Sons of Mana​ – Hawaiianisch essen in Berlin

In „Sons of Mana“ Hawaiianisch essen? In Berlin? Bei dem Wetter? Ja, in Berlin ist alles möglich, zumindest kulinarisch. Und so hat der Poke-Trend endlich auch Berlin erobert.
Poke ist ein traditionell hawaiianisches Fischgericht, das die polynesische, asiatische und kalifornische Küche vereint. Die Poke-Bowls, die in Hawaii ein Nationalgericht sind, bestehen aus mariniertem Fisch, Gemüse, auserlesen Gewürzen und Reis.

Seit Januar 2018 kann man endlich in Bikini Berlin, im Foodmarket Kantini, diese hawaiianische Spezialität bekommen. Und das Konzept von Ngoc Duc Nguyen in „Sons of Mana“ geht voll auf. In „Sons of Mana“ bekommt der Gast leckere, frisch zubereitete und sättigende Poke Bowls serviert, die direkt vor dem Besucher liebevoll zubereitet werden.

Am Mittwoch, den 20. November 2019, bestellten meine Begleitung und ich „Mana grilled salmon“. In der kleinen Portion für 9 € oder der großen Portion für 13,50 € bekommt man einen flambierten Lachs, Salat mit Soja-Dressing, Tempura Shrimps, Edamame-Guacamola, Masago, Seetang, Gurken Kimchi, Sesam, Sesam-Sauce und Reis mit Buchweizen.
Ohne Erwartungen bestellt, aber beim Essen hin und weg von dieser geschmacklichen Komposition gewesen.

Neben weiteren Poke Bowls kann man seine eigene Poke Bowl aus 36 verschiedenen Zutaten kreieren. Auch die Veganer kommen hier auf ihre Kosten (frisches Avocado und Süßkartoffel). Überhaupt spielt Nachhaltigkeit in „Sons of Mana“ eine große Rolle. So hat das Team den vom Aussterben bedrohten Thunfisch von der Speisekarte gestrichen.

Mein Fazit: „Sons of Mana“ steht für ein geschmackliches Erlebnis, das zu fairen Preisen die Sonne Hawaiis in dein Herz bringt. Die Poke Bowls machen schnell satt und schmecken frisch und köstlich. Gleich nach meiner Genesung werde ich auf jeden Fall wiederkommen und die nächsten Kreationen probieren.

Adresse:
Sons of Mana im Kantini
Budapester Straße 38-50
10787 Berlin
Montag – Samstag: 10–20 Uhr
(Das „Sons of Mana“ findet man übrigens auch in Mitte, in der Invalidenstraße.)

Weitere Informationen:
http://sonsofmana.de/

Text und Fotos © E. Günther

 

 

 

 

 

Ausstellung Nineties Berlin – eine Hommage an die Neunziger

Wiedervereinigtes Berlin oder doch die Love Parade? Jeder von uns verbindet etwas Anderes mit den Neunzigern. Eins steht aber fest: Dieses Jahrzehnt war legendär.
Kein Wunder also, dass es es seit August 2018 eine ganze Ausstellung – eine Kooperation zwischen dem DDR-Museum und der Münzprägerei – gibt, die sich mit diesem Jahrzehnt befasst. Nineties Berlin in der Alten Münze am Molkenmarkt ehrt diese unglaubliche Zeit mit einer multimedialen Ausstellung und präsentiert echte Mauerteile und Skulpturen. An der Kasse erfährt der Besucher, dass er über eine App zusätzliche Informationen zu den Ausstellungsstücken bekommen kann. 
 
Und wer das Jahrzehnt nicht live miterlebt hat, dem erzählen Zeitzeugen wie Westbam oder Gregor Gysi auf Bildschirmen, wie wild diese Zeit war.
Meine Lieblingsbereiche in der Ausstellung, die ich am Samstag, den 23. November 2019, besucht hatte, waren: a) der Spiegelraum mit dem Plattenspieler, auf dem jedes Jahr einen Knopf hatte, der für dieses Jahr typische Technomusik spielt. Wer da nicht mittanzt…
b) der Souvenirshop mit lustigen Verrücktheiten aus dem Jahrzehnt, wie die Leckmuschel.
Aber bei all dem Spaß erinnern den Besucher Mauerstücke und ein Raum voller Maschinenpistolen daran, dass Berlin auch für eine dunkle Geschichte steht.
 
Weitere Informationen:
 
Adresse: Nineties Berlin
Molkenmarkt 2
 
Text und Fotos © E. Günther

Zimt & Zauber – Pinocchio im Wintergarten Berlin​: der Klassiker „Pinocchio“ im neuen Gewand

Weihnachten und die Zeit davor verliert immer mehr ihren Wert. Statt Besinnlichkeit herrscht Hektik. Statt Familie geht es nur noch um Konsum. An Weihnachten sollte man aber die Zeit im Kreise seiner Lieben verbringen und den Kleinen zeigen, dass Weihnachten kein reines Konsumfest ist. Dafür ist der Besuch des Familienmusicals „Pinocchio“ im Wintergarten Berlin bestens geeignet. Hier erinnert man sich mit der ganzen Familie noch einmal daran, was wirklich im Leben zählt.

Unter der Regie von Fabian Gröger bringt der Wintergarten Berlin wie jedes Jahr im Winter in Zusammenarbeit mit dem Cabuwazi​-Springling Kinderzirkus und den 30. Berliner Märchentagen – in der beliebten Veranstaltungsreihe „Zimt & Zauber“ – eine märchenhafte Show auf die Bühne, die die großen und kleinen Kinder erfreut.

Wie meine Blogleser bereits bemerkt haben, bin ich ein sehr großer Fan der „Zimt & Zauber“-Reihe. Im Jahr 2016 besuchte ich die Show „Die Schneekönigin…und die Suche nach dem kleinen Glück“, im Jahr 2017 die Show „Die kleine Meerjungfrau“, im Jahr 2018 die Show „Aufstand der Uhren – oder wenn keiner mehr weiß, wie spät es ist“ und im Jahr 2019, „Pinocchio“.

Das Foyer war wieder sehr weihnachtlich geschmückt und bot alle möglichen Leckereien an: Bagels, Popcorn, Brezel, Muffins und Quarkbällchen, von denen wir vor der Show erst einmal drei Stück aßen. Auch die Speisekarte im Saal war auf die Wünsche der kleinen Gäste abgestimmt: So konnte man das Nudelgericht „Pippi Langstrumpf“ oder die Bouletten „Anna und Elsa“ bestellen. Wir orderten wie letztes Jahr „Biene Maja“ (Eierkuchen mit Waldbeerenfüllung und Vanillesauce).

Doch wovon handelt der neu interpretierte Klassiker „Pinocchio“ im Wintergarten Berlin?
Der Puppenhersteller Guiseppe liebt seinen Beruf, doch er ist einsam. Eine gutherzige Fee kann sich dies nicht länger anschauen und erweckt daher eine von Guiseppes Puppen zum Leben und schenkt Guiseppe damit einen Sohn. Doch wie alle Jugendlichen steht Pinocchio vor folgenden Herausforderungen: dem ungeliebten Gang zur Schule, dem Mobbing durch seine Mitschüler und dem rebellischen Verhalten gegenüber seinem (Zieh-)Vater. Und so flieht Pinocchio und erlebt zahlreiche Abenteuer. Auch sein friedliebender Vater muss viele gefährliche Situationen meistern, um seinen geliebten Sohn zu finden. Schaffen es die beiden trotzdem, zueinander zu finden? Und wird die Fee sie auch diesmal retten?

Genauso wie bei der „Schneekönigin“ und der „Meerjungfrau“ schrieb auch diesmal Bijan Azadian das Buch und die Musik zum Familienmusical im Wintergarten Berlin und berührte mit dieser zeitlosen Geschichte mein Herz.
Ohne den moralischen Zeigefinger zeigt Azadian dem Publikum, dass der Zusammenhalt in der Familie unabdingbar ist, um die Gefahren im Leben zu überstehen. Auch erfahren die kleinen Gäste von dem Helden Pinocchio, dass der Besuch einer Schule in der kognitiven Entwicklung jeder Person vom Nutzen ist.

Der Held Pinocchio wird von Karim Plett überzeugend gespielt und wird bestimmt für viele im Publikum zu einer Identifikationsfigur. Da er anders ist, wird er von vielen in der Schule nicht akzeptiert und geärgert. Doch schließlich macht genau das ihn zu etwas ganz Besonderem.

Claudio Maniscalco verkörpert nicht zum ersten Mal im Wintergarten auf eine authentische Art und Weise den manchmal überforderten Vater eines rebellischen Jugendlichen. Vor zwei Jahren war er noch König Triton, jetzt ist er der Puppenmacher Giuseppe. Doch die Probleme sind dieselben: Auch Pinocchio ist mit seinem Leben nicht zufrieden. An vielen Stellen musste ich schmunzeln, wenn Giuseppe überfordert war und glaubte, mit seinen Problemen alleine zu stehen.

…, denn Giuseppe und Pinocchio waren niemals alleine. Die ganze Zeit wurden sie von der lieben, aber frechen Fee unterstützt – sehr cool von Nadine Aßmann gespielt. Ich bin mir sicher, dass einige im Zuschauersaal sich sofort diese Fee auf ihren Wunschzettel notiert haben.

Aber jeder Protagonist braucht einen Antagonisten und diesen fanden unsere Helden in der bösen und manipulativen Zirkusdirektorin, die unbedingt Pinocchio haben wollte, um ihn in ihrem Zirkus zur Schau zu stellen. Ich fand diese Figur aber großartig, was sicherlich an der hervorragenden Darstellung durch Sarah Laminger lag.

Doch die Show lebt vor allem von ihren bezaubernden Artisten/Artistinnen: Die sehr jungen Artisten und Artistinnen vom Kinderzirkus CABUWAZI-Springling verdrehten auch dieses Jahr mit ihrem Programm (bestehend aus Seilspringen, Luftakrobatik und Hand-in-Hand-Performance) dem Zuschauer den Kopf, und das in diesem Alter. Vor allem die lebendigen Lebkuchen haben es mir angetan. Zuckersüß!

Wie die letzten Jahre lautet mein Fazit daher auch dieses Jahr: Die märchenhafte Wintershow im Wintergarten Berlin zaubert einem wie immer mit der interessanten Geschichte, der schönen Musik und den begabten Darstellern/Darstellerinnen und Artisten/Artistinnen ein Lächeln ins Gesicht. Am besten die Show mit der gesamten Familie besuchen! Die märchenhafte Musicalshow läuft noch bis zum 19. Januar 2020 im Wintergarten Berlin.

Preise:
Kinder: ab 16,00 Euro
Erwachsene: ab 20,00 Euro
Familienticket: 4 Personen ab 16,00 Euro p.P.

Weitere Informationen:

Zimt & Zauber

Kontakt: Wintergarten Berlin
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340

Text und Fotos © E. Günther
1. Bild/ Titelbild © Wintergarten Berlin

 

Gewinnspiel: 2×2 Eintrittskarten ins Deutsche Spionagemuseum – Erlebnis-Ausstellung um die Welt der Spione

Die Glienicker Brücke ist nicht erst seit dem Film „Bridge of Spies“ mit Tom Hanks ein Mythos. Ganze drei Mal wurden auf der legendären Brücke im Kalten Krieg Spione zwischen Ost und West ausgetauscht. Seitdem wird Berlin auch die „Hauptstadt der Spione“ genannt, ein Konzept, dem sich seit dem 19.09.2015 das Hightech-Museum Deutsches Spionagemuseum verschrieben hat.
 
In dem Deutschen Spionagemuseum kommen nicht nur James Bond-Fans voll auf ihre Kosten, auch Verschwörungstheoretiker und Hobbydetektive können hier viel nachlesen (sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch), bestaunen (viele Originalstücke aus dem Leben der Spione), aber auch agieren, denn Besucher können im Museum ihre Nachrichten selbst codieren.
Besonders interessant fand ich bei meinem letzten Besuch die vielen Ausstellungsstücke und die Geschichten über die verschiedenen Tiere, die zur Spionage eingesetzt wurden, darunter Hauskatzen.
 
Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann fasse ich noch einmal alles Wichtige zusammen:
Was? 2×2 Eintrittskarten für das Deutsche Spionagemuseum
Wann? Täglich von 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet
Wo? Deutsches Spionagemuseum, Leipziger Platz 9, 10117 Berlin
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken und kommentieren!
 
Das Gewinnspiel endet am Freitag, den 6. Dezember 2019, um 17 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Viel Glück!
Text und Fotos © E. Günther
 

Die grimmigen Märchen „Ali Baba“ und „Aschenbrödel“ im Glaspalast Berlin – Märchen für kleine und große Kinder auf dem Pfefferberg

Winterzeit ist Märchenzeit. Winterzeit ist kostbare Zeit mit Familie und mit Freunden, am liebsten bei einem Glas Glühwein und am Lagerfeuer. Und wenn dazu noch Grimms Märchen gezeigt werden, dann kann einem die Kälte draußen nichts mehr anhaben. Dieses Konzept verfolgt auch der Glaspalast auf dem Pfefferberg, in dem man Grimms Märchen für Kinder und für Erwachsene neu interpretiert erleben kann.
 
Ich habe Grimms Märchen bereits drei Mal live erlebt: im Jahr 2016 die Märchen „Der gestiefelte Kater“ und „Rotkäppchen“, im Jahr 2017„Hans im Glück“ und „Schneewittchen“ und im Jahr 2018 „Frau Holle“ und „Hase und Igel“. Alle diese Märchen waren ganz anders als erwartet und das Hexenberg Ensemble brachte das erwachsene Publikum in den Abendvorstellungen jedes Mal zum explodierenden Gelächter. Warum sollte ich dann in diesem Jahr etwas anders machen und nicht wieder in den Genuss der letzten drei Jahre kommen?! Am Samstag, den 16. November 2019, entschied ich mich für die beiden Märchen „Ali Baba“ und „Aschenbrödel“.
 
Diesem Wunsch folgten offenbar auch viele andere Leute, denn der Glaspalast war an diesem Abend wie schon die Jahre zuvor bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach dem Glühwein in einer durch die Laternen gemütlich geschaffenen Atmosphäre machte uns eine Glocke darauf aufmerksam, dass es bald losgehen sollte.
 
Ich entschied mich für das Märchen „Ali Baba“, weil dort mit
Vlad Chiriac (Schauspieler) einer meiner Lieblingsschauspieler des Pfefferberg Theaters und des Glaspalastes mitspielte. Chiriac hat mich mit seiner ausdrucksstarken Mimik schon in Grimms Märchen „Rotkäppchen“ und in dem Theaterstück „Der Geizige“ begeistert. Ich freute mich also auf die Neuinterpretation von „Ali Baba“. Damit der/die Schauspieler/in an Chiriacs Seite nicht untergeht, braucht es eine genauso starke Persönlichkeit mit einem genauso überzeugenden Talent. Und mit Samia Chancrin, die ich an dem gestrigen Abend zum ersten Mal live erlebte, hat der Glaspalast eine ebenfalls sehr talentierte Schauspielerin dem Publikum präsentiert.
Das Märchen „Ali Baba“ hatte aber nicht nur einen starken Cast, sondern erschien in einem ganz neuen Gewand. Wir befanden uns an einem Tatort und aus Ali Baba wurde Ali B. Aus der klugen Sklavin Morgiana wurde eine loyale Dienstmagd. Die vierzig Räuber blieben aber auch in dieser Interpretation nicht ungestraft. Viel mehr möchte ich aber an dieser Stelle nicht verraten. Überzeugt Euch selbst davon, wie das orientalische Märchen umgesetzt wurde.
 
Wie immer dauerte das Märchen eine halbe Stunde und nach einer zehnminütigen Pause kam mit „Aschenbrödel“ der absolute Kracher auf die Bühne des Glaspalastes. Die Tatsache, dass diese Interpretation der absolute Kracher war, lag an folgenden Gründen: Friederike Nötting, die ich schon aus dem Märchen „Frau Holle“ kannte, spielte fantastisch das naive und gutmütige Aschenbrödel, das einem mit der Babysprache oft um den Verstand brachte. Für die Rolle des selbstverliebten Prinzen kann ich mir keinen Besseren vorstellen als Roger Jahnke, den ich an diesem Abend zum ersten Mal auf einer Bühne sah und es nicht mehr erwarten kann, ihn in weiteren Stücken zu erleben. Roger Jahnke ging in dieser Rolle vollkommen auf und zeigte vollen Körpereinsatz. Der zweite Grund war, dass trotz einiger Veränderungen der Zuschauer den Kern des Märchens „Aschenbrödel“ wieder erkannte. Und dann das Bühnenbild: Discokugel, Seifenblasen – auch hier möchte ich nicht mehr verraten.
Neben „Rotkäppchen“, „Hase und Igel“ und „Hans im Glück“ gehört die Neuinterpretation von „Aschenbrödel“ nun zu meinen Lieblingsmärchen im Glaspalast.
 
Mein Fazit: Das ganze Publikum hatte einen sehr lustigen Abend und die Zeit verging leider wie im Flug. Die sehr zufriedenen Zuschauer werden sicherlich wiederkommen, mich eingeschlossen. Wer mit seinen Kindern kommen möchte, der sollte das Theater nachmittags besuchen, Erwachsene dagegen abends. Wer die Märchen unter Glas erleben möchte, der kann dies noch bis zum 31. Januar 2019 tun. Es werden immer zwei Märchen hintereinander aufgeführt (jeweils 30 min.). Erwachsene zahlen 15 Euro, Kinder bis zu 12 Jahren 7 Euro. Auch für eine private Märchenvorführung kann man das Ensemble buchen.
 
Adresse: Glaspalast auf dem Pfefferberg
Schönhauser Allee 176
10119 Berlin
 
Weitere Informationen:
Text und Fotos © E. Günther
1. Foto /Titelbild © KIKE Photography

Die orientalische Dinnershow „Lasis“ im Madi – Zelt der Sinne​ – ein Erlebnis aus 1001 Nacht

Die orientalische Dinnershow „Lasis“ im Madi – Zelt der Sinne
– ein Erlebnis aus 1001 Nacht

„Wer die Perlen seiner Gegenwart auf Schnüre ziehen will, erhält als Lohn nicht Ketten der Vergangenheit, sondern ein Lichtgeschmeide der Erinnerung, das auch vom Anblick aus der Zukunft her sich immer ändern lässt.“ (Christa Schyboll)

Die Zeit vergeht so schnell, dass wir endlich lernen sollten, diese mit schönen Erinnerungen zu füllen. Dafür eignet sich der Besuch der orientalischen Dinnershow „Lasis“, die wir am Samstag, den 26. Oktober 2019, erlebt haben, hervorragend, denn hier hat man die Chance, in das Orient der 20-er Jahre Berlins einzutauchen und seine ganzen Sinne verwöhnen zu lassen.

Unsere Reise ins Morgenland begann damit, dass unsere Hände im Eingangsbereich von traditionell gekleideten Mitarbeitern des Zeltes mit Rosenwasser gereinigt wurden. Anschließend bekam jeder Gast einen Tee serviert, bei der kalten Jahreszeit genau das Richtige.
Natürlich durfte auch ein Fotograf nicht fehlen, der von den Gästen Fotos machte, die man am Ende der Show käuflich erwerben konnte, was wir nach der Show auch taten.

Nachdem wir schon im Foyer in die orientalische Kultur eingetaucht waren, wurden wir natürlich noch neugieriger auf unser Reiseziel und bekamen langsam Hunger. So betraten wir ein wie von Beduinen eingerichtetes Zelt und nahmen mit zwei anderen Gästen Platz an dem schön dekorierten Tisch, auf dem schon die Vorspeisen auf unsere Verköstigung warteten: arabisches Brot, Falafel, Hummus, Teigtasche gefüllt mit Spinat und Käse und Labane (Frischkäse aus Joghurt und Ruccola). Um mein Interesse für die kulinarischen Traditionen der arabischen Kultur noch mehr zu unterstreichen, habe ich die Vorspeisen mit der Hand (natürlich der rechten) gegessen.

Im Laufe der fast dreistündigen Show wurden noch drei weitere Gänge des tunesischen Chefkochs serviert:
– Fischsuppe mit Gemüse und Kartoffeln
– als Hauptgang Whaleema Arabique, eine arabische Festspeisenplatte mit Couscous, Hähnchen und gedünstetem Gemüse.
Hier fand ich es besonders toll, dass es eine große Platte war, aus der wir mit den anderen Gästen uns Essen auf unseren Teller legen konnten, was zur Kommunikation am Tisch sehr viel beigetragen hat.
– am Ende des Abends Mocca mit einem orientalischen Gebäck.
Natürlich kann man bei der Reservierung auch angeben, dass man Vegetarier ist.

Doch das sehr gut zubereitete Essen wurde in die Show, durch die uns der Gastgeber Felix Häckell geführt hat, eingebettet. Häckell moderierte aber nicht nur, sondern überzeugte auch durch Jonglage und Comedy. Gemeinsam mit seinem „Showbruder“ und Sänger Erbil Ayalp führten sie uns durch eine interessante Show, in der es um eine Familie mit dunklen Machenschaften und der tiefen Liebe für Mama ging.

In die Show integriert waren akrobatische Showprogramme. Uns wurde artistisch gesehen eine sehr abwechslungsreiche Show dargeboten: Wunderschöne Frauen (und Männer) tanzten Bauchtanz, wir sahen Luftakrobatik, heiße Feuerdarbietungen und grazile Kunststücke am Seil, Fischnetz (Kaja Schaf) oder an einem Kronleuchter (Shosha Lilienthal). Besonders angetan war ich von den Akrobaten Munetsi aka Iamshowman und Kawim Ben Zitoun, die uns mit ihrer Partnerakrobatik begeisterten und mit ihren Einzelprogrammen an der Flying Pole bzw. an den Strapaten ins Staunen versetzten.
Was ich sehr interessant fand, war, das obwohl es ein arabischer-nordafrikanischer-orientalischer Abend war, die Akrobaten aus verschiedenen Ländern kamen, darunter Ukraine, Simbabwe und Brasilien.

Die Artisten wurden an dem Abend von einer Live-Band (Ali Alassi an der Oud, Safa Jemil am Schlagzeug, Haval Khalil an der Trommel, Ahmet Khalifa am Saxophon und Wissam Alafif – an der Violine) begleitet, die orientalische Musik gespielt und auch für die gute Stimmung im Zelt gesorgt hat. Besonders positiv hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass die Musiker später traditionell gekleidet waren.

Mein Fazit: Im Zelt der Sinne vergisst man die Zeit und fühlt sich an einen geheimnisvollen Ort gebracht! Es werden fast drei Stunden lang alle Sinne verwöhnt: Man bekommt ein gutes und traditionelles Essen von einem freundlichen Personal serviert, hört authentische orientalische Live-Musik und sieht hervorragende akrobatische Showprogramme. Diese Reise kann ich jedem empfehlen.
Als Nächstes möchte ich unbedingt den Orientalischen Märchenbrunch im Madi besuchen.

Weitere Informationen:
https://www.madi-zelt.de/
https://www.facebook.com/madizelt/

Adresse: Madi – Zelt der Sinne
Bernhard-Lichtenberg-Platz 1
13507 Berlin-Tegel

Praktischer Hinweis: Gäste mit Kostüm im Stil der 20-er Jahre erhalten einen Sektempfang auf Kosten des Hauses!

#Lasis #Madi #ErbilAyalp #FelixHäckell #KajaSchaf #ShoshaLilienthal
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#HavalKhalil #AhmetKhalifa #WissamAlafif #Berlin #Dinnershow #Akrobatik #Orient #Falafel #Bauchtanz #Luftakrobatik #Jonglage #Partnerakrobatik #Quickchange #HulaHoop #Märchenbrunch #Rosenwasser #Henna #Beduine #Zelt #Hummus #Labane #WhaleemaArabique #Couscous #Strapaten

Text und Fotos (außer Titelbild) © E. Günther

 

Gewinnspiel: 1×2 Karten für die Dinnershow „Berliner Schlemmer Varieté – Janz viel Amüsemang“ in der Arminiusmarkthalle – Markthalle Moabit

Vor allem in den Wintermonaten wünscht man sich ein familiäres Zusammensein bei einem guten Essen und guter Unterhaltung – ein Konzept, das die Dinnershow „Berliner Schlemmer Varieté“ verspricht. Davon wollte ich mich am Samstag, den 2. Februar 2019, selbst überzeugen.
 
Um 19 Uhr betraten wir die 127 Jahre alte Armeniusmarkthalle in Berlin-Moabit.
Doch bevor es losgehen konnte, machte der freundliche Showfotograf Jan Fahndungsfotos von den Gästen. Auch wir wollten unbedingt auf die Fahndungsliste kommen und stellten uns mit dem Schild „JVA – Janz viel Amüsemang“, dem Motto und Leitfaden der Show, vor die Kamera.
 
Um 20 Uhr begann die Show, durch die der Moderator und Comedian Otto Kuhnle führte. Otto Kuhnle war an diesem Abend ein Meister der Trash Comedy mit einem satirischen Blick für die aktuellen Themen und verlor während der ganzen Show nie den Kontakt zu seinem Publikum.
Für die musikalische Unterhaltung sorgte die charismatische Showband „Die Schlemmeretts“ (Naemi Simon, Nikolas Tillmann und Johannes Wehrle), die sowohl englisch- als auch deutschsprachige Lieder zum Besten gab und die Gäste – allen voran mich – zum Mitgrooven auf der Bank bewegte.
 
Auch die Artistikladies erfreuten uns an dem Samstag Abend: Valerie mit ihren Hula Hoop-Reifen und Lena Köhn mit ihrer (LED-)Diabolo-Show. Beide charismatische Damen ließen ihre jeweilige Show sehr leicht aussehen und tanzten mit ihren Showgegenständen um die Wette.
Und obwohl ich schon viele Programme mit den Hula Hoop-Reifen und dem Diabolo gesehen hatte, wurde ich von einigen Programmpunkten der beiden positiv überrascht und sehr gut unterhalten.
 
Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss und so stand am Ende der Show mit der rasanten Cocktailshow „On the Rocks“ von Lutz und Moritz, die auch die Regisseure der Show sind, mein persönliches Highlight der Show auf der Bühne. Lutz und Moritz überzeugten nicht nur mit ihrer dynamischen und authentischen Art das Publikum, sondern auch mit ihrem tänzerischen und artistischen Wirbeln beim Mixen verschiedener Cocktails.
 
Neben der Musik und der Akrobatik stand auch das Essen im Mittelpunkt des gut durchdachten Showkonzeptes. Unsere Speisen wurden dabei hervorragend in der offenen Showküche mit Chefkoch Ali zubereitet.
Zu Beginn der Show wurde die Vorspeisenplatte in Form von folgenden Tapas serviert: Brandenburger Rauchspeck, Rosmarin Schinken, Fasanen Paté, Linse und Erbse fürs Brot, Gemüsesticks mit Sauerrahmdip, Mozzarella mit grünem Pesto, Erdbeerfrischkäse mit Pumpernickel, rote Beete mit karamelisierter Walnuss, Käsewürfel mit Oliven, Spreewälder Salzfassriesen, knusprige Brotstangen, dunkles Brot und weißes Baguette mit Faßbutter. Eine sehr gelungene Vorspeisenkomposition!
 
Als Hauptgang gab es in der Mitte der Show eine knusprig gebratene Ente mit reichlich Orangensoße und Kartoffelklößen frisch aus dem Rohr serviert. Und als Alternative gibt es auch immer ein leckeres vegetarisches Menü, welches für Euch optional serviert werden kann. Beide Gänge schmeckten sehr gut und wurden zudem schön präsentiert.
 
Und dann kam mit dem Dessert der krönende Abschluss: Ein Eiswagen mit sechs verschiedenen Eissorten (Natürlich nahm ich wieder Schokolade.) wurde hineingefahren. Als ob das nicht schon genug wäre, wurde zudem eine Candy Bar mit heißen Kirschen und verschiedenen Toppings (Marshmallows, Dominosteine etc.) vorbereitet. Die bloggende Naschkatze war sehr sehr glücklich.
 
Mein Fazit: Die Show „Berliner Schlemmer Varieté“ bietet tatsächlich „janz viel Amüsemang“! Sehr freundliche Gastgeber, ein zuvorkommendes Personal, ein sehr gut zubereitetes Essen mit dem absoluten Höhepunkt am Ende, eine schöne Live-Musik, ein lustiger Moderator, talentierte Artisten und eine sehr familiäre und herzliche Atmosphäre, das macht das „Berliner Schlemmer Varieté“ aus! Wir kommen auf jeden Fall wieder!
 
Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann verlose ich hiermit 1×2 Karten für die Dinnershow „Berliner Schlemmer Varieté – Janz viel Amüsemang“ und fasse noch einmal das Wichtigste zusammen:
 
Was? 1×2 Karten für die Dinnershow „Berliner Schlemmer Varieté – Janz viel Amüsemang“
Wann? Samstag, den 2. November 2019, um 20 Uhr
Wo? Arminiusmarkthalle – Markthalle Moabit, Arminiusstraße 2-4, Berlin
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken und unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen!
 
Das Gewinnspiel endet am Montag, den 18. November, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Viel Glück!
 
Weitere Informationen:
Text und Fotos (außer Titelbild) © E. Günther
 

Out of Chaos – Gravity & Other Myths im CHAMÄLEON Theater

Schon Albert Einstein hat es gewusst: „Nur das Genie beherrscht das Chaos.“ Dieser Theorie folgend bringt das Chamäleon Theater, meine Lieblingsspielstätte für Akrobatikshows und den Neuen Zirkus, zu seinem 15-jährigen Jubiläum mit der preisgekrönten australischen Kompanie „Gravity & Other Myths“ eine am Anfang chaotisch wirkende Show, die danach für zwei Stunden ihre vollkommene Genialität entfaltet.
 
Ich war bis jetzt fast bei jeder Show im Chamäleon Theater dabei und für mich hat sich relativ früh herauskristallisiert, dass die australischen Artistikkompanien die besten Shows auf die Beine stellen. Unter der Regie von Darcy Grant hat „Gravity & Other Myths“ wieder einmal meine Meinung bestätigt. Mit der Show „Out of Chaos“ haben Martin Schreiber, Simon McClure, Mieke Lizotte, Lewis Rankin, Lewis West, Lisa Goldworthy, Dylan Philips und Amanda Lee etwas Unmenschliches vollbracht und die Gesetze der Schwerkraft vollkommen vernachlässigt. Die Zuschauer im Saal wirkten ungläubig, wie die ästhetischen Körper verbogen wurden und waghalsige Turmfiguren gebildet und in einer unglaublichen Schnelligkeit immer wieder ausgebaut und aufgelöst wurden. Die Zuschauer im Saal blieben sprachlos zurück.
Ich hatte die ganze Zeit Angst, zu blinzeln und damit etwas zu verpassen, was ich bis dato noch nie auf einer Bühne gesehen habe. Wir erlebten zwei Stunden lang eine technische Perfektion verbunden mit einer charismatischen Ausstrahlung und einem australischen Humor, den ich sehr liebe.
 
Doch nicht nur die Grenzen der Schwerkraft wurden aufgebrochen, sondern auch die geschlechterspezifischen Fesseln in der Akrobatik gelöst. Die Frauen in der Kompanie bildeten oft die Basis in der Formation und stemmten Männer. Frauen performten mit Frauen und Männer mit Männern. Es kam nicht auf das Geschlecht an, sondern auf die Genialität des Einzelnen und der Gruppe.
Diese Show war für mich auch die Authentischste, denn obwohl die akrobatischen Elemente perfekt waren, sind solche Programme eine körperliche Anstrengung für die Artisten. Obwohl wir im Zuschauersaal dies nie sahen, erfuhren wir es diesmal durch die witzigen Erzählungen – einem wichtigen Mittel in der Show – der Akrobaten.
 
Aber nicht nur hier gab es eine Innovation auf der Bühne des Chamäleon Theaters, sondern auch in dem Einsatz der Musik in der Show. Der sich zwischen den Artisten dauernd bewegende Sänger und Musiker Ekrem Phoenix hat mit einer Voice-Over-Technik die oft lustigen Geräusche und Sätze der Artisten aufgenommen und damit eine wundervolle Musik in der Show erschaffen. Faszinierend, wie der Musiker mit dem Bogen einer Geige ein normales Xylophon zum Schwingen brachte und ihm Klänge entlockte. Mit seiner orientalisch angehauchten Musik schuf er in meinen Gedanken eine geheimnisvolle Parallelwelt, in der ich mich auf den mystischen Märkten in Marakkesch befand.
 
Als wäre es nicht genug, dass „Gravity & Other Myths“ in der Akrobatik und in der Musik etwas Neues erschaffen haben, setzten sie auch in der Lichttechnik neue Maßstäbe, denn die Artisten positionierten selbst das Licht, indem sie kleine und große Lichtquellen auf dem Boden stationierten oder an Strippen befestigten. Dieser Wechsel zwischen Dunkelheit und Helligkeit sorgte für eine hypnotisierende Show.
 
Mein Fazit: Das Chamäleon Theater bringt mit der Show „Out of Chaos“ der zugleich chaotischen und genialen Zirkustruppe Gravity & Other Myths einen Kracher auf die Bühne, die Grenzen in verschiedenen Kunstformen sprengt und neue Maßstäbe setzt. Dieses audiovisuelles Meisterwerk läuft noch bis zum 16. Februar 2020 im Chamäleon Theater und würdigt wieder einmal eine meiner Lieblingskunstformen: den Neuen Zirkus.

Text © E. Günther
Fotos © Andy Phillipson

Wellnessurlaub im Hotel Resort Mark Brandenburg Neuruppin

Sich einfach mal erholen und den ganzen Arbeitsstress hinter sich lassen – das machen wir alle viel zu selten.
Da ich sehr schnell agiere, wenn ich einmal eine Entscheidung getroffen habe, habe ich sofort ein Doppelzimmer mit Seeblick in dem Neuruppiner Vier-Sterne-Hotel „Mark Resort Brandenburg“ gebucht.
Warum gerade dieses Hotel? Weil ich schon vor zwei Jahren von dem Hotel begeistert war, das Hotel direkt am Wasser liegt, weil es über eine eigene Therme verfügt und weil man von Berlin aus nur 1,15 Stunden fahren muss, was wir am Sonntag, den 29. September 2019, schließlich auch taten.
 
1.Tag (Sonntag, der 29. September 2019) – die Erkenntnis, dass sich zum Glück nichts geändert hat:
Das große Hotel „Mark Resort Brandenburg“ liegt direkt am Ruppiner See der Fontane-Stadt Neuruppin. Neben der Fontane-Therme verfügt es über eine Fitness-Fläche und eine Tiefgarage (15 Euro pro Nacht). Das kleine Fitnessstudio, die Teilnahme an den Sport- und Entspannungskursen und die Nutzung der Sauna- und Wasserlandschaft sind im Zimmerpreis enthalten. Zudem gehören zwei Restaurants zum Hotel.
 
Um ca. 11 Uhr kamen wir in dem stilvoll eingerichteten Hotel an und wurden sehr freundlich begrüßt. Obwohl das Zimmer erst um 15 Uhr bezugsfertig war, durften wir gleich die Therme nutzen. Doch wir entschieden uns dazu, trotz Regen die schöne Umgebung zu erkunden und anschließend im hoteleigenen Restaurant „Seewirtschaft“ zu Mittag zu essen.
 
Um 15 Uhr betraten wir unser Zimmer und gingen erst einmal auf den Balkon, von dem man den See bestaunen konnte. Nach diesem wunderschönen Ausblick schauten wir uns unser schnuckliges Doppelzimmer genauer an. Auf unseren Kissen lagen zwei Schokoküsse, auf dem Tisch stand zur Begrüßung eine Flasche Mineralwasser und ein sehr leckeres Brot mit Salz. Die Botschaft des Begrüßungspaketes war offensichtlich: Wir sollten uns sofort wie zu Hause fühlen.
Ein Badepaket (Bademantel, zwei Saunahandtücher) fanden wir nach dem Check-In auch in unserem Zimmer. Im Badezimmer befand sich alles, was eine Frau braucht (Fön, Kosmetikspiegel etc.) und auch die Dusche stach mit ihrer Größe hervor.
Die Kleiderschränke wurden im Innern beim Öffnen beleuchtet. Richtig, Mädels, eine tolle Erfindung.
 
Nachdem wir uns im Hotelzimmer ausgeruht und frisch gemacht hatten, gingen wir am See spazieren und nahmen dann im Restaurant „Parzival“ Platz, um an dem gebuchten Abendessen teilzunehmen. Damit jeder Gast in Ruhe speisen kann, kann er entweder um 17.30 Uhr oder um 20 Uhr zu Abend essen.
Im Sommer bzw. bei gutem Wetter kann man auch draußen auf der Terrasse essen.
 
Das Abendessen besteht aus verschiedenen hausgemachten Salaten, einer Suppe und verschiedenen Hauptgerichten: Fisch- und Fleischgerichte und vegetarische Speisen. Wie die zahlreichen süßen Versuchungen werden die Gerichte in Buffetform angerichtet.
Da ich vor zwei Jahren noch die Gerichte in Menüform serviert bekommen hatte, fragte ich an der Rezeption nach dem Grund für diese Änderung. Mir wurde erklärt, dass im Sommer, wenn nicht so viele wie Gäste wie jetzt (Das Hotel war diesmal ausgebucht.) im Hotel nächtigen, das Abendessen als Menü serviert wird. Im Herbst und Winter kommen mehr Gäste und dann gibt es ein Buffet. Egal, ob Menü oder Buffet – alle Gerichte wurden schön präsentiert und waren sehr gut zubereitet.
 
2.Tag (Montag, der 30. September 2019) – sehr reichhaltiges Frühstück und Ausflug zum Hafendorf Rheinsberg
Im Restaurant „Parzival“ findet auch das Frühstück in Buffetform ab 6.30 Uhr statt. Das sehr reichhaltige Frühstück lässt absolut keine Wünsche offen: hausgemachte Salate, Kaffee- und Teespezialitäten, frisch gepresste Säfte, diverse Wurst- und Käsesorten, Aufstriche, Brot aus der Bäckerei um die Ecke, Räucherlachs, geräucherter Fisch, Zerealien, Obst, Süßes und und.
 
So gestärkt konnte uns nichts mehr aufhalten und das sah auch der Wettergott ein und bescherte uns an dem Tag ein schönes Wetter mit Sonnenschein. Aus diesem Grund entschieden wir uns dazu, in die Stadt Rheinsberg zu fahren und das Schloss und das Hafendorf Rheinsberg zu besuchen. Doch dazu in einem anderen Bericht mehr.
 
3.Tag (Dienstag, der 1. Oktober 2019) – Entspannung in der Therme:
Da das Wetter an unserem dritten Tag alles Andere als schön war, wollten wir es uns unbedingt in der Therme gemütlich machen.
Die Fontane-Therme erreicht man von einem Übergang in der ersten Etage und verfügt im Inneren über einen großen Pool, in dem alle 30 Minuten an der Seite ein kleiner Whirlpool entsteht. Das heißt, man kann im hoteleigenen Bademantel direkt in den Thermenberich laufen. Trotz des großen Hotels und der vielen Gäste wirkt der Poolbereich sehr ruhig. Für den kleinen Hunger zwischendurch liegt gleich daneben ein kleines Bistro (Selbstbedienung).
Im Außenbereich findet man zwei Außenpools mit warmem Wasser (35 Grad) und Blick auf den See. Die vergrößerte Poolterrasse mit Seeblick und die Sommerwiese am See mit Sonnenliegen laden bei gutem Wetter zum Träumen ein.
Nach dem Schwimmen gingen wir nach oben und inspizierten die weiteren Bereiche wie das Kaminzimmer, die Fontane-Bibliothek mit über 8.000 Titeln und die erfrischende Eisgrotte, bevor wir uns in die verschiedenen Saunen setzten.
 
Wir begannen mit der „leichten“ Bio-Sauna (ca. 45 Grad), besuchten anschließend die Dampfsauna, die Kräutersauna und die Finnische Sauna (90 Grad).
Da wir allmählich wieder Hunger verspürten, entschieden wir uns, die Seesauna etwas später aufzusuchen. Die 70 m² große Seesauna mit Seeblick ist bis 14 Uhr täglich als Bio-Sauna mit bis zu 60 Grad, danach als Finnische Sauna mit bis zu 95 Grad benutzbar. Zudem findet man dort auch ein 220 m² großes Sonnendeck in 4 m über dem Seespiegel.
Zu der Seesauna – die größte Seesauna in Deutschland – auf dem schwimmenden Boot kann man über einen Steg erreichen und man kann von dort aus in den See springen.
 
Mein Fazit: Auch wenn wir nur drei Tage in dem Hotel waren, so konnte sich unsere Seelen und unsere Körper vollständig erholen. Die Verpflegung ist ein Traum, der Service sehr aufmerksam und die Therme bringt jeden stressgeplagten Stadtmenschen zum Entspannen! Ich kann einen (Kurz-) Urlaub in diesem traumhaft schön gelegenen Hotel jedem wärmstens empfehlen. Wir kommen auf jeden Fall wieder!
 
Adresse: Resort Mark Brandenburg
An der Seepromenade 20
16816 Neuruppin
 
Weitere Informationen zum Hotel:
 
Text und Fotos © E. Günther

 

 

 

 

Gewinnspiel: 2×2 Karten für die Ausstellung „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“ in Berliner Unterwelten e.V.

Mythos_Germania-Dauerausstellung_Bild_02_Philipp_DaseDas Jahr 1933 markiert den Aufstieg des Bösen und die Auslöschung jeglicher Werte in dem Land der Dichter und Denker.
Aus der Sicht der Nationalsozialisten stand jedoch das Jahr für den Beginn, den Beginn für unmenschliche Verbrechen und größenwahnsinnige Projekte, die auch in der Architektur verwirklicht werden sollten.
Dabei hatte Albert Speer, der Generalbauinspektor der Nationalsozialisten, Großes für Berlin vor und wollte aus der Stadt (Berlin als Germania) die Welthauptstadt schaffen.
 
Die multimediale Geschichtsausstellung beleuchtet aus der Sicht der Architektur den Städtebau im Berlin der NS-Zeit. Über 20 Autoren waren an diesem Projekt beteiligt und schufen sieben Themenbereiche, in denen bautechnische, soziale und ideologische Hintergründe, darunter auch die Zwangsarbeit und die Deportationen, genau gezeigt werden.
 
Zu den Ausstellungsstücken der Dauerausstellung gehören das zehn Meter lange Modell „Germania als Hauptstadt und Repräsentationsraum“. Das Modell ist aber kein Original, sondern ein Nachbau für den Spielfilm „Der Untergang“ von Oliver Hirschbiegel. Doch auch historische Ausstellungsstücke wie ein Säulenfragment der Neuen Reichskanzlei und Artefakte vom Gelände des KZ-Außenlagers „Klinkerwerk“ bei Oranienburg findet man in der Ausstellung.
 
Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann verlose ich hiermit 2×2 Karten für die Ausstellung „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“ und fasse noch einmal das Wichtigste zusammen:
 
Was? 2×2 Karten für die Ausstellung „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“
Wo? Berliner Unterwelten e.V., Brunnenstraße 105, 13355 Berlin
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken und unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen!
 
Das Gewinnspiel endet am Dienstag, den 8. Oktober, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Viel Glück!
 
Achtung: Keine Besucher unter 7 Jahren. Die Ausstellung ist für Besucher ab 14 Jahren konzipiert.
 
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Text © E. Günther
Foto © Philipp Dase