Festivalzeit in Berlin – Performing Arts Festival, SOFA im Admiralspalast und Circus Festival

Es ist endlich Sommer! Die Temperaturen steigen, die Musik wird immer lauter und die Laune immer besser. Zum Glück leben wir in Berlin, der Stadt der kulturellen Vielfalt, in der vor allem im Sommer verschiedene Festivals stattfinden. An dieser Stelle werde ich Euch drei dieser Festivals genauer vorstellen: Performing Arts Festival, SOFA im Admiralspalast und Circus Festival.
 
Performing Arts Festival Berlin (13.-18. Juni 2017):
Künstler der freien Szene zeigen in über 120 Inszenierungen, was Berlin kulturell zu bieten hat. 60 Berliner Spielstätten, darunter Ballhaus Ost, HAU Hebbel am Ufer, Sophiensæle, Theaterdiscounter, ATZE Musiktheater und das ACUD-Theater, zeigen Theaterstücke, Performances, Tanzaufführungen und vieles mehr.
Den Auftakt des Festivals bildet die große Eröffnungsveranstaltung Open up, PAF! am 13. Juni um 20 Uhr im diesjährigen Festivalzentrum in der Alte Münze in Berlin-Mitte. 
 
Kontakt: Performing Arts Festival
Pappelallee 15
10437 Berlin
030 30346628
 
Weitere Informationen:
 
 
 
SOFA – Sommerfestival im Admiralspalast (15. Juli bis 20. August 2017)
Eine meiner Lieblingsspielstätten in Berlin lässt es im Hochsommer auf allen Etagen so richtig krachen und lädt alle Berliner, egal ob Klein oder Groß, ein, um gemeinsam kulturell was zu erleben.
Mit „Der Hauptmann von Köpenick“ (19.07. – 06.08.2017), einem echten Berliner Volkstheater-Musical, und „Cats“
(09.08. – 19.08.2017), einem rekordverdächtigem Klassiker von Andrew Lloyd Webber, werden gleich zwei Musicals gespielt. Als bekannter Musicalfan habe ich natürlich schon für beide Veranstaltungen die Karten geholt.
Märchen sind nicht nur was für kleine Kinder, sondern verzaubern genauso auch große Kinder. Aus diesem Grund erfahren wir bei „Grimm“ (15.07. – 26.07.2017) alles über die wahre Geschichte von Rotkäppchen. Aber SOFA wird natürlich mit Sandtheater, Poetry Slam, Konzerten und Cabaret viel mehr zu bieten haben. Überzeugt Euch selbst davon:
 
Kontakt: Admiralspalast
Friedrichstraße 101
10117 Berlin
030 22507000
 
 
 
Berlin Circus Festival (25.08.-03.09.2017)
Zum 3. Mal findet auf dem Tempelhofer Feld das Berlin Circus Festival statt, zum dritten Mal wird der zeitgenössische Zirkus zelebriert und das zehn Tage lang. Bei großen Produktionen werdet Ihr Zeuge künstlerischer Symbiosen aus Tanz, Artistik und Performance. Das Festival konnte dieses Jahr das finnische Institut als Partner gewinnen. Finnische Produktionen und finnische Spezialitäten warten auf Euch.
 
Kontakt: Berlin Circus Festival
Tempelhofer Damm 104
12101 Berlin-Mitte
 
Weitere Informationen:
 
 
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© E. Günther

 

 

The Gentlemen of Musical – Jan Ammann und Kevin Tarte gemeinsam auf Tournee

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Was bedeutet der Begriff „Gentleman“? Dazu hat der Duden eine genaue Definition: „Mann von Anstand, Lebensart und Charakter“. Eine Definition, die perfekt auf die beiden Musicaldarsteller Jan Ammann und Kevin Tarte zutrifft.
 
Wie meine Blogleser schon mehrmals mitbekommen haben, bin ich ein sehr großer Fan des Musicals „Tanz der Vampire“ und deswegen stand es für mich von Anfang an fest, dass ich dieses Jahr das Konzert der beiden Grafen von Krolock, Jan Ammann und Kevin Tarte, besuchen muss.
 
Am Samstag, den 3. Juni 2017, kamen um 19.30 Uhr die elegant gekleideten Sänger auf die Bühne des Admiralspalastes (Studio) und präsentierten zwei Stunden lang die größten Hits vieler weltberühmter Musicals. Dabei standen sie zu zweit auf der Bühne oder die zwei präsentierten in einem Solo-Auftritt ihre gewaltige Stimme. Während des Konzerts wurden sie am Flügel von der bezaubernden Marina Komissartchik, „the One Woman Orchester, begleitet.
 
Die beiden Ausnahmetalente gaben Lieder aus Musicals wie „Artus“, „Elisabeth“, „Liebe Stirbt Nie“ und „Mozart!“ zum Besten und trafen viele Zuschauer mit den gefühlvollen Balladen mitten ins Herz. Aber auch andere Evergreens der Popgeschichte hörten wir an diesem Abend, darunter „Somewhere over the rainbow“.
 
Wie ich haben offensichtlich auch viele andere im Publikum sehnsüchtigst auf die Interpretation der Lieder aus dem Musical „Tanz der Vampire“ gewartet. Bei den ersten Tönen des Liedes „Gott ist tot“ brach ein großer Jubel im Saal aus, der nahtlos bei der Darbietung des Songes „Totale Finsternis“, meinem Lieblingslied aus dem Musical, fortgesetzt wurde. Dieses Lied trugen die beiden musikalischen Gentlemen mit der talentierten Sängerin Christina Patten vor, die neben Anna von Gehren, einer weiteren talentierten Sängerin, zu den Special Guests des Abends gehörte. Die beiden Sängerinnen bewiesen im Laufe des Abends noch mehrere Male ihr stimmliches Talent.
 
Zu meinen weiteren Höhepunkten an diesem Abend gehörte auch: die Interpretation des weltberühmten Liedes aus dem Musical „Das Phantom der Oper“, das Kevin Tarte, Jan Ammann und Anna von Gehren als Trio dargeboten haben; das Lied „Ich hab geträumt“ aus „Les Misérables“ (von Anna von Gehren und Christina Patten gemeinsam gesungen), das wie immer Gänsehaut bei mir erzeugte, und die Zugabe „Hallelujah“, bei der alle vier Sänger auf der Bühne standen.
 
Mein Fazit: Ich hatte gestern einen wunderschönen und emotionalen Abend, der den voluminösen Stimmen der vier Sänger und den gefühlvollen Liedern zu verdanken ist! Das Konzert sollte bei jedem Musicalliebhaber auf der to do-Liste stehen. Aus diesem Grund solltet Ihr Euch folgendes Datum in den Kalender eintragen: Die beiden Herren geben am 5. November 2017 wieder ein Konzert in Berlin (Admiralspalast), diesmal als Winter Special.
 
Zudem treten die beiden am Freitag, den 16. Juni 2017, in der Philharmonie Filderstadt und am Samstag, den 17. Juni 2017, in Oberhausen auf.
 
Weitere Informationen
…zur Konzertreihe „The Gentlemen of Musical“: https://www.facebook.com/events/289069108206205/
 
…zum Admiralspalast:
 
…zum Sänger Jan Ammann:
 
…zum Sänger Kevin Tarte:
 
…zur Pianistin Marina Komissartchik:
 
…zur Sängerin Christina Patten:
 
…zur Sängerin Anna von Gehren:
 
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© E. Günther

FALCO – die große Musical-Europatournee

Kein anderer (deutschsprachiger) Künstler vereint so sehr die beiden Extreme Genie und Wahnsinn in nur einer Person. Man bewundert oder hasst ihn, aber seine Lieder sind bis heute legendär und den Menschen jedes Alters bekannt. Am 19. Februar 2017 wäre Falco 60 Jahre alt geworden.
Der Regisseur Peter Rein und Produzent Oliver Forster haben diesem Ausnahmekünstler ein musikalisches Denkmal gesetzt und Falcos Leben auf die Bühnen Europas gebracht.
Aus persönlichen Gründen konnten wir leider das Musical nicht im Februar besuchen, aber zum Glück gab es am Dienstag, den 30. Mai 2017, einen Zusatztermin im Admiralspalast.
 
Das Musical in einem fast ausverkauften Zuschauersaal beginnt mit Interviewausschnitten des exzentrischen Künstlers, der mit bürgerlichem Namen Hans Hölzel hieß. Die Geschichte wird aus der Sicht von Falcos Manager erzählt, der ihn bei einem Auftritt mit seiner damaligen Band entdeckt und aufgebaut hat.
Mit einer außergewöhnlichen Sprache aus Deutsch, Englisch und dem Wiener Dialekt gelangte Falco schließlich zum Weltruhm. Das Lied „Rock me Amadeus“ machte ihn in allen Ländern bekannt und wurde zu seinem größten Hit. 1986 hielt sich das Lied drei Wochen lang auf Platz 1 der amerikanischen Charts, was zuvor keinem anderen deutschsprachigen Titel gelungen war. Auch im Publikum des Admiralspalastes sorgte dieser Song für einen tosenden Applaus. Doch wie viele andere talentierte Künstler zuvor hat sich auch Falco selbst zerstört. Am 6. Februar 1998 starb der dem Alkohol verfallene Falco bei einem Autounfall  in der Dominikanischen Republik.
 
Alexander Kerbst interpretiert auf eine brillante Art und Weise die exzentrische Figur Falco. Mimik und Gestik, alles imitiert der Musicaldarsteller detailgetreu und zeigt einen etwas verrückten Musiker, der im Grunde seines Herzens einsam und zerbrechlich war. Falco war ein talentierter Zyniker, der von dem Weltruhm gleichermaßen angezogen und abgestoßen wurde und sich nach dem Tod sehnte. Seine Selbstzweifel und die unerfüllte Liebe ertrank er in Alkohol. Kerbst ist die Rolle des talentierten, aber zerrissenen Mannes auf den Leib geschnitten. Wenn der Musicaldarsteller Falcos größte Hits performt, bekommt man häufig Gänsehaut, weil man glaubt, den echten Falco auf der Bühne singen und sehen zu hören. Eine grandiose musikalische und schauspielerische Leistung!
 
Mein Fazit: Das Musical ist für jeden Falco-Fan und Liebhaber guter Musik ein Muss! „Falco“ stellt nicht nur Falcos umstrittene Privatleben ohne einen moralischen Zeigefinger auf der Bühne dar, sondern bringt unter der musikalischen Leitung von Thomas Rabitsch alle bekannten Welthits auf die Bühne, darunter auch das Skandallied „Jeanny“. Zurecht gab es am Ende einen minutenlangen Applaus und Standing Ovations.
Wegen der großen Nachfrage geht die Tournee nicht nur in diesem Jahr weiter, sondern wird auch 2018 fortgesetzt.
 
Weitere Informationen und die deutschland- und europaweiten Tourtermine findet Ihr hier:
 
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© E. Günther

 

 
 
 
 
 
 

The Addams Family – das schaurig schöne Broadway-Musical in Berlin

Die Addams Familie, die geheimnisvolle Kultfamilie, zum ersten Mal 1938 als Cartoon im „New Yorker“ erwähnt und später durch eine Fernsehserie, einen Kinofilm und auch als Musical weltweit bekannt geworden, gastiert nun endlich im Admiralspalast in Berlin.
 
Am Freitag, den 19. Mai 2017, wurden auch wir von dieser auf den ersten Blick Furcht erregenden Familie zu einem Gastmahl der anderen Art eingeladen und erlebten über zwei Stunden lang das Musical von Andrew Lippa, zu dem viele Besucher entsprechend verkleidet kamen – und das trotz der Hitze an diesem Tag.
 
Gleich zu Beginn, wenn die ersten Töne der weltbekannten Musik erklingen, gehen die Zuschauer begeistert mit und klatschen begeistert zur Musik.
Die Handlung dürfte sicherlich jeden Vater einer erwachsenen Tochter angesprochen haben: Der glückliche Ehemann und Familienvater Gomez erfährt von seiner Tochter Wednesday, dass sich diese nicht nur verliebt habe, sondern auch ihren Liebsten, einen ganz normalen jungen Mann, heiraten möchte. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, muss er dieses Geheimnis für sich behalten und darf seiner Frau nichts davon erzählen, eine unglaubliche Herausforderung für den liebenden Ehemann! Um das Ganze noch komplizierter zu machen, hat sich die Familie des Auserwählten zu einem Dinner angekündigt. Ein Abend voller kleiner und großer Katastrophen kann beginnen…
 
Unter der Regie von Andreas Gergen lernen wir die unterschiedlichen Familien mit den liebevoll auf der Bühne umgesetzten Figuren, die auf den kultigen Cartoons von Charles Addams beruhen, kennen.
Zum einen ist da Gomez Alonzo Lupold Addams, der mit seiner Familie in einer verfallenen Villa im Central Park wohnende spanische Exzentriker. Gomez vergöttert seine Ehefrau und seine beiden Kinder und kann ihnen keinen Wunsch abschlagen, was die drei an einigen Stellen auch durchaus ausnutzen. Seine Frau Morticia findet er auch noch nach so vielen Ehejahren körperlich anziehend, was er ihr in jeder Sekunde zeigt. Aus diesem Grund wird das Geheimnis seiner Tochter für ihn zu einer unmöglichen Prüfung.
Uwe Kröger setzt diese Figur mit einem starken Akzent und einem unbändigen Temperament perfekt um und lässt dem Zuschauer keine Zeit zum Durchatmen.
 
Am meisten begeistert an diesem Abend waren wir von Edda Petri als Morticia A. Addams, die die Rolle der stolzen Ehefrau und strengen Mutter verinnerlicht hat. Ihren Mann und ihre Kinder liebt sie bedingungslos und erwartet dasselbe von ihnen. Morticia hat das morbide Leben in der Villa kultiviert: Blumen schneidet sie den Kopf ab, andere Farben als Schwarz lehnt sie kategorisch ab.
Auf den ersten Blick wirkt die große Frau düster und unnahbar, doch trägt sie ihr Herz am rechten Fleck. Dass ihr Ehemann ein Geheimnis vor ihr hat, verletzt sie dementsprechend zutiefst.
 
Ein weiterer schauspielerischer (und gesanglicher) Stern an diesem Abend war für uns Henriette Schreiner, die Wednesday Addams, die schwer verliebte Tochter, verkörpert. Auch sie liebt ihre Familie über alles und geht ihrem Hobby, ihren Bruder zu foltern und mit einer Armbrust im Central Park auf Jagd zu gehen, leidenschftlich nach. Genau bei einem dieser Streifzüge lernt sie auch Lucas, ihre erste und große Liebe, kennen. Diese Liebe verändert sie: Sie beginnt, gelbe Kleider zu tragen und herzlich zu lachen, was sowohl ihrer Mutter als auch ihrem Bruder Pugsley Angst macht.
 
Pugsley (André Haedicke) hat Angst, seine Schwester an Lucas für immer zu verlieren, denn nur zu gerne spielt er mit ihr und lässt sich mit großer Begeisterung von ihr foltern. Diese Angst lässt ihn deswegen auch zu einer egoistischen Tat verleiten, die ungeahnte Folgen nach sich zieht.
 
Eine weitere Figur, von der das ganze Publikum im Saal begeistert war, ist Alice Beineke, Lucas‘ Mutter. Alice reimt nicht nur mit großer Passion, sondern unterstützt im Gegensatz zu ihrem überforderten Ehemann auch die Liebe ihres Sohnes. Franziska Becker brilliert in ihrer Rolle der liebenden Hausfrau, die sich im Laufe des Abends zu einer erotischen und emanzipierten Frau verwandelt.
 
Aber auch die weiteren Figuren und deren Darsteller bekommen zurecht einen tosenden Applaus an diesem Abend: Egal ob die verrückte Granny (Petra Lamy), der überdurchschnittlich langsame Hausdiener Lurch (Gerhard Karzel), der exzentrische und an die Liebe glaubende Onkel Fester (Oliver Mülich), der sture Mal Beineke (Andreas Zaron) oder der sehr verliebte Lucas (Benedict Ivo) – alle haben an diesem Abend schauspielerisch überzeugt.
 
Die Moral der Geschichte ist perfekt: Die Familie erscheint zwar als verrückt und nicht in die Gesellschaft passend, doch verkörpert sie mit ihrem starken Zusammenhalt und ihrer bedingungslosen Liebe zueinander die perfekte Familie, nach der sich jeder Einzelne sehnt. Das lehrt uns, immer hinter die Fassade zu schauen und nicht auf das Äußere zu achten.
 
Mein Fazit: Wir hatten gestern einen wundervollen Abend, an dem wir durchweg herzlich gelacht und applaudiert haben. Der Cast ist liebevoll zusammengestellt und erfreut sowohl jeden Fan der Kultfamilie als auch Besucher, die die Serie und den Film nie zuvor gesehen haben. Das Musical könnt Ihr noch am Samstag, den 20. Mai 2017, und am Sonntag, den 21. Mai 2017, im Admiralspalast (Berlin) sehen.
Im Oktober (25.-29. Oktober 2017) zieht das Musical dann nach Wien weiter.
 
Weitere Informationen zum Musical:
 
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Text © E. Günther
Fotos © Rolf Ruppenthal
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Disneys „Der Glöckner von Notre Dame“ im Theater des Westens – Disneys erstes erwachsene Musical?

Als ich erfahren habe, dass der Theater des Westens, ein Garant für beeindruckende Musicals, das Musical „Der Glöckner von Notre Dame“ in sein Programm aufnehmen würde, war ich ganz aus dem Häuschen und konnte diesen Tag kaum mehr abwarten, schließlich bin ich ein sehr großer Musical- und Disneyfan und habe den Zeichentrickfilm von 1996 schon unzählige Male geschaut.
Am Freitag, den 21. April 2017, hatte das Warten endlich ein Ende und wir wurden Zeugen dieser einzigartigen Neuinszenierung von Peter Parnell, die sich sehr stark am Roman von Victor Hugo orientierte und unter der Regie von Scott Schwartz endlich wieder nach Berlin gebracht wurde.

 
Gleich beim Betreten des Zuschauersaales wurde uns klar, dass uns hier ein opulentes und gewaltiges Bühnenbild erwarten würde. Alexander Dodge transportiert hervorragend die düstere Atmosphäre von Paris des 15. Jahrhunderts auf die Bühne und schafft ein beeindruckendes Bild der weltbekannten Kathedrale mit ihrem Rosenfenster, einem gewaltigen Gerüst aus Holz und den riesigen sieben Glocken.
 
Eigentlich dürfte Quasimodos tragische Geschichte jedem bekannt sein, doch sei sie hier zur Sicherheit noch einmal wiederholt:
Claude Frollo, der strenge Erzdiakon der Kathedrale von Notre Dame, zieht Quasimodo, den entstellten Sohn seines verstorbenen Bruders und einer Zigeunerin, in der Kathedrale von Notre Dame auf. Da Quasimodo hässlich ist, darf er nur im Glockenturm wohnen und darf sich nicht der Öffentlichkeit zeigen. 20 Jahre später kann es Quasimodo nicht länger im Turm aushalten und widersetzt sich daher den Befehlen seines Onkels, indem er das jährliche Fest der Narren auf dem Marktplatz besucht, wo er aufgrund seiner Hässlichkeit einer unmenschlichen Tortur durch die Marktbesucher ausgesetzt wird. Er wird jedoch von Esmeralda, einer wunderschönen Zigeunerin, gerettet. Zwischen beiden entsteht eine tiefe Freundschaft, die bei Quasimodo zum ersten Mal das Gefühl der Liebe weckt.
Doch Quasimodo ist nicht der einzige, der sich in die schöne Esmeralda verliebt. Auch der Hauptmann Phoebus hat ein Auge auf die Zigeunerin geworfen. Aber viel gefährlicher als die Liebe Quasimodos und Phoebus‘ zu Esmeralda, erscheint Frollos Interesse für die Frau, da er in seinem Hass auf alle Zigeuner besessen ist.
 
Passend zu dieser tragischen Geschichte haben auch die beiden Musikgenies Alan Menken und Stephen Schwartz eine dramatische Musik geschrieben, die unter die Haut geht und oft Tränen in die Augen treibt. Dank der musikalischen Leitung von Bernhard Volk, der klaren Stimmen der im Folgenden genau vorgestellten Musicaldarsteller und dem stimmgewaltigen 24-köpfigen Chor (ORSO – Choral Society Berlin) hatte ich fast das ganze Musical über Gänsehaut.
 
Auch bei der Vorstellung ihrer Figuren geht die Stage Entertainment-Produktion diesmal andere Wege und wählt diesmal einen auktorialen Erzählstil. Die Charaktervorstellung wird durch alle Darsteller zusammen übernommen, was selbst denjenigen, die den Roman nicht gelesen und den Zeichentrickfilm nicht geschaut haben, einen detaillierten Einblick in die Handlung ermöglicht.
 
Neben der imposanten Musik bleibt Stage Entertainment aber wieder einer Sache treu: dem bis in die kleinste Rolle hervorragend besetzten Cast.
Am meisten hat uns an diesem Abend der Musicaldarsteller Felix Martin in seiner Rolle des Claude Frollo, Erzbischof von Notre Dame, Ziehvater und Onkel von Quasimodo, überzeugt. Beeindruckend, wie Martin es schafft, die Rolle des skrupellosen, machtbesessenen und strengen Erzbischofs auszufüllen, der von seinem Hass auf Zigeuner besessen ist. Quasimodo hat er nie wirklich geliebt und sperrt ihn in den Mauern der Kathedrale ein, um sich selbst die öffentliche Demütigung zu ersparen. Seine spätere Zerrissenheit, weil er sich zu der Zigeunerin Esmeralda körperlich hingezogen fühlt, nahm ich dem Darsteller in jeder Sekunde ab.
 
Zurecht bekam David Jakobs als Quasimodo an diesem Abend den größten Applaus und Zuspruch. Jakobs kann nicht nur wundervoll singen, sondern spielt klischeefrei den unglücklichen und einsamen Buckligen, der nur Steinfiguren als Freunde hat. Die Rolle des entstellten und fast tauben Jungen wird von dem Darsteller sowohl körperlich als auch emotional perfekt umgesetzt.
Obwohl Quasimodo so viel Leid in seinem jungen Leben erfahren musste, hat er sich trotzdem seine Güte und Unschuld bewahrt, eine Tatsache, die mich im Musical oft zum Weinen brachte. So ist auch seine Liebe zu Esmeralda frei von Egoismus.
 
Auf Sarah Bowden habe ich mich vor dem Musical besonders gefreut, schließlich kannte ich sie bereits aus vielen anderen Musicalproduktionen. Und ich wurde von Sarah Bowden wieder nicht enttäuscht. Die schöne Zigeunerin Esmeralda spielt sie mit viel Leidenschaft und zeigt sie als eine auf der einen Seite starke und mutige, auf der anderen Seite einfühlsame und loyale Frau. Auch mit ihrer bewundernswerten Tanzleistung und ihrer kräftigen Stimme brilliert sie wieder auf der Bühne.
 
Ein weiterer schauspielerischer Coup gelingt der Musicalproduktion mit Maximilian Mann, der den Hauptmann Phoebus überzeugend spielt. Zunächst ein Mann, der nach dem Krieg endlich dem Vergnügen nachgehen möchte, entwickelt er sich im Laufe der Handlung zu einem ehrenhaften Mann, der für seine Prinzipien und seine Liebe kämpft.
 
Mein Fazit: Bei „Der Glöckner von Notre Dame“ handelt es sich um ein Musical, das auf allen Ebenen gelungen ist! Das Musical lebt von der darstellerischen, musikalischen und tänzerischen Glanzleistung seiner Darsteller, von dem opulenten Bühnenbild, von der emotionalen Musik und von einer dramatischen Geschichte, die keinen unberührt zurücklässt. Es geht um die Macht der Liebe, die alle Grenzen zu überwinden scheint, um die Akzeptanz von Andersdenkenden und Andersaussehenden, um Loyalität und Menschlichkeit, die Folgen des Krieges für den Einzelnen und ist somit so aktuell wie nie zuvor.
Allerdings sollte man bei einem Besuch mit kleinen Kindern vorher bedenken, dass die Atmosphäre im Musical oft düster ist und die Unmenschlichkeit der Gesellschaft in manchen Szenen auf eine extreme Art und Weise offenbart wird. Allen anderen kann ich dieses Musical uneingeschränkt empfehlen, denn „Der Glöckner von Notre Dame“ berührt das Herz jedes Musicalliebhabers.
Das Musical läuft noch bis zum 4. November 2017 im Theater des Westens in Berlin und zieht anschließend nach München weiter.
 
Weitere Informationen zum Musical:
 
 
Adresse: Stage Theater des Westens
Kantstraße 12
10623 Berlin
 
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© E. Günther

 

Daddy Cool – eine verbotene Liebe zur legendären Musik von Boney M. – das Boney M. Musical auf Deutschlandtournee

Meine Eltern haben in meiner Jugend die Musik der Band Boney M., die von 1975 bis 1988 38 Top-Ten-Hits hatte und über 55 Millionen Alben weltweit verkaufte, rauf und runter gehört, daher bin ich mit dieser Musik aufgewachsen. Aus diesem Grund habe ich natürlich voller Freude vernommen, dass 40 Jahre nach der Veröffentlichung des Ohrwurms „Daddy Cool“ das gleichnamige Musical, das vor elf Jahren in London Weltpremiere gefeiert hat, nun auch auf Deutschlandtournee kommt.

Am Freitag, den 10. Februar 2017, besuchte ich am ersten Tag des Berlin-Zwischenstopps die moderne Inszenierung von Frank Serr. Um 20 Uhr begann das Musical und es kam ein Mann im „Mambo No.5“-Stil auf die Bühne, der uns in die Welt des Musicals mitnahm und noch später eine entscheidende Rolle in der Geschichte spielen sollte. Zur Geschichte des Musicals gibt es Folgendes zu schreiben:

Sunny, der seinen Vater nie getroffen hat, kommt mit seiner Mutter nach London und lernt dort das Mädchen Rose kennen. Zehn Jahre später treffen sich die beiden wieder und verlieben sich ineinander. Doch ihre junge Liebe steht unter keinem guten Stern, denn beide tanzen in zwei rivalisierenden Tanztruppen, Rose ist vergeben und auch die Mütter der beiden Jugendlichen scheint eine tragische Geschichte zu verbinden.

Zwei Stunden lang feierte das Publikum eine Party und sang oft bei den weltbekannten Hits der Band mit. Vor allem die Lieder „Sunny”, „Rivers of Babylon”oder „Rasputin“ kamen bei den Zuschauern gut an. Aber trotz der Partystimmung und den vielen Tanzszenen in glitzernden Kostümen kamen wichtige Themen nicht zu kurz: der Sinn des Lebens, die Suche nach der eigenen Identität, die große Liebe, die echte und falsche Freundschaft, falscher Stolz und die unterschiedlichen Muttertypen. Während Sunny eine liebe und umsorgende Mutter hat, ist Roses Mutter eine egoistische und rachsüchtige Intrigantin, die sich nicht für ihre Tochter interessiert.

Auch hat es mir sehr gut gefallen, dass auf der Bühne die Londoner Vielfalt gezeigt wurde. Wir sahen sowohl eine Frau im Hidjab als auch eine afrikanische Frau – die Widerspiegelung der Londoner Gesellschaft.

Und am Ende endete das Musical so, wie es begonnen hat: mit einer großen Party. Die Zuschauer standen von ihren Sitzen auf und tanzten alle ausgelassen zu einem Boney M.-Madley. Aus diesem Grund kann ich Euch das Musical, das am 11. und am 12. Februar noch im Admiralspalast läuft, empfehlen, denn auch 40 Jahre nach dem Evergreen „Daddy Cool“ ist die Musik noch präsent und von keiner Party wegzudenken. Zusätzlich zu Berlin spielt „Daddy Cool“ auch in anderen Städten in Deutschland:

http://www.daddycool-show.com/de/tourdaten/tourtermine/

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© E. Günther

 

„My fair lady“ in der Komischen Oper Berlin – ein Klassiker par excellence?

 

Die Sprechübung „Es grünt so grün, wenn Spaniens Gärten blühen“ ist bis heute auf der ganzen Welt bekannt und wird sofort mit dem umjubelten Musical „My fair lady“ in Verbindung gebracht. Und endlich kam Frederick Loewes Erfolgsmusical wieder nach Berlin.
Am Samstag, den 6. Januar 2017, besuchten wir das Musical nach dem Buch von Alan Jay Lerner. Wie vor jeder Aufführung in der Komischen Oper fand eine halbe Stunde zuvor in dem Foyer in der zweiten Etage eine Einführung in das Werk statt. Genauso wie das spätere Musical war auch diese Veranstaltung bis auf den letzten Platz gefüllt. In den 15 Minuten erfuhren wir sehr viele interessante Hintergrundinformationen zum Musical, von denen einige mir bereits aus meinem Profilkurs Englisch in der Schule bekannt waren.
Die literarische Vorlage zum Musical bietet das gesellschaftskritische Werk „Pygmalion“ von George Bernard Shaw, das wiederum auf dem antiken Mythos des Bildhauers Pygmalion, der sich in eine von ihm aus Elfenbein selbst geschnitzte Traumfrau verliebt hat, beruht.
Nach der Informationsaufnahme gingen alle Besucher zu ihren Plätzen und freuten sich umso mehr auf das Musical in zwei Akten. Wir nahmen in der vierten Reihe Platz und hatten einen sehr guten Blick auf das folgende Bühnengeschehen.
Auf der Bühne befand sich ein kleines Grammophon, das im Folgenden ein wichtiges Element der Handlung bilden sollte, doch dazu später mehr.
Zur Handlung dieses musikalischen Evergreens sei Folgendes zu schreiben: Higgins, ein besessener Professor der Phonetik, wettet mit seinem Freund Oberst Pickering, dass er aus dem ungebildeten und vulgären Blumenmädchen Eliza Doolittle eine Dame der Gesellschaft machen kann. Nach sechs Monaten soll sie jeder auf dem Diplomatenball für eine Prinzessin halten.
Andreas Homoki hält sich bei seiner Inszenierung exakt an die literarische Vorlage, nur spricht hier die Arbeiterklasse den Berliner Jargon, der sie von der englischen Upper Class sprachlich abgrenzt.
Ganz besonders freute ich mich im Vorfeld auf die weltbekannten Ohrwürmer des Musicals und wurde dank der musikalischen Leitung von Kristiina Poska und Peter Christian Feigel nicht enttäuscht. Lieder wie „Ich hätt‘ getanzt heut’ Nacht“, „Es grünt so grün“ und “Ich bin gewöhnt an ihr Gesicht” wurden voller Inbrunst auf der Bühne gesungen und begleiteten mich noch nachts in meinen Träumen.
Das Bühnenbild von Frank Philipp Schlößmann war zwar ein wenig spartanisch, doch passte es sehr gut zum Musical, da man sich so besser auf die Handlung und die wundervollen Protagonisten konzentrieren konnte. Zwei Vorhänge in Gold und Blau-Gold ermöglichten einen Szenenwechsel auf der Bühne, bei dem uns Grammophone in verschiedener Größe präsentiert wurden. Der Einsatz der vielen Grammophone als Requisiten war hervorragend gewählt, denn schließlich stand hier die Arbeit eines Phonetikers im Vordergrund.
Auch die Kostüme von Mechthild Seipel waren sehr gut ausgewählt, denn sie machten den Gegensatz zwischen der Oberschicht mit ihren Roben und ihren großen Hütten und der
Arbeiterschicht, in der Latzhosen und Schiebermützen getragen wurden, in der Zeit um 1920 deutlich.
Aber das Musical lebte vor allem von seinem exzellenten Cast, der uns alle im Saal verzauberte.
Professor Henry Higgins wird von dem fabelhaften Max Hopp gespielt, der perfekt den sprachbesessenen Professor verkörpert. Für Higgins existieren keine Gefühle, nur die Sprache zählt. So quält er die arme Eliza und vergisst es, sie für ihre sprachlichen Erfolge zu loben. Da sich die Inszenierung an Shaws Vorlage orientiert, beschimpft Higgins manchmal Eliza mit sehr derben Ausdrücken (z.B. „Gassenschlampe“), was im Gegensatz zu seinem Bestreben, ein sprachlich hoch angesehener Mann zu sein, steht.
Higgins ist ein überzeugter Junggeselle, der noch nie eine Frau in sein Herz gelassen hat. So ist seine Frage „Warum kann eine Frau nicht so sein wie ein Mann?” -als Lied vorgetragen – symbolisch für seine Einstellung zu Frauen. Er ist ein Rationalist, der nur seine Liebe zur Sprache zum Ausdruck bringen kann. Doch am Ende stellt auch Higgins selbst fest, dass er doch nicht der gefühlskalte Mann bleiben will, für den immer die anderen gehalten haben.
Katharine Mehrling, die Eliza Doolittle-Darstellerin, hat mich von der ersten Minuten an begeistert. Zuerst sieht der Zuschauer in ihr nur ein Blumenmädchen in Latzhose und Karohemd, das derb spricht und berlinert und keine Manieren zu haben scheint, doch dann erkennt man ihr hartes Leben: Als Tochter eines Alkoholikers muss sie diesen immer finanziell unterstützen. Ihre vulgäre Sprache steht im Gegensatz zu ihrem großen Herz. Sie ist eine freche, aber ehrliche Frau.
Eliza will ihr Leben verbessern und aus sich etwas machen, so will sie für den Unterricht sogar selbst bezahlen, arbeitet sehr hart daran, sich sprachlich besser auszudrücken und lässt die Qualen, die der Sprachunterricht mit sich bringt, über sich ergehen. Auch die sprachlichen Rückschritte während des Pferderennens können sie nicht entmutigen.
Mehrling geht in ihrer Rolle auf und man nimmt ihr die Entwicklung zu einer starken Frau, die sich nun auch artikulieren kann, ab. Auch gesanglich hat sie mich sehr überzeugt.
Oberst Pickering (Christoph Späth) ist der Weiche von den beiden Herren und redet Eliza und dem Professor immer gut zu. Auf ihn kann sich Eliza verlassen, denn er sieht in Eliza nicht nur eine Marionette.
Zu weiteren Darstellern, die das Publikum begeistern konnten, gehörte Jens Larsen, der Darsteller von Elizas Vater, Alfred P. Doolittle. Elizas Vater ist ein Alkoholiker, der sich nichts aus dem Wohl seiner Tochter macht und diese sogar „verkauft“. Er lässt sich von Eliza aushalten und als es ihm finanziell gut geht, hilft er ihr nicht. Obwohl Larsen eine unsympathische Figur spielt, bekommt er neben den Hauptdarstellern den größten Applaus von den Zuschauern, was an seiner gesanglichen und schauspielerischen Leistung lag.
Mrs. Pearce (Christiane Oertel), Higgins‘ Hausdame, ist das gute Herz des Hauses. Trotz ihres strengen Auftretens steht sie der armen Eliza bei. Zu den weiteren Lieblingsfiguren im Musical gehört Mrs. Higgins (Susanne Häusler), die ein angespanntes Verhältnis zu ihrem Sohn hat und sein dominantes Verhalten nicht nachvollziehen kann. Trotz ihrer anfänglicher Skepsis gegenüber Eliza, kann sich Eliza am Ende voll und ganz auf sie verlassen.
Aber auch die die Leistung von Freddy Eynsford-Hill  (Adrian Strooper), eher einer „Randfigur“ bei „My fair lady“, wird am Ende honoriert. Strooper kann nicht nur besonders gut singen, sondern spielt auch sehr überzeugend den verliebten Dandy.
In dem Musical prahlen zwei Gesellschaften aufeinander, die durch ihre Sprache und ihre Kleidung rigide voneinander abgegrenzt werden. So steht nicht die Liebesgeschichte im Vordergrund, sondern die Kritik an der Herrschaft der Oberschicht, die sich für etwas Besseres hält. Will man in die Oberschicht aufsteigen, so muss man sich verbiegen und seinen Hintergrund verleugnen.
Auch das Wort „fair“ kann auf zwei verschiedene Weisen übersetzt werden. Zum einen bedeutet das Wort „schön“, zum Anderen steht „my fair lady“ auch für „meine Marktfrau“. Doch Eliza bemerkt richtig: Der Unterschied zwischen einem Blumenmädchen und einer Lady liegt nicht in dem Verhalten der beiden Frauen, sondern in dem Benehmen der anderen ihnen gegenüber.
Mein Fazit: Ich war von dem Musical mehr als begeistert, da hier alles zusammenpasst. Die Musik, die Handlung und die Darsteller ergeben ein grandioses Gesamtkunstwerk. Selbst die drei Stunden (mit Pause) wirkten nie zu lange, ein sehr gutes Zeichen! Das ganze Musical über hat das Publikum gelacht und euphorisch applaudiert, was an der Schärfe der Dialoge und an den vielen komischen Szenen im Musical lag.
„My fair lady“ ist ein Klassiker par excellence und muss von jedem Musicalliebhaber besucht werden. An folgenden Tagen könnt Ihr, nein müsst Ihr, dies machen: 13. und 15. Januar 2017, 18. und 28. Februar 2017, 11. und 19. März 2017, 1. und 15. April 2017
Kontakt: Komische Oper Berlin
Behrenstraße 55-57
10117 Berlin
030 47997400
Weitere Informationen:
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Text © E. Günther
Fotos © Iko Freese | drama-berlin.de

 

 

Zimt & Zauber – „Die Schneekönigin…und die Suche nach dem kleinen Glück“

An Weihnachten sollte man die Zeit im Kreise seiner Lieben verbringen und den Kleinen zeigen, dass Weihnachten kein reines Konsumfest ist. Dafür ist der Besuch des Familienmusicals „Die Schneekönigin…und die Suche nach dem kleinen Glück“ nahezu prädestiniert.
Hat der Wintergarten noch im letzten Jahr die Show „Aladin und die Wunderlampe“ aufgeführt, so steht in dieser Wintersaison die Schneekönigin auf dem Programm, bei den kalten Temperaturen draußen genau richtig.
 
Am Sonntag, den 20. November 2016, schaute ich mir mit einer Freundin das gemeinsame Programm des Wintergarten mit dem CABUWAZI-Springling Kinderzirkus und den 27. Berliner Märchentagen – im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Zimt & Zauber“ – an.
Schon das Foyer war weihnachtlich geschmückt und bot alle möglichen Leckereien an. Auch die Speisekarte im Saal war auf die Wünsche der kleinen Gäste abgestimmt: So konnte man das Nudelgericht „Pippi Langstrumpf“ oder die Bouletten „ Anna und Elsa“ bestellen. Wir, zwei Naschkatzen, orderten „Biene Maja“ (Eierkuchen mit Waldbeerenfüllung).
 
Und dann ging es schon los: Das Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen handelt von einer abenteuerlichen Reise, in der Anna ihren Freund Kai aus dem Eisschloss der Schneekönigin befreien muss. Über ein Jahr lang sucht Anna ihren Freund und überwindet dabei viele Hindernisse, um zum Eisschloss am kalten Nordpol zu gelangen. Auf der Reise durch die Welt lernt Anna viele verschiedenen Märchenwesen kennen, z.B. die kleine Schneedame Olivia, die Anna auf ihrer Reise begleitet.
 
Das Familienmusical nach der Regie von Fabian Gröger begeistert das große und das kleine Herz, denn es geht um wichtige Werte wie die wahre Freundschaft, Loyalität und Mut. Zur Musik von Bijan Azadian fiebern wir mit Anna und drücken ihr bei der Erfüllung schwieriger Aufgaben die Daumen. Die sechsköpfige Live-Band im Hintergrund, Polkageist, tut ihr Übriges, damit wir gute Laune bekommen.
 
Doch die Show lebt vor allem von ihren bezaubernden Darstellern und Artisten: Die sehr jungen Artisten vom Kinderzirkus CABUWAZI-Springling verdrehen mit ihren vielen Kunststücken dem Zuschauer den Kopf, und das in diesem Alter. Samuel Türksoy (Kai), Elvin Karakurt (Anna) und Jasmin Eberl (Schneedame) spielen wie „alte“ Hasen im Showgeschäft und überzeugen auch mit ihrer Authentizität. Doch am meisten begeistert waren wir von der wunderschönen Schneekönigin, die von Nina De Lianin hervorragend gespielt wurde.
Mein Fazit: Die Wintershow zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Am besten die Show mit der gesamten Familie besuchen! „Die Schneekönigin“ läuft noch bis zum 22. Januar 2017.
Die Spielzeiten sind: So 11 und 14 Uhr; Do 15 Uhr (Ausnahmen: 27., 29.&30.12. – 13&16 Uhr).
 
Preise:
Kinder bis 14 Jahre: ab 12,00 Euro
Erwachsene: ab 17,00 Euro
Familienticket: 4 Personen ab 48,00 Euro
 
Weitere Informationen:
 
 
Kontakt: Wintergarten Berlin
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
 
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© E. Günther
 

Die Schöne und das Biest – meine Lieblingsdisneygeschichte endlich als Musical

Auf kein anderes Musical habe ich mich bisher so gefreut, wie auf das Musical „Die Schöne und das Biest“, denn diese Liebesgeschichte zählt noch immer zu meinen liebsten Disneygeschichten. „Die Schöne und das Biest“ ist der erste Zeichentrick, der in der Kategorie „Bester Film“ für den Oscar nominiert wurde. Zudem wurde die Zeichentrickproduktion mit fünf Grammys und zwei Academy Awards ausgezeichnet. Aus diesem Grund hatte ich natürlich auch sehr große Erwartungen an das Musical.
Am Freitag, den 9. Dezember 2016, war es endlich soweit und ich tauchte mit meinem Mann in die wunderschöne Disneywelt ein. Sofort fiel mir auf, dass in dem Publikum alle Generationen vertreten waren: Kleine Kinder mit ihren Eltern, Studenten und sehr viele ältere Damen und Herren warteten gespannt darauf, dass der rote Vorhang aufging. Dies bestätigte einmal mehr die Aussage, dass man für eine Disneygeschichte nie zu alt ist.
Zwar kann ich mir nicht vorstellen, dass es einen Menschen gibt, der diese hinreißende Geschichte nicht kennt, trotzdem werde ich zur Sicherheit diese an dieser Stelle kurz wiedergeben:
Weil der oberflächliche und egoistische Prinz Adam in einer kalten Winternacht einer alten Bettlerin keine Zuflucht in seinem großen Schloss gewährt, wird er von der Bettlerin, die in Wahrheit eine wunderschöne Zauberin ist, in ein hässliches Biest verwandelt. Erst wenn er lernt, wahrhaftig zu lieben und diese Liebe erwidert wird, wird der Fluch aufgehoben. Dies muss geschehen, bevor das letzte Blütenblatt einer verzauberten Rose fällt. Doch nicht nur Prinz Adam wird von der Zauberin verhext, seine gesamte Dienerschaft wird verflucht und fristet von nun an das Dasein von Haushaltsgegenständen. Eines Tages kommt die wunderschöne Belle, die auf der Suche nach ihrem geliebten Vater ist, in das Schloss….
Die 100 Beteiligten, darunter 21 Musiker und 41 Darsteller schaffen eine magische Welt auf der Bühne. Jede Szene aus dem berühmten Disneyfilm wird übernommen und mit viel Liebe auf der Bühne dargestellt. Dem Regisseur György Böh gelingt die Umsetzung dieser zauberhaften Welt perfekt. Die mit viel Liebe zum Detail erschaffenen Bühnenbilder von István Rósza zeigen die facettenreiche und farbenfrohe Welt des Films: Der Markt, der Wald und das Schloss – alles wird mit großem Aufwand rekonstruiert. Selbst die übergroße Bibliothek findet ihren Platz im Musical, indem sie von oben heruntergefahren wird.
Auch die Kostüme von Erzsébet Túri sind sehr detailgetreu. Belles gelbe Robe, in der sie mit dem Biest tanzt, raubt jeder Frau im Saal den Atem.
Zum Glück wird auch nichts an der gefühlvollen Musik von Alan Menken und den liebevollen Lyrics von Howard Ashman und Tim Rice geändert, wir hören jedes unserer Lieblingsstücke und werden verzaubert. Bei dem Lied „Sei hier Gast“ schunkelte jeder im Saal mit, bei dem wunderschönen Lied „Märchen schreibt die Zeit“ musste ich sehr oft meine Tränen wegwischen.
Auch der Cast ist sehr gut zusammengesucht worden. Die Darstellerin der Belle (Veronika Fekete-Kovács) verkörpert auf wunderbare Weise die Heldin meiner Jugend, mit der ich mich bis heute sehr gut identifizieren kann: Belle ist eine belesene junge Frau, die sich nicht für Äußerlichkeiten interessiert und deswegen den Avancen des arroganten Gaston nicht nachgibt. Ihre Liebe zum Vater bestimmt ihr Denken und Fühlen. Dies alles führt dazu, dass sie in ihrem Dorf von den anderen Mitbewohnern nicht verstanden wird. Schließlich führen ihr Mut und ihre Liebe zum Vater dazu, dass sie an einem unerwarteten Ort all das findet, wonach sie so lange gesucht hat.
Das Biest wird von dem Darsteller Norman Szentmártoni gespielt. Zuerst mürrisch, verzweifelt und unnahbar öffnet die hässliche Kreatur ihr Herz für die wunderschöne Belle und wird geduldig und liebevoll. Zum ersten Mal in seinem Leben stellt das Biest das Glück eines anderen Lebewesens über das Seinige.
Zuerst war ich bei der Figur des Gaston (Attila Németh) etwas skeptisch, da er keine schwarzen Haare wie im Film hat und keinen Zopf trägt, doch wurden meine Zweifel im Laufe des Musicals beseitigt. Genau wie den anderen zwei Hauptfiguren gelingt ihm die Umsetzung seiner Rolle, der Rolle des eingebildeten und nicht sonderlich intelligenten Mannes, fantastisch, was man auch am Schlussapplaus erkennen konnte.
Aber auch die anderen Darsteller sind fabelhaft und überzeugen mit der Darstellung unserer geliebten Disneyfiguren und mit ihrer Stimme: Der sprechende Kronleuchter Lumière (Ádám Bálint) mit seiner optimistischen Art und seiner Vorliebe für schöne Frauen bzw. Staubwedel begeistert alle im Publikum. Die sturre Stehuhr Herr Von Unruh (Tamás Földes) amüsiert den kleinen und großen Zuschauer. Aber auch die liebevolle Teekanne Madame Pottine (Lilla Polyák) mit ihrem Sohn und Belles Vater Maurice (Gergő Aczél), im wahrsten Sinne der verrückte Professor, erwärmen das Herz jedes Einzelnen im Saal.
Alle Darsteller spielen ihren Part perfekt und wickeln den Zuschauer mit ihrer Schauspielerei, ihren tänzerischen Einlagen und vor allem mit ihren Stimmen um den Finger.
Mein Fazit: Wir waren von den farbenprächtigen Bildern im Musical verzaubert. Jeder im Publikum hat sowohl gelacht als auch mit den Tränen der Rührung gekämpft. In der Musicalversion werden auch Werte wie Liebe auf verschiedenen Ebenen (Mann-Frau, Vater-Tochter, Mutter-Sohn) und Loyalität vermittelt. Diese magische Bühnenversion des beliebten Disneyfilms kann einen nicht kalt lassen und bringt einen zum Träumen. Dem „opulenten Märchenzauber, der die Liebe triumphieren lässt.“ (FAZ) kann man sich einfach nicht ohne Weiteres entziehen.
Wer diesen märchenhaften Charakter des Musicals selbst erleben möchte, der sollte sich beeilen, denn das Musical läuft noch bis zum 17. Dezember 2016 im Admiralspalast. Danach zieht das Musical weiter:
Zürich: Theater 11, 21.-31.12.2016
Wien: Stadthalle F, 04.-15.01.2017
Baden-Baden Festspielhaus, 19.-22.01.2017.
Kontakt: Admiralspalast
Friedrichstraße 101
10117 Berlin
030 22507000
Weitere Informationen:
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© E. Günther

„Sister Act“ im Theater des Westens

Wer kennt nicht den Film „Sister Act“ aus dem Jahr 1992, in dem uns Whoopi Goldberg alle zum Lachen und zum Mitgrooven brachte? Im Jahr 2006 folgte dann auch die langersehnte Uraufführung des Musicals in Kalifornien, bei dem Goldberg bis heute als Co-Produzentin fungiert. Und endlich kamen die Nonnen im Oktober 2016 auch nach Berlin.

Am Freitag, den 21. Oktober 2016, besuchten mein Mann und ich – wie jedes Musical im Theater des Westens – das Musical und im Folgenden erfahrt Ihr meine Meinung darüber.
 
Zwar dürfte jeder die Handlung kennen, doch sei sie zur Sicherheit hier noch einmal wiedergegeben:
Das Musical SISTER ACT handelt von der talentierten und ehrgeizigen Nachtclubsängerin Deloris van Cartier, die zufällig Zeugin eines Mordes – von ihrem Geliebten begangen – wird. Aus diesem Grund muss sie von dem Polizisten Eddie in einem Kloster versteckt werden.
Nach vielen Schwierigkeiten, sich an das Leben im Kloster zu gewöhnen, wird sie Leiterin des talentlosen Nonnenchores und begeistert sich für diese neue Aufgabe und die anderen Schwestern. Durch ihr Talent angezogen kommen auch immer mehr junge Menschen wieder zum Gottesdienst. Doch ihre wahre Identität droht aufzufliegen, da der Mörder und seine Handlanger ihr auf der Spur bleiben.
 
Neben der Änderung, dass der Polizist Eddie nun in Dolores verliebt ist, wird die Geschichte, die im Film 1991 in Reno spielt, ins Philadelphia des Jahres 1978 versetzt. Doch diese Disco-Ära gibt dem Ganzen noch mehr Pepp und Dynamik und zieht sehr viele lustige Momente nach sich, wenn z.B. in John Travolta-Manier getanzt wird. Und das Musical besticht durch sehr viele lustige Momente, noch nie habe ich in einem Musical so viel gelacht, übrigens wie das gesamte Publikum an dem Abend.
Es gibt sehr viele aktuelle Bezüge, die den Zuschauer zum Lachen bringen, z.B. der Hinweis auf die Köche Lichter und Lafer und die Tatsache, dass die Russen alle Immobilien (darunter auch das Kloster) aufkaufen würden.
 
Der Musical-Cast ist hervorragend ausgesucht: Aisata Blackman spielt sehr authentisch die Figur der ehrgeizigen und vulgären Deloris von Cartier, die durch ihre Affäre mit einem verheirateten Mann Gesangskarriere machen möchte und die Avancen des ehrenvollen Polizisten Eddie ignoriert. Im Kloster muss sie als Mary Clarence den neuen Erwartungen an sie entsprechen und muss sich keusch und bescheiden verhalten, was ihr nicht immer gelingt. Doch sie reift an der neuen Aufgabe und an ihren neu geschlossenen Freundschaften. Blackman überzeugt hier nicht nur als Schauspielerin, sondern auch durch ihre voluminöse Stimme.
 
Die Mutter Oberin wird im Musical von einer sehr bekannten Musicaldarstellerin verkörpert, von Daniela Ziegler. Sie repräsentiert auf überzeugende Weise alles, was Dolores auf den ersten Blick fehlt: Anstand und Ehre. Doch ihre Strenge dient nur dazu da, die Schwestern vor Gefahren der Außenwelt zu schützen und Gott zu dienen. Am Ende wird ihre Güte besonders deutlich.
 
In dem Film habe ich drei Lieblingsfiguren: die pummelige Mary Patrick, die schüchterne Mary Robert und die zynische Mary Lazarus.
Im Musical werden diese drei Rollen perfekt besetzt:
Die quirlige und dynamische Mary Patrick wird von der Darstellerin Maren Somberg gespielt, die es schafft, die unbändige Lebensfreude auch auf den Zuschauer zu übertragen.
Abla Alaoui verleiht der Figur der Mary Robert einen unglaublichen Charme. Ihre Entwicklung von dem schüchternen Mädchen zur selbstbewussten Frau, die sich auch gesanglich widerspiegelt, hat mich schon im Film begeistert. Alaouis Lied über genau diese Veränderung ist für mich gesanglich die größte Leistung im Musical und hat mir die eine oder andere Träne entlockt.
Mary Lazarus (Regina Venus) bringt uns auch im Musical durch ihre zahlreichen Gags zum Lachen. Die berühmte Rap-Einlage am Ende darf natürlich auch hier nicht fehlen.
 
Weiterhin sorgten auch folgende Figuren für Begeisterung beim Publikum, das am Ende die Darstellung des Castes im Stehen applaudierend honorierte:
° das geistliche Oberhaupt (Franz-Jürgen Zigelski), das durch seine liebenswerte Art die Herzen der Zuschauer gewinnt
° der Cop Eddie (Gino Emnes), der im Laufe der Geschichte seine Angst ablegt, in Marvin Gray-Manier auf der Bühne tanzt und sogar zur Waffe greifen kann
° und die Antagonisten in der Geschichte, Curtis (Mischa Mang), Joey und Pablo (Benjamin Eberling und Alessandro Francesco Pierotti).
 
Zur Musik sei Folgendes zu sagen: Entsprechend dem Handlungsverlauf wird sie in der zweiten Hälfte deutlich besser. In der ersten Hälfte bekommt das Publikum nur etwas von Blackmans Stimmvolumen mit, die anderen bleiben erst einmal stimmlich schwach, was der Geschichte des Films entspricht. Erst als Dolores am Ende des ersten Aktes die Leitung des Chores übernimmt, offenbaren auch die anderen Nonnen ihr gesangliches Talent, allen voran Abla Alaoui. Man darf aber von der Musik dieses Musicals keine Gänsehautmomente erwarten, denn hier zielt die Musik darauf ab, das Publikum zu unterhalten und Lebensfreude zu vermitteln.
 
Weiterer Pluspunkt im Musical stellen die Kostüme dar, die sehr schnell (auch auf der Bühne) gewechselt werden und die Entwicklung der Nonnen aufzeigen. Tragen die Schwestern am Anfang noch unscheinbare Ordenstrachten, so glitzern ihre Gewänder am Ende mit der Kirchenfassade um die Wette.
 
Mein Fazit: In dem Musical werden wichtige Werte wie Loyalität, Freundschaft und Liebe zu sich selbst und zu den Mitmenschen vermittelt und es wird gezeigt, dass der Glaube an Gott nicht einengend ausgelebt werden muss.
Das Musical ist für folgende Menschen konzipiert: für die Liebhaber des Films, für die Fans der siebziger Jahre und des Saturday Night-Feelings, für Menschen, die sehr gerne lachen und optimistisch denken. Wenn das auf dich zutrifft, dann hast du bis zum 26. Februar 2017 die Gelegenheit, das Musical im Theater des Westens zu sehen.
 
Weitere Informationen:
 
 
Adresse: Stage Theater des Westens
Kantstraße 12
10623 Berlin
 
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© E. Günther