Schwanensee – Das Russische Nationalballett aus Moskau auf Tournee durch Deutschland

Überall kennt man „Schwanensee“, den beliebtesten Ballettklassiker aller Zeiten zur Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky. Doch zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie die Ballettaufführung „Schwanensee“ live erleben durfte. Da ich schon „Der Nussknacker“ und „Dornröschen“ gesehen habe, wollte ich also unbedingt das Klassiktrio unter den Ballettaufführungen voll machen. Gedacht, getan.
Am Samstag, den 11. Januar 2020, besuchte ich um 16 Uhr im Stage Theater Am Potsdamer Platz eine Interpretation des Klassikers „Schwanensee“ und zwar in der Ausführung des weltweit berühmten Russischen Nationalballetts aus Moskau.
 
Das erstklassige Moscow Classic Ballet unter der Leitung des Direktors Hasan Usmanov besteht aus Absolventen bedeutender russischer Ballettschulen, u.a. des Bolschoi- und des Mariinsky-Theaters. Mit seinem vielfältigen Repertoire („Romeo und Julia“, „Der Nussknacker“, „Giselle“ etc.) feierte das Russische Nationalballett große internationale Erfolge, u.a. in den USA, Südafrika, China, Italien und Deutschland.
Der Nachmittag versprach also großartig zu sein und dies wurde er auch.
 
Doch wovon handelt das weltweit berühmte „Schwanensee“?: Die Geschichte erzählt von dem Prinzen Siegfried, der seinen 21. Geburtstag feiert und nach dem Willen seiner Mutter sich endlich eine Braut suchen soll. Nach dem Fest entdeckt Siegfried im Schlosspark eine Gruppe wilder Schwäne. Besonders angetan ist der Prinz von der Schwanenkönigin. Diese verwandelt sich um Mitternacht in die wunderschöne Prinzessin Odette. Odette wurde vom Zauberer Rotbart verwunschen und kann nur durch den Schwur ewiger Treue und aufrichtiger Liebe befreit werden. Der Prinz schwört ihr daraufhin seine ewige Treue und Liebe. Doch der böse Zauberer Rotbart hat das Paar beim Gespräch belauscht und taucht auf dem Ball mit seiner Tochter Odile in Gestalt der (nun schwarzgekleideten) Schwanenkönigin auf. Der ahnungslose Siegfried hält Odile für Odette und schwört seiner vermeintlichen Liebsten erneut seine Treue. Dies hat zur Folge, dass sein Schwur im Schlosspark aufgehoben wird.
Bedeutet das, dass Odette nun für immer ein Schwan bleiben muss? Oder wird Siegfried seine wahre Liebe noch retten können?
 
Ksenia Pukhlovskaia verkörpert in der Ballettaufführung Odette und deren Gegenspielerin Odile. Pukhlovskaia tanzt grazil und anmutig und transportiert mit ihrem gleichzeitig durchtrainierten und zerbrechlichen Körper die Gefühle der verwunschenen Prinzessin Odette. So bleibt dem Zuschauer in der ausverkauften Vorstellung nichts Anderes übrig, als den Schmerz der verzweifelten Liebenden nachzuempfinden.
Die Rolle des verliebten Prinzen Siegfried, der sich von dem bösen Magier (Alexey Konkin) täuschen lässt, wird von Ivan Zviagintsev tänzerisch perfekt umgesetzt. Hohe Sprünge untermalen seine Verliebtheit, die später ohne sein Verschulden falsch gelenkt wird.
Auch war ich in der gestrigen Ballettvorstellung sehr von Alexander Pokotiolov begeistert, der seine Rolle des Hofnarrs hervorragend ausfüllt.
 
Das ganze Ballettensemble hat mich an dem gestrigen Nachmittag beeindruckt. Noch nie habe ich eine derartige technische Perfektion und tänzerische Glanzleistung in einem Ballett erleben dürfen und das obwohl es sich bei den Balletttänzern „nur“ um Absolventen handelt.
Pas de Trois (Varvara Garagulia, Ekaterina Razgovorova, Maria Leonova, Alexei Afanasiev, Mikhail Vasilev), der berühmte Tanz der vier kleinen Schwäne (Varvara Garagulia, Ekaterina Razgovorova, Polina Solovieva, Irina Chuvakina) und der Spanische Tanz (Anna Vasileva, Natalia Britviina, Alexei Afanasiev, Sergei Skvortsov, Ivan Zviagintsev) – alles wurde mit einer solchen Hingabe und einem hohen tänzerischen Anspruch getanzt. Die Choreografien der Altmeister Marius Petipa, Lew Iwanow und Juri Grigorowitsch wurden mehr als würdig umgesetzt.
 
Mein Fazit: Das Russische Nationalballett aus Moskau ist eine wirkliche Augenweide, die Balletttänzer unfassbar talentiert. Tänzerische Höchstleistung gepaart mit einer tragischen Liebesgeschichte im „Schwanensee“ – dies alles können noch viele andere Städte live erleben (darunter Kassel am 13. Januar 2020, München am 18. Januar 2020, Hamburg am 20. Januar 2020, Flensburg am 21. Januar 2020, Lübeck am 10. Februar 2020).
 
Text und Fotos © E. Günther
Titelbild © München Ticket GmbH
 
 
 

Der Ballettklassiker „Der Nussknacker“ in der Deutschen Oper Berlin

Einige verbinden Weihnachten mit dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, andere denken bei Weihnachten an Whams Lied „Last Christmas“, ich hingegen assoziiere diese Zeit mit der Ballettaufführung „Der Nussknacker“.
Als jemand, der in der Ukraine geboren wurde, bin ich mit der Musik von Peter I. Tschaikowsky und dem Nussknacker aufgewachsen. So war es für mich eine Frage der Ehre, am Donnerstag, den 26. Dezember 2019, in der Deutschen Oper Platz zu nehmen und aufgeregt und gespannt auf „Der Nussknacker“ zu warten.
 
Um 19.30 Uhr begann die Geschichte meiner Kindheit und wir sahen, wie die Familie Silberhaus vor einem riesigen Weihnachtsbaum Weihnachten feiert. Die Frauen tragen elegante Seidenkleider und die Männer feine Fracks. Kinder lachen und spielen ausgelassen miteinander. Alle sind fröhlich und genießen das fröhliche Familienfest. Als Geschenke für die Kinder gibt es vier Puppen: die Prinzessin, den Prinzen und den Mäusekönig. Das schönste Geschenk, den Nussknacker, schenkt aber der geheimnisvolle Drosselmeyer (Federico Spallitta) seinem Patenkind Clara, das sich sofort in die Figur verliebt und sich von nun an rührend um diese kümmert.
 
Um Mitternacht erwachen die Spielfiguren zum Leben und der böse Mäusekönig (Olaf Kollmannsperger) bedroht mit seiner Mäusearmee die anderen Spielfiguren. Der Nussknacker entführt nach seiner Rettung durch Clara Clara in eine Traumwelt, in der er sich in einen schönen Prinzen verwandelt…
 
Die ganze Zeit fühlte ich mich wie in einem Märchen, was zum großen Teil der elfengleichen Clara (Ksenia Ovsyanick, die ich schon in und als „Dornröschen“ auf der Bühne bewundert habe) und ihrem bezaubernden Nussknacker-Prinzen (Dinu Tamazlacaru) zu verdanken war. Beide harmonierten auf der Bühne neben- und miteinander und nahmen den Zuschauer zu der Musik von Peter I. Tschaikowsky unter der musikalischen Leitung von Anton Grishanin in eine mystische Welt voller bezaubernder Bilder. Auch die übrigen Balletttänzerinnen tanzten wundervoll, wie funkelnde Schneeflöckchen – ein wunderschönes Abschlussbild vor der Pause.
 
Der zweite Akt war tänzerisch sogar anspruchsvoller, da die beiden Hauptprotagonisten in einer Solovorstellung dem Publikum ihr Talent demonstrierten, was zum begeisterten Szenenapplaus seitens der Zuschauer führte. Und da in einer Traumwelt alles möglich zu sein scheint, entstanden im Folgenden zauberhafte und geheimnisvolle Bilder vor unseren Augen: Zuerst bekamen wir einen spanischen Tanz von einer Flamencotänzerin und ihren Toreros zu sehen. Weronika Frodyma, Marco Arena, Alexander Bird, Cameron Hunter und Konstantin Lorenz tanzten hier miteinander hingebungsvoll und leidenschaftlich.
 
Es folgte ein orientalischer Tanz von Konkubinen. Dabei bewegten sich die Tänzer Giacomo Bevilacqua, Filipa Cavaco, Jordan Mullin, Kathrin Rooke, Georgeta Varvarici verführerisch wie Schlangen, die gleich ihre Beute erlegen werden. Der chinesische Tanz wurde voller Anmut von den Balletttänzern Yuka Matsumoto und Lewis Turner getanzt. Beide evoziierten beim Zuschauer Bilder von Fernost.
In dem letzten Bild der Traumwelt zeigten uns lebende Sonnenblumen einen grazilen Goldenen Walzer, bevor Dinu Tamzlacaru und Ksenia Ovsyanick als Paar und abwechselnd in einem Soloauftritt brillierten und dem Publikum bewiesen, warum sie zurecht diese unter den Balletttänzern angesehenen Rollen tanzten durften.
 
Die Choreografie der beiden russischen Choreographen Vasily Medvedev und Yuri Burlaka beruht auf der szenischen und choreographischen Überlieferung des Originals von 1892 und überzeugte nicht nur mich an dem gestrigen Abend. Auch das pompös wirkende Bühnenbild von Andrei Voytenko und die authentischen Kostüme von Tatiana Noginova wurden nach einem historischem Vorbild geschaffen, was meine Begleitung und mich vollends begeistert hat.
 
Mein Fazit: Mit dieser klassischen Inszenierung gelingt dem Staatsballett Berlin eine zauberhafte Version des Nussknackers, in der wir zusammen mit den talentierten Tänzern in eine Märchenwelt voller Magie eintauchen. Ich konnte ca. zwei Stunden lang nicht aufhören zu lächeln und war wie der größte Teil des Publikums einfach entzückt. Am Ende haben die Zuschauer die Tänzer und die Verantwortlichen flammend gefeiert. Vor allem die vielen Kinder der Ballettaufführung, die das Herz jedes Zuschauers erwärmt haben, wurden am Ende zurecht mit einem frenetischen Applaus belohnt.
 
Wer sich genauso wie ich von der geheimnisvollen Welt des Nussknackers verführen lassen und eines der beliebtesten Ballette überhaupt in der Deutschen Oper erleben möchte,
dem sei die weiteren Vorstellungen wärmstens empfohlen:
Montag, den 30.12.2019, um 19.30 Uhr
Mittwoch, den 1.1.2020, um 18 Uhr
Freitag, den 3.1.2020, um 19.30 Uhr
Freitag, den 10.1.2020, um 19.30 Uhr (zum letzten Mal in dieser Spielzeit)
 
Adresse: Deutsche Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10627 Berlin
 
Weitere Informationen:
 
Text © E. Günther
Fotos „Szenenbilder“ © Yan Revazov
Fotos am Ende („Applausbilder“) © E. Günther
 
 
 
 

„STAR DUST – From Bach to Bowie“ in der Komischen Oper Berlin

 – die aktuell angesagteste Tanzcompany auf Deutschlandtournee (Berlin, Köln) –

Tanzen ist die leidenschaftlichste Sprache auf der Welt, die die unterschiedlichsten Menschen verbinden kann, und das intensivste Stilmittel der Kunst. Und keine andere Tanzcompany beherrscht im Moment diese Sprache und dieses Stilmittel so gut wie das US-amerikanische Complexions Contemporary Ballet, das mit seiner Deutschlandtournee sein 25-jähriges Bestehen feiert.

Im Jahr 1994 gründete der mit mehreren Preisen ausgezeichnete Starchoreograf Dwight Rhoden, den ich schon in der Tanzshow „The Great Gatsby“ bewundern durfte, und der ebenfalls mit Preisen überhäufte Startänzer Desmond Richardson, der bereits mit mehreren Showgrößen gearbeitet hat, in New York das Complexions Contemporary Ballet. Das Complexions Contemporary Ballet gehört aktuell zu den angesagtesten US-amerikanischen Tanzcompagnien. Die Tänzer der Company kommen aus den USA, Kanada, Australien, Kolumbien sowie aus Japan und Korea.

Und so stand es für mich außer Frage, dass ich am Dienstag, den 9. Juli 2019, zur Premiere in der Komischen Oper gehen würde, um selbst über das außergewöhnliche Können der Tanzcompany des Chefchoreografen Dwight Rhoden und von Desmond Richardson, dem ersten afroamerikanischen Solisten beim American Ballet Theatre, urteilen zu können.

Die Show „STAR DUST – From Bach to Bowie“ soll eine auf den ersten Blick musikalisch und tänzerisch nicht zusammenpassende Verbindung schaffen, zwischen den Tänzen zur Musik des Barockgenies Johann Sebastian Bach und seines Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach und der Pop-Ikone David Bowie.
Um 20 Uhr öffnete sich der rote Vorhang in der fast auf den letzten Platz ausverkauften Komischen Oper Berlin und mit Bach 25 interpretierten 16 Ausnahmetänzer in der ersten Showhälfte tänzerisch die Musik von Johann Sebastian Bach (z.B. Klavierkonzert, D-Moll: „Adagio“) und die seines Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach.
Zur schweren und imposanten Barockmusik zeigten die grandiosen Talente in Gruppen, Duetten und Soli wunderschöne Choreografien, die eine unmenschliche Körperbeherrschung abverlangten. Diese vertanzte Körperkunst ließ mich sprachlos zurück: Wie kann man zur Barockmusik eine solche atemberaubende Choreografie auf die Beine stellen?!

In der zweiten Showhälfte ging es mit einer innovativen Mischung aus Klassik, Ballett und Popkultur auf der Tanzbühne weiter. Die 16 Tanzgötter widmeten sich nun einem anderen Musikgenie: David Bowie, zu deren Welthits „Space Oddity“ (1969), „Life On Mars“ (1971), „Heroes“ (1977), „Let’s Dance“ (1983) und „Lazarus“ (2016) sie pulsierende Choreografien präsentierten. Vor allem die tänzerische Umsetzung des Liedes „Heroes“ hat mich tief bewegt.
Im Gegensatz zur ersten Hälfte waren die Tänzer jetzt wie die Pop-Ikone David Bowie extravagant geschminkt und tanzten in den farbenfrohen Kostümen von Christine Darch mehr in Gruppen.
Eine tänzerisch unglaublich beeindruckende und vielseitige Hommage an die Pop-Legende David Bowie. Jeder der Tänzer übernahm in der Show die Rolle von David Bowie, dessen Persönlichkeit in jedem von uns widerspiegelt werden kann.

Als Zuschauer bemerkte man, wie die Musik die durchtrainierten Körper der Tänzer durchströmte. Dwight Rhoden und die 16 Tänzer schufen sinnliche und leidenschaftliche Choreografien, die international ihresgleichen suchen. Das Lichtdesign von Michael Korsch verhalf diesen emotionalen Tänzen zu etwas Magischem.

Was mich an dem gestrigen Abend besonders inspirierte, war, dass in der Tanzcompagny unterschiedliche Menschen tanzten: Afroamerikaner (u.a.Jared Brunson), früher im Ballett undenkbar große Frauen (Jillian Davis), kleine Männer (Thomas Dilley), Asiatinnen (Eriko Sugimura), Lateinamerikaner (Miguel Solano), Tänzer in ihrer ersten Saison (u.a. Maxfield Haynes) oder in ihrem fünften Jahr (Shanna Irwin). Dieser Zeitgenössische Tanz verband die unterschiedlichsten Individuen zu einem poetischen Ganzen – so wie es David Bowie gewollt hätte – und bestätigte meine Eingangsthese, dass Tanzen verbindet.

Mein Fazit: „STAR DUST – From Bach to Bowie“ ist eine überwältigende Tanzshow, die zurecht mit Beifallsstürmen quittiert wurde. Tänzerische und musikalische Grenzen wurden auf dem tänzerisch höchsten Niveau von 16 Tänzern und deren begnadeten Choreografen an diesem Abend gesprengt. Bis zum 14. Juli 2019 könnt Ihr diese Ausnahmeshow noch in der Komischen Oper Berlin besuchen, danach läuft sie in Köln (16.7.-21.07.19).

Weitere Informationen:
https://www.komische-oper-berlin.de/programm/a-z/stardust/
https://www.facebook.com/komischeoperberlin/
https://www.facebook.com/complexionsdance/

#STARDUST #ComplexionsContemporaryBallet #DwightRhoden#DesmondRichardson #JaredBrunson #JillianDavis #ThomasDilley#ErikoSugimura #MiguelSolano #MaxfieldHaynes #ShannaIrwin #Bach#DavidBowie #MichaelKorsch #ChristineDarch #KomischeOper #Berlin#Klassik #Ballett #Popkultur #Barock

Text © E. Günther

 

 

Die kulturellen Highlights im Sommer 2019: Chicago, West Side Story und STAR DUST – From Bach to Bowie in Berlin

Im kulturellen Vergleich muss sich die Hauptstadt Berlin nicht mehr hinter New York und London verstecken, denn schon längst kommen die internationalen Shows und die erfolgreichsten Interpreten auf ihren Tourneen nach Berlin – und das oft mehrmals. Auch der Sommer 2019 verspricht wieder, zumindest in kultureller Hinsicht, richtig heiß zu werden. Im Folgenden stellen ich Euch daher meine persönlichen kulturellen Highlights im Sommer 2019 genauer vor:
Chicago, West Side Story und STAR DUST – From Bach to Bowie.
 
„Chicago“ im Admiralspalast (3. bis 13. Juli 2019):
Ich gehöre zu den größten Fans des Original Broadway-Musicals „Chicago“ und habe sowohl schon einmal das Musical als auch die berühmte Verfilmung im Jahr 2002 gesehen. „All That Jazz“ im englischsprachigen Original – das werde ich mir im Juli 2019 nicht entgehen lassen!
 
„West Side Story“ in der Staatsoper Unter den Linden (06. bis 14. Juli 2019):
Der Tanzfilm aus dem Jahr 1961, in dem rivalisierende Gangs um ihre Ehre und Liebe tanzen, ist wieder in aller Munde. Steven Spielberg will diese Erfolgsgeschichte im Jahr 2020 wieder ins Kino bringen und im Juli 2019 kommt die preisgekrönte Inszenierung von Joey McKneely nach fünfzehnmonatiger ausverkaufter Welttournee auch endlich nach Berlin. Darauf freue ich mich jetzt schon!
 
„STAR DUST – From Bach to Bowie“ in der Komischen Oper Berlin (09. bis 14. Juli 2019):
Die angesagte amerikanische Tanzcompany Complexions Contemporary Ballet ist im Juli 2019 auf Tournee in Deutschland und kommt auch nach Berlin. Die Show „STAR DUST – From Bach to Bowie“ ist eine Hommage an die Pop-Ikone David Bowie und begeistert weltweit mit ihrem Mix aus Klassik, Ballett und Pop. Eine sehr vielversprechende Veranstaltung!
 
Weitere Informationen:
© E. Günther
 

Gewinnspiel: 3×2 Karten für die Ballettaufführung „La Sylphide“ in der Deutschen Oper Berlin – ein Schlüsselwerk des Romantischen Balletts

„La Sylphide“, das Romantische Ballett in zwei Akten von August Bournonville (1836), basiert auf der Novelle „Trilby“ des Franzosen Charles Nodier und handelt von dem schottischen Schäfer James, der sich am Vorabend seiner Hochzeit in die Waldfee Sylphide verliebt. Er folgt Sylphide, die sich ebenfalls in James verliebt hat, in den Wald. In dem Wald erkennt jedoch James, dass die Liebe zwischen einem Sterblichen und einer Unsterblichen ohne Zukunft ist und bittet eine Hexe, ihm zu helfen. Von dieser erhält er einen verzauberten Schal, mit dem er das Fabelwesen bannen kann…
 
Das Romantische Ballett wird vom Staatsballett Berlin in der Einstudierung durch Frank Andersen getanzt. Die Ballettaufführung zur Musik von Herman Løvenskjold thematisiert eine unerfüllte und egoistische Liebe und den Konflikt zwischen Irdischem und Übersinnlichem.
 
La Sylphide wurde zu einem Symbol für die rätselhafte und überirdische Ballerina. Der Choreograf August Bournonville, der zudem ein begnadeter Tänzer ist, machte „La Sylphide“ in ganz Europa bekannt.
Am Tag der Premiere und am 22. März 2019 übernehmen Maria Kochetkova die Rolle der Sylphide und Daniil Simkin die Rolle des James‘.
 
Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann verlose ich hiermit 3×2 Karten für die Ballettaufführung „La Sylphide“ und fasse noch einmal das Wichtigste zusammen:
 
Was? 3×2 Karten für die Ballettaufführung „La Sylphide“
Wo? Deutsche Oper Berlin, Bismarckstraße 35, 10627 Berlin
Wann? Freitag, den 22. März 2019, um 19.30 Uhr
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken und unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen!
 
Das Gewinnspiel endet am Mittwoch, den 6. März 2019, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Viel Glück!
© E. Günther
bolshoi-ballett-2018-19-la-sylphide-filmbild4-1024x576
 

Flashdance – What A Feeling! im Admiralspalast Berlin

„[…] Take your passion
And make it happen […]“
 
Das Lied „What A Feeling!“ von Irene Cara, der Titelsong zum Tanzfilm „Flashdance“, wurde nicht nur mit einem Oscar ausgezeichnet, sondern ist bis heute ein Klassiker.
35 Jahre nach der Kinopremiere im Jahre 1983 kommt mit „Flashdance“ der Disco-Klassiker der 80er-Jahre, der neben „Dirty Dancing“, „Footloose“ und „Fame“ Millionen von Jugendlichen zum Tanzen brachte und auch die späteren Generationen prägte, auf seiner Deutschlandtournee endlich nach Berlin (Admiralspalast).
 
Am Samstag, den 15. Dezember 2018, ging auch ich mit einer Dauerwelle und viel Tanzbegeisterung im Herzen in den Admiralspalast und konnte es kaum erwarten, die Bühnenadaption des Films von Adrian Lyne – unter der Regie von Anders Albien – mit Songs von Produzent Giorgio Moroder und Keith Forsey zu erleben.
Der Sänger und Songschreiber Tom Hadley und der Filmregisseur Robert Cary verfassten das Buch zu dem Musical „Flashdance“, Robbie Roth war für die ergänzend komponierte Musik verantwortlich.
 
Wer jedoch einen der größten Tanzfilme der Filmgeschichte bis heute noch nicht geschaut hat, dem sei an dieser Stelle die Handlung des Kultfilms erzählt:
Alexandra „Alex“ Owens hat große Träume: Während sie tagsüber als Schweißerin arbeitet, tanzt sie nachts in einem Club und träumt von einer großen Karriere als Tänzerin. Dafür muss sie aber eine klassische Tanzausbildung an der Shipley Tanzakademie in Pittsburgh absolvieren, was für sie, eine Arbeiterin aus der Mittelschicht, unmöglich erscheint.
Als ob sie nicht schon genug Probleme hätte, geht sie mit ihrem Chef Nick eine Liebesbeziehung voller Stolpersteine und Missverständnisse ein und muss ihre Freundin Gloria aus einer unglücklichen Lage retten. Schafft es Alex trotzdem, ihren großen Traum zu verwirklichen?
 
Es gibt im Filmgeschäft DIE Filmrollen, die mit einer bestimmten Schauspielerin/ einem bestimmten Schauspieler verbunden sind, die es unmöglich machen, diese Rolle mit einer anderen Darstellerin/einem anderen Darsteller zu besetzen. Diese Sorge hatte ich auch bei der Figur Alex, die im Film großartig von Jennifer Beals gespielt wird. Doch zum Glück wurde ich im Musical „Flashdance“ eines Besseren belehrt.
 
Hannah Leser wird in dem Musical zur Figur Alex und lässt einen vergessen, dass diese Rolle im Film von jemand Anderen verkörpert wurde. Die Musicaldarstellerin Hannah Leser zeigt das ganze Spektrum einer sehr guten Musicaldarstellerin: Sie spielt sehr glaubhaft die auf den ersten Blick selbstbewusste und ihre Freiheit liebende Alex, die ihren Prinzipien treu bleiben und alles alleine schaffen will, doch im Grunde ihres Herzens zerbrechlich ist und von Selbstzweifeln geplagt wird. Hannah Leaser legt ihre ganze Seele in ihre leidenschaftlichen und kraftvollen Tanzszenen und den starken Gesang. Eine großartige Leistung!
 
Zunächst war ich bei der Besetzung der Figur des Nick Hurley durch Sasha Di Capri sehr skeptisch. Schließlich sah der Musicaldarsteller der Filmfigur gar nicht ähnlich, doch meine Skepsis legte sich gleich in der ersten Minute, als ich den Musicaldarsteller in seiner Rolle überzeugend agieren und mit seiner rockigen Stimme habe singen hören.
Sasha Di Capri stellte authentisch Nick Hurley dar, der trotz seines Reichtums auch mit Problemen zu kämpfen hat. So muss er sich immer wieder für sein Familienerbe entschuldigen, seine Menschlichkeit beweisen und fast täglich um seine Liebe zu Alex kämpfen. Doch Sasha Di Capri ist nicht nur eine Augenweide, die die weiblichen Zuschauer in einer bestimmten Szene zum Kreischen brachte, sondern auch ein sehr überzeugender Darsteller und Sänger.
 
Zu den hellsten Sternen an dem gestrigen Abend gehörte für mich Ann Sophie Dürmeyer, die im Jahr 2015 am Eurovision Song Contest teilgenommen hatte. Ann Sophie Dürmeyer übernimmt die Rolle der Gloria, Alex‘ bester Freundin, und zeigt, dass Frauen zu jeder Zeit sexuell ausgebeutet wurden. Genauso wie Alex träumt auch sie von einer Karriere als Tänzerin, doch vertraut sie dem falschen Mann und landet schließlich in einem Stripclub, wo sie mit Kokain gefügig gemacht wird.
Sophie Dürmeyer beweist eine enorme Bühnenpräsenz und bringt den Zuschauer mit ihrer herzzerreißenden Interpretation des Liedes „Gloria“ von Laura Branigan zum Weinen. Am Ende sang sie zudem voller Inbrunst den Klassiker „What A Feeling“ – ein Gänsehautmoment.
 
Weiterhin hat mich an dem gestrigen Abend der Musicaldarsteller Konstantin Busack in seiner Rolle des Jimmy begeistert. Jimmy träumt davon, ein berühmter Komiker zu werden, doch leider fehlt ihm das nötige Talent dazu. In seinem beruflichen Eifer stößt er seine Liebe Gloria von sich und treibt sie in die Hände des skrupellosen C.C. Zuerst dachte ich, dass die Rolle Jimmy nur dafür da ist, um die Zuschauer zum Lachen zu bringen, doch dann sang der Musicaldarsteller und stellte auch gesanglich sein Talent unter Beweis.
 
Auch weitere Darsteller waren in ihren Rollen ein echter Gewinn für die Musicaladaption: Gitte Haenning wickelt mit ihrer herzhaften Darstellung von Hannahs Mentorin die Zuschauer um den Finger. Michael Sattler bringt mit seiner Rolle des Antagonisten C.C., der die naive Gloria ausnutzt, das Publikum gegen sich auf.
 
Die Musik im Musical war genauso mitreißend wie im Film. Die sechsköpfige Live-Band mit ihrem Dirigenten Damian Omansen interpretierte live die bekannten Hits des Films, darunter „What A Feeling“, „Maniac“ und „Gloria“. Die Choreographien (Jennie Widegren) – Modern Dance, Arebok, Ballett etc.- rissen jeden Filmfan von seinem Stuhl. Auch das Bühnenbild (Andreas Bini) mit blitzschnellem Bühnenwechsel und der LED-Technik war hervorragend konzipiert
 
An dem Film bemängelten einige Filmkritiker, dass er zu wenig Handlung biete, doch dem muss ich nach dem Besuch des Musicals erneut widersprechen, denn es werden sehr viele wichtige Themen im Leben angesprochen: Liebe, Freundschaft, Loyalität, Hingabe, ein falsches Frauenbild, die Überwindung der gesellschaftlichen Hindernisse und die Tatsache, dass man immer an seine Träume glauben muss.
 
Mein Fazit: What A Feeling! Egal, ob Ihr den Film gesehen habt oder nicht, das Musical wird euch von den Socken hauen, denn hier stimmt einfach alles: der Cast, die Lieder und die Choreografie. Am Ende sprang ich auf und tanzte begeistert. Bis zum 23 Dezember 2018 läuft das Musical „Flashdance“ noch im Admiralspalast Berlin.
 
Weitere Informationen zum Musical:
 
Text © E. Günther

China goes Pop – eine chinesische Zirkuswundertüte

Chinesischer Zirkus steht für mich für Perfektion und künstlerische Eleganz. Kein Wunder also, dass mich die Tournee von „China goes Pop“ gleich angesprochen hat. Die chinesische Zirkustruppe war schon in über 30 Ländern erfolgreich unterwegs und mit dem Cirque du Soleil und dem Big Apple Circus auf Tour.

Am Freitag, den 14. September 2018, besuchte ich schließlich diese Show im Admiralspalast Berlin.
Fast zwei Stunden lang hatte ich das Gefühl, in einem bunten und schrillen Videoclip von Katy Perry mitzuspielen.
In dieser Show bestehend aus Pop-Musik, einem mehrfach ausgezeichneten Zirkusteam und preisgekrönten Kostümen von Paloma Young gab es einen roten Faden: die unschuldige Liebe zwischen einem Mann und einer Frau, die von Distanz und Nähe lebt  und von Missverständnissen geprägt ist. Diese Geschichte wurde von den Akrobaten der Show getragen, die ein vielfältiges Programm zeigten: Jonglage, Luftakrobatik, Ballettelemente, Breakdance, Akrobatik auf (fahrenden) Fahrrädern und mit bunten Sonnenschirmen und Hand-auf-Hand-Performance.
Mein Fazit: Die Show „China goes Pop“ bietet eine wundervolle Familienunterhaltung, bei der vor allem die kleinen Kinder voll auf ihre Kosten kommen. Die Kostüme sind bunt, die Choreografie dynamisch, die Akrobaten leidenschaftlich beim Zeigen ihrer Zauberstücke und die Poplieder bekannt. Am Samstag, den 15. September 2018 läuft die Show noch einmal im Admiralspalast.
© E. Günther

Gewinnspiel „Don Quixote“ (Staatsballett Berlin) in der Deutschen Oper Berlin

Liebe Blogleser,
vor Kurzem haben wir das 500. Mitglied auf der Blogseite „Mein Event-Tipp“ (Facebook)begrüßen dürfen und dieses wundervolle Ereignis muss gefeiert werden!
Aus diesem Grund verlose ich gemeinsam mit dem Staatsballett Berlin 1×2 Karten für die Ballettaufführung des spanischen Literaturklassikers „Don Quixote“ in der Deutschen Oper Berlin.

„Don Quixote“ gehört zurecht zu den besten Ballettstücken mit den schönsten Partituren. Víctor Ullate hat auf eine wunderschöne Art und Weise diesen Klassiker auf die Ballettbühne gebracht.
Zum Inhalt: Der Ritter Don Quixote von der traurigen Gestalt kämpft für die Liebe von Kitri und Basil, trifft auf eine Gruppe Gitanos, wird von Traumgestalten heimgesucht und feiert schließlich die Hochzeit des Liebespaares im Palast des reichen Edelmannes Gamacho.
Einfach kitschig – einfach schön!

Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann fasse ich noch einmal alles Wichtige zusammen:
Was? 1×2 Karten für die Ballettaufführung „Don Quixote“
Wann? Am Donnerstag, den 15. März 2018, um 19.30 Uhr
Wo? Deutsche Oper Berlin, Bismarckstraße 35, 10627 Berlin
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken!

Das Gewinnspiel endet am Mittwoch, den 7.März 2018, um 17 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Glück!

#DonQuixote #StaatsballettBerlin #DeutscheOper #Berlin #Ballett #Gewinnspiel #Verlosung #VíctorUllate

© E. Günther

 

 

 

Ballet Revolución – die entfesselte Tanzkunst Kubas wieder auf Tournee

Nach vier umjubelten und ausverkauften Tourneen, bei denen ich diese grandiose Show schon einmal bewundern konnte, kommt Ballet Revolución mit einer neuen Show wieder nach Berlin.
Nach dieser Ankündigung habe ich förmlich gespürt, wie mein Puls gestiegen ist, wie mein Herz schneller geschlagen hat und meine Beine auf einmal ein tänzerisches Eigenleben entwickelt haben. Ich musste also dem Lockruf des Admiralspalastes, dem Austragungsort dieser energiegeladenen Tanzshow, erneut folgen und das tat ich auch am Mittwoch, den 27. Dezember 2017.
 
Bei „Ballet Revolución“ handelt es sich um KEINE Ballettshow. Sicherlich gibt es viele Ballettelemente, die die Tänzer anmutig zeigen, doch besteht die Tanzshow aus vielen anderen Tänzen: Salsa, Tango, Streetdance, Hip Hop, Contemporary, afrikanische Tanzelemente. Mal sind alle Tänzer auf der Bühne und bilden eine synchrones Bild. Mal sind es nur zwei Tanzpaare, die auf den Stühlen eine höchst erotische Stimmung entstehen lassen. Mal tanzen halbnackte und durchtrainierte Männer und lassen dabei die Herzen der Frauen höher schlagen. Jeder Tanz wird von einer unbeschreiblichen Lebensfreude der Tänzer begleitet, die den ganzen Saal ansteckt und das Publikum zum Mitgrooven auf den Stühlen bringt. Alle Tänzer, von denen jeder ein Augenschmaus ist, ergeben das Bild einer tänzerischen Perfektion, die Ihresgleichen sucht.
 
Meine tänzerischen Höhepunkte in dieser Show waren: die leidenschaftlichen Paartänze zum Lied „Roxanne“, bei denen die Frauen in einem roten Kleid verführerisch mit dem Mann tanzten; die sinnlichen Tänze zweier Tanzpaare auf den Stühlen. Diese Performance auf dem Stuhl ist neben der unbändigen Lebensfreude der Tänzer ein weiteres Markenzeichen der Tanzshow „Ballet Revolución“. Und wenn man es einmal live erlebt, weiß man auch, wieso: Die knisternde Erotik überträgt sich auch auf den Zuschauer und man fühlt sich in diesem Moment auch als Zuschauer begehrenswert.
Das weitere tänzerische Highlight war für mich der Tanz zu Ushers Lied „DJ Got Us Fallin‘ In Love“. Die Tänzer zeigten eine dynamische und heiße Tanznummer auf der Bühne. Am liebsten wäre ich an dieser Stelle auch auf die Bühne gesprungen und hätte mitgetanzt.
 
Wie jedes Mal waren auch in dieser Show die Lieder perfekt auf die Tänze abgestimmt. Gleich zu Beginn der Show zeigte ein Musiker der Ballet Revolución- Live-Band auf den Bongos sein ganzes Können, was von den Zuschauern mit einem frenetischen Applaus gewürdigt wurde.
Die beiden Sänger brillierten mit ihren souligen Stimmen und standen oft den berühmten Interpreten in nichts nach. Besonders haben mir die Interpretationen von Prince‘ „Purple Rain“ und James Browns „It’s a Man’s World“ gefallen.
 
Der auch den deutschen Zuschauern bekannte Kostümdesigner Jorge González schuf futuristische und farbenfrohe Kostüme, die das Konzept der Tanzshow unterstützen: Kubanische Lebensfreude trifft auf das neue Zeitalter, das sowohl im Tanz als auch in der Auswahl der Musik widergespiegelt wird.
 
Mein Fazit: „Ballet Revolución“ steht für erotische und hingebungsvolle Tänze, für die Vereinigung von vielen Tanzstilen, für eine anspruchsvolle Choreografie, für perfekte Akrobatik, für Rhythmus, für Sinnlichkeit, für eine gute Musik und für Lebensfreude. Am Ende gab es zurecht Standing Ovations und einen tosenden Applaus für die Tänzer, Sänger und Musiker, was mit einer zweifachen Zugabe beantwortet wurde.
Es war ein perfekter Abend und ich kann jedem diese heiße Tanzshow empfehlen. Bis zum 31. Dezember 2017 läuft „Ballet Revolución“ noch im Admiralspalast und zieht danach nach Essen weiter.
 
Weitere Informationen zur Show:
 
#BalletRevolucion #Admiralspalast #Ballet #Salsa #HipHop #Tanzshow #Tango #Tanz #Hingabe #Leidenschaft #Usher #PurpleRain #JustinTimberlake #BuenaVistaSocialClub #Berlin #Hannover #Streetdance #ModernDance #Kuba #Prince #KubanischeMusik #Bongos #AaronCash #BBGroup #JorgeGonzález  #Essen #Mannheim #Dortmund #Stuttgart #Hamburg #München
 
Text © E. Günther

 

 

Break the Tango – Tango meets Streetdance

Tanzen bedeutet Leidenschaft und völlige Hingabe und wenn zwei auf den ersten Blick nicht zusammen passende Tänze miteinander auf der Bühne verschmelzen sollen, dann versprichst es eine explosive Mischung zu werden.

Das hat sich auch German Cornejo, Tangoweltmeister und Choreograf, vor drei Jahren gedacht, als er auf die Idee kam, Tango und Streetdance in einer Show zu vereinen. Und endlich kam Cornejo mit seiner Tanzshow auch nach Deutschland.
 
Am Freitag, den 22. September 2017, besuchte ich im Admiralspalast, mittlerweile meinem zweiten Zuhause, „Break the Tango“ und spürte von der ersten Minute an die knisternde Erotik auf der Bühne, wenn rassige Männer mit genauso rassigen Frauen mit unglaublich langen Beinen den Argentinischen Tango, der für mich den leidenschaftlichsten Tanz darstellt, dem Zuschauer näher bringen.
 
Am meisten beeindruckt war ich an diesem Abend von der tänzerischen Interpretation der Passion durch die Hauptprotagonisten German und Gisela und von Edgar und Pamela und ihrer temperamentvollen Darstellung des Tangos in der Luft. Die Zuschauer im Saal waren in jeder Minute elektrisiert.
 
Einen weiteren wichtigen tänzerischen Bestandteil der Show stellt das internationale Hip-Hop-Quintett um „Dance Captain“ Henry Monsanto dar, das mit seinen dynamischen Breakdance-Moves des Choreografen Björn «Buz» Meier das Publikum mitriß. Zunächst tanzten die Jungs gegen, danach neben den Tango-Tänzern, um schlussendlich mit ihnen zu einer perfekten Symbiose zu verschmelzen. Es erschien schließlich so, als ob die beiden zunächst kontrastreichen Tänze zu einem Tanzgenre wurden.
 
Dass es gestern ein perfekter Abend wurde, lag aber nicht nur an den Tänzern, sondern auch an der grandiosen Livemusik der vierköpfigen Elektrotango-Band Otros Aires mit dem gesanglichen Ausnahmetalent Gisela Lepio, das uns mit seiner voluminösen Stimme Gänsehautmomente bereitete. Auch der Gitarrist brillierte mit seiner Stimme. Genauso wie zwei verschiedene Tanzstile miteinander gemischt wurden, so hörten wir auch eine musikalische Verschmelzung von klassischen Tangoliedern mit modernen Songs und Hip-Hop-Beats.
 
Mein Fazit: German Cornejo hat eine erstklassige Tanzshow kreiert, in der die beiden Tanzstile Tango und Streetdance zu einer leidenschaftlichen Symbiose verschmelzen, die sich in der mitreißenden Musik der Live-Band widerspiegelt. Die Show läuft noch bis einschließlich Sonntag, den 24. September 2017, im Admiralspalast (Berlin) und zieht dann nach Wien, Zürich und Paris.
 
Weitere Informationen zur Show:
 
#BreaktheTango #TangomeetsStreetdance #Tango #Streetdance #Admiralspalast #Berlin #Leidenschaft #Erotik #Passion #Tanz #Tanzen #GermanCornejo #Breakdance #EdgarundPamela #GiselaLepio #NicolasSchell #NoeliaPizzo #EzequielLopez #CamilaAlegre #EdgarLuizaga #PamelaPucheta #MarianoPardo #MicaelaSpina #JoseFernandez #MartinaWaldmann #HenryMonsanto #JonathanAnzalone #GilAdanHernandezCandelas #KwangsukPark #JooHyosung #OvidioVelazquez #LucianoBassi #ClementeCarrascal #JerónimoIzarrualde #Contemporary #Ballett #Akrobatik #Artistik #GiselaGaleassi #ConcertbüroZahlmann #OtrosAires #BjörnMeier
 
Text © E. Günther
Fotos © René Tanner