The Addams Family – das schaurig schöne Broadway-Musical in Berlin

Die Addams Familie, die geheimnisvolle Kultfamilie, zum ersten Mal 1938 als Cartoon im „New Yorker“ erwähnt und später durch eine Fernsehserie, einen Kinofilm und auch als Musical weltweit bekannt geworden, gastiert nun endlich im Admiralspalast in Berlin.
 
Am Freitag, den 19. Mai 2017, wurden auch wir von dieser auf den ersten Blick Furcht erregenden Familie zu einem Gastmahl der anderen Art eingeladen und erlebten über zwei Stunden lang das Musical von Andrew Lippa, zu dem viele Besucher entsprechend verkleidet kamen – und das trotz der Hitze an diesem Tag.
 
Gleich zu Beginn, wenn die ersten Töne der weltbekannten Musik erklingen, gehen die Zuschauer begeistert mit und klatschen begeistert zur Musik.
Die Handlung dürfte sicherlich jeden Vater einer erwachsenen Tochter angesprochen haben: Der glückliche Ehemann und Familienvater Gomez erfährt von seiner Tochter Wednesday, dass sich diese nicht nur verliebt habe, sondern auch ihren Liebsten, einen ganz normalen jungen Mann, heiraten möchte. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, muss er dieses Geheimnis für sich behalten und darf seiner Frau nichts davon erzählen, eine unglaubliche Herausforderung für den liebenden Ehemann! Um das Ganze noch komplizierter zu machen, hat sich die Familie des Auserwählten zu einem Dinner angekündigt. Ein Abend voller kleiner und großer Katastrophen kann beginnen…
 
Unter der Regie von Andreas Gergen lernen wir die unterschiedlichen Familien mit den liebevoll auf der Bühne umgesetzten Figuren, die auf den kultigen Cartoons von Charles Addams beruhen, kennen.
Zum einen ist da Gomez Alonzo Lupold Addams, der mit seiner Familie in einer verfallenen Villa im Central Park wohnende spanische Exzentriker. Gomez vergöttert seine Ehefrau und seine beiden Kinder und kann ihnen keinen Wunsch abschlagen, was die drei an einigen Stellen auch durchaus ausnutzen. Seine Frau Morticia findet er auch noch nach so vielen Ehejahren körperlich anziehend, was er ihr in jeder Sekunde zeigt. Aus diesem Grund wird das Geheimnis seiner Tochter für ihn zu einer unmöglichen Prüfung.
Uwe Kröger setzt diese Figur mit einem starken Akzent und einem unbändigen Temperament perfekt um und lässt dem Zuschauer keine Zeit zum Durchatmen.
 
Am meisten begeistert an diesem Abend waren wir von Edda Petri als Morticia A. Addams, die die Rolle der stolzen Ehefrau und strengen Mutter verinnerlicht hat. Ihren Mann und ihre Kinder liebt sie bedingungslos und erwartet dasselbe von ihnen. Morticia hat das morbide Leben in der Villa kultiviert: Blumen schneidet sie den Kopf ab, andere Farben als Schwarz lehnt sie kategorisch ab.
Auf den ersten Blick wirkt die große Frau düster und unnahbar, doch trägt sie ihr Herz am rechten Fleck. Dass ihr Ehemann ein Geheimnis vor ihr hat, verletzt sie dementsprechend zutiefst.
 
Ein weiterer schauspielerischer (und gesanglicher) Stern an diesem Abend war für uns Henriette Schreiner, die Wednesday Addams, die schwer verliebte Tochter, verkörpert. Auch sie liebt ihre Familie über alles und geht ihrem Hobby, ihren Bruder zu foltern und mit einer Armbrust im Central Park auf Jagd zu gehen, leidenschftlich nach. Genau bei einem dieser Streifzüge lernt sie auch Lucas, ihre erste und große Liebe, kennen. Diese Liebe verändert sie: Sie beginnt, gelbe Kleider zu tragen und herzlich zu lachen, was sowohl ihrer Mutter als auch ihrem Bruder Pugsley Angst macht.
 
Pugsley (André Haedicke) hat Angst, seine Schwester an Lucas für immer zu verlieren, denn nur zu gerne spielt er mit ihr und lässt sich mit großer Begeisterung von ihr foltern. Diese Angst lässt ihn deswegen auch zu einer egoistischen Tat verleiten, die ungeahnte Folgen nach sich zieht.
 
Eine weitere Figur, von der das ganze Publikum im Saal begeistert war, ist Alice Beineke, Lucas‘ Mutter. Alice reimt nicht nur mit großer Passion, sondern unterstützt im Gegensatz zu ihrem überforderten Ehemann auch die Liebe ihres Sohnes. Franziska Becker brilliert in ihrer Rolle der liebenden Hausfrau, die sich im Laufe des Abends zu einer erotischen und emanzipierten Frau verwandelt.
 
Aber auch die weiteren Figuren und deren Darsteller bekommen zurecht einen tosenden Applaus an diesem Abend: Egal ob die verrückte Granny (Petra Lamy), der überdurchschnittlich langsame Hausdiener Lurch (Gerhard Karzel), der exzentrische und an die Liebe glaubende Onkel Fester (Oliver Mülich), der sture Mal Beineke (Andreas Zaron) oder der sehr verliebte Lucas (Benedict Ivo) – alle haben an diesem Abend schauspielerisch überzeugt.
 
Die Moral der Geschichte ist perfekt: Die Familie erscheint zwar als verrückt und nicht in die Gesellschaft passend, doch verkörpert sie mit ihrem starken Zusammenhalt und ihrer bedingungslosen Liebe zueinander die perfekte Familie, nach der sich jeder Einzelne sehnt. Das lehrt uns, immer hinter die Fassade zu schauen und nicht auf das Äußere zu achten.
 
Mein Fazit: Wir hatten gestern einen wundervollen Abend, an dem wir durchweg herzlich gelacht und applaudiert haben. Der Cast ist liebevoll zusammengestellt und erfreut sowohl jeden Fan der Kultfamilie als auch Besucher, die die Serie und den Film nie zuvor gesehen haben. Das Musical könnt Ihr noch am Samstag, den 20. Mai 2017, und am Sonntag, den 21. Mai 2017, im Admiralspalast (Berlin) sehen.
Im Oktober (25.-29. Oktober 2017) zieht das Musical dann nach Wien weiter.
 
Weitere Informationen zum Musical:
 
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Text © E. Günther
Fotos © Rolf Ruppenthal
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Restaurant Laila – Persisch essen in Potsdam

Ostern ist Familienzeit und Familienzeit bedeutet gutes Essen. Aus diesem Grund sind wir dieses Jahr an Ostersonntag in das viel gepriesene Restaurant Laila gegangen, das für seine sehr gute und frisch zubereitete persische Küche mit afghanischen und tadschikischen Einflüssen bekannt ist. An diesem Tag waren wir aber nicht die einzigen mit dieser Idee, so war das Restaurant sehr gut gefüllt.
 
Als Vorspeise bestellten wir eine Linsensuppe nach persischer Art (4,90 Euro) und einen kleinen Salat mit Walnuss-Creme und frischem Koriander (4,50 Euro), beide Vorspeisen waren geschmacklich hervorragend, doch unser kulinarisches Highlight bildete die Hauptspeise, von der ich noch tagelang meinen Verwandten und Kollegen erzählte:
Ich bestellte Lammfleisch in Spinat, gewürzt nach persischer Art mit frischem Ingwer und Knoblauch, dazu Safranreis (14,50 Euro), dieses Gericht verursachte eine geschmackliche Explosion in meinem Mund und so bestellte ich noch eine Portion zum Mitnehmen.
Meine Begleitung bestellte die persische Überraschungsplatte für zwei Personen mit verschiedenen persischen Köstlichkeiten (29,90 Euro), die ich auch empfehlen kann, da das Fleisch sehr zart und die Teigtaschen perfekt gewürzt waren.
Diesen wundervollen Abend rundeten wir mit einem sehr schön präsentierten Mocca ab, der traditionell zubereitet wird.
 
Mein Fazit: Das Restaurant „Laila“ ist auf jeden Fall einen Besuch wert, da man hier in einem gemütlichen Ambiente sehr lecker speisen kann und die Preise nicht überzogen sind. Auch das Servicepersonal nimmt sich für die Gäste Zeit und wirkt sehr freundlich. Abends kann man zudem im Restaurant eine Shisha rauchen und Cocktails trinken.
 
Kontakt: Restaurant Laila
Lindenstraße 56
14467 Potsdam
0176 56374337
 
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 10 Uhr bis 22 Uhr
 
Weitere Informationen zum Restaurant:
 
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© E. Günther

 

 

Madi – ein Erlebnis aus 1001 Nacht im Zelt der Sinne

„Wer die Perlen seiner Gegenwart auf Schnüre ziehen will, erhält als Lohn nicht Ketten der Vergangenheit, sondern ein Lichtgeschmeide der Erinnerung, das auch vom Anblick aus der Zukunft her sich immer ändern lässt.“ (Christa Schyboll)

Die Zeit vergeht so schnell, dass wir endlich lernen sollten, diese mit schönen Erinnerungen zu füllen. Dafür eignet sich der Besuch der Orientalischen Dinnershow „Karawans“, die wir am Samstag, den 6. Mai 2017, erlebt haben, hervorragend.

Unsere Reise ins Morgenland begann damit, dass uns im Eingangsbereich von traditionell gekleideten Mitarbeitern des Zeltes kleine Brotstückchen angeboten wurden, die wir ins Öl und anschließend in den Sesam tunken sollten. Anschließend wurden unsere Hände mit Rosenwasser gereinigt. Zudem hat man die Möglichkeit, sich im Foyer die Hände mit Henna bemalen zu lassen, eine Gelegenheit, die ich mir sicherlich beim nächsten Besuch nicht entgehen lassen werde.
Natürlich darf auch ein Fotograf nicht fehlen, der von dir und deiner Begleitung Fotos macht, die man am Ende der Show käuflich erwerben kann.

Nach der langen Reise im Foyer wurden wir natürlich noch neugieriger auf unser Reiseziel und bekamen langsam Hunger. So betraten wir ein wie von Beduinen eingerichtetes Zelt und nahmen mit vier anderen Gästen Platz an dem wunderschön dekorierten Tisch, auf dem schon die Vorspeisen auf unsere Verköstigung warteten: arabisches Brot, Falafel, Hummus, Teigtaschen gefüllt mit Spinat und Käse und Labane (Frischkäse aus Joghurt und Ruccola). Um mein Interesse für die kulinarischen Traditionen der arabischen Halbinsel noch mehr zu unterstreichen, habe ich die Vorspeisen mit den Händen gegessen.

Im Laufe der fast dreistündigen Show wurden noch drei weitere Gänge serviert:
° Harira-Suppe mit Feigen, nach marokkanischer Art zubereitet
° als Hauptgang Whaleema Arabique, eine arabische Festspeisenplatte mit Couscous, Fleisch und gedünstetem Gemüse.
Hier fand ich es besonders toll, dass es eine große Platte war, aus der wir mit den anderen Gästen uns Essen auf unseren Teller gelegt haben, was zur Kommunikation am Tisch sehr viel beigetragen hat.
° am Ende des Abends Mocca mit einem orientalischen Gebäck.

Doch das sehr gut zubereitete Essen wurde in die Show, durch die uns der sehr freundliche Gastgeber Joey Bozat geführt hat, eingebettet. Überhaupt waren das ganze Personal und die Artisten sehr freundlich und zuvorkommend.
Die Artisten wurden an dem Abend von einer Live-Band begleitet, die orientalische Musik gespielt, aber nie statisch an nur einem Platz gesessen hat, was die gute Stimmung auch noch zusätzlich gesteigert hat.

Was ich sehr interessant fand, war, das obwohl es ein arabischer-nordafrikanischer-orientalischer Abend war, die Akrobaten aus verschiedenen Ländern kamen, darunter Italien, Brasilien und den USA. Uns wurde eine artistisch gesehen eine sehr abwechslungsreiche Show dargeboten: Wunderschöne Frauen (und Männer) tanzten Bauchtanz, wir sahen Luftakrobatik, heiße Feuerdarbietungen und grazile Kunststücke mit einem Stock.
Auch habe ich mich sehr darüber gefreut, etwas von dem Unterschied zwischen den Beduinen (Nomaden der arabischen Länder) und Tuareg (Nomaden der nordafrikanischen Länder) erfahren zu haben.

Am Ende des Abends waren wir alle traurig, dass die Reise zu Ende war! Einige Gäste sind dann noch in die hauseigene Shisha-Lounge gezogen.
Mein Fazit: Im Zelt der Sinne vergisst man die Zeit und fühlt sich an einen geheimnisvollen Ort gebracht! Diese Reise kann ich jedem empfehlen. Die Reisetickets kosten:

Show-Tickets für freitags und samstags für 64 Euro (Kinder bis 12 Jahre zahlen den halben Preis).
Das 4-Gänge-Menü kostet 15 Euro, was ich sogar als sehr günstig empfinde.
Auch kann man Getränke-Arrangement für ca. 3,5 Stunden buchen (26 Euro). Wir haben jedoch Getränke von der Karte bestellt.
Als Nächstes möchte ich unbedingt den Orientalischen Märchenbrunch im Zelt der Sinne besuchen, der jeden 1. und 3. Sonntag im Monat stattfindet.

Weitere Informationen zu Madi:
http://www.madi-zelt.de/
https://www.facebook.com/madizelt/

Madi – Zelt der Sinne
Bernhard-Lichtenberg-Platz 1
13507 Berlin-Tegel

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© E. Güntherlogo_comp_rgb

 

 

 

The Milestones Project – eine musikalische Reise durch die Meilensteine der Popgeschichte

 

Seitdem ich Jan Ammann und Mark Seibert in ihren Rollen als Graf Krolock im weltberühmten Musical „Tanz der Vampire“ gesehen habe, bin ich ein sehr großer Fan der beiden Sänger geworden und versuche, keine Show mit ihnen zu verpassen. Umso erfreuter war ich, dass die beiden dieses Jahr im Rahmen ihrer The Milestones Project-Tournee wieder nach Berlin kamen. Und auch diesmal waren Volkan Baydar, Sänger der Band „Orange Blue“ und vielen aus der Serie „Gute Zeiten schlechte Zeiten“ bekannt, und Andreas Bieber, auch ein sehr angesehener Musicalsänger, dabei.
 
Das Konzert am Samstag, den 29. April 2017, im Admiralspalast war ausverkauft und ich bemerkte an der Begeisterung und Vorfreude der Konzertbesucher, dass sie auch schon im Jahr 2015 dabei waren. Um 19.30 Uhr kamen dann endlich die vier sehr schick, aber dennoch leger angezogenen Augenweiden auf die Bühne. Und sofort entstand eine unverwechselbare Stimmung, die im Laufe des Konzerts ins Ekstatische gestiegen ist.
 
Zur Live-Musik von fünf talentierten Musikern erinnerten uns die vier Sänger über zwei Stunden lang an die Perlen der Musikgeschichte, beginnend mit den 60er- und endend mit den 90er-Jahren.
Dabei wurden alle musikalischen Genres bedient, egal ob Pop, Rock, Soul oder auch Country, alles wurde auf der Bühne gesungen.
Die Sänger standen sowohl zu viert auf der Bühne (oder saßen bei den Balladen auf ihren Hockern) oder sangen Duette (zu meinen Lieblingsduetten gehörte an diesem Abend das Duett von Jan Ammann und Volkar Baydar, die gemeinsam Metallicas Hit „Nothing Else Matters“ performten) oder die vier präsentierten in einem Solo-Auftritt ihr ganzes musikalische Können.
 
Die größte musikalische Bandbreite wurde dabei in dem Block der 80er- und 90er-Hits geboten. Im 80s- Block erklangen Lieder wie „Forever Young“ von Youth Group, Michael Jacksons „Man in The Mirror“ und ein Medley zu Madonnas bekanntesten Liedern aus dieser Zeit („Like A Virgin“, „Material Girl“, „Isla Bonita“, „Holiday“).
 
Doch die explosivste Stimmung kam in dem 90er-Jahre-Block auf: Zum Boygroup – Medley („Love Is All Around“, „Quit Playing Games“, „I’m Too Sexy“, „Back For Good“, „Relight My Fire“) stand auch der letzte im Publikum auf und tanzte sich die Füße wund. Eigentlich dachte ich in dieser Phase, dass nichts mehr die Stimmung toppen könnte, doch wurde ich eines Besseren belehrt, als wir zusammen mit den Jungs die Hits des Deutschen Pops sangen. Unvergessen bleibt hier für mich Andreas Biebers Interpretation des Liedes „I Sing A Liad Für Di“.
 
Am Ende gab es bei der Zugabe („I Have A Dream“, „Imagine“, „Thank You For The Music“, „We Are The World“) einen frenetischen Applaus und sehr viele glückliche Menschen. 
 
Mein Fazit: An diesem Abend verließ ich das Konzert verschwitzt, heiser und taub und war gerade deswegen überglücklich, denn diese Stimmung muss man einfach live erlebt haben. Die vier Jungs sind nicht nur Ausnahmesänger, sondern versprühen viel Charme und Lebensfreude: Also bei der nächsten Tour solltest auch du unbedingt dabei sein!
 
Weitere Informationen zu The Milestones Project:
 
Weiteres zu den einzelnen Sängern:
 
Jan Ammann
 
Andreas Bieber
 
Volkan Baydar
 
Mark Seibert
 
 
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© E. Günther

 

Disneys „Der Glöckner von Notre Dame“ im Theater des Westens – Disneys erstes erwachsene Musical?

Als ich erfahren habe, dass der Theater des Westens, ein Garant für beeindruckende Musicals, das Musical „Der Glöckner von Notre Dame“ in sein Programm aufnehmen würde, war ich ganz aus dem Häuschen und konnte diesen Tag kaum mehr abwarten, schließlich bin ich ein sehr großer Musical- und Disneyfan und habe den Zeichentrickfilm von 1996 schon unzählige Male geschaut.
Am Freitag, den 21. April 2017, hatte das Warten endlich ein Ende und wir wurden Zeugen dieser einzigartigen Neuinszenierung von Peter Parnell, die sich sehr stark am Roman von Victor Hugo orientierte und unter der Regie von Scott Schwartz endlich wieder nach Berlin gebracht wurde.

 
Gleich beim Betreten des Zuschauersaales wurde uns klar, dass uns hier ein opulentes und gewaltiges Bühnenbild erwarten würde. Alexander Dodge transportiert hervorragend die düstere Atmosphäre von Paris des 15. Jahrhunderts auf die Bühne und schafft ein beeindruckendes Bild der weltbekannten Kathedrale mit ihrem Rosenfenster, einem gewaltigen Gerüst aus Holz und den riesigen sieben Glocken.
 
Eigentlich dürfte Quasimodos tragische Geschichte jedem bekannt sein, doch sei sie hier zur Sicherheit noch einmal wiederholt:
Claude Frollo, der strenge Erzdiakon der Kathedrale von Notre Dame, zieht Quasimodo, den entstellten Sohn seines verstorbenen Bruders und einer Zigeunerin, in der Kathedrale von Notre Dame auf. Da Quasimodo hässlich ist, darf er nur im Glockenturm wohnen und darf sich nicht der Öffentlichkeit zeigen. 20 Jahre später kann es Quasimodo nicht länger im Turm aushalten und widersetzt sich daher den Befehlen seines Onkels, indem er das jährliche Fest der Narren auf dem Marktplatz besucht, wo er aufgrund seiner Hässlichkeit einer unmenschlichen Tortur durch die Marktbesucher ausgesetzt wird. Er wird jedoch von Esmeralda, einer wunderschönen Zigeunerin, gerettet. Zwischen beiden entsteht eine tiefe Freundschaft, die bei Quasimodo zum ersten Mal das Gefühl der Liebe weckt.
Doch Quasimodo ist nicht der einzige, der sich in die schöne Esmeralda verliebt. Auch der Hauptmann Phoebus hat ein Auge auf die Zigeunerin geworfen. Aber viel gefährlicher als die Liebe Quasimodos und Phoebus‘ zu Esmeralda, erscheint Frollos Interesse für die Frau, da er in seinem Hass auf alle Zigeuner besessen ist.
 
Passend zu dieser tragischen Geschichte haben auch die beiden Musikgenies Alan Menken und Stephen Schwartz eine dramatische Musik geschrieben, die unter die Haut geht und oft Tränen in die Augen treibt. Dank der musikalischen Leitung von Bernhard Volk, der klaren Stimmen der im Folgenden genau vorgestellten Musicaldarsteller und dem stimmgewaltigen 24-köpfigen Chor (ORSO – Choral Society Berlin) hatte ich fast das ganze Musical über Gänsehaut.
 
Auch bei der Vorstellung ihrer Figuren geht die Stage Entertainment-Produktion diesmal andere Wege und wählt diesmal einen auktorialen Erzählstil. Die Charaktervorstellung wird durch alle Darsteller zusammen übernommen, was selbst denjenigen, die den Roman nicht gelesen und den Zeichentrickfilm nicht geschaut haben, einen detaillierten Einblick in die Handlung ermöglicht.
 
Neben der imposanten Musik bleibt Stage Entertainment aber wieder einer Sache treu: dem bis in die kleinste Rolle hervorragend besetzten Cast.
Am meisten hat uns an diesem Abend der Musicaldarsteller Felix Martin in seiner Rolle des Claude Frollo, Erzbischof von Notre Dame, Ziehvater und Onkel von Quasimodo, überzeugt. Beeindruckend, wie Martin es schafft, die Rolle des skrupellosen, machtbesessenen und strengen Erzbischofs auszufüllen, der von seinem Hass auf Zigeuner besessen ist. Quasimodo hat er nie wirklich geliebt und sperrt ihn in den Mauern der Kathedrale ein, um sich selbst die öffentliche Demütigung zu ersparen. Seine spätere Zerrissenheit, weil er sich zu der Zigeunerin Esmeralda körperlich hingezogen fühlt, nahm ich dem Darsteller in jeder Sekunde ab.
 
Zurecht bekam David Jakobs als Quasimodo an diesem Abend den größten Applaus und Zuspruch. Jakobs kann nicht nur wundervoll singen, sondern spielt klischeefrei den unglücklichen und einsamen Buckligen, der nur Steinfiguren als Freunde hat. Die Rolle des entstellten und fast tauben Jungen wird von dem Darsteller sowohl körperlich als auch emotional perfekt umgesetzt.
Obwohl Quasimodo so viel Leid in seinem jungen Leben erfahren musste, hat er sich trotzdem seine Güte und Unschuld bewahrt, eine Tatsache, die mich im Musical oft zum Weinen brachte. So ist auch seine Liebe zu Esmeralda frei von Egoismus.
 
Auf Sarah Bowden habe ich mich vor dem Musical besonders gefreut, schließlich kannte ich sie bereits aus vielen anderen Musicalproduktionen. Und ich wurde von Sarah Bowden wieder nicht enttäuscht. Die schöne Zigeunerin Esmeralda spielt sie mit viel Leidenschaft und zeigt sie als eine auf der einen Seite starke und mutige, auf der anderen Seite einfühlsame und loyale Frau. Auch mit ihrer bewundernswerten Tanzleistung und ihrer kräftigen Stimme brilliert sie wieder auf der Bühne.
 
Ein weiterer schauspielerischer Coup gelingt der Musicalproduktion mit Maximilian Mann, der den Hauptmann Phoebus überzeugend spielt. Zunächst ein Mann, der nach dem Krieg endlich dem Vergnügen nachgehen möchte, entwickelt er sich im Laufe der Handlung zu einem ehrenhaften Mann, der für seine Prinzipien und seine Liebe kämpft.
 
Mein Fazit: Bei „Der Glöckner von Notre Dame“ handelt es sich um ein Musical, das auf allen Ebenen gelungen ist! Das Musical lebt von der darstellerischen, musikalischen und tänzerischen Glanzleistung seiner Darsteller, von dem opulenten Bühnenbild, von der emotionalen Musik und von einer dramatischen Geschichte, die keinen unberührt zurücklässt. Es geht um die Macht der Liebe, die alle Grenzen zu überwinden scheint, um die Akzeptanz von Andersdenkenden und Andersaussehenden, um Loyalität und Menschlichkeit, die Folgen des Krieges für den Einzelnen und ist somit so aktuell wie nie zuvor.
Allerdings sollte man bei einem Besuch mit kleinen Kindern vorher bedenken, dass die Atmosphäre im Musical oft düster ist und die Unmenschlichkeit der Gesellschaft in manchen Szenen auf eine extreme Art und Weise offenbart wird. Allen anderen kann ich dieses Musical uneingeschränkt empfehlen, denn „Der Glöckner von Notre Dame“ berührt das Herz jedes Musicalliebhabers.
Das Musical läuft noch bis zum 4. November 2017 im Theater des Westens in Berlin und zieht anschließend nach München weiter.
 
Weitere Informationen zum Musical:
 
 
Adresse: Stage Theater des Westens
Kantstraße 12
10623 Berlin
 
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© E. Günther

 

Scotch&Soda im Chamäleon Theater – eine Reise in die neue Zirkuswelt Australiens

Das Chamäleon Theater schafft es immer wieder, internationale und innovative Zirkusproduktionen nach Berlin zu holen und den Zuschauer in jeder Spielsaison in die neue Zirkuswelt eines anderen Landes zu entführen.

 Nachdem ich bereits die australische Show „Wunderkammer“, die tschechische Produktion „Roots“ und das schwedische Zirkusprogramm „Underart“ im Chamäleon Theater besucht habe, ging es am Sonntag, den 9. April 2017, mal wieder ins Chamäleon.
Im Rahmen des Kulturjahres „Australia now Germany 2017“ gastiert in diesem Jahr wieder eine australische Zirkustruppe in Berlin: Company 2, ein Ensemble bestehend aus Brisbanes Zirkus-Artisten unter der Regie von Chelsea McGuffin und David Carberry. Damit gehört die Show „Scotch&Soda“ der Company 2 zu den zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2017, darunter Konzerte und Ausstellungen, des Festivals „Australia Now“, einer kulturellen Initiative der Australischen Botschaft, die sich zum Ziel setzt, dem deutschen Publikum die australische Kunst und Kultur näher zu bringen.
 
Am 9. April 2017 nahm ich in der ersten Reihe Platz und hatte einen sehr guten Blick auf die Bühnendekoration, die das Flair eines Wanderzirkus der 20er Jahre vermittelte. Als um 18 Uhr die Show begann, befanden wir uns mitten auf einer exzessiven Party in der Prohibitionszeit – zur legendären Jazz-Musik.
 
Fünf Akrobaten (David Carberry, Alice Muntz, James Kingsford Smith, Kate Muntz und Skip Walker-Milne) sorgten für eine wilde und ausgelassene Feier, bei der auf Flaschen und auf einer aus Kisten und Koffern bestehenden Pyramide balanciert und der Zuschauer mit unterschiedlichen Facetten der Partnerakrobatik unterhalten wurde.
Mal wieder traten an diesem Abend sehr talentierte Akrobaten im Chamäleon auf, die dem Zuschauer durch ihre unterschiedlichen Kunststücke an den Strapaten, an dem Chinesischen Mast und auf einem fahrenden Kunstfahrrad den Atem raubten. Die vielen Programmpunkte wurden dabei so schnell und fließend präsentiert, dass ich Angst hatte, zu blinzeln und so etwas zu verpassen.
Allerdings wirkten die vielen Kunststücke in keiner Sekunde angestrengt, denn die australischen Artisten bewiesen viel Humor, indem sie sich nicht zu schade waren, auch über sich selbst zu lachen.
 
Wie schon beim schwedischen Programm „Underart“ standen auch in der australischen Show „Scotch&Soda“ die Musiker in der Mitte der Bühne und waren ein fester Bestandteil der Show. Diese grandiose Partystimmung wäre ohne die Uncanny Carnival Band, bestehend aus fünf Musikern (Lucian McGuiness, Ben Hendry, Chris Odea, Eden Ottington und Matthew Ottingnon), nicht denkbar. Die Band unterhielt das Publikum auf einem sehr hohen Niveau mit einer fröhlichen Jazz-Musik, an manchen Stellen mit den Klängen der neu interpretierten Musik der Aborigines. Jeder einzelne Musiker bewies zudem sein Können in seinem humorvoll inszenierten Solo.
So erlebte der Zuschauer eine Produktion, bei der die beiden Sinne Sehen und Hören gleichermaßen angesprochen wurden und bei der die Artisten zwischendurch auch die Rolle des Musikers und umgekehrt übernommen haben.
 
Mein Fazit: Ich kann Euch die freche und temperamentvolle Show „Scotch&Soda“ wärmstens empfehlen. Company 2 verzaubert mit einer perfekten Symbiose aus Akrobatik, Jazz-Musik und australischem Humor! Bis zum 20. August 2017 könnt Ihr Euch davon noch überzeugen.
 
Weitere Informationen zur Show „Scotch&Soda“ im Chamäleon Theater:
 
Weiteres zur Zirkustruppe Company 2:
 
Weitere Informationen zur The Uncanny Carnival Band inkl. Hörproben:
 
Mehr Informationen zur Australischen Botschaft in Deutschland:
 
 
Kontakt: Chamäleon Theater
Rosenthaler Straße 40/41
in den Hackeschen Höfen
10178 Berlin
030 4000590
 
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© E. Günther

 

 

Naturally 7 – die beste Band der Welt – endlich wieder auf Deutschlandtournee

Das erste Mal bin ich im Jahr 2010 auf die Band Naturally 7 aufmerksam geworden, als die Jungs als die Vorband von Michael Bublé in der Mercedes Benz-Arena aufgetreten sind. Nach dem Konzert ging es mir genauso wie vielen anderen Zuschauern: Wir konnten es kaum erwarten, bis die Band für ihr eigenes Konzert nach Deutschland kommt. Die folgenden Jahre bin ich ein sehr großer Fan geworden und war auf jedem Konzert der Ausnahmesänger dabei.
Und im Mai 2017 ist es endlich wieder soweit und die Band kommt im Rahmen ihrer Both Sides Now-Tour nach Deutschland.
 
Falls einige von Euch diese Ausnahmeerscheinung am Musikhimmel noch immer nicht kennen sollten, hier einige Informationen zu der Band: Naturally 7 ist eine A cappella-Gruppe aus New York, die bei ihren Konzerten nicht nur singt, sondern auch alle Instrumente und Töne mit ihrer Stimme nachahmt. Aus diesem Grund nennt man die sieben Jungs auch die „Band ohne Band“. Nicht einmal die größten Musikkenner sind in der Lage, dabei einen Unterschied zu echten Instrumenten zu erkennen. Zu ihrem Repertoire gehören: Beatbox, Trompete, der höchste Tenor, der tiefste Bass, Schlagzeug, E-Gitarre.
Die Band besteht aus sieben talentierten und überaus charmanten Männern:
Rod Eldridge (Tenor, Trompete), Roger Thomas (Bariton, Rap, Arrangements), Dwight Stewart (Bariton), Garfield Buckley (Tenor, Harmonika), Jamal Reed (Tenor, Bariton, Keyboards, Geigen), Roger Thomas (Bariton, Rap, Arrangements), Marcus Davis (Bass) und Warren Thomas (Percussion, Gitarre, Tenor).
Für ihre Tour hat die Band ein achtes Mitglied dazugeholt: Andrew Lefkowits, ein berühmter Sound-A-Capella-Engineer.
 
Die Gruppe trat schon mit Michael Bublé, Coldplay, Xavier Naidoo und Sarah Connor auf. Doch richtige Gänsehaut bekomme ich immer wieder auf den Konzerten der Band, die sich durch eine bombastische Stimmung auszeichnen. Naturally 7 schafft es, dass wirklich jeder – egal ob Jung oder Alt – im Publikum ausflippt.
 
Weitere Informationen zur Band:
 
Tourdaten:
 
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© E. Günther

 

 

Gewinnspiel zur Oper „Tod in Venedig“ in der Deutschen Oper Berlin

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Hiermit möchte ich mich wieder ganz herzlich bei Euch beDANKEn: DANKE, dass Ihr meine Beiträge lest! DANKE, dass Ihr meine Berichte liket und diese auch teilt! Vielen Dank für Euer positives Feedback!
Aber weil Taten viel mehr bedeuten als bloße Worte, verlose ich heute in Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper zwei Karten für:
Tod in Venedig von Benjamin Britten (1913-1976).
Am Freitag, den 28.04.2017, könnt Ihr um 19:30 Uhr mit Eurer Begleitung zum letzten Mal in dieser Spielzeit die Oper „Tod in Venedig“, einer Oper in zwei Akten, nach Thomas Manns Novelle „Tod in Venedig“ in der Deutschen Oper Berlin besuchen!
Die Oper findet in englischer Sprache, mit deutschen und englischen Übertiteln, statt und dauert 3 Stunden (inklusive einer Pause). 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts bietet die Deutsche Oper eine Einführung in das Werk an.
Was Ihr dafür tun müsst? Liket bis Donnerstag, den 13. April 2017, um 17 Uhr dieses Gewinnspiel und schreibt im Kommentarfeld, mit wem Ihr diese Oper besuchen möchtet. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Zur Handlung der Oper:
Der alternde Schriftsteller Gustav von Aschenbach leidet an einer Schaffenskrise und entscheidet sich, nach Venedig zu reisen. Im Hotel begegnet der Schriftsteller zum ersten Mal dem polnischen Knaben Tadzio, dessen Schönheit ihn sofort fasziniert. Aschenbach beginnt, Gefühle für den jungen Mann zu entwickeln.
Bei einem Besuch des Hotelbarbiers erfährt er unbestimmte Informationen über eine Seuche in Venedig. In einer deutschen Zeitung liest er anschließend, dass es sich dabei um Cholera handelt.
Aschenbach entwickelt eine wahnhafte Liebe zu Tadzio und sucht dessen Familie in Venedig. So gibt er sich vollkommen seinem Liebesrausch hin und ignoriert die Warnungen, Venedig schnell verlassen zu müssen…
Adresse: Deutsche Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10627 Berlin
Für das Gewinnspiel wünsche ich Euch viel Erfolg und drücke Euch die Daumen!
© E. Günther

Henning Schmidtke mit seinem Programm „Egoland“ in der ufaFabrik – Sind wir alle egoistische Schweine?

 

 

 

 

 

Das Besondere an Berlin ist, dass die Stadt trotz ihres urbanen und manchmal etwas chaotischen Charakters viele Rückzugsorte bietet, in denen man zur Ruhe kommen kann. Einer dieser Rückzugsorte ist die ufaFabrik, die wir, zwei Berliner, endlich am Freitag, den 31. März 2017, besucht haben.

Die ökologische Kulturoase in Berlin-Tempelhof steht seit 1972 nicht nur für Kultur und Unterhaltung, sondern ist auch für ihr soziales Engagement und ihr Ökologie-Konzept bekannt.
Schon beim Betreten des Geländes ist uns aufgefallen, wie viel dieses große Gelände zu bieten hat: Neben dem Café Olé, das hausgemachte Speisen anbietet und in dem wir dann auch lecker zu Abend gegessen haben, gibt es einen Bioladen, in dem ich meine geliebte Birkenlimonade gekauft habe, eine Bio-Konditorei, eine Freilichtbühne, eine Kinderzirkusschule, einen Kinderbauernhof mit verschiedenen Tieren und viele andere Säle, in denen Konzerte und Shows stattfinden und Comedians auftreten.

Einer dieser Comedians war an diesem Abend Henning Schmidtke, der im Wolfgang Neuss-Saal sein neues Programm, „Egoland“, vorstellte.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich den Comedian vorher nicht kannte, jedoch hat mich sein gesellschaftskritisches Programm im Vorfeld überzeugt.
Und wir wurden nicht enttäuscht, sondern sind ganz im Gegenteil an diesem Abend Fans des Satirikers geworden. Fast zwei Stunden lang, an seinem Piano – wie es sich für einen echten Kabarettisten gehört – und mit seiner Mundharmonika, bot Schmidtke ein vielfältiges Programm, in dem wir über verschiedene aktuelle und gesellschaftskritische Themen lachten: die egositische und geizige Gesellschaft, die Afd, Esoteriker, das Schulleben, die Deutschen mit ihren Handtüchern im Urlaub und die Ausbeutung der Armen durch große Bekleidungskonzerne und Discounter. Das Programm regt einen auf jeden Fall auch zum Nachdenken an: Im Grunde besteht die Gesellschaft vorwiegend aus Egoisten, die in erster Linie nur an sich denken.
Henning Schmidtke tritt noch heute, den 1. April 2017, mit der Vorpremiere seines Programms im Wolfgang Neuss-Saal der ufaFabrik um 20 Uhr auf. Eine Karte kostet 15 Euro (ermäßigt: 12 Euro).

Weitere Informationen zum Comedian Henning Schmidtke:
http://henning-schmidtke.de/
https://www.facebook.com/henningschmidtke.de/?fre

Ein kleiner Hinweis für das Café Olé: Dort kann man nur bar zahlen, da das Café damit ein Statement setzt und gegen die Totalüberwachung des Staates, die durch die Zahlung mit Karte gefördert wird, ankämpft.

Das war auf jeden Fall nicht das letzte Mal, dass wir die ufaFabrik besucht haben. Vor allem den Kinderbauernhof möchte ich nächstes Mal unbedingt sehen und mich mit den zahlreichen sozialen Projekten genauer auseinadersetzen. Zudem interessiert mich das seit 1997 regelmäßig veranstaltete Festival in der ufaFabrik, das Jazz Meeting Berlin, bei dem alternative Künstler und Musiker über mehrere Tage Shows und Konzerte geben.

Weitere Informationen zur ufaFabrik:
http://www.ufafabrik.de/de
https://www.facebook.com/ufafabrik/?fref=ts

Kontakt: ufaFabrik
Viktoriastraße 10-18
12105 Berlin
030 755030

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© E. Günther

 

 

Berlin Nights – Finden in Berlin die besten Parties statt?

Berlin ist mehr als eine Stadt, Berlin ist eine Lebenseinstellung: laut, verrückt, dynamisch und bunt wie seine Bewohner. Dies sieht man jedes Wochenende auf den zahlreichen Parties in der Hauptstadt. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Veranstalter dieses Thema, Berlin bei Nacht, in EIN Showkonzept packen würde.
 
Das intensive Partyleben Berlins inspirierte Samuel Entertainment dazu, „Berlin Nights“ im Theater am Potsdamer am Platz auf die Bühne zu stellen und noch einmal zu zeigen, warum wir das moderne Berlin so sehr lieben (sollten).
Am Samstag, den 25. März 2017, waren wir auch Gäste der „Berlin Nights“. Schon im Foyer erkannten wir das Konzept der Show: Berlins Clubnächte. Das Foyer wurde etwas dunkel gehalten, ein DJ spielte House-Musik und man konnte die von der Knalle Popcornditorei hergestellten und unglaublich leckeren Popcorn mit Schokoladen- und mit Barbecuegeschmack käuflich erwerben. Wir waren also mehr als gespannt darauf, zu erfahren, wie die eigentliche Show und Feier werden würde. Um 20 Uhr war es dann soweit…
 
Es findet eine der vielen legendären Clubnächte in Berlin statt.
Zu Beginn sehen die Zuschauer auf der Bühne eine festliche Gala mit der aus diversen Castingshows bekannten Contemporary Dance-Crew Zanshin. Begleitet wird dieser ästhetische und anmutige Tanz von dem Pianospieler Timothy Thorson. Zu der Musik von Franz Liszt zeigen die verschiedenen Tanzpaare eine Symbiose aus Tanz und Leidenschaft, während es bei einem Paar aber zu einem später tragisch endenden Streit kommt.
 
Nach dieser intensiven Performance darf das Publikum ein wenig durchatmen, denn die Fothamockaz, vier tanzwütige Berliner Jungs, sorgen für einen Umbau direkt auf der Bühne. Aus einer vornehmen Party soll eine Clubatmosphäre mitten auf der Bühne entstehen. Doch die Jungs scheinen ihre Arbeit nicht ganz ernst zu nehmen, denn immer wieder lassen sie sich von der Musik ablenken und machen mit den Arbeitsutensilien ihre eigene Party. Aber wen wundert das schon? Denn Fothamockaz ist eine in Berlin bekannte Urban Entertainment Dance-Crew, die einfach nicht still stehen kann.
 
Die unvergessliche Clubnacht kann nun beginnen. Nachdem man es geschafft hat, an dem Türsteher Sascha Thies vorbeizukommen, ist man mittendrin in dem Partygeschehen. Schöne Gogo-Girls, die Berlin Showgirls, tanzen lasziv zu alten und neuen Hip Hop-Liedern des nicht nur in Berlin bekannten Djs DJ Tomekk. Auch der Showbarkeeper Florent Rabaté zeigt mit seiner schnellen Flaschenakrobatik, warum er zurecht auf dieser Party sein darf.
 
Und was wäre eine fulminante Party in Berlin ohne die richtigen Tanzcrews?! Die Deutschen Meister und Brüder M.I.K.Family (eigentlich sind es vier Brüder) bringen durch ihre Hip Hop- und Krumping-Moves jeden Zuschauer im Saal zum Schwitzen. Samuels (Crew Urban Club Dance) sorgt mit ihrem Streetdance, kombiniert mit lateinamerikanischen Tanzelementen, dafür, dass ich nicht mehr ruhig sitzen kann, sondern auf meinem Sitz mitgrooven muss.
Beim Breakdance, vorgeführt von Tridiculous, Airdit und Pedram, klatscht jeder im Publikum wild mit. Was soll ich sagen?! Dat is halt Berlin…Und um dies zu untermauern, singt der Künstler Renee das Lied „I am Berlin“.
 
Nach der Pause präsentiert uns Lisa Kühn, ein Mitglied der Zanshin-Truppe, tänzerisch, wie zerbrechlich doch eine starke Frau sein kann. Zuvor noch selbstbewusst und zielstrebig zerbricht die junge Frau an den Erwartungen der Gesellschaft. Eine Tanzperformance, die mich zu Tränen rührte.
 
Wenn man etwas Wertvolles verloren hat, dann weiß man es oft erst im Nachinein zu schätzen. So ergeht es auch ihrem „Partner“ in der Show: Rostyslav Hubaydulin (Tridiculous) verarbeitet diesen schweren Verlust mithilfe seines dramatischen Strapaten-Programms, das ihm eine Menge Körperbeherrschung abverlangt.
 
Danach braucht man etwas Entschleunigung und bekommt diese auch: in Form des Erzählers Engelbert von Nordhausen, der Berliner erzählt seine etwas verrückte Geschichte, wie er zur Synchronstimme von Bill Cosby und Samuel L.Jackson wurde.
Nach der notwendigen Pause darf man wieder ausgelassen feiern. Und zwar gemeinsam mit der Live-Band Nader Rahy&Band, die sich sogar des schwierigen und legendären Liedes „Purple Rain“ von Prince annimmt.
Und auch auf dem Live-Konzert dürfen die vorher erwähnten Ausnahmetänzer nicht fehlen. 
 
Und wer an diesem Abend von der unbändigen Freude der Tänzer und Musiker angesteckt wurde, der durfte anschließend auf der Aftershow-Party im „The Grand Club“ weiterfeiern.
 
Mein Fazit: „Berlin Nights“ stellt alles dar, was Berlin so besonders macht: Lebensfreude, Temperament, Vielseitigkeit, Kreativität und Internationalität, auf die wir alle stolz sein können. Wer diese berauschende Party selbst erleben möchte, dem kann ich die nur aus 12 Shows bestehende Veranstaltung „Berlin Nights“ im Theater am Potsdamer Platz nur empfehlen. Bis zum 9. April, dem Tag meines Geburtstages, habt Ihr dazu noch die Gelegenheit…
 
Weitere Informationen:
 
Adresse: Theater am Potsdamer Platz
Marlene-Dietrich-Platz 1
10785 Berlin
 
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Text © E. Günther
Fotos © Henny Steffens und Nicholas Ritter