Verlosung dauert bis Dienstag, den 24. Januar 2017, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Ich wünsche Euch viel Glück!
Kontakt: Wintergarten Varieté
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
#WintergartenBerlin #Wintergarten #Wiga #Relax #Berlin #Show #Akrobatik #Artistik #Musik #JayKhan #ChristopherCiraulo #Crsto
#FannieLüscher #VanessaStruhler #RianEs #ChillFactor #SkatingNistorov #Rollschuhperformance #HalvesProject #Pantomime #Schwarzlichttheater #Weißclown #CrazyPierrot #TrioThreestyle #Bodenperformance
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© E. Günther

Blitzverlosung zu meinem 100. Beitrag – „Wer früher zockt ist länger reich“ im Kabarett-Theater DISTEL

In Kooperation mit dem Kabarett-Theater DISTEL verlose ich für diesen Donnerstag, den 19. Januar 2017, 3×2 Karten für die 20 Uhr-Vorstellung der Satire über die Merkel-Zeit: „Wer früher zockt ist länger reich“.
Zur Handlung des Satirestücks über den Kapitalismus in Deutschland: Der Verschönerungsverein in dem 900-Seelen-Dorf Ehmte ist erschüttert, denn seine Schwarzkasse droht, aufzufliegen. Und zu allem Überfluss verfällt die Vereinsspitze nach der letzten Vorstandsklausur dem Glücksspiel, aus den paar Mäusen werden schnell 133.465,27 EUR.
Das Finanzamt kann sich aber nur schwer dem Problem widmen, denn mit den Flüchtlingen und der Griechenlandhilfe hat man schließlich genug zu tun.
Ich war schon häufig in dem Kabarett-Theater und konnte bis jetzt immer herzhaft lachen. Wenn auch du mal wieder richtig über die aktuellen Probleme Deutschlands lachen möchtest, dann mach unbedingt bei der Verlosung mit. Dazu musst du einfach bis Mittwoch, den 18. Januar 2017, um 12 Uhr den Beitrag liken und in dem Kommentarfeld schreiben, mit wem du in das Satirestück gehen möchtest.
Wie immer wünsche ich Euch viel Glück! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Adresse: Kabarett-Theater DISTEL
Friedrichstraße 101
10117 Berlin
© E. Günther

Die satirische Kabarett-Mix-Show „7 auf einen Streich“ in den Wühlmäusen

Alle zwei Monate am ersten Montag des Monats veranstalten die Wühlmäuse die Kabarett-Mix-Show „7 auf einen Streich“, in der ein Moderator und sechs sowohl bekannte als auch unbekannte Komiker, satirische Musiker und Kabarettisten die Lachmuskeln der Zuschauer strapazieren.
Als ich gelesen habe, dass am Montag, den 2. Januar 2017, der Moderator John Doyle, von dem ich ein großer Fan bin, durch den Abend führen sollte, kaufte ich gleich vier Karten – für meinen Mann, meine Schwiegereltern und mich.
 
John Doyle war also an dem gestrigen Abend der sehr gut besuchten Show unser Gastgeber, der uns durch die Show führte und zwischen den Programmpunkten der übrigen sechs Künstler auftrat.
Doyle ist ein amerikanischer Komiker mit einem amerikanischen Akzent. Das erste Mal fiel mir dieser Ausnahmekünstler im Jahr 2003 auf, als er in der Casting-Show „Star Search“ in der Kategorie Comedy das Finale erreichte. Seitdem gehört er zu meinen Lieblingscomedians in Deutschland. Auch gestern war er der unangefochtene Star des Abends und brachte mit seinen Witzen über aufkommende Eheprobleme und den realitätsfernen Unterrichtsstoff in Deutschkursen generationenübergreifend das Publikum zum tränenreichen Lachen und einem gröhlenden Applaus.
 
Als Nächstes trat Archie Clapp auf, der meinen Mann und mich mit seiner exzentrischen Frisur, seiner Art von Humor und seiner Frische sofort packen konnte. Seine Witze über das Zusammenleben von Arabern, Türken und einem Chinesen in Neukölln und die Wiedergabe seiner niedergeschriebenen Tagebuchgeschichten traf unseren Sinn für Humor. Am Ende des Programms stand Clapp fast nackt auf der Bühne, was zu seinem übrigen Programm hervorragend passte.
Archie Clapp kann man solo am 09.02.17 im Quasimodo bewundern.
 
Die Wühlmäuse ohne politische Satire? Das geht natürlich gar nicht! So kam es uns gelegen, dass gleich danach Helene Mierscheid auf die Bühne kam, die uns ihren bissigen Jahresrückblick präsentierte. Dazu gehörten Themen wie Trump, der Berliner Flughafen, der Krieg zwischen Jemen und Saudi-Arabien sowie die Zeugen Jehovas. Helene Mierscheid spielt vom 16.-18.02.17 in der Ufa-Fabrik.
 
Am Ende der ersten Hälfte gab es mit dem Liedermacher Falk wieder einen Höhepunkt. Der junge Musiker mit einem Gespür für schwarzen Humor sang auf seiner Gitarre über den Vorsatz Joggen, Erziehungskonzepte, die zum Ziel hatten, Illusionen der Kinder zu zerstören, Schwiegereltern und die Erkältung bei Männern. Es war einfach herrlich ironisch!
Falk spielt sein Konzertprogramm am 23.03.17 im Quasimodo.
 
Nach der Pause ging es musikalisch weiter: Christin Henkel sang am Klavier über Hashtags, die übergroße Zahl von geposteten Bildern auf Instagram, junge Leute, die früher Drogen nahmen und nun Ingwer-Tee trinken und über Liebeslieder, die sich beim Älterwerden verändern. Trotz ihrer jugendlichen Themen hörte man auch die ältere Generation im Publikum kichern.
 
Politisch wurde es wieder mit Paco Erhard, der die ganze Welt bereist hat und der verschiedene Themen in seinem Programm witzig verpackte: Pegida, Homosexualität, die unterschiedliche Wertigkeit von englischem und indischem Akzent – alles wurde aufs Korn genommen.
Paco spielt sein Soloprogramm am 02.02.17 im Quasimodo.
 
Den Abschluss des Abends bildete Desimo, der zum Thema seines Programms Ehebetrug, Statistiken und den ständig gestressten Menschen machte. Dabei zeigte er uns Kunststücke mit einer „Yogamatte“ und unterhielt uns abschließend mit weiteren Zaubertricks.
Desimo spielt sein Soloprogramm am 12.03.2017 in den Wühlmäusen.
 
Mein Fazit: Meinem Mann und mir hat dieser Abend außerordentlich gut gefallen und wir konnten bei jedem Künstler herzhaft lachen, genau wie der Großteil der Zuschauer. Wer also einen lustigen und satirischen Abend erleben möchte, dem sei die Show wärmstens zu empfehlen. Die nächste „7 auf einen Streich-Show“ findet am 06.03.17 statt. Der Moderator an diesem Abend wird Pawel Popolski sein und u.a. folgende Gäste begrüßen: Lutz von Rosenberg-Lipinsky, Friedemann Weise, Onkel Fisch, Yann Yuro und Özgur Cebe.
 
Weitere Informationen:
 
Kontakt: Berliner Kabarett-Theater DIE WÜHLMÄUSE
Pommernallee 2 – 4 D
14052 Berlin
Tel: 030-30 67 30 10
Fax: 030-30 67 30 30
e-mail: info@wuehlmaeuse.de
 
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© E. Günther

 

 

Close-Up-Club – Zauberkunst, erstaunlich, anders

 

Heutzutage gibt es so viele Zauberer, dass man langsam den Überblick verliert und deswegen denkt, schon alles gesehen zu haben. Doch der Close-Up-Club hat sofort mein Interesse geweckt, da die Show als intim und witzig beschrieben wurde. Aus diesem Grund nahmen wir auch am Dienstag, den 20. Dezember 2016, in der ersten Reihe Platz, um ein Teil dieser besonderen Atmosphäre zu werden.
 
Die zwei Hauptprotagonisten der Show sind die zwei Magier André Kursch und Axel Hecklau, die nun schon seit 12 Jahren zusammen auf der Bühne stehen und jede Woche eine neue Show dem Zuschauer bieten. Jede Show dauert 70 Minuten lang und unterscheidet sich in ihrem Programm von der vorherigen Show. Mal stehen die Zauberer zu zweit auf der Bühne, mal alleine und mal holen sie einen oder zwei Zuschauer aus dem Publikum dazu.
 
Der Austragungsort, der Soda-Club in der Kulturbrauerei, in dem die beiden seit dem 7. Oktober 2016 jeden Dienstag um 18 Uhr und um 20 Uhr auftreten, sorgt für einen Lounge-Charakter. Das junge und ältere Publikum sitzt in zwei Reihen, auf der Couch oder an Bartischen und blickt auf eine Disco-Kugel und einen Black-Jack-Tisch. Da die Stühle in einem Halbkreis stehen, hat man einen wundervollen Blick auf die kleine Bühne. Natürlich sieht man trotzdem nicht, wie die Zaubertricks funktionieren, auch wenn man direkt davor sitzt.
 
Die Shows des Close-Up-Clubs sind hautnah und sehr persönlich, da das Publikum ein Teil der Show ist. Einige der ca. 50 Gäste assistieren bei den Zaubertricks und werden von den Zauberern mit ihrem Namen angesprochen, was dem Ganzen auch einen familiären Charakter verleiht. Mein Mann und ich waren auch vorn und durften bei den Zaubertricks mitmachen.
Die weitere Besonderheit der Show ist, dass sich die beiden Herren andauernd gegenseitig necken und nebenbei witzige Geschichten erzählen.
Zu dem Showrepertoire der Zauberer gehören natürlich die obligatorischen Kartentricks,das Erraten der Gedanken der Zuschauer, das Verschmelzen von Gegenständen und vieles mehr. Mein Highlight war der überraschende Moment mit der Bowling-Kugel.
 
Mein Fazit: Möchtet Ihr eine witzige und persönliche Zaubershow erleben, dann besucht unbedingt den Close-Up-Club! Die Tickets in der 1. Reihe kosten 25 Euro, ab der 2. Reihe 20 Euro.
 
Übrigens kann man André Kursch und Axel Hecklau auch an ausgesuchten Wochenenden von September bis Mai jeweils um 18.30 Uhr und 20.30 Uhr in ihrem Salon der Wunder im Kempinski-Hotel bestaunen.
 
Weitere Informationen:
 
Kontakt: Close-Up-Club
im Soda-Club in der Kulturbrauerei
Schönhauser Allee 36
13435 Berlin
030 40058617
 
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© E. Günther

 

Die 7 Leben des Fräuleins B. – die neue Show von und mit Lena Binski

Wie ich bereits an dieser Stelle Euch berichtet habe, war ich am Samstag, den 8. Oktober 2016, mit meinem Mann und meiner langjährigen Freundin auf der 25 Jahre-Jubiläumsfeier des ACUD-Theaters: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1709255296067897&id=1520602494933179
 
Auf dieser Jubiläumsfeier ist uns besonders ein Programmpunkt positiv aufgefallen: der Showausschnitt von und mit Lena Binski. Diese Begeisterung für die Künstlerin führte dazu, dass mein Mann und ich am Samstag, den 3. Dezember 2016, ihre neue Show im ACUD-Theater, „Die 7 Leben des Fräuleins B.“, besuchten.
 
Lena Binski ist Komikerin, Dozentin im Bereich Physical Theater, Clownerie und Pantomime und bereits eine feste Größe im ACUD-Theater. Zudem bietet Binski auch sehr viele Workshops an, in denen man lernt, seine komische Seite (auf der Bühne) zum Vorschein zu bringen.
Ihre Vorliebe für alte Stummfilme Anfang des 20. Jahrhunderts kann man in allen ihren Shows erkennen. Binskis Shows sind nahezu nonverbal und das ist eines der Gründe, warum ihr Publikum an diesem Abend deutsch-, russisch- und französischsprachig war.
 
In ihrem 50-minütigen Stück, das eine Mischung aus Theater und Comedy ist, verkörpert sie im Grunde eine einsame Frau, die sich selbst Briefe schreibt, und ihre Einsamkeit mit einem Selbstmord beenden möchte. Doch alle Selbstmordversuche scheitern: Das Gift macht sie nur betrunken und wieder lebensfroh. Den Strick kann sie nirgendwo anbringen und nützt ihn daher zum Seilspringen. Der Zug fährt doch nicht über die Gleise, auf denen sie liegt.
 
Man bekommt von dem schauspielerischen Talent der Lena Binski nicht genug, der Wechsel zwischen Zynismus und Lebensfreude begeistert. Die Themen Einsamkeit, Glück und Hoffnung auf Erlösung wirken in keiner Minuten schwer, denn Lena Binski bringt alle mit ihrer facettenreichen Mimik und Gestik und ihrem Gespür für Situationskomik zum Lachen. Am Ende bekommen alle im Saal Blumen und werfen diese am Ende Lena Binski auf die Bühne – wie zu früheren Zeiten, als große Diven noch mehr gewürdigt wurden.
 
Weitere Informationen:
 
Kontakt: ACUD
Veteranenstraße 21
10119 Berlin
030 44359497
 
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© E. Günther

 

Glaspalast auf dem Pfefferberg – Märchen für kleine und große Kinder

Winterzeit ist Märchenzeit. Winterzeit ist Kuschelzeit. Winterzeit ist Zeit mit guten Freunden bei einem Glas Glühwein verbringen, am besten am Lagerfeuer. Dieses Konzept verfolgt auch der Glaspalast am Pfefferberg, in dem man bis zum 15. Januar 2017 Märchen für Kinder und für Erwachsene neu interpretiert erleben kann.

Wie Ihr schon mehrmals festgestellt habt, liebe ich den Pfefferberg und habe Euch bereits am 12. Juni 2016 in meinem Blog von dem Pfefferberg Theater vorgeschwärmt:
https://www.facebook.com/permalink.php.story_fbid=1632842440375850&id=1520602494933179
Zudem essen wir dort sehr gerne in dem Restaurant Tauro, das tatsächlich den besten Brunch Berlins hat (siehe Blogbeitrag im April 2016):
https://www.facebook.com/permalink.phpstory_fbid=1598112037182224&id=1520602494933179

So stand es außer Frage, dass ich bei der Vorstellung des neu eröffneten Märchenberges am Mittwoch, den 23. November 2016, auch dabei sein werde. Diesem Wunsch folgten offenbar auch viele andere Leute, denn der Glaspalast war an diesem Tag bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach dem Glühwein in einer durch die Laternen gemütlich geschaffenen Atmosphäre machte uns eine Glocke darauf aufmerksam, dass es bald losgehen sollte.

Begonnen wurde das märchenhafte Spektakel mit „Der gestiefelte Kater“, einer Variante für Erwachsene. Der lebenslustige Kater wurde von der ebenso lebensbejahenden Carsta Zimmermann verkörpert und versuchte, den grimmigen Müllerssohn (Torsten Schnier) zu einer Interaktion zu begeistern, was ihm aber selten gelang, da der Müllerssohn an seinem Missfallen keinen Zweifel ließ. Dies änderte aber nichts an der guten Laune des Katers, der nur so vor Energie sprühte.
Das ganze Publikum lag vor Lachen auf dem Boden und fand großes Gefallen an diesen unterschiedlichen Charakteren. Wieder einmal überzeugten mich die beiden Darsteller des Stückes, Torsten Schnier kannte ich bereits von „Der Geizige“.

Nach einer 10-minütigen Pause kam mit „Rotkäppchen“ das zweite Märchen an diesem Abend, das mich sogar mehr packen konnte als „Der gestiefelte Kater“. Vielleicht lag es aber auch daran, dass mit Vlad Chiriac, der den bösen und wilden Wolf an diesem Abend spielte, mein Lieblingsdarsteller des Pfefferberg Theaters auf der Bühne stand. Aber auch Ina Gercke, die ich bisher noch nicht kannte, ging in ihrer Rolle des züchtigen Rotkäppchens auf. Die Mimik dieser beiden Darsteller und die Artikulation (Überspitzung des rollenden R) war einfach nur großartig!
Das Märchen war natürlich eindeutig für Erwachsene konzipiert, da es sexualisiert und derb präsentiert wurde. So wurde das Rotkäppchen von dem Wolf am Ende ins Bett gelegt, allerdings auf die erwachsene Art und Weise.

Mein Fazit: Das ganze Publikum hatte einen sehr lustigen Abend und die Zeit (Jedes Märchen dauert eine halbe Stunde.) verging leider wie im Flug. Die sehr zufriedenen Zuschauer werden sicherlich wiederkommen. Wer mit seinen Kindern kommen möchte, der sollte das Theater nachmittags besuchen, Erwachsene dagegen abends. Wer die Märchen unter Glas erleben möchte, der kann dies noch bis zum 15. Januar 2017 tun. Es werden immer zwei Märchen hintereinander aufgeführt. Erwachsene zahlen 12 Euro, Kinder bis zu 13 Jahren 6 Euro. Die Eintrittskarten für die 10 Uhr-Vorstellung kosten übrigens 5 Euro. Also ich wünsche Euch eine märchenhafte Zeit im Glaspalast…

Weiterer Eventtipp: Am Sonntag, den 27. November 2016, findet von 14 Uhr bis 18 Uhr im Glaspalast ein Kinderfest statt, mit dem „Froschkönig“ und „Hans im Glück“ um 15 Uhr und mit „Rapunzel“ und „Der gestiefelte Kater“ um 16.30 Uhr.

Weitere Informationen:

Adresse: Glaspalast auf dem Pfefferberg
Schönhauser Allee 176
10119 Berlin

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Text © E. Günther
Fotos © Daniel Wetzel

 

 

 

Der Blaue Montag – die Comedyshow in den Wühlmäusen

Am Montag, den 3. Oktober 2016, besuchte ich mit einer langjährigen Freundin die Comedyshow „Der Blaue Montag“ in den Wühlmäusen am Theodor-Heuss-Platz.
„Die Wühlmäuse“ ist ein 1960 von Dieter Hallervorden und einigen Schauspielkollegen, wie z.B. von Wilfried Herbst, gegründetes Kabarett-Theater, das alle zwei Monate an einem Montag die Show „Der Blaue Montag“ veranstaltet, in der Comedians, Kabarettisten, Literaten, Sänger, Satiriker und Akrobaten auftreten.
 
Am 186. Blauen Montag war Arnulf Rating wieder der Gastgeber der Show. Mit seinen Witzen über „Wessis“ und „Ossis“, die dementen Wähler und Burkaträgerinnen in Mecklenburg-Vorpommern und seinem zynischen Humor begeisterte er das Publikum am Tag der Deutschen Einheit und sprach uns allen aus der Seele.
 
Wie an vielen „Blauen Montagen“ sorgte die selbstironische Musiktruppe „LÜÜL&Band“ wieder für die musikalische Unterhaltung des Abends, sowohl am Anfang des ersten als auch am Anfang des zweiten Aktes und zwischen einigen Programmpunkten. In ihren Liedern besang sie sowohl Rolf Eden als auch den Wannsee, also typische Berliner Themen – aber auf sarkastische Art und Weise.
 
Für uns gehörten zu den Höhepunkten der Show:
Gabor Vosteen, der sich selbst als „Musiker, Komiker, Blockflötennerd“ bezeichnet. Mit seinem Auftreten erinnerte er den Zuschauer an Charlie Chaplin und verband sein musikalisches Talent (er spielte bis zu fünf Blockflötten gleichzeitig) mit einem komödiantischen Können.
 
Markus Barth (nicht mit Mario Barth verwandt) unterhielt uns mit hervorragend pointierten Witzen zu Themen wie dem Gesundheitswahn, Telefonieren im ICE und verschiedenen Berliner Typen.
 
Andrea Bongers ist die einzige Frau in Deutschland, die in ihrem Soloprogramm ein Puppenspiel zeigt. Mt ihrer Schlangenpuppe diskutierte sie über Themen, die jede Frau bewegen: die Ehe, die von ihr an dem Abend mit der Sklaverei gleichgesetzt wurde, und das Singledasein. Viele Gelächter waren garantiert.
 
Mika, „die Herrin der Ringe“, zeigte uns, wie elfengleich das Herumwirbeln der Hula Hoop-Reifen funktionieren kann.
 
Carmen Küster, eine Luftartistin, verband ihr Programm in der Luft mit vielen Komikelementen und zeigte auch schwierige Programmpunkte, indem sie z.B. mit ihren Haaren an einer Stange hing.
 
Michael Sailer stellte zwei Theaterstücke gegenüber, die den Kontrast zwischen Berlin und Bayern offenlegen sollten. In dem ersten Theaterstück (Bayern) ging es um die unterschiedliche Meinung zu Fragen der Erziehung: Die Mutter war mit dem Sohn zu nachsichtig, der Vater zu streng.
Das zweite Theaterstück befasste sich mit zwei (Berliner) Männern, die über lebenswichtige Themen, darunter der Döner, sprachen.
 
Doch auch andere Künstler sorgten für eine Beanspruchung der Lachmuskeln seitens des Publkums:
Jens Neutag thematisierte in seinem breit gefächerten Programm Dresden, Pegida und die Kreuzigung Jesu Christi.
 
Klaus Nothnagel, „der Florian Silbereisen des Diavortrags“, präsentierte uns in seinem Diavortrag „Verzauberte Orte“ Berliner Plätze (u.a. das Brandenburger Tor und die Invalidenstraße), wie sie früher in der DDR ausgeschaut haben und wie sie jetzt aussehen.
 
Jockel Tschiersch las aus seinem Roman über das Liebesleben eines erfolglosen Schauspielers vor und sorgte damit für Schnappatmung bei einigen Zuschauern.
Am Ende kamen noch einmal alle Künstler auf die Bühne und verabschiedeten sich mit einer kleinen Zugabe von dem Publikum.
 
Mein Fazit: Wenn Ihr ein Programm mit vielen verschiedenen Künstlern, darunter Komiker, Artisten und Sänger, sehen wollt, dann ist der „Der Blaue Montag“ genau das Richtige für Euch. Am Montag, den 5. Dezember 2016, findet die 187. Show statt. Übrigens gibt es in Frankfurt/Oder auch dasselbe Konzept, nur unter dem Namen „Der Blaue Mittwoch“.
 
Preise: 21,50 Euro – 26,50 Euro
 
Weitere Informationen:
 
Kontakt:
Die Wühlmäuse
Pommernallee 2-4
14052 Berlin
Telefon: 030 30673010
 
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© E. Günther

 

 

Comedy Café – „Berlins erste internationale, alternative Comedy Bühne“

 Was macht man in diesen schwierigen Zeiten, in denen man das Gefühl hat, dass die Welt zugrunde geht? Genau, man lacht sehr viel und das am besten mit anderen Kulturen und Nationalitäten, denn Lachen verbindet die Menschen. Und Berlin, der Schmelztiegel der verschiedenen Kulturen, scheint dafür prädestiniert zu sein.

 Am Donnerstag, den 11. August 2016, hatte ich die Möglichkeit, mit einer langjährigen Freundin eine für uns neue Berliner Lokalität zu entdecken und damit einen kulturell verbindenden Ort zu unterstützen: das Comedy Café.
Das im Jahr 2015 eröffnete Comedy Café besteht aus zwei Teilen: In dem ersten Teil befindet sich das Restaurant/Café, in dem man leckere Sandwiches, Kuchen und den im Internet gepriesenen Pulled Pork-Burger bestellen kann. Die meisten Mitarbeiter sprechen entweder nur Englisch oder Deutsch und Englisch. Im hinteren Teil befindet sich der Showroom mit 70 Sitzplätzen und einer kleinen Bühne, auf der noch unbekannte und frische Künstler die Lachmuskeln der Zuschauer reizen können.
 
Der größte Teil der Programme findet in englischer Sprache statt. Freitags kann man eine Improvisationsshow besuchen und samstags Stand-Up Comedy sehen. Der Sonntag ist für besondere Projekte wie Podcasts reserviert. Diesen Sonntag (14. August 2016) kann man z.B. ein Teil des Projektes „Tatort auf Englisch“ werden. Nur donnerstags finden die Comedyshows auf Deutsch statt. Die Eintrittspreise variieren zwischen 5 und 8 Euro. Weiterhin bietet das Comedy Café auch Kurse an, in denen man in die Kunst der Improvisation und der Stand-Up Comedy eingeführt wird.
 
Ausnahmsweise fand aber an diesem Donnerstag keine Show in deutscher Sprache statt, sondern die CCB Impro Jam-Show, ein Improvisationstheater mit drei verschiedenen Teams, die in englischer Sprache auf der Bühne improvisieren und von einer Szene in die andere springen.
 
Um 19 Uhr traf ich meine sehr gute Freundin, die ein Jahr lang in England gelebt und gearbeitet hat und daher über sehr gute Englischkenntnisse verfügt, in dem Restaurant/Café und gemeinsam nutzten wir die eine Stunde bis zur Show, um interessante Gespräche beim Essen zu führen. Ich probierte den oben erwähnten und den tatsächlich schmackhaften Burger, der mir mit Grillkartoffeln und einem Krautsalat für 7 Euro serviert wurde, meine Freundin bestellte einen Kuchen für 3 Euro.
 
Um 20 Uhr begann nach einer Aufwärmübung für alle und der Verkündung der sieben „Regeln“ während des Schauspiels (u.a.„relax“) das Improvisationstheater und wir sahen drei verschiedene Teams auf der Bühne, die unterschiedliche Alltagssituationen schauspielerisch darstellten und uns mit ihrer Darbietung zum Lachen brachten. Die Darsteller wurden zu unserem Glück nicht einfach so aus dem Publikum willkürlich bestimmt, sondern haben sich vor der Show in eine Liste eingetragen.
 
Ein kleiner Tipp: Diese Liste darf nicht mit der Anforderung eines Newsletters verwechselt werden. Nur so kann ich mir das erklären, warum sich eine „Elena“ zuerst in die Liste eingetragen hat und dann sich aber während der Show nicht zu erkennen gegeben hat. Bis heute weiß keiner, wer diese geheimnisvolle Elena war…
 
Zwei Stunden lang haben wir geschmunzelt und gelacht und dabei auch fast alles verstanden. Der zweite Teil der Show, in dem noch einmal alle Teams zusammen auf der Bühne spielten und so ein künstlerisches Chaos entstehen ließen, hat mir am besten gefallen. Auch der Moderator an diesem Abend hat uns mit seinem Charme überzeugt.
 
Mein Fazit: Den ganzen Abend fühlte ich mich wie in einem Studentenwohnheim in Großbritannien, in dem ich gemeinsam mit Freunden lachte und unkompliziert Spaß hatte – und das war für mich die schönste Botschaft an dem gestrigen Abend. Also geht hin und habt auch Spaß! Bedenkt aber, dass Ihr Englisch verstehen solltet, sonst bleibt Euch nur der deutschsprachige Donnerstag.
 
Weitere Informationen:
 
 
Kontakt: Comedy Café
Roseggerstraße 17
12059 Berlin
01521 4660257
 
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© E. Günther
 

All Night Long – die Soul Varieté Show im Wintergarten Varieté

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Nach den Shows „Atemlos“ und „Der helle Wahnsinn“ dachte ich eigentlich, dass der Wintergarten Varieté mich nicht noch mehr begeistern kann, aber zum Glück wurde ich eines Besseren belehrt. Als ich erfahren habe, dass „All Night Long“ nach seiner grandiosen Premiere im Jahr 2013 und einigen Gastspielen in Dänemark wieder nach Berlin kommt, war mir klar: Diesmal muss ich, ein Soul-Fan, unbedingt hin. Ich wollte wieder dabei sein, wenn es auch diesmal dem Wintergarten gelingt, ein Gesamtkunstwerk aus Musik und Akrobatik zu zaubern.
Und so waren wir am Samstag, den 30. Juli 2016, bereits um 19 Uhr da, um uns berauschen zu lassen. Wir nahmen an einem Tisch in der zweiten Reihe Platz, von wo wir das ganze Geschehen auf der Bühne wundervoll überblicken konnten und bestellten uns vor der Show eine Kleinigkeit zu essen. Wie viele andere Gäste entschieden wir uns auch für den wundervoll zusammengestellten Varietételler für 13,50 Euro, der aus marinierten Hähnchenbrustspießen, gebackenen Frühlingsrollen, Pflaumen im Speckmantel, einem Mozzarellaspieß, einer Riesengarnele im Tempurateig und einem Tomaten-Kokossüppchen besteht und mit einem Mango-und Chilidip serviert wird. Beim Essen wurden wir wie an jedem Abend im Wintergarten auch diesmal sehr gut von einer Zauberin und ihren Kartentricks unterhalten.
Kurz nach 20 Uhr begann die Show, auf die ich mich schon seit Wochen gefreut habe. Wie schon oben betont sind die Shows im Wintergarten Gesamtkunstwerke, die Musik und Akrobatik als eine natürliche Einheit verbinden. Doch um jeden Künstler in meinem Bericht gebührend feiern zu lassen, habe ich mich dazu entschieden, diesen Bericht in die Kategorien „Musik“ und „Akrobatik“ zu unterteilen.
Musik:
An diesem Abend hatten wir zwei musikalische Gastgeber: Colin Rich und Della Miles. Über Colin Rich, den man bereits aus diversen Castingshows kennt („The Voice“, „The X-Factor“), sagte einmal Sarah Connor: „So einen Sänger findet man in Deutschland kein zweites Mal.“ Und das können wir nur bestätigen. Mit seiner unglaublich warmen Stimme sorgte er für einen großen Wohlfühlfaktor beim Publikum. Mein gesanglicher Höhepunkt war natürlich die Interpretation von Prince‘ „Purple Rain“, bei der ich auch Gänsehaut hatte.
Die sexy Della Miles zeigte, dass ihre Stimme ein großes Musikrepertoire umfasst: Egal, ob Alicia Keys oder Adele – gesanglich schien für Miles nichts unmöglich zu sein. Und so tanzten wir auf unseren Sitzen zu ihrer Stimme und applaudierten ihr lautstark am Ende des Abends.
Einer der Höhepunkte in der Show war der Schöneberger Travestie-Künstler Ikenna, der durch sein Programm als Whitney Houston führte. Nach dem ersten Lied kam auch der kontrastreiche Überraschungseffekt: Der Künstler begrüßte uns mit seiner natürlichen – tiefen – Stimme. Ein großes Kompliment dafür, dass man als ein großer Mann mit einer entsprechenden Sprechstimme nahezu an die Stimme der Ausnahmesängerin schlechthin kommen kann. Und falls es doch gesangliche Unterschiede gab, so hat Ikena diese wundervoll mit ihren Entertainer-Qualitäten überspielen können.
Der blinde Sänger Rian Es überzeugte uns nicht nur am Klavier und Keyboard, sondern auch mit seiner kraftvollen Stimme.
Hiermit möchte ich mich auch ganz herzlich bei der Live-Band bedanken, ohne die dieser musikalische Streifzug durch die Geschichte des Soul nicht möglich wäre. Mit ihrem Groove schien sie die im Folgenden vorgestellten Artisten immer wieder angetrieben zu haben.
Artistik:
Die erste Artistin an diesem Abend war die Französin Françoise Rochais, die wir schon aus einer anderen Show kannten. Mit ihren weißen Spitzenschirmen verzauberte sie zunächst das Publikum und bewies relativ schnell, dass sie auch frech und wild sein kann. So wirbelte sie später in einem kurzen Kleid über die Bühne und jonglierte dabei mit mehreren verschiedenen Gegenständen (weiße Schirme, Tennisschläger und Ringe) gleichzeitig.
Yenenhe Tesfaye aus Äthiopien begeisterte uns mit seiner Leiter-Equilibristik als Nächstes, indem er euphorisch mit der Leiter tanzte und uns dabei mit seinem Charme um den Finger wickelte.
Anschließend kam mit Lea Hinz eine Ausnahmekünstlerin auf die Bühne. Gleich zwei unterschiedliche Programme präsentierte sie an diesem Abend: Shadowdance und Akrobatik am Luftring. Bei Shadowdance führte sie uns einen eigens für die Show choreografierten Tanz vor und tanzte dabei gegen ihren eigenen Schatten an der Wand.
Später am Luftring und in einem roten Dessous raubte sie dem Zuschauer mit ihrer Luftakrobatiknummer, bei der sie wie ein Wirbelwind schnelle Beweglichkeits- und Spinning-Elemente vorführte, den Atem.
Léonie Pilote aus Kanada bewies am Chinesischen Mast, an dem sie mit einer erfrischenden Leichtigkeit turnte, ihr akrobatisches Talent.
Mit den Addis Brothers kam eines der absoluten Lieblingsprogramme der Zuschauer auf die Bühne. Mit ihrem feurigen Programm rissen sie jeden im Publikum von den Stühlen und begeisterten auch mit ihrer Ausstrahlung. Wie der Name schon sagt handelt es sich bei dem Showact um zwei Brüder, von denen der Jüngere sich von seinem älteren Bruder mit den Füßen durch die Luft schleudern ließ. In einem unmenschlichen Tempo zeigten sie 39 Umdrehungen hintereinander und unzählige Salti.
Für die Anmut an diesem Abend sorgte das finnische Duo Anivia, das seine Liebesgeschichte artistisch darstellte. Ihr „Tanz der Lüfte“ beinhaltete viele gefährliche Elemente an der Luft-Perche.
Der artistische Komiker an diesem Abend war Monsieur Chapeau, der mit seinem frechen Lächeln auf aufgebauten Koffern und Blechbüchsen einen regelrechten Balanceact vorführte und uns zum Schmunzeln brachte.
Als letzter Artist kam Abrham Dereje Woldehawaryat auf die Bühne und man erkannte an seinem Hut, seinen weißen Handschuhen und seiner glitzernden Jacke sofort, welche Musik er interpretieren wollte: die der Legende Michael Jackson. Mit seinen Bouncing Balls bewies er Handgeschicklichkeit und dem Moonwalk sein tänzerisches Talent.
Später versammelten sich noch einmal die Ausnahmekünstler auf der Bühne, jeder von ihnen wurde exzessiv gefeiert. Daran dass das Publikum die Artisten, Sänger und Musiker nicht gehen lassen wollte, merkte man wieder, dass die Zeit im Wintergarten zu schnell vergeht.
Mein Fazit: Diese furiose Show muss man gesehen haben! Dazu habt Ihr noch bis zum 28. August 2016 die Gelegenheit, die Ihr Euch nicht entgehen lassen dürft!
Für weitere Informationen:
Kontakt: Wintergarten Varieté
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
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© E. Günther