Tagesausflugtipp: Kloster Neuzelle und Umgebung

Am Samstag, den 30. Mai 2020, entschieden wir uns dazu, mit sehr guten Freunden einen längst überfälligen Tagesausflug zu unternehmen. Von einer langjährigen Freundin hatte ich den Tipp bekommen, dass es in Neuzelle ein prachtvolles Kloster gibt. Doch wie prachtvoll und wunderschön dieses Kloster tatsächlich ist, konnten wir nach einer ca. zweistündigen Fahrt von Berlin aus und dem Parken auf dem kostenfreien Parkplatz neben dem Kloster selbst erleben. Mit seinen beiden Barockkirchen, dem spätgotischen Kreuzgang und dem barocken Klostergarten gehört das Kloster zu den größten Barockdenkmälern Deutschlands.
Im Jahr 1268 stiftete Markgraf Heinrich von Meißen das Kloster Neuzelle. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die barocke Umgestaltung der Anlage durch Mönche aus Böhmen in Auftrag gegeben. 1817 wurde das Kloster von Preußen aufgelöst und verstaatlicht.
Im Jahr 2017 kehrten die Zisterziensermönche nach Neuzelle zurück und gründeten am 2. September 2018 ein Priorat in Neuzelle. Heute ist die historische Klosteranlage sowie der etwa 113 Quadratkilometer große Grundbesitz im Eigentum der staatlichen Stiftung Stift Neuzelle.
Das Leben der Zisterzienser orientiert sich an der Regel des Heiligen Benedikt und teilt sich auf in Gebet (7-mal am Tag) und Arbeit (u.a. Seelsorge).
 
Das Zisterzienserkloster ist im Inneren unglaublich prunkvoll. Der figürliche und ornamentale Schmuck  mit den vielen liebevollen Details raubt dem Besucher, der auch an dem Gebet teilnehmen kann, den Atem.
Verlässt man das Kloster, erwartet einen eine zauberhafte Idylle aus Dorfteich, Lindenallee und gelb-weißen Klosterkirchen. Kein Wunder, dass wir an dem Tag ein glückliches Brautpaar beim Fotografieren im Park sehen konnten.
 
Neben dem barocken und pompösen Zisterzienserkloster und dem sehr gepflegten Klostergarten findet man auf dem Gelände ein Museum mit den europaweit einzigartigen Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab, einen Weinberg (Rekultivierung im Jahr 2002), eine Klosterbrennerei und die letzte produzierende Klosterbrauerei im Land Brandenburg. Beim nächsten Besuch werden wir unbedingt die Brauereiführung mit anschließender Verkostung mitmachen.
 
Mein Fazit: Möchte man nicht weit von Berlin ein imposantes Bauwerk besichtigen und in dem klostereigenen Garten zur Ruhe kommen und die Hektik der Stadt vergessen, so ist man im Kloster Neuzelle genau richtig. Auch für das kulinarische Wohl wird in der Nähe gesorgt. In der Umgebung findet man zudem zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten.
 
Adresse: Kloster Neuzelle
Stiftplatz 5
Neuzelle
 
Weitere Informationen:
 
Text und Fotos © E. Günther

„STAR DUST – From Bach to Bowie“ in der Komischen Oper Berlin

 – die aktuell angesagteste Tanzcompany auf Deutschlandtournee (Berlin, Köln) –

Tanzen ist die leidenschaftlichste Sprache auf der Welt, die die unterschiedlichsten Menschen verbinden kann, und das intensivste Stilmittel der Kunst. Und keine andere Tanzcompany beherrscht im Moment diese Sprache und dieses Stilmittel so gut wie das US-amerikanische Complexions Contemporary Ballet, das mit seiner Deutschlandtournee sein 25-jähriges Bestehen feiert.

Im Jahr 1994 gründete der mit mehreren Preisen ausgezeichnete Starchoreograf Dwight Rhoden, den ich schon in der Tanzshow „The Great Gatsby“ bewundern durfte, und der ebenfalls mit Preisen überhäufte Startänzer Desmond Richardson, der bereits mit mehreren Showgrößen gearbeitet hat, in New York das Complexions Contemporary Ballet. Das Complexions Contemporary Ballet gehört aktuell zu den angesagtesten US-amerikanischen Tanzcompagnien. Die Tänzer der Company kommen aus den USA, Kanada, Australien, Kolumbien sowie aus Japan und Korea.

Und so stand es für mich außer Frage, dass ich am Dienstag, den 9. Juli 2019, zur Premiere in der Komischen Oper gehen würde, um selbst über das außergewöhnliche Können der Tanzcompany des Chefchoreografen Dwight Rhoden und von Desmond Richardson, dem ersten afroamerikanischen Solisten beim American Ballet Theatre, urteilen zu können.

Die Show „STAR DUST – From Bach to Bowie“ soll eine auf den ersten Blick musikalisch und tänzerisch nicht zusammenpassende Verbindung schaffen, zwischen den Tänzen zur Musik des Barockgenies Johann Sebastian Bach und seines Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach und der Pop-Ikone David Bowie.
Um 20 Uhr öffnete sich der rote Vorhang in der fast auf den letzten Platz ausverkauften Komischen Oper Berlin und mit Bach 25 interpretierten 16 Ausnahmetänzer in der ersten Showhälfte tänzerisch die Musik von Johann Sebastian Bach (z.B. Klavierkonzert, D-Moll: „Adagio“) und die seines Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach.
Zur schweren und imposanten Barockmusik zeigten die grandiosen Talente in Gruppen, Duetten und Soli wunderschöne Choreografien, die eine unmenschliche Körperbeherrschung abverlangten. Diese vertanzte Körperkunst ließ mich sprachlos zurück: Wie kann man zur Barockmusik eine solche atemberaubende Choreografie auf die Beine stellen?!

In der zweiten Showhälfte ging es mit einer innovativen Mischung aus Klassik, Ballett und Popkultur auf der Tanzbühne weiter. Die 16 Tanzgötter widmeten sich nun einem anderen Musikgenie: David Bowie, zu deren Welthits „Space Oddity“ (1969), „Life On Mars“ (1971), „Heroes“ (1977), „Let’s Dance“ (1983) und „Lazarus“ (2016) sie pulsierende Choreografien präsentierten. Vor allem die tänzerische Umsetzung des Liedes „Heroes“ hat mich tief bewegt.
Im Gegensatz zur ersten Hälfte waren die Tänzer jetzt wie die Pop-Ikone David Bowie extravagant geschminkt und tanzten in den farbenfrohen Kostümen von Christine Darch mehr in Gruppen.
Eine tänzerisch unglaublich beeindruckende und vielseitige Hommage an die Pop-Legende David Bowie. Jeder der Tänzer übernahm in der Show die Rolle von David Bowie, dessen Persönlichkeit in jedem von uns widerspiegelt werden kann.

Als Zuschauer bemerkte man, wie die Musik die durchtrainierten Körper der Tänzer durchströmte. Dwight Rhoden und die 16 Tänzer schufen sinnliche und leidenschaftliche Choreografien, die international ihresgleichen suchen. Das Lichtdesign von Michael Korsch verhalf diesen emotionalen Tänzen zu etwas Magischem.

Was mich an dem gestrigen Abend besonders inspirierte, war, dass in der Tanzcompagny unterschiedliche Menschen tanzten: Afroamerikaner (u.a.Jared Brunson), früher im Ballett undenkbar große Frauen (Jillian Davis), kleine Männer (Thomas Dilley), Asiatinnen (Eriko Sugimura), Lateinamerikaner (Miguel Solano), Tänzer in ihrer ersten Saison (u.a. Maxfield Haynes) oder in ihrem fünften Jahr (Shanna Irwin). Dieser Zeitgenössische Tanz verband die unterschiedlichsten Individuen zu einem poetischen Ganzen – so wie es David Bowie gewollt hätte – und bestätigte meine Eingangsthese, dass Tanzen verbindet.

Mein Fazit: „STAR DUST – From Bach to Bowie“ ist eine überwältigende Tanzshow, die zurecht mit Beifallsstürmen quittiert wurde. Tänzerische und musikalische Grenzen wurden auf dem tänzerisch höchsten Niveau von 16 Tänzern und deren begnadeten Choreografen an diesem Abend gesprengt. Bis zum 14. Juli 2019 könnt Ihr diese Ausnahmeshow noch in der Komischen Oper Berlin besuchen, danach läuft sie in Köln (16.7.-21.07.19).

Weitere Informationen:
https://www.komische-oper-berlin.de/programm/a-z/stardust/
https://www.facebook.com/komischeoperberlin/
https://www.facebook.com/complexionsdance/

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Text © E. Günther

 

 

Gewinnspiel: 1×2 Karten (Dinner UND Konzert!) für die „Meisterwerke des Barocks – Vivaldi, Pergolesi, Bach“ im Schloss Charlottenburg – Berliner Residenz Konzerte

Schon immer hat mich die prachtvolle Epoche Barock (1575-1770) mit ihren ausufernden Kleidern und wunderschönen Gebäuden fasziniert. Und da ich zudem eine große Liebhaberin von Opern und klassischer Musik bin, stand es für mich außer Frage, dass ich irgendwann die Berliner Residenz Konzerte im Schloss Charlottenburg besuchen werde.
 
Unsere Wahl fiel am Samstag, den 21. Juli 2018, auf die „Barocke Operngala – Zauber der Klassik“. Zwischen drei Arrangements konnten wir entscheiden: nur Konzert oder Dinner und Konzert oder Schlossbesichtigung, Dinner und Konzert. Wir wählten das Arrangement Dinner und Konzert.
 
Um 19.30 Uhr machten wir uns nach dem wundervoll schmeckenden Drei-Gänge-Menü und einer während des Essens live vorgetragenen Komposition des Barock mit dem Zeremonienmeister und den übrigen Gästen auf den Weg zum Austragungsort des Barocken Konzerts.
 
Um 20 Uhr begann das Konzert und ein neunköpfiges Orchester spielte bekannte Kompositionen des Barock. Begleitet wurde das Konzert von zwei sehr talentierten Solistinnen.
 
Wir fühlten uns an dem Abend in die Zeit des Barock versetzt. Das sehr gut zubereitete Essen, der wunderschöne Ort, die originalgetreuen Kostüme – alles schuf eine unvergessliche Atmosphäre.
Seit dem 22. September 2018 gibt es ein neues Projekt der Berliner Residenz Konzerte: die „Meisterwerke des Barocks – Vivaldi, Pergolesi, Bach“, die bis zum 29.12.2018 ins Programm übernommen wurden und wieder Großartiges versprechen.
 
Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann fasse ich noch einmal alles Wichtige zusammen:
 
Was? 1×2 Karten für die „Meisterwerke des Barocks – Vivaldi, Pergolesi, Bach“ im Schloss Charlottenburg – Berliner Residenz Konzerte – DINNER UND KONZERT!!!
 
Wann? Am Samstag, den 1. Dezember 2018
Wo? Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 22, 14059 Berlin
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken und unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen!
 
Das Gewinnspiel endet am Dienstag, den 27. November 2018, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Glück!
© E. Günther