„Lieber schön“ – die bissig-komische Beziehungskomödie in der Komödie am Kurfürstendamm

Liebesbeziehungen und Freundschaften haben eins gemeinsam: Im Laufe der Zeit verändern sie sich, weil wir uns selbst auch weiterentwickeln. Und da ich mich sowohl in einer langen Beziehung befinde als auch Freundinnen habe, mit denen ich länger als zehn Jahre befreundet bin, interessierte mich die Wiederaufnahme der Beziehungskomödie „Lieber schön“ in der Komödie am Kurfürstendamm sehr.

Am Freitag, den 10. November 2017, besuchte ich „Lieber schön“ von Neil LaBute, der zu den meistgespielten Autoren der Gegenwart gehört und dessen Beziehungskomödie das erste Stück ist, das den Sprung vom Off-Broadway an den Broadway schaffte und 2009 sogar für drei Tony Awards nominiert war. Regie führt Folke Braband. Es versprach also ein großartiger Abend zu werden und das wurde es auch.
 
In „Lieber schön“ sehen wir vier verschiedene Beziehungen auf der Bühne. Greg, der manchmal durcheinander wirkende Bücherwurm, und Kent, der egomanische Macho, arbeiten nicht nur gemeinsam als Produktionshelfer in einer Chipfabrik, sondern sind auch beide miteinander privat befreundet. Trotz der Gegensätze funktionierte ihre Freundschaft offenbar früher ganz gut, doch bekommt ihre Freundschaft Risse, als Greg Kents Affäre mit der neuen Kollegin verheimlichen soll.
Greg hat schließlich genug eigene Probleme: Seine langjährige Beziehung zu Steph liegt in Scherben, weil er in einem Männergespräch mit dem Chauvi Kent gesagt hat, dass Steph ein normales Gesicht habe, das die verletzte Steph mit hässlich gleichsetzt.
Von Gregs Meinung über ihr Aussehen erfährt Steph von Carly, ihrer besten Freundin, die sich in einer auf den ersten Blick glücklichen Beziehung mit Kent befindet. Ein Chaos jagt also das nächste.
 
Ich habe an diesem Abend oft Tränen gelacht und bei Szenen, die meinem Leben ähnelten, lautstark applaudiert. Den Cast hätte man für diese Beziehungskomödie nicht besser aussuchen können.
Oliver Mommsen spielt perfekt den überforderten Greg, dessen geordnetes Leben vollständig aus den Fugen gerät. Was mir besonders an diesem Darsteller gefallen hat, dass er öfters auf die Reaktion im Publikum reagiert hat. Wenn Ihr das Theaterstück seht, wisst Ihr, was ich meine. Viele Lacher waren hier garantiert.
Tanja Wedhorn brilliert in ihrer Rolle als verletzte Friseurin Steph, die trotz ihrer Enttäuschung über ihren Partner, nicht über ihn hinwegkommen kann. Besonders den an diesem Abend anwesenden Schulklassen dürfte ihre Rolle, die sehr viel auf der Bühne flucht, gefallen haben.
 
Roman Knižka geht in seiner Rolle des arroganten und des selbstverliebten Kent auf, deswegen kann man nicht anders, als die Figur zu hassen – oder zu bewundern, es kommt darauf an, wie man selbst gestrickt ist.
Und auch Nicola Ransom als die dominante Carly, die ihr Leben doch nicht im Griff hat, überzeugt auf ganzer Linie.
 
Mein Fazit: „Lieber schön“ ist eine wundervolle Beziehungskomödie, die die Phasen einer Liebesbeziehung und Freundschaft beleuchtet und den Zuschauer – egal welchen Alters – zum Lachen bringt. Das überzogene Schönheitsideal und das Streben nach Perfektion sind zwei weitere Themen des Theaterstücks, die in unserer Mediengesellschaft so aktuell wie nie zuvorsind.
Ich habe an dem Abend herzlich gelacht, aber auch geweint und kann das Stück, das noch bis zum
26. November 2017 in der Komödie am Kurfürstendamm läuft, wärmstens empfehlen.
 
Weitere Informationen zum Theaterstück „Lieber schön“:
 
 
Adresse: Theater am Kurfürstendamm
Kurfürstendamm 206/209
10719 Berlin
 
 
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Text © E. Günther und Fotos © Barbara Braun

 

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Restauranttipp für Berlin: Restaurant Genazvale – Georgisch essen in Berlin

Familienzeit ist kostbar und deswegen sollte man die Zeit mit seiner Familie bei gutem Essen und in einem schönen Ambiente verbringen. Da ich eine große Liebhaberin der kaukasischen und vor allem der georgischen Küche bin, stand für mich gleich fest, wo wir alle am Freitag, den 27. Oktober 2017, essen werden: im georgischen Restaurant Genazvale.
 
Das große und rustikal eingerichtete Restaurant Genazvale besticht durch seine Lebhaftigkeit und seine familiäre Atmosphäre. An dem Abend, an dem wir dort zu Abend gegessen haben, haben sehr viele mit ihrer Familie und ihren Freunden Geburtstag gefeiert. Es wurde viel gelacht und ausgiebig auf die Gesundheit und die Liebe angestoßen. Da in dem Restaurant viele Servicekräfte arbeiten, kam es dabei nie zum langen Warten auf die Speisen. Wir hatten an dem Abend eine sehr freundliche und kompetente Tamada an unserer Seite, die uns nicht nur immer gut beraten hat, sondern uns immer ein Lächeln schenkte.
 
Aufgrund meiner Kindheit in der Ukraine liebe ich natürlich Gerichte mit roter Beete und so bestellte ich als Vorspeise einen Salat aus roter Beete für 5,50 Euro (rote Beete, frische Kräuter mit Mayonnaise). Da ich weiterhin in Erinnerungen an die Küche der ehemaligen Ostblockstaaten schwelgen wollte, bestellte ich sogar eine zweite Vorspeise: Zungensalat für 8,50 Euro
(Kalbszunge, Radieschen, Meerrettich und Mayonnaise).
Beide Gerichte wurden dafür, dass es Vorspeisen sind, als zwei große Portionen serviert und haben sehr gut geschmeckt, wie bei Mama und Oma.
 
Die anderen Familienmitglieder entschieden sich für folgende Vorspeisen:
rote Beete mit Walnüssen und Gewürzen – 2 Stück für 3,50 Euro und „Mjawe“ – ein eingelegter Weißkohl mit roter Beete für 3,50 Euro.
Das Fazit zu den Gerichten war: „Die Speisen klingen zwar einfach, aber schmecken einfach vorzüglich.“
 
Und dann kamen die Hauptgerichte, die uns in den kulinarischen Himmel brachten…
Vier von uns entschieden sich für Lammfleisch und die fünfte Person wählte ein Gericht mit Kalbsfleisch. Zu den vier unterschiedlichen Gerichten kann man nur eins sagen: Das Fleisch war sehr zart, köstlich zubereitet und fantastisch gewürzt – mit den dazugehörigen Zutaten waren die im Folgenden erwähnten Gerichte ein Traum.
 
Zwei von uns bestellten das sehr zu empfehlende Gericht Chanakhi für 14,50 Euro, das aus
Lammfleisch mit Kartoffeln, Auberginen, frischen Tomaten und Kräutern besteht und mit Teig überbacken aus dem Ofen gebracht wird.
 
Weiterhin gehörten zu unseren Hauptgängen Lammrippen mit Adjika (5 Stück für 16,50 Euro): Lammrippen mit pikanter Sauce und Zwiebel auf „Ketsi“ gebraten; Mtsvadi – Lammfleisch am Spieß für 15,50 Euro und Ostri – würziges Kalbfleisch in Tomatensauce (scharf) für 14,50 Euro.
 
Wie man sich vorstellen kann, waren wir alle nach dem Essen nicht nur sehr glücklich, sondern auch satt, so dass wir leider keinen Platz für ein Dessert hatten. Aber da ein Familienmitglied im Gegensatz zu uns keine Vorspeise bestellt hatte, konnte sie noch den Schokokuchen „Genazvale“ für 6,50 Euro essen. Für den Preis war die Portion sehr groß und wie mir versichert wurde, hat der Kuchen köstlich geschmeckt.
 
Mein Fazit: In dem Restaurant Genazvale stimmt einfach alles: das Essen, das Ambiente, der Preis und das Personal! Wir können das georgische Restaurant jedem empfehlen. Auch die Vielfalt an georgischen Weinen ist besonders hervorzuheben.
 
Adresse / Kontakt: Restaurant Genazvale
Hohenzollerndamm 33
10713 Berlin
030 23578292
 
Weitere Informationen zum Restaurant:
 
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„Klassenkampf“ im Heimathafen Neukölln – das pädagogisch revolutionäre Musical in Berlin-Neukölln

Als Lehrerin weiß ich, dass das Wichtigste für die Schüler nicht Lernmethoden und Lernmaterialien sind, sondern die Persönlichkeit des Lehrers/der Lehrerin. Schon längst reicht es nicht mehr aus, nur 45 bzw. 90 Minuten für die Schüler da zu sein, eine gute Lehrkraft sollte ihre Zeit auch nach dem Unterricht in die Lerngruppe investieren.
Mit diesem Thema befasst sich unter anderem die Musical-Produktion „Klassenkampf“ von Constanze Behrends, die wieder ins Programm des Heimathafens Neukölln aufgenommen wurde.
Am 21. Oktober 2017 besuchte auch ich „Klassenkampf“, den Gewinner des Musical Theater Preises 2017 für das beste Buch und berichte Euch im Folgenden von meinen Eindrücken.
 
Zunächst zur Handlung des Musicals:
Seit sieben Jahren ist die Karl-Marx-Oberschule eine Baustelle mit vielen weiteren Problemen, darunter Kleinkriminalität, Drogen und Mobbing. 87 Prozent der Schüler sind nichtdeutscher Herkunft, was ein Problem für die mediengeile Direktorin darstellt, da sie bei 90% mit mehr Fördergeld und mehr Medienpräsenz rechnen könnte.
Die Interessen und die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Schüler werden in der Oberschule schon lange nicht mehr berücksichtigt. Das stinkt der Schülergruppe um den Rebellen Samir, die in einer „Arbeit-statt-Strafe-Initiative“ (ASSI) die Graffitis der Schule wegmachen soll, gewaltig. Sie fühlt sich von dem (Schul)System alleine gelassen. Durch den Kontakt mit der Hausmeisterin Frau Karl, einer in der DDR sozialisieren Rentnerin, erfahren die Jugendlichen mehr über die Ideen Karl Marx‘ und beschließen, diese in ihrer Schule umzusetzen. So übernehmen sie schlussendlich die Kontrolle über die Schule.
 
Die Direktorin Frau Eisner ist nicht nur pressegeil, ihr sind die Schule und die Schüler so ziemlich egal. Schon lange ist sie eifersüchtig auf die Medienpräsenz der Rütli-Schule (jetzt Rütli-Campus). Constanze Behrends spielt perfekt die kühle und selbstverliebte Blonde, der man jedes Wort abnimmt.
 
Selbstverständlich konnte ich mich als Lehrerin am meisten mit dem Sozialpädagogen Lars identifizieren, der sich für seine Schüler auch außerhalb des Unterrichts einsetzt und versucht, sie auf den rechten Weg zu bringen – weg von Kleinkriminalität und Perspektivlosigkeit. Der Schauspieler Tom-Veit Weber verleiht mit seiner schauspielerischen Art der Figur eine große Sympathie.
 
Der mit Drogen dealende Anführer Samir, der sehr authentisch von Walid Al-Atiyat aus dem Heimathafen-Jugendclub Active Players NK verkörpert wird, ist im Grunde seines Herzens doch nicht der gnadenlose Rebell, sondern kümmert sich zu Hause um seine kleinere Schwester und möchte einfach nur gehört werden.
 
Lodi Doumit gehörte zu meinen Lieblingsdarstellern an diesem Abend und stellt auf eine sehr überzeugende Art und Weise den Charakter Gülcan dar, die auf den ersten Blick grob und rebellisch wirkt, aber das Herz am rechten Fleck hat, was man an ihrer Freundschaft zu Rosa und ihrer Schwärmerei für den Sozialpädagogen erkennt.
 
Die Schülerin Rosa ist die Zerbrechlichste in der Gruppe, was sich auch in ihrer zarten Stimme widerspiegelt. Rosa leidet sehr unter der Scheidung ihrer Eltern. Doch Romina Küper zeigt uns nicht nur die zerbrechliche Seite der Figur, sondern auch die kämpferische und die lustige, z.B. als Rosa eine Rede der Schuldirektorin mit ausufernden Gebärden begleitet.
 
Zu den weiteren Schülern gehört der selbstbewusste Ali (Ugur Kaya), der die Coolness des selbstverliebten Machos über Bord wirft, wenn er vor Gülcan, seinem Schwarm, steht, und der schlaue Lex (Florian Bamborschke), den man aufgrund seiner Allwissenheit „Lexikon“ nennt und der aus Bosnien stammt. Im Gegensatz zu Lex haben sich aber seine Eltern in Deutschland nie integrieren können und ertränken ihren Frust in Alkohol. Seine Stärke findet er in seiner Beziehung zur Polin Rosa.
Beide Figuren sind Sympathieträger, was natürlich auch an der überzeugenden Darstellung der beiden Musicaldarsteller liegt.
 
Auch die Hausmeisterin Karl (Christiane Ziehl), die eigentlich ihre Zeit als Rentnerin genießen müsste, schließt das Publikum sofort in sein Herz. Sie kämpft für jeden einzelnen Schüler, vor allem für Samir, dessen Familie sie auch schon einmal privat geholfen hat. Ihr ist es zu verdanken, dass die Schüler zum ersten Mal von Kommunismus, von Marx‘ Ideen und von der DDR erfahren.  
 
Ein weiterer schauspielerischer Coup gelingt dem Heimathafen Neukölln mit der prinzipienlosen und sensationsgeilen Reporterin Hanna Köster (Britta Steffenhagen), die aus Ali in ihrem TV-Bericht einen islamischen Terroristen macht.
 
„Wir sind euch scheißegal / unser Elend nur ne Zahl / im Sekretariat / jetzt kommt das Proletariat!“ 
Die Schüler fühlten sich schon viel zu lange von ihrer Schule und allgemein von der Gesellschaft unterdrückt, jetzt schlagen sie zurück und fordern mehr Rechte für sich, das Proletariat, die ausgebeutete und unterdrückte Klasse. 
 
Die Musik von Tillmann von Kaler zu Lanzenheim passt wie die Faust aufs Auge zu den Schülern und ihren Geschichten. Zwar sind die Hip Hop-Lieder oft anklagend und erzählen von dem Schmerz der Schüler, doch immer auf eine ironische und lustige Weise. So wird z.B. ein Lied der DDR-Jugendorganisation FDJ umgedichtet. Die Schüler singen nicht mehr „Bau auf, Bau auf!“, sondern „Wach auf, Wach auf! Neue deutsche Jugend, wach auf!“ – eine Tatsache, die viele im Publikum zum Lachen brachte.
 
Mein Fazit: Das Musical sollte für jeden Berliner oder Berlin-Besucher ein Muss sein, nicht nur für Lehrer und Schüler. Zwar werden auf der Bühne viele ernste Themen angesprochen und besungen (Migration, AFD, DDR, Toleranz, Drogen, Mobbing, das Bildungssystem Deutschlands), doch immer ohne den moralischen Zeigefinger und mit sehr viel Witz und Sarkasmus. Das Musical könnt Ihr noch am Samstag, den 4. November 2017, und Sonntag, den 5. November 2017, besuchen. Die Karten kosten im Vorverkauf: 16 € (ermäßigt: 10 €) und an der Abendkasse: 18 € (ermäßigt:12 €)
 
Weiteres zum Musical:
 
Adresse: Heimathafen Neukölln
Karl-Marx-Straße 141
12043 Berlin
 
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© E. Günther (Text und Fotos)

 

 

Ein gewisser Charles Spencer Chaplin – die außergewöhnliche Geschichte des privaten Charles Spencer Chaplin im Schlosspark Theater

Der Name „Charles Spencer Chaplin“ (1889-1977) ist jedem ein Begriff. Die einen denken bei dem Namen an die großartige Darstellung im „Der große Diktator“, die anderen an die zahlreichen komödienhaften Darstellungen des Stummfilmartisten mit einem schwingenden Stöckchen, einem abgewetzten Anzug und einer Melone auf dem Kopf. Doch nur die Wenigsten kennen die private Seite des berühmtesten Menschen des 20. Jahrhunderts.
Dem privaten Leben des Ausnahmekünstlers widmete sich der französische Dramaturg und Regisseur Daniel Colas, indem er Chaplins privates Leben von 1914 bis 1975 beleuchtete.
Dieter Hallervorden brachte nun diese Geschichte auf die deutsche Bühne ins Schlosspark Theater.
Am Samstag, den 14. Oktober 2017, war die Premiere, von der ich Euch nun ausführlich berichten werde.

Der Regisseur Rüdiger Wandel und die Regieassistentin Viktoria Feldhaus konzentrieren sich bei dem Theaterstück auf den Aufstieg des in sehr armen Verhältnissen in England aufgewachsenen Charlie Chaplin, der es in den USA mit seiner komödienhaften Darstellung in diversen Stummfilmen zu einem umjubelten Star brachte, der schließlich seine eigenen Filmstudios gründete.
Auf der Bühne blicken wir aber auch hinter die Fassade der Kultfigur und erleben dabei einen zerbrechlichen und liebenden Mann, der auf eine großartige und authentische Art und Weise von Wolfgang Bahro verkörpert wird.

Wolfgang Bahro spielt nicht nur seit seit 25 Jahren Dr. Jo Gerner in der Serie „Gute Zeiten – schlechte Zeiten“, sondern ist auch eine Größe auf den Kabarett-Bühnen Berlins. Die Figur des privaten Charlie Chaplins ist ihm in der Inszenierung wie auf den Leib geschnitten. Bahro spielt nicht nur einen gefeierten Star, sondern auch einen liebenden Sohn, der seine kranke Mutter, die er vergöttert, in die USA bringt, um sie hier besser versorgen zu können.
Neben zahlreichen Frauengeschichten muss sich jedoch Chaplin ständig mit den Veränderungen in der Weltgeschichte auseinandersetzen. Nach dem Ersten Weltkrieg werden seine Filme von den Nationalsozialisten verboten, da man ihn für einen Juden hält und er in seinen Filmen die Nationalsozialisten karikiert. Doch kaum ist diese schwarze Zeit überstanden, steht Chaplin vor einem erneuten politischen und geschichtlichen Problem: Hoover und das FBI halten ihn für einen Kommunisten und wollen ihm mit einer Zensur zum Umdenken zwingen. Sogar vor einem Einreiseverbot in die USA schrecken die selbst ernannten Bolschewisten-Jäger nicht zurück.

Neben der gelungenen Darstellung des Charlie Chaplin durch Bahro überzeugen auch die anderen Darsteller auf der Bühne: Die mehrfach ausgezeichnete TV-Schauspielerin und Theaterdarstellerin Brigitte Grothum agiert sehr vielseitig in ihrer Rolle der Hannah Hill (genannt Lily Harley), der Mutter von Charlie. Mal ist sie die fröhliche und sich sorgende Mutter, mal wird die Figur von einer tiefen Traurigkeit erfasst.
Judith Wegner spielt hervorragend die dritte – kokette- Frau und Elinor Eidt die vierte – ihrem Mann ergebende – Frau des Charlie Chaplin. Karsten Kramer und Jörg Westphal gelingt es, den loyalen Bruder und den ehrlichen Leiter der Chaplin Studios zu verkörpern. Oliver Nitsche jagt dem Zuschauer in seiner Rolle des besessenen FBI-Gründers Hoover Angst ein.

Auch die authentischen Kostüme von Viola Matthies und Jasper Krafft und die emotionale Musik von Philippe Roth sorgen dafür, dass wir uns sehr gut in die Zeit 1914 bis 1975 versetzt fühlen können.

Mein Fazit: „Ein gewisser Charles Spencer Chaplin“ ist eine sehr gelungene Inszenierung mit großartigen Darstellern, die einen zum Nachdenken anregt und so aktuell wie nie zuvor ist. Wir erleben nicht nur das konfliktreiche Privatleben des Charlie Chaplin, sondern erkennen auch, was Zensur, Jagd auf Andersdenkende und eine strenge Einwanderungspolitik bewirken können. Intoleranz und Freiheitsberaubung waren auch schon früher ein Teil der Weltgeschichte und wiederholen sich erneut.

Weitere Informationen zum Theaterstück:
http://schlosspark-theater.de/produktionen/ein-gewisser-charles-spencer-chaplin.html
https://www.facebook.com/Schlosspark-Theater-Berlin-Offizielle-Seite-332467151990/

Kontakt: Schlosspark Theater
Schloßstraße 48
12165 Berlin
030 78956670

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© E. Günther

 

 

 

„Parade“ im Chamäleon Theater – die Entdeckung der neuen Zirkuswelt Berlins

Das Chamäleon ist ein Lebewesen, das sich ständig der umgebenden Natur anpassen und dementsprechend immer wieder verwandeln kann. In einigen Kulturen symbolisiert zudem das Chamäleon die Einheit aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Und diese beiden Definitionen treffen definitiv auch auf das Chamäleon Theater, Berlins Spielstätte Nummer 1, wenn es um den Neuen Zirkus geht, zu. Immer wieder erfindet sich das Chamäleon Theater neu und zeigt in jeder Saison immer wieder verblüffende und besondere Shows, die den Zuschauer verblüfft zurücklassen, so auch mit der neuen Show „Parade“.
 
Am Samstag, den 7. Oktober 2017, besuchte ich im Rahmen eines Bloggerevents die Show des Regisseurs Brendan Shelper, der für seine außergewöhnlichen Inszenierungen, wie der Eröffnungszeremonie für die europäische Kulturhauptstadt Aarhus 2017, bekannt ist und seiner internationalen Berliner Artistentruppe battleROYAL, und erwartete zurecht wieder Großes.
 
Wie die Shows davor hatte auch diese Show der achtköpfigen Künstlertruppe einen roten Faden, der sich durch das ganze Programm zog: die Suche nach der eigenen Identität. Genauso wie die Artisten auf der Bühne so maskieren auch wir uns im alltäglichen Leben, um anderen zu gefallen und verlieren uns dabei oft selbst. Zudem wurde dieses Stilmittel von Shelper auch bewusst eingesetzt, damit sich das Publikum auf den Körper der Akrobaten und deren Fähigkeiten konzentriert.
Und das haben wir alle. Wie kleine Kinder saßen wir gespannt und verzaubert von der Leichtigkeit der schweren Nummern auf unseren Stühlen.
 
Am meisten verzaubert war ich an diesem Abend von den anmutigen Performances der Frauen: Egal ob die schöne Beata Surmiak mit ihren kraftvollen Hand-auf-Hand- und Handstandprogrammpunkten oder die freche Emma Serjeant (Handstand, Kontorsion, Akrobatik) oder die sympathische Laurie Marchand (Akrobatik, Partnerakrobatik, Hoop-Diving, Tanztrapez) – alle drei zeigten Unvorstellbares auf der Bühne und wirkten dennoch dabei so leichtfüßig und gefühlvoll.
 
Der dreifache Weltmeister im Breakdance, Àlvaro Medrano Lopez, hat natürlich sofort mein Herz gewonnen, indem er einen nicht nur mit seinem Aussehen zum Schmachten brachte, sondern auch mit seinen komplexen Breakdance-Moves den Zuschauer in seinen Bann zog.
 
Aber auch die anderen Artisten verdienen es, zu den Besten ihres Faches gezählt zu werden: Jamie Swan (Hand auf Hand, Strapaten), Jon Allingham (Akrobatik, Partnerakrobatik, Hoop Diving) und der „Hipster“ Justin Sherry (Akrobatik, Partnerakrobatik, Hoop Diving) überzeugten mit ihrem Charme, ihrem Witz und ihrer akrobatischen Präzision und Stärke.
 
Der Perkussionist Takumi Motokawa und die mit Popmusik gemischte Elektromusik sorgten dafür, dass der Abend auch visuell ein Erlebnis wurde. Die innovativen Videoinstallationen, die von den Künstlern in Echtzeit live animiert wurden, rundeten schließlich dieses auditiv-visuelle Spektakel ab.
 
Mein Fazit: Ich erlebte gestern einen ganz besonderen Abend, an dem die Leidenschaft für den Tanz, die Musik und die Akrobatik durch körperliche Bewegung auf höchstem Niveau, durch charmanten Humor und durch zauberhafte Bilder auf den Zuschauer transportiert wurde. An diesem Abend ist auch der Letzte von der Liebe zum Neuen Zirkus erfasst worden.
Bis zum 18. Februar 2018 habt Ihr noch die Gelegenheit, diese fesselnde Show im Chamäleon Theater zu besuchen.
 
Weitere Informationen zur Show:
 
Kontakt: Chamäleon Theater
Rosenthaler Straße 40/41
in den Hackeschen Höfen
10178 Berlin
030 4000590
 
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© E. Günther

 

 

Gewinnspiel zur Oper DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN von Sergej Prokofjew – Das 400. Mitglied muss gefeiert werden! –

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Liebe Blogleser,

letzte Woche hat sich mein Blog dank Eurer Unterstützung vergrößert und ich durfte das 400. Mitglied in der „Mein Event-Tipp-Familie“ auf meiner Facebook-Seite begrüßen! Um mich ganz herzlich dafür zu bedanken, starte ich in Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper Berlin ein Gewinnspiel auf dieser Seite und verlose heute

2 x 2 Karten für die Oper DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN von Sergej Prokofjew (1891 – 1953): Die Oper in einem Prolog und vier Akten ist in französischer Sprache, aber mit deutschen und englischen Übertiteln.

Wann? am Freitag, den 20. Oktober 2017, um 19.30 Uhr

Wo? In der Deutschen Oper Berlin

Zur Handlung: Am Hofe des Königs Treff macht man sich Sorgen um den Erbprinzen, da dieser depressiv geworden ist. Nur das „Lachen“ kann ihn wieder gesund machen. Truffaldino erhält den Auftrag, den Prinzen zum Lachen zu bringen. Premierminister Leandre und Prinzessin Clarice, die Nichte des Königs, schmieden einen intriganten Plan, um den Prinzen beiseite zu schaffen und selbst an die Macht zu gelangen. Die Hexe Fata Morgana unterstützt die beiden. Als aber die Hexe Fata Morgana zu Boden geht und man auch noch einen Blick auf ihren Unterrock bekommt, beginnt der Prinz laut zu lachen. Die Hexe verflucht ihn dafür. Von nun an soll er von „der Liebe zu den drei Orangen“ besessen sein. Augenblicklich machen der Prinz und Truffaldino sich auf, diese zu finden.

Adresse: Deutsche Oper Berlin

Bismarckstraße 35

10627 Berlin

Das Gewinnspiel dauert bis Mittwoch, den 11. Oktober 2017, um 17 Uhr. Um daran teilzunehmen, müsst Ihr nur diesen Beitrag liken. Selbstverständlich solltet Ihr ein Follower meines Blogs „Mein Event-Tipp“ sein. Also falls Ihr das noch nicht seid, könnt Ihr es ja jetzt nachholen:)

Für das Gewinnspiel wünsche ich Euch viel Erfolg und drücke Euch die Daumen! Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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© E. Günther

Break the Tango – Tango meets Streetdance

Tanzen bedeutet Leidenschaft und völlige Hingabe und wenn zwei auf den ersten Blick nicht zusammen passende Tänze miteinander auf der Bühne verschmelzen sollen, dann versprichst es eine explosive Mischung zu werden.

Das hat sich auch German Cornejo, Tangoweltmeister und Choreograf, vor drei Jahren gedacht, als er auf die Idee kam, Tango und Streetdance in einer Show zu vereinen. Und endlich kam Cornejo mit seiner Tanzshow auch nach Deutschland.
 
Am Freitag, den 22. September 2017, besuchte ich im Admiralspalast, mittlerweile meinem zweiten Zuhause, „Break the Tango“ und spürte von der ersten Minute an die knisternde Erotik auf der Bühne, wenn rassige Männer mit genauso rassigen Frauen mit unglaublich langen Beinen den Argentinischen Tango, der für mich den leidenschaftlichsten Tanz darstellt, dem Zuschauer näher bringen.
 
Am meisten beeindruckt war ich an diesem Abend von der tänzerischen Interpretation der Passion durch die Hauptprotagonisten German und Gisela und von Edgar und Pamela und ihrer temperamentvollen Darstellung des Tangos in der Luft. Die Zuschauer im Saal waren in jeder Minute elektrisiert.
 
Einen weiteren wichtigen tänzerischen Bestandteil der Show stellt das internationale Hip-Hop-Quintett um „Dance Captain“ Henry Monsanto dar, das mit seinen dynamischen Breakdance-Moves des Choreografen Björn «Buz» Meier das Publikum mitriß. Zunächst tanzten die Jungs gegen, danach neben den Tango-Tänzern, um schlussendlich mit ihnen zu einer perfekten Symbiose zu verschmelzen. Es erschien schließlich so, als ob die beiden zunächst kontrastreichen Tänze zu einem Tanzgenre wurden.
 
Dass es gestern ein perfekter Abend wurde, lag aber nicht nur an den Tänzern, sondern auch an der grandiosen Livemusik der vierköpfigen Elektrotango-Band Otros Aires mit dem gesanglichen Ausnahmetalent Gisela Lepio, das uns mit seiner voluminösen Stimme Gänsehautmomente bereitete. Auch der Gitarrist brillierte mit seiner Stimme. Genauso wie zwei verschiedene Tanzstile miteinander gemischt wurden, so hörten wir auch eine musikalische Verschmelzung von klassischen Tangoliedern mit modernen Songs und Hip-Hop-Beats.
 
Mein Fazit: German Cornejo hat eine erstklassige Tanzshow kreiert, in der die beiden Tanzstile Tango und Streetdance zu einer leidenschaftlichen Symbiose verschmelzen, die sich in der mitreißenden Musik der Live-Band widerspiegelt. Die Show läuft noch bis einschließlich Sonntag, den 24. September 2017, im Admiralspalast (Berlin) und zieht dann nach Wien, Zürich und Paris.
 
Weitere Informationen zur Show:
 
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Text © E. Günther
Fotos © René Tanner

 

Ein Restauranttipp: Kroatisches Restaurant „Dalmacija“ am Prager Platz

Eigentlich bin ich in meinem Freundeskreis die Restaurantentdeckerin, doch dieses Restaurant hat mir eine langjährige Freundin gezeigt. Seitdem bin ich eine große Liebhaberin der Hausmannskost des Restaurants, das von drei Generationen einer sehr herzlichen Familie geführt wird.

Gestern waren wir dort wieder essen und wie schon beim ersten Besuch habe ich Schnecken bestellt. Früher fand ich Schnecken immer gewöhnungsbedürftig und konnte daran nichts Gutes finden. Doch die diese warme Vorspeise für 8,50 Euro, die mit Speck, Tomaten, Kräutern, Knoblauch und Toastbrot serviert wird, ist unglaublich schmackhaft und ich kann sie jedem empfehlen.

Ich habe mir beim ersten Besuch vorgenommen, diese Vorspeise als doppelte Portion zu ordern, doch entdeckte ich diesmal eine saisonale Pfifferlingkarte und entschied mich daher für den folgenden Hauptgang für 12,90 Euro: Speckpfifferlinge in Rahmsoße mit Rührei und Kartoffelpüree – eine sehr gute Wahl.

Meine zwei Begleitungen an diesem Tag bestellten das Epigramm für 13 Euro. Auf den reichlich gefüllten Teller kommen: ein Schnitzel Wiener Ar, ein Pariser Schnitzel, eine Scheibe Leber, ein Cevapcici auf Reis, dazu Pommes und Salat. Mal wieder bewiesen die Restaurantbesitzer ihre Gastfreundschaft und Flexibilität, indem sie bei einer Begleitung statt Leber einen Rumpsteak servierten.

Mein Fazit: Wer authentische kroatische Küche zu moderaten Preisen und umgeben von gastfreundlichen Restaurantbesitzern genießen möchte, der ist hier genau richtig.

 

Kontakt: Restaurant Dalmacija

Prinzregentenstraße 1

10717 Berlin

030/ 211 72 75

 

Öffnungszeiten: Mo Ruhetag

Di – So 12-22 Uhr

 

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© E. Günther

Social Movie Night – eine deutschlandweit organisierte unvergessliche Kinoveranstaltung

Seit ca. zwei Jahren bin ich ein großer Fan der Social Movie Night, die von dem Youtuber Robert Hofmann in vielen deutschen Städten veranstaltet wird. Robert Hofmann organisiert in verschiedenen Kinos in regelmäßigen Abständen eine Veranstaltung, auf der ein neuer Film vor dem offiziellen Kinostart gezeigt wird. Dazu können die Fans jeweils zwei Karten gewinnen, indem sie das Formular unter Robert Hofmanns Video zu dem jeweiligen Film ausfüllen. In dem Gewinnpaket enthalten sind auch zwei Popcorn Tüten und zwei Freigetränke, die man vor Ort bekommt. Oft werden auch neben bekannten Youtubern (unter anderem LeFloid) Hollywoodstars zu der jeweiligen Vorpremiere eingeladen, so waren auch schon die Superstars Keanu Reeves, Charlize Theron, Emily Blunt und Chris Hemsworth Gast auf Robert Hofmanns Veranstaltung, die immer von Patrice Bouédibéla moderiert wird.

Meine Lieblingsvorpremiere war bis jetzt die zu dem Film „Crimson Peak“, zu der Robert Hofmann die Hollywooddarsteller Tom Hiddleston und Mia Wasikowska eingeladen hat. Ein unvergesslicher Abend, an dem zusätzlich zu den Popcorn und den Freigetränken auch ein Getränk serviert wurde, aus dem Dampf stieg. Auch der Film „Crimson Peak“ war gruselig schön.

Später habe ich noch zwei Karten für den Film „Bad Grandpa“ gewonnen. Die Vorpremiere war entsprechend dem Film wie eine Collegepoolparty gestaltet. Obwohl der Film für unseren Geschmack zu viele flache Witze bot, hat uns der Abend wieder gefallen.

Seitdem habe ich lange nichts mehr gewonnen, aber am Mittwoch, den 30. August 2017, war es wieder soweit und ich habe zwei Karten für den neuen Film mit Tom Hanks und Emma Watson, „The Circle“, gewonnen. Die Vorpremiere fand diesmal im Kino in der Kulturbrauerei statt und der Kinosaal war wieder voll.

In dem Film wird die Entwicklung der sozialen Netzwerke und den damit begründeten Verlust der Privatsphäre kritisch hinterfragt. Obwohl der Film an einigen Stellen etwas langatmig war, hatten wir wieder einen schönen Abend und freuen uns schon auf die nächste Social Movie Night.

Weitere Informationen zur Social Movie Night:

https://www.facebook.com/SocialMovieNight/

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© E. Günther

Wellnessurlaub im Neuruppiner Hotel Mark Resort Brandenburg

Sich einfach mal erholen und den ganzen Arbeitsstress vergessen – das habe ich schon viel zu lange nicht gemacht.

Da ich sehr schnell agiere, wenn ich einmal eine Entscheidung getroffen habe, habe ich sofort ein Doppelzimmer mit Seeblick in dem Neuruppiner Vier-Sterne-Hotel Mark Resort Brandenburg gebucht. Warum gerade dieses Hotel? Weil es direkt am Wasser liegt, weil es über eine eigene Therme verfügt und weil man von Berlin aus nur 1,25 Stunden fahren muss, was wir am Dienstag, den 15. August 2017, schließlich auch taten.
 
Hotel
Das große Hotel liegt direkt am Ruppiner See der Fontane-Stadt Neuruppin. Neben der Fontane-Therme verfügt es über eine Fitness-Fläche und eine Tiefgarage (15 Euro pro Nacht). Das kleine Fitnessstudio, die Teilnahme an den Sport- und Entspannungskursen und die Nutzung der Sauna- und Wasserlandschaft sind im Zimmerpreis enthalten. Zudem gehören drei Restaurants zum Hotel. Auch kann man sich im Hotel Fahrräder und Boote ausleihen. Auf dem Hotelzimmer steht allen Gästen ein kostenfreier Internetzugang zur Verfügung.
 
Um ca. 11 Uhr kamen wir in dem Hotel an und wurden sehr freundlich begrüßt. Obwohl das Zimmer erst um 15 Uhr bezugsfertig war, durften wir gleich die Therme nutzen. Doch wir entschieden uns dazu, zuerst im Restaurant Parzival Platz zu nehmen, den wunderschönen Blick auf den See zu genießen und bei herrlichem Sonnenschein zu Mittag zu essen. Für fast vier Stunden haben wir die Hektik der Stadt vergessen und konnten uns entspannen.
 
Zimmer
Um 15 Uhr betraten wir unser Zimmer. Auf unseren Kissen lagen zwei Schokoküsse, auf dem Tisch stand zur Begrüßung ein erfrischender Apfel-Birnen-Direktsaft, eine Flasche Mineralwasser und ein sehr leckeres Brot mit Salz. Die Botschaft des Begrüßungspaketes war offensichtlich: Wir sollten uns sofort wie zu Hause fühlen.
Ein Badepaket (Bademantel, zwei Saunahandtücher) fanden wir nach dem Check-In auch in unserem Zimmer. Im Badezimmer befand sich alles, was eine Frau braucht (Fön, Kosmetikspiegel etc.) und auch die Dusche stach mit ihrer Größe hervor. Doch wir wollten umgehend die hoteleigene Therme besuchen.
 
Thermenbereich
Die Fontane-Therme liegt in der ersten Etage des Hotels und verfügt im Inneren über einen großen Pool, in dem alle 30 Minuten an der Seite ein kleiner Whirlpool entsteht. Trotz des großen Hotels und der vielen Gäste wirkt der Poolbereich sehr ruhig. Für den kleinen Hunger zwischendurch liegt gleich daneben ein kleines Bistro (Selbstbedienung).
 
Im Außenbereich findet man zwei Außenpools mit warmem Wasser und einem Blick auf den See. Die vergrößerte Poolterrasse mit Seeblick und die Sommerwiese am See mit Sonnenliegen laden zudem zum Träumen ein. Nach dem Schwimmen gingen wir nach oben und inspizierten die weiteren Bereiche wie das Kaminzimmer, die Fontane-Bibliothek mit über 8.000 Titeln und die erfrischende Eisgrotte, bevor wir uns in die verschiedenen Saunen setzten.
 
Wir begannen mit der „leichten“ Bio-Sauna (ca. 45 Grad), besuchten anschließend die Dampfsauna, die Kräutersauna und die Finnische Sauna (90 Grad).
Da wir allmählich wieder Hunger verspürten, entschieden wir uns, die Seesauna am nächsten Tag aufzusuchen. Die 70 m² große Seesauna mit Seeblick ist bis 14 Uhr täglich als Bio-Sauna mit bis zu 60 Grad, danach als Finnische Sauna mit bis zu 95 Grad benutzbar. Zudem findet man dort auch ein 220 m² großes Sonnendeck in 4 m über dem Seespiegel.
 
Verpflegung
Restaurant Parzival
Nachdem wir uns im Hotelzimmer ausgeruht und frisch gemacht hatten, gingen wir am See spazieren und nahmen dann im Restaurant Parzival Platz, um an dem gebuchten Abendessen teilzunehmen. Damit jeder Gast in Ruhe speisen kann, kann er entweder um 17.30 Uhr oder um 20 Uhr zu Abend essen.
Am ersten Tag aßen wir um 20 Uhr und am zweiten Tag um 17.30 Uhr. Man kann sowohl drinnen als auch draußen essen.
 
Das Abendessen besteht aus verschiedenen hausgemachten Salaten, die als Buffet aufgebaut sind (am zweiten Tag gab es auch eine Suppe), und zwei weiteren Gängen. Bei dem Hauptgang kann man zwischen einem Fisch- und Fleischgericht und einer vegetarischen Speise wählen. Der dritte Gang ist eine süße Versuchung.
 
Im selben Restaurant findet auch das Frühstück in Buffetform ab 6.30 Uhr statt, das absolut keine Wünsche offen lässt: hausgemachte Salate, Kaffee- und Teespezialitäten, frisch gepresste Säfte, diverse Wurst- und Käsesorten, Aufstriche, Brot aus der Bäckerei um die Ecke, Räucherlachs, geräucherter Fisch, Zerealien, Obst, Süßes und und.
Nach dem reichhaltigen Frühstück konnten wir erst abends was essen und aus diesem Grund mitags nichts mehr in dem hoteleigenen Restaurant Seewirtschaft am See probieren.
 
Mein Fazit: Auch wenn wir nur drei Tage in dem Hotel waren, so konnte sich unsere Seele und unser Körper vollständig erholen. Die Verpflegung ist ein Traum, der Service sehr aufmerksam und die Therme bringt jeden stressgeplagten Stadtmenschen zum Entspannen! Ich kann einen (Kurz-) Urlaub in diesem traumhaft schön gelegenen Hotel jedem wärmstens empfehlen.
 
Adresse: Resort Mark Brandenburg
An der Seepromenade 20
16816 Neuruppin
 
Weitere Informationen zum Hotel:
 
© E. Günther