Schwanensee – Das Russische Nationalballett aus Moskau auf Tournee durch Deutschland

Überall kennt man „Schwanensee“, den beliebtesten Ballettklassiker aller Zeiten zur Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky. Doch zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie die Ballettaufführung „Schwanensee“ live erleben durfte. Da ich schon „Der Nussknacker“ und „Dornröschen“ gesehen habe, wollte ich also unbedingt das Klassiktrio unter den Ballettaufführungen voll machen. Gedacht, getan.
Am Samstag, den 11. Januar 2020, besuchte ich um 16 Uhr im Stage Theater Am Potsdamer Platz eine Interpretation des Klassikers „Schwanensee“ und zwar in der Ausführung des weltweit berühmten Russischen Nationalballetts aus Moskau.
 
Das erstklassige Moscow Classic Ballet unter der Leitung des Direktors Hasan Usmanov besteht aus Absolventen bedeutender russischer Ballettschulen, u.a. des Bolschoi- und des Mariinsky-Theaters. Mit seinem vielfältigen Repertoire („Romeo und Julia“, „Der Nussknacker“, „Giselle“ etc.) feierte das Russische Nationalballett große internationale Erfolge, u.a. in den USA, Südafrika, China, Italien und Deutschland.
Der Nachmittag versprach also großartig zu sein und dies wurde er auch.
 
Doch wovon handelt das weltweit berühmte „Schwanensee“?: Die Geschichte erzählt von dem Prinzen Siegfried, der seinen 21. Geburtstag feiert und nach dem Willen seiner Mutter sich endlich eine Braut suchen soll. Nach dem Fest entdeckt Siegfried im Schlosspark eine Gruppe wilder Schwäne. Besonders angetan ist der Prinz von der Schwanenkönigin. Diese verwandelt sich um Mitternacht in die wunderschöne Prinzessin Odette. Odette wurde vom Zauberer Rotbart verwunschen und kann nur durch den Schwur ewiger Treue und aufrichtiger Liebe befreit werden. Der Prinz schwört ihr daraufhin seine ewige Treue und Liebe. Doch der böse Zauberer Rotbart hat das Paar beim Gespräch belauscht und taucht auf dem Ball mit seiner Tochter Odile in Gestalt der (nun schwarzgekleideten) Schwanenkönigin auf. Der ahnungslose Siegfried hält Odile für Odette und schwört seiner vermeintlichen Liebsten erneut seine Treue. Dies hat zur Folge, dass sein Schwur im Schlosspark aufgehoben wird.
Bedeutet das, dass Odette nun für immer ein Schwan bleiben muss? Oder wird Siegfried seine wahre Liebe noch retten können?
 
Ksenia Pukhlovskaia verkörpert in der Ballettaufführung Odette und deren Gegenspielerin Odile. Pukhlovskaia tanzt grazil und anmutig und transportiert mit ihrem gleichzeitig durchtrainierten und zerbrechlichen Körper die Gefühle der verwunschenen Prinzessin Odette. So bleibt dem Zuschauer in der ausverkauften Vorstellung nichts Anderes übrig, als den Schmerz der verzweifelten Liebenden nachzuempfinden.
Die Rolle des verliebten Prinzen Siegfried, der sich von dem bösen Magier (Alexey Konkin) täuschen lässt, wird von Ivan Zviagintsev tänzerisch perfekt umgesetzt. Hohe Sprünge untermalen seine Verliebtheit, die später ohne sein Verschulden falsch gelenkt wird.
Auch war ich in der gestrigen Ballettvorstellung sehr von Alexander Pokotiolov begeistert, der seine Rolle des Hofnarrs hervorragend ausfüllt.
 
Das ganze Ballettensemble hat mich an dem gestrigen Nachmittag beeindruckt. Noch nie habe ich eine derartige technische Perfektion und tänzerische Glanzleistung in einem Ballett erleben dürfen und das obwohl es sich bei den Balletttänzern „nur“ um Absolventen handelt.
Pas de Trois (Varvara Garagulia, Ekaterina Razgovorova, Maria Leonova, Alexei Afanasiev, Mikhail Vasilev), der berühmte Tanz der vier kleinen Schwäne (Varvara Garagulia, Ekaterina Razgovorova, Polina Solovieva, Irina Chuvakina) und der Spanische Tanz (Anna Vasileva, Natalia Britviina, Alexei Afanasiev, Sergei Skvortsov, Ivan Zviagintsev) – alles wurde mit einer solchen Hingabe und einem hohen tänzerischen Anspruch getanzt. Die Choreografien der Altmeister Marius Petipa, Lew Iwanow und Juri Grigorowitsch wurden mehr als würdig umgesetzt.
 
Mein Fazit: Das Russische Nationalballett aus Moskau ist eine wirkliche Augenweide, die Balletttänzer unfassbar talentiert. Tänzerische Höchstleistung gepaart mit einer tragischen Liebesgeschichte im „Schwanensee“ – dies alles können noch viele andere Städte live erleben (darunter Kassel am 13. Januar 2020, München am 18. Januar 2020, Hamburg am 20. Januar 2020, Flensburg am 21. Januar 2020, Lübeck am 10. Februar 2020).
 
Text und Fotos © E. Günther
Titelbild © München Ticket GmbH
 
 
 

WOODSTOCK VARIETY SHOW – Festival Hits & Acrobatics – Love, Peace and Happiness im Wintergarten Berlin​ –

Im Jahr 1969 fand das Woodstock-Festival statt und noch heute, 50 Jahre danach, inspiriert es zahlreiche Musiker und ermutigt Jugendliche in ihrem Kampf gegen Krieg und Ungerechtigkeit. Damals trafen sich für drei Tage 400.000 zumeist junge Menschen, um gemeinsam die einzigartige Live-Musik von Janis Joplin, Jimi Hendrix, The Who und vieler anderer zu feiern, aber auch um eine deutliche Message gegen den Vietnam-Krieg zu setzen.

Auf dem Festival entstand zudem der mit einem Oscar ausgezeichnete Film „Woodstock“, der noch immer zu den erfolgreichsten Dokumentarfilmen zählt und den legendären Spirit des Festivals in die ganze Welt transportiert hat. Zum 50-jährigen Jubiläum des Mythos Woodstock veranstaltet der Wintergarten Berlin die musikalische Akrobatikshow „WOODSTOCK VARIETY SHOW – Festival Hits & Acrobatics“, die wir am Samstag, den 30. August 2019, besucht hatten.

Um 20 Uhr ging der Vorhang auf und anwesende Hardcore-Fans der Woodstock-Musik von Santana, Janis Joplin, Joe Cocker und Jimi Hendrix und Gäste, die nur durch Erzählungen und Filmaufnahmen das Festival kennen, bekamen in dem wie fast wie immer ausverkauften Wintergarten Berlin eine explosive Show geboten.

Für mich stand jedoch die Show auch unter einem persönlichen Motto: „Wiedersehen mit alten Bekannten“, denn die fünf Sänger der Show kannte (und liebte) ich bereits von anderen Shows: Die Sängerin Achan Malonda überzeugte mich mit ihrer kraftvollen Stimme und ihrer starken Bühnenpräsenz bereits in dem Musical „Affe“. Henriettes charismatische Art und ihre facettenreiche Stimme fiel mir schon in dem Musical „The Addams Family“ und in der Wintergarten-Show „Take it easy“ positiv auf. Auch in dieser Show war die durch ihren Aufenthalt in Nashville beflügelte
Henriette Schreiner​ eine Bereicherung.

Zu unserer großen Freude stand genauso wie bei den Shows „Take it Easy“ und „Staunen“ wieder der großartige und unverwechselbare Crsto​ (Christopher Ciraulo) auf der Bühne des Wintergarten Berlin. Wir freuen uns jedes Mal wie kleine Kinder, wenn wir ihn auf der Bühne erleben dürfen, denn Crsto ist unser persönlicher „the greatest showman on earth“. Eine beeindruckende Stimme, die jedes Lied auf eine eigene – wunderschöne – Art und Weise interpretieren kann und ein enormes Talent, das Publikum zu unterhalten.
Besonders gefreut hat es mich diesmal, dass der Sänger Jez Green​ nicht wie bei anderen Shows im Hintergrund agierte, sondern diesmal ins Zentrum gerückt wurde. Seine rauchige Stimme und seine Liebe für die Bühne gehören für mich einfach in den Vordergrund jeder Show.

Woodstock bedeutet für mich das Streben nach Freiheit, das in einer guten Rockmusik ausgedrückt wird. Und kein anderer kann das für mich so gut verkörpern wie der Sänger Max Buskohl​, der schon mit Paul McCartney und Bono auf der Bühne stand. Zwar war das für Buskohl die erste Show im Wintergarten Berlin, doch verfolge ich seine musikalische Karriere schon seit dem Jahr 2007, als er einem großen TV-Publikum bekannt wurde. Auch diesmal war die Rockstimme mit der Gitarre abgefahren gut.

Wer schon häufiger im Wintergarten war, der weiß, dass die Musik in den Shows oft eine dienende Funktion für die Akrobatikprogrammpunkte übernimmt. Während die weltbesten Artisten auftreten, singen begnadete Sänger an der Seite der Akrobaten. Doch genauso wie bei der Show „Relax!“ war auch diesmal das Konzept ein wenig anders. Die sehr talentierten Musiker begleiteten zwar auch diesmal die einzelnen Akrobaten musikalisch, doch gaben sie in dieser Show auch eine Art eigenständiges Konzert, das von dem Publikum mit begeisterten Jubelstürmen honoriert wurde.

Von Beginn an konnten die Sänger und die furiose Live-Band Chill Factor Berlin​ (Jan Stolterfoht an der Gitarre, Otto Block am Schlagzeug, der Bass-Gitarrist Lexa Schäfer, Sebastian Düwelt am Keyboard und der oben erwähnte Sänger Jez Green am Keyboard) die Zuschauer begeistern und zum Singen und Klatschen animieren.
Die Filmausschnitte von dem Woodstock-Festival im Hintergrund taten ihr Übriges, um uns endgültig in die Zeit des Festivals zu versetzen.

Doch eine Show im Wintergarten lebt nicht nur von ihren Sängern und Musikern, sondern brilliert auch durch ihre talentierten und international bekannten Akrobaten. Eröffnet wurde die Show durch den Akrobaten Fleeky (Fleeky Flanco), der uns zum Lied „Voodoo Child“ zeigte, wie man seinen Körper unmenschlich und dennoch leicht verbiegen kann. Dabei gab es keinen Gegenstand, in den der Kontorsion-Künstler nicht hineinkriechen konnte. Mit seiner wilden und leicht verrückten Art passte der Künstler perfekt zur Woodstock-Show.

Zu meinen Highlights an dem Abend gehörten zwei Showpaare: Diego und Elena präsentierten uns an den Stapaten einen schnellen Kleiderwechsel in der Luft und voller magischer Momente. Am Ende sorgte das Paar für eine Überraschung in seinem Showprogramm und stand anschließend in Weiß auf der Bühne. „Reason to Believe“ – ein wunderschönes Lied, um diese liebevolle Performance zu begleiten.
Dass eine Beziehung nicht nur gefühlvoll, sondern auch leidenschaftlich sein kann, bewies uns das Artistenpaar Waz’O​ am Trapez. Marie-Christine Fournier und Louis-David Simoneau demonstrierten die Höhen und Tiefen einer Beziehung und die Distanz und Annäherung zwischen zwei Liebenden – und das in einem sehr schwungvollen Showprogramm.

Für zugleich ruhige und mystische Momente in der Show sorgte Simone Al Ani​, der seine Ringe und Kugeln zu etwas Besonderem verwandelte und ihnen Leben einhauchte. Für einen Moment vergaßen die Zuschauer ihre Sorgen und den Alltag. Zum Lied „As tears go by“ belegte der Künstler mein Motto: Mit Gelassenheit und Harmonie kann man man die Herzen der Menschen erreichen.

Aber eine Show kann natürlich nicht ohne temperamentvolle Programmpunkte existieren und davon hat der aus einer berühmten russischen Zirkusfamilie stammende Victor Krachinov (Krachinov Roslyakov Victor​) mehr als genug. Der fröhliche Wirbelwind zauberte mit seiner Jonglage jedem im Zuschauersaal ein Lächeln ins Gesicht.
Auch Valerie Inertie​ brachte mit ihrer feurigen Tanzperformance in, mit und auf dem Cyr Wheel zum Lied „Spinning Wheel“ von Blood, Sweat & Tears die Bühne zum Beben.
Das Duo Ikai erfreute uns nicht nur mit seiner schnellen und waghalsigen Show am Teeterboard, sondern zog das Publikum auch mit seinem komödiantischen Talent auf seine Seite.

Mein Fazit: Wieder eine fantastische Show im Wintergarten Berlin! Phänomenale Stimmen, fabelhafte Akrobaten, charismatische Künstler und das Lebensgefühl des Woodstock-Festivals in einer Show! Nur noch bis zum 27. Oktober 2019 könnt Ihr die Show im Wintergarten erleben.

Weitere Informationen:

WOODSTOCK VARIETY SHOW


https://www.facebook.com/WintergartenBerlin/

Text und Fotos (außer Titelbild) © E. Günther

 

Gewinnspiel: 2×2 Karten für „Der Blaue Montag“ – die Comedyshow in den Wühlmäusen

Am Montag, den 3. Oktober 2016, besuchte ich mit einer langjährigen Freundin die Comedyshow „Der Blaue Montag“ in den Wühlmäusen am Theodor-Heuss-Platz.
Den ausführlichen Bericht zu diesem Abend findet Ihr noch einmal hier:
 
„Die Wühlmäuse“ ist ein 1960 von Dieter Hallervorden und einigen Schauspielkollegen, wie z.B. von Wilfried Herbst, gegründetes Kabarett-Theater, das alle zwei Monate an einem Montag die Show „Der Blaue Montag“ veranstaltet, in der Comedians, Kabarettisten, Literaten, Sänger, Satiriker und Akrobaten auftreten.
 
Am Montag, den 1. April 2019, wird es bereits den 199. „Blauen Montag“ geben. Diesmal dabei sein werden: Kaatie Akstinat (Tanz am Seil), The Flying Barbers (Barbershop-Singing, ein meist vierstimmiger à capella-Gesang), Mai Horlemann (Gesang), Markus Jeroch (Literarieté), Klaus Nothnagel (der „Florian Silbereisen des Heimat-Dia-Vortrages“), Yann Yuro (Gedankenleser und Zauberer) und die Hanno Bruhn Gang, die Band des Abends.
 
Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann fasse ich noch einmal alles Wichtige zusammen:
 
Was? 2×2 Eintrittskarten für den „Blauen Montag“ in den Wühlmäusen
Wann? Montag, den 1. April 2019, um 20 Uhr
Wo? Die Wühlmäuse, Pommernallee 2-4, 14052 Berlin
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken und unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen!
 
Das Gewinnspiel endet am Freitag, den 29. März 2019, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Viel Glück!
 
Weitere Informationen:
 
© E. Günther

Zauberhaftes Gewinnspiel: Close-Up-Club – Zauberkunst, erstaunlich, anders

Heutzutage gibt es so viele Zauberer, dass man langsam den Überblick verliert und deswegen denkt, schon alles gesehen zu haben. Doch der Close-Up-Club hat sofort mein Interesse geweckt, da die Show als intim und witzig beschrieben wurde.

Da ich nach meinem letzten Besuch der Show begeistert war, verlose ich hiermit jeweils 2×2 Karten für den Close-Up-Club.
 
Die zwei Hauptprotagonisten der Show sind die zwei Magier André Kursch und Axel Hecklau, die nun schon seit mehr als 12 Jahren zusammen auf der Bühne stehen und jede Woche eine neue Show dem Zuschauer bieten. Jede Show dauert 70 Minuten lang und unterscheidet sich in ihrem Programm von der vorherigen Show. Mal stehen die Zauberer zu zweit auf der Bühne, mal alleine und mal holen sie einen oder zwei Zuschauer aus dem Publikum dazu.
 
Die Shows des Close-Up-Clubs sind hautnah und sehr persönlich, da das Publikum ein Teil der Show ist. Die weitere Besonderheit der Show ist, dass sich die beiden Herren andauernd gegenseitig necken und nebenbei witzige Geschichten erzählen.
 
Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann verlose ich hiermit 2×2 Eintrittskarten für den Close-Up-Club und fasse noch einmal alles Wichtige zusammen:
 
Was? Jeweils 2×2 Eintrittskarten für den Close-Up-Club
Wo? Close-Up-Club im Soda-Club in der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 13435 Berlin
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken und unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen!
 
Das Gewinnspiel endet am Freitag, den 22. Februar 2019, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Viel Glück!
 
Weitere Informationen:
 
© E. Günther

Harry Potter: The Exhibition im Filmpark Babelsberg – die Ausstellung in der Caligarihalle

Wichtiger Hinweis: Muggel ohne Zauberkräfte können den folgenden Bericht nicht sehen.
 
Endlich. Er ist angekommen. Nach so vielen Jahren Verspätung ist er endlich angekommen. Der Brief, auf den ich schon so lange warten musste. Der Brief aus Hogwarts.
Am Samstag, den 26 Januar 2019, sollte mein erstes Schuljahr beginnen. Auch drei andere Personen aus meinem Umfeld haben verspätet diesen Brief erhalten. So nahm ich die drei anderen Zaubereranwärter in meinem Auto (leider kein fliegendes Auto) mit und wir fuhren nach Potsdam, wo für uns die Reise nach Hogwarts beginnen sollte.
 
Dort angekommen mussten wir feststellen, dass sehr viele andere – aus den unterschiedlichsten Ecken Deutschlands – offenbar auch den lang ersehnten Brief erhalten haben. Um diesen vielen vor der etwa 1.600 Quadratmeter umfassenden Wanderausstellung wartenden zukünftigen Hogwarts-Schülern gerecht zu werden, wurden sie nach der Einlasszeit, die auf ihrem Brief angegeben war, eingeteilt.
Vor der Einlasszeit konnten man die Halle nicht betreten und so warteten wir im Auto, da unsere noch rudimentär vorhandenen Zauberkräfte gegen Kälte und Regen nicht ausreichten.
 
Um 17.15 Uhr wurden wir endlich eingelassen. Trotz der geregelten Einlasszeit waren wir dennoch sehr viele in der Gruppe, gingen aber alle sehr respektvoll miteinander um. Die Liebe zu Hogwarts verbindet nun einmal.
Zu Beginn sollte uns der Sprechende Hut traditionsgemäß in eines der vier Häuser einteilen. Wer mein Leben bis dahin genau verfolgt hat, weiß, dass ich natürlich nach Gryffindor zugeteilt werden musste.
 
In der Halle sahen wir den Zug, der einen nach Hogwarts bringen soll, und verschiedene Requisiten und Schauplätze, die einen auf das Leben in Hogwarts vorbereiten. So fand ich dort auch Harry Potters und Rons Schlafbetten und zahlreiche Kleidungsstücke, die die Schüler Harry, Hermine, Ron und Neville und deren Lehrer getragen haben. Auch die wunderschönen Zauberstäbe der einzelnen Protagonisten und weitere besondere Gegenstände (Harrys Brille, Hermines berühmte Tasche, der Schnatz, die Rumtreiberkarte etc.) konnten bewundert werden.
 
Doch mich haben vor allem die Schauplätze des Hogwarts-Geländes fasziniert. Besonders wohl fühlte ich mich in Hagrids Hütte mit dem riesigen Sessel, in den ich mich auch sofort gesetzt habe, und dem Drachen-Ei, das sich bewegt und knackt, als ob gleich ein Drachenbaby schlüpfen würde.
Eines meiner Highlights war Professor Sprouts Gewächshaus mit den kreischenden Alraunen. Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen, die Alraunen herauszuholen und mich dabei fotografieren zu lassen.
 
Da Licht nur geschätzt werden kann, wenn es auch Dunkelheit gibt, entschied ich mich, auch den Verbotenen Wald und die dunkle Welt von Voldemort, Bellatrix, den Malfoys und den übrigen Todessern zu besuchen. Ein Gänsehautmoment.
Doch da in Hogwarts am Ende doch das Gute siegt, betrat ich danach Hogwarts Gemeinschaftssaal mit sehr vielen Besonderheiten wie der Dobby-Figur oder Hermines Weihnachtsball-Kleid.
Am Ende der Reise warteten im Fan-Shop viele Leckereien, darunter die berühmten Schokofrösche, auf uns. Die Ausstellung verweist zudem mit den drei Kostümen der originalen Londoner Bühnenproduktion auf das preisgekrönte Theaterstück „Harry Potter und das verwunschene Kind“, das ab Frühjahr 2020 in Hamburg zu sehen sein wird. Außerdem sind dort auch die Kostüme aus „Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind” ausgestellt.
 
Die Reise durch die Welt von Hogwarts mit unzähligen authentischen Schauplätzen, Kreaturen, Kostümen und Requisiten war für die Anwesenden etwas ganz Besonderes und zauberte mir ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht.
Bis zum 10. März 2019 läuft noch die Wanderausstellung in der Caligari Halle am Filmpark Babelsberg.
Geöffnet hat die Ausstellung täglich von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis samstags bis 19 Uhr. Der Einlass endet eine Stunde vor Ende der Öffnungszeiten.
Der Eintritt kostet für Erwachsene in der Woche 19,95 €, am Wochenende 23,95 €- was natürlich vor allem für Familien mit Kindern zu teuer ist.
 
Für mein zweites Schuljahr in Hogwarts wünsche ich mir, dass die Ausstellung und die Fan-Artikel (die Bertie Botts Bohnen für einen stolzen Preis von 10 € und 100 g Schokofrösche für 15 €) nicht mehr so teuer sind und es in der Ausstellung mehr Interaktivitäten gibt (Vor allem für Kinder ist das Herausziehen der Alraunen und das Werfen der Quidditch-Bälle einfach zu wenig.). Schade fand ich es, dass die Filmsequenzen auf Englisch mit deutschen Untertiteln waren. Für die kleinen Fans müssten die Filmszenen in der Sprache des jeweiligen Landes mit englischen Untertitel gezeigt werden.
Ansonsten erfreut die Ausstellung das Herz jedes Fans. Ich werde mir sehr bald wieder alle Teile angucken.
 
Weitere Informationen:
 
 
Text und Fotos (außer Titelbild) © E. Günther