Analogs „Finale“ im Chamäleon Theater Berlin – mein Kulturhighlight in dem ersten Drittel des Jahres 2018

Seit ich im Jahr 2015 die australische Akrobatikshow „Wunderkammer“ im Chamäleon Theater gesehen hatte, bin ich ein sehr großer Fan des Chamäleon Theaters und der dort stattfindenden internationalen Produktionen geworden, die alle auf ihre Art und Weise einzigartig sind und sich in ihrer Charakteristik voneinander komplett unterscheiden und so immer wieder aufs Neue meine Liebe zum Neuen Zirkus entfachen.

Am Samstag, den 24. März 2018, besuchten wir das neue Showfeuerwerk des Chamäleon Theaters: die Produktion „Finale“ der Berliner Artistentruppe Analog, die von Florian Zumkehr im Jahr 2013 gegründet wurde. Unterstützt wurde dieses Programm von Cirk La Putyka aus Tschechen, dessen Show „Roots“ ich im Jahr 2016 im Chamäleon Theater bewundern durfte.

Das „Finale“ fand auf einer mit Pappkartons und Büchern vollgestellten Bühne, auf der uns acht leidenschaftliche Künstler auf eine ausgelassene Feier mitgenommen haben. Die Stimmung der Show erinnerte mich an eine Abschlussfeier von acht jungen Menschen, die zugleich gute Freunde sind und zusammen noch einmal die Party ihres Lebens feiern möchten, gemeinsam mit dem Publikum. Und wie es sich für eine gute Abschlussfeier gehört, wurde zusammen viel gelacht, getrunken und fröhlich gefeiert. Aber es gab auch ruhige und melancholische Momente, in denen jeder träumen konnte.

Der Gastgeber dieser lebensfrohen Feier war Florian Zumkehr, der vielen Kulturinteressierten bereits aus anderen Shows bekannt sein dürfte. Auch in dieser Show überzeugte uns der kreative Kopf des Programms mit seiner Handstandperformance auf einem großen Bücherstapel und seinem Gitarrenspiel.

Wie auf jeder Party gab es auch hier eine interessante Persönlichkeit, die das Ziel hatte, seine Mitmenschen zum Lachen zu bringen. Und dies gelang Richie Maguire, einem großen Jean Claude van Damme-Fan, das ganze Programm lang. Allerdings kann Maguire viel mehr, als das Publikum mit seinem komödiantischen Talent zu unterhalten. Auch akrobatisch hat der Künstler viel drauf, was er mit seinem Spagat zwischen den höchsten Regalen – ganz im Stile seines Idols Jean Claude van Damme – unter Beweis stellte.

Die zauberhafte Manda Rydman zeigte uns am Luftring und am Vertikalseil, wie man Anmut mit Kraftleistung kombinieren kann. Einige Male hielten die Zuschauer den Atem an.
Der charmante Ole Lehmkuhl sorgte mit seiner Cyr Wheel-Nummer dafür, dass ich mich vollkommen entspannen und verträumt seinem Programm folgen konnte.
Carlos Zaspel, dessen Fröhlichkeit in der Show auch auf die Zuschauer überging, begeisterte uns mit seinen Salti am Chinese Pole, um einen beweglichen Spinning Pole erweitert. Es war faszinierend zu sehen, wie ein Artist ein körperlich anspruchsvolles Programm so leicht aussehen lassen konnte.

Beim Thema „Jonglage“ bin ich in letzter Zeit skeptisch geworden, schließlich dachte ich bis jetzt, hier nicht mehr überrascht werden zu können. Doch zum Glück wurde ich von dem temperamentvollen Bertan Canbeldek eines Besseren belehrt. Nach einem modernen Tanz in der ersten Showhälfte zeigte uns der Künstler in der zweiten Hälfte der Show, wie man Jonglage modern und spritzig interpretieren kann: Die Bälle während der Jonglage hinterließen Leuchtspuren zu bebenden Schlagzeug-Drums, ein beeindruckender audio-visueller Effekt.

Die Schlagzeugbeats kamen vom Drummer Lukas Thielecke, der gemeinsam mit der Sängerin Ena Wild, mit der er zusammen den größten Teil der Lieder komponiert hatte, für die musikalische Unterhaltung des Abends sorgte. Die urbane Undergroundmusik passte nicht nur perfekt zu der modernen und unbändigen Show „Finale“, sie hat uns auch die ganze Zeit mitgerissen. Das lag nicht nur an der wundervollen, vielleicht auch der besten Musik im Chamäleon Theater, sondern auch an den heißblütigen Persönlichkeiten der beiden Musiker Ena Wild und Lukas Thielecke, die das Publikum in ihren Bann zogen.

Mein Fazit: Das Chamäleon Theater präsentiert mit Analogs „Finale“ eine energiegeladene, lustige und originelle Show, die das Publikum jede Minute gefesselt hat. Am Ende war ich sehr traurig, dass diese lebenslustige Feier schon zu Ende war.
Mit „Finale“ gelingt Zumkehr eine perfekte Symbiose aus den drei gleichwertigen Showelementen Akrobatik, Tanz und Musik, die Ihr noch bis zum 19. August 2018 im Chamäleon Theater erleben könnt.

Weitere Informationen zur Show:
https://chamaeleonberlin.com/de/shows/finale
https://www.facebook.com/chamaeleontheater/
https://www.facebook.com/analogthecompany/

#Chamäleon #Berlin #ChamäleonTheater #Finale #Analog #FlorianZumkehr #Handstand #CirkLaPutyka #RichieMaguire #MandaRydman #Luftring #Vertikalseil #BertanCanbeldek #Jonglage #LukasThielecke #Schlagzeug #EnaWild #OleLehmkuhl #CyrWheel #CarlosZaspel #ChinesePole #Artistik #Akrobatik #NeuerZirkus #JeanClaudevanDamme #HackescheHöfe #NewCircus

© E. Günther

 

 

 

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Gewinnspiel: Der Blaue Montag – die Comedyshow in den Wühlmäusen

Am Montag, den 3. Oktober 2016, besuchte ich mit einer langjährigen Freundin die Comedyshow „Der Blaue Montag“ in den Wühlmäusen am Theodor-Heuss-Platz.
Den ausführlichen Bericht zu diesem Abend findet Ihr noch einmal hier:
https://meineventtipp.wordpress.com/2016/10/08/der-blaue-montag-die-comedyshow-in-den-wuehlmaeusen/

„Die Wühlmäuse“ ist ein 1960 von Dieter Hallervorden und einigen Schauspielkollegen, wie z.B. von Wilfried Herbst, gegründetes Kabarett-Theater, das alle zwei Monate an einem Montag die Show „Der Blaue Montag“ veranstaltet, in der Comedians, Kabarettisten, Literaten, Sänger, Satiriker und Akrobaten auftreten.

Am 186. Blauen Montag war Arnulf Rating wieder der Gastgeber der Show. Mit seinen Witzen über „Wessis“ und „Ossis“, die dementen Wähler und Burkaträgerinnen in Mecklenburg-Vorpommern und seinem zynischen Humor begeisterte er das Publikum am Tag der Deutschen Einheit und sprach uns allen aus der Seele.

Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann fasse ich noch einmal alles Wichtige zusammen:

Was? 1×2 Eintrittskarten für den „Blauen Montag“ in den Wühlmäusen
Wann? Montag, den 9. April 2018, um 20 Uhr
Wo? Die Wühlmäuse, Pommernallee 2-4, 14052 Berlin
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken und unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen!

Das Gewinnspiel endet am Sonntag, den 25. März 2018, um 17 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Viel Glück!

Übrigens diesmal mit dabei sind folgende Comedians und Artisten: Axel Pätz, Gabor Vosteen, den Funky Monkeys, Michael Bittner, Nadja Havranek, dem Motte Chor, Sebastian Nitsch, Otto Kuhnle, Les Belles du Swing.

Weitere Informationen:
http://www.der-blaue-montag.de/
https://www.facebook.com/Wuehlmaeuse/?fref=ts

#DieWühlmäuse #DerBlaueMontag #Comedy #Kabarett #Akrobatik #Artistik #Satire #ArnulfRating #AxelPätz #GaborVosteen #FunkyMonkeys #MichaelBittner #NadjaHavranek #MotteChor #SebastianNitsch #OttoKuhnle #LesBellesduSwing

© E. Günther

TAKE IT EASY! HITS & ACROBATICS – die neue Show im Wintergarten Berlin

Kennt Ihr auch dieses Gefühl, dass Ihr nur noch arbeitet und Euch in einer Art Hamsterrad befindet?! Wir leben in einer Zeit, in der wir die Probleme der Arbeit mit nach Hause nehmen und haben uns die Fesseln der ständigen Erreichbarkeit selbst angelegt.
Die neue Show des Wintergarten Berlin, TAKE IT EASY! HITS & ACROBATICS, verspricht, für zwei Stunden diese Fesseln zu lösen. „Take it easy“, bei diesem Konzept wollten auch wir am Samstag, den 3. März 2018, dabei sein.

Und obwohl wir eine Stunde vor Showbeginn in dem gefüllten Saal Platz nahmen, erlebten wir von erster Minute an den Leitfaden der neuen Show. Während auf der Bühne einer der vier Showsänger ganz ruhig Prince‘ „Puple Rain“ und Britney Spears „Hit me one more time“ sang, vergas ich immer mehr die alltäglichen Probleme, die einen in der Woche quälen. Wir waren also bereit für die Hauptshow.

Für mich stand jedoch die Show noch unter einem weiteren, persönlichen, Motto: „Wiedersehen mit alten Bekannten“, denn die vier Sänger der Show kannte ich bereits von anderen Shows. Der Sänger Tim Wilhelm war mir nicht nur als Frontmann der Band Münchner Freiheit bekannt, sondern hat mich schon als ein temperamentvoller Sänger mit kraftvoller Stimme in der Wintergarten-Show „Atemlos“ begeistert. Die zauberhafte Henriette Schreiner verzauberte mich bereits in dem Musical „The Addams Family“ in ihrer Rolle der Wednesday Addams. Die Gesangs- und Entertainmenttalente der quirligen Vanessa S. und des energiegeladenen Sängers Crsto lernte ich bereits in der Wintergarten-Show „Relax“ zu schätzen.

Ich versprach mir also einen gesanglichen Abend der Extraklasse und wurde wieder nicht enttäuscht. Über zwei Stunden lang präsentierten die vier Sänger, unter der Begleitung der Live-Band (Erez Frank, Gidon Carmel, Oded Kaydar und Timothy Hook), Lieder der Musikrichtungen Folk, Country, Rock und Pop und sangen die zeitlosen Evergreens von Johnny Cash, Dolly Parton, James Blunt, den Rolling Stones, Joe Cocker, Nirvana und Ed Sheeran.
Mal standen die Sänger alleine auf der Bühne und gaben eine Art Konzert, bei dem wir uns zurücklehnten und die Ruhe genossen oder begeistert mitgingen, mal begleiteten die vier gesanglich die Programmpunkte der Artisten.

Ja, die Artisten – die Artisten des Wintergarten Berlin schafften auch diesmal ihr Publikum in ihren Bann zu ziehen und hingerissen von der kraftvollen Schönheit der Akrobaten zurückzulassen.
Mein absolutes Showhighlight waren für mich Dasha und Vadym. Im ersten Teil der Show zeigten sie eine kraftvolle Bodenakrobatik bzw. eher einen kraftvollen Bodenakrobatiktanz, bei dem sie durch anspruchsvolle (Tanz-) Bewegungen, leichtfüßig vorgetragen, bestachen. Im zweiten Teil glänzten sie in ihrem hinreißenden Aerial Silk-Showprogramm zum Lied „You’re beautiful“ von James Blunt. Ein Programmpunkt, der mich zum Weinen brachte, weil er so unglaublich schön war.

Der zweite Höhepunkt waren für mich die durchtrainierten White Gothic, die zu dem Antikriegssong „Brothers in Arm“ von Dire Straits eine dynamische Hand-auf-Hand-Akrobatik demonstrierten, die den Zuschauern den Atem raubte.

Alle Akrobaten der Show „Take it easy“ bewiesen ihr vielseitiges Talent und boten ein akrobatisches Spektakel auf der Bühne: Der Luftakroabat Chris Kiliano war in seiner schwarzen Lederjacke über nackter Haut eine Augenweide und stellte an den Strapaten sein ganzes Können dar.
Melanie Chy ist auch schon so eine Erscheinung, auf der Harley Davidson brachte sie allerdings mit ihrer Handstand-Equilibristik den Saal zum Brennen.

Timothy Trust und Diamond Diaz ließen das Publikum mit ihrer Zauberkunst (Gedankenlesen und das Durchstechen einer Box mit zahlreichen Säbeln, aus der aber Diaz unversehrt wieder herauskam) verblüfft zurück. Mit seiner Bauchredner-Nummer in der zweiten Hälfte bewies Trust wiederum, dass er auch ein großartiger Komödiant ist.
Und auch das Duo Niko Y Vito mit ihrer Springseil-Nummer, die Twin Spin mit ihrer Diabolo- und Jonglageperformance und die Karpovich Brothers auf dem Schleuderbrett agierten in ihren Programmpunkten höchst sehenswert.

Mein Fazit: Für die Show TAKE IT EASY! HITS & ACROBATICS im Wintergarten muss ich ein großes Lob aussprechen. Wir wurden zwei Stunden lang auf höchsten Niveau unterhalten. Die Sänger zeigten eine unglaubliche Bühnenpräsenz und sorgten dafür, dass wir in einigen Momenten unsere Seele baumeln lassen konnten oder in anderen Momenten uns mitgerissen auf unseren Stühlen bewegten. Die Akrobaten waren wieder eine Ausnahmeerscheinung und begeisterten uns über zwei Stunden lang.
„Take it easy“ ist für mich eine Show der guten Laune, bei der das Konzept, die Sehnsucht nach Freiheit und Entschleunigung, vollkommen aufgeht. Bis zum 10. Juni 2018 könnt Ihr Euch noch davon überzeugen.

Weitere Informationen zur Show:
http://www.wintergarten-berlin.de/show/showcafe_take-it-easy/
https://www.facebook.com/WintergartenBerlin/

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© E. Günther

 

 

 

 

Neues Jahr, neues Gewinnspiel, neues Glück

170530_Wintergarten_SayonaraTokyo_Plakat_DinA3_2-page-001Liebe Blogleser,
frohes neues Jahr! Für das Jahr 2018 wünsche ich Euch nur das Beste!
Und um Euch das neue Jahr zu versüßen, verlose ich zusammen mit dem Wintergarten Berlin 3×2 Karten für die Show Sayonara Tokyo – Geishas! Tamagotchis! Edelweiß! am Mittwoch, den 24. Januar 2018!
 
Zu seinem 25. Geburtstag präsentiert der Wintergarten Berlin seit dem 12. Juli 2017 eine außergewöhnliche Show, in der sich alles um das Thema „Japan“ dreht.
Und nun habt Ihr die Möglichkeit, die farbenfrohe Welt der neuen Show des Wintergarten, „Sayonara Tokyo“, nach der Regie von Stephan Prattes und unter der musikalischen Leitung von Jo Roloff, zu entdecken. Über zwei Stunden lang erlebt Ihr ein exotisches, spannendes und exzentrisches Japan mit Pokémon-Figuren, Fernsehshows und deren begeisterten Fans, übergroßen Trommeln, Drachen und Anime-Helden. Und wem das alles nicht verrückt genug erscheint, der wird bestimmt von dem japanischen Jodler, Takeo Ischi, umgehauen, der Euch Unterschiede zwischen dem österreichischen, schweizerischen und amerikanischen Jodeln näher bringen wird.
Natürlich durften auch in dieser schillernden Show des Wintergarten, die die Tradition und Moderne Japans verblüffend gut vereint, keine talentierten Artisten fehlen.
 
Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann fasse ich noch einmal alles Wichtige zusammen:
 
Was? 3×2 Karten für die Show Sayonara Tokyo – Geishas! Tamagotchis! Edelweiß!
Wann? Am Mittwoch, den 24. Januar 2018, um 20 Uhr!
Wo? Wintergarten Varieté, Potsdamer Straße 96, 10785 Berlin
Was muss ich dafür machen? Die Blogseite „Mein Event-Tipp“ und diesen Beitrag liken!
 
Das Gewinnspiel endet am Mittwoch, den 17. Januar 2018, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Viel Glück!
 
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© E. Günther

Ballet Revolución – die entfesselte Tanzkunst Kubas wieder auf Tournee

Nach vier umjubelten und ausverkauften Tourneen, bei denen ich diese grandiose Show schon einmal bewundern konnte, kommt Ballet Revolución mit einer neuen Show wieder nach Berlin.
Nach dieser Ankündigung habe ich förmlich gespürt, wie mein Puls gestiegen ist, wie mein Herz schneller geschlagen hat und meine Beine auf einmal ein tänzerisches Eigenleben entwickelt haben. Ich musste also dem Lockruf des Admiralspalastes, dem Austragungsort dieser energiegeladenen Tanzshow, erneut folgen und das tat ich auch am Mittwoch, den 27. Dezember 2017.
 
Bei „Ballet Revolución“ handelt es sich um KEINE Ballettshow. Sicherlich gibt es viele Ballettelemente, die die Tänzer anmutig zeigen, doch besteht die Tanzshow aus vielen anderen Tänzen: Salsa, Tango, Streetdance, Hip Hop, Contemporary, afrikanische Tanzelemente. Mal sind alle Tänzer auf der Bühne und bilden eine synchrones Bild. Mal sind es nur zwei Tanzpaare, die auf den Stühlen eine höchst erotische Stimmung entstehen lassen. Mal tanzen halbnackte und durchtrainierte Männer und lassen dabei die Herzen der Frauen höher schlagen. Jeder Tanz wird von einer unbeschreiblichen Lebensfreude der Tänzer begleitet, die den ganzen Saal ansteckt und das Publikum zum Mitgrooven auf den Stühlen bringt. Alle Tänzer, von denen jeder ein Augenschmaus ist, ergeben das Bild einer tänzerischen Perfektion, die Ihresgleichen sucht.
 
Meine tänzerischen Höhepunkte in dieser Show waren: die leidenschaftlichen Paartänze zum Lied „Roxanne“, bei denen die Frauen in einem roten Kleid verführerisch mit dem Mann tanzten; die sinnlichen Tänze zweier Tanzpaare auf den Stühlen. Diese Performance auf dem Stuhl ist neben der unbändigen Lebensfreude der Tänzer ein weiteres Markenzeichen der Tanzshow „Ballet Revolución“. Und wenn man es einmal live erlebt, weiß man auch, wieso: Die knisternde Erotik überträgt sich auch auf den Zuschauer und man fühlt sich in diesem Moment auch als Zuschauer begehrenswert.
Das weitere tänzerische Highlight war für mich der Tanz zu Ushers Lied „DJ Got Us Fallin‘ In Love“. Die Tänzer zeigten eine dynamische und heiße Tanznummer auf der Bühne. Am liebsten wäre ich an dieser Stelle auch auf die Bühne gesprungen und hätte mitgetanzt.
 
Wie jedes Mal waren auch in dieser Show die Lieder perfekt auf die Tänze abgestimmt. Gleich zu Beginn der Show zeigte ein Musiker der Ballet Revolución- Live-Band auf den Bongos sein ganzes Können, was von den Zuschauern mit einem frenetischen Applaus gewürdigt wurde.
Die beiden Sänger brillierten mit ihren souligen Stimmen und standen oft den berühmten Interpreten in nichts nach. Besonders haben mir die Interpretationen von Prince‘ „Purple Rain“ und James Browns „It’s a Man’s World“ gefallen.
 
Der auch den deutschen Zuschauern bekannte Kostümdesigner Jorge González schuf futuristische und farbenfrohe Kostüme, die das Konzept der Tanzshow unterstützen: Kubanische Lebensfreude trifft auf das neue Zeitalter, das sowohl im Tanz als auch in der Auswahl der Musik widergespiegelt wird.
 
Mein Fazit: „Ballet Revolución“ steht für erotische und hingebungsvolle Tänze, für die Vereinigung von vielen Tanzstilen, für eine anspruchsvolle Choreografie, für perfekte Akrobatik, für Rhythmus, für Sinnlichkeit, für eine gute Musik und für Lebensfreude. Am Ende gab es zurecht Standing Ovations und einen tosenden Applaus für die Tänzer, Sänger und Musiker, was mit einer zweifachen Zugabe beantwortet wurde.
Es war ein perfekter Abend und ich kann jedem diese heiße Tanzshow empfehlen. Bis zum 31. Dezember 2017 läuft „Ballet Revolución“ noch im Admiralspalast und zieht danach nach Essen weiter.
 
Weitere Informationen zur Show:
 
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Text © E. Günther

 

 

Zimt & Zauber – Die kleine Meerjungfrau, ein Musical für die ganze Familie

Wenn einen eine Show verzaubert, dann sollte man dieses Gefühl unbedingt noch einmal erleben und diesmal am besten mit der Familie. Nachdem ich im Jahr 2016 mit einer Freundin das Musical „Die Schneekönigin“ besucht hatte, entschied ich mich, dieses Jahr noch meine Nichte und ihre Mama mitzunehmen.
 
So nahmen wir zusammen am Sonntag, den 3. Dezember 2017, am diesjährigen Programm des Wintergarten mit dem CABUWAZI-Springling Kinderzirkus und den 28. Berliner Märchentagen – im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Zimt & Zauber“ – teil.
 
Beim Betreten staunten wir nicht schlecht, denn schon eine Stunde vor Showbeginn war das Foyer voll mit kleinen und großen Kindern, die dem Ruf des Wintergarten-Märchenzaubers folgten. Oder lag es vielleicht an dem weihnachtlichen Duft im Foyer? Das Foyer war wieder weihnachtlich geschmückt und bot alle möglichen Leckereien an: Muffins, Popcorn, Brezeln, Kuchen, Baggels.
Doch wir entschieden uns dazu, später im Zuschauersaal von der auf die Wünsche der kleinen Gäste abgestimmten Speisekarte zu probieren. Wie letztes Jahr wählte ich „Biene Maja“ (Eierkuchen mit Waldbeerenfüllung).
 
Um ca. 11 Uhr ging es los und wir tauchten gemeinsam in die magische Unterwasserwelt der kleinen Meerjungfrau ein. Wie letztes Jahr führte auch diesmal Fabian Gröger Regie und für die Idee und die Musik war wieder Bijan Azadian verantwortlich.
 
Zu der Handlung: Die kleine Meerjungfrau Annabelle, der ganze Stolz ihres Vaters, des Königs Triton, sehnt sich danach, ein Mensch zu sein. Dieser Wunsch wird dadurch verstärkt, dass sie sich in einen Prinzen, einen Menschen, verliebt. Und obwohl ihr Wegbegleiter Matti de NouNou sie beschützen soll und vor diesem Wunsch warnt, geht sie zu der Meerhexe Maren Malefikus, die ihr es ermöglicht, ein Mensch zu werden. Im Gegenzug bekommt sie dafür Annabelles Stimme.
Gelingt es der kleinen Meerjungfrau, den Prinzen auch ohne ihre Stimme von sich zu überzeugen? Kann ihr Vater den Zauberspruch brechen? All das erfährt der Zuschauer in der 1,5 Stunden dauernden Show.
 
Wie meine Blogleser bereits wissen, bin ich ein sehr großer Disneyfan und „Arielle, die Meerjungfrau“ gehört nach „Die Schöne und das Biest“ zu meinen Lieblingsdisneygeschichten. Aber da ich meine kleine Nichte diesmal dabei hatte, hatte ich Angst, die Geschichte könnte zu gruselig für sie sein. Doch die Veranstalter haben das Märchen im Wintergarten viel familien- bzw. kinderfreundlicher als Disney gemacht. Es war tatsächlich ein Spaß für die ganze Familie, ohne gruselige Momente. Stattdessen gab es in der farbenfrohen Show viele magische und lustige Momente, z.B. wenn der König Flaschenpost erhält oder Relvis der Live-Band Relvis und die Glips auf der Bühne die Hüfte schwingt.
 
Die Hauptdarsteller (Nicola Kripylo als die unschuldige Annabelle, Rafael Albert als der unbekümmerte Matti de NouNou, Heike Jonca als die rachesüchtige Meerhexe Maren Malefikus und Claudio Maniscalco als der liebende Vater und König Triton) verzauberten uns sowohl als Darsteller als auch Sänger.
 
Und wieder einmal schufen die 30 Nachwuchsartisten vom Kinderzirkus CABUWAZI-Springling mit ihrem Programm bestehend aus Leiter-Akrobatik, Einrad-Artistik, Luft-Akrobatik und einer Schwarzlichtshow ein besonderes Erlebnis.
 
Mein Fazit: Die märchenhafte Wintershow zaubert einem mit der herzzerreißenden Geschichte, der schönen Musik und den begabten Darstellern und Artisten ein Lächeln ins Gesicht. Am besten die Show mit der gesamten Familie besuchen! „Die Schneekönigin“ läuft noch bis zum 21. Januar 2018.
An den Adventssonntagen: 10.12., 17.12. jeweils 11:00 + 14:00 Uhr | sowie Do. 07.12., 14.12. jeweils 15:00 Uhr | Do. 21.12., Fr. 22.12., Mi. 27.12. & Do. 28.12. jeweils 13:00 + 16:00 | So. 14.01. & 21.01.2018 jeweils 11:00 + 14:00 Uhr
 
Weitere Informationen zur Show „Die kleine Meerjungfrau“:
 
Kontakt: Wintergarten Berlin
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
 
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© E. Günther

 

„Parade“ im Chamäleon Theater – die Entdeckung der neuen Zirkuswelt Berlins

Das Chamäleon ist ein Lebewesen, das sich ständig der umgebenden Natur anpassen und dementsprechend immer wieder verwandeln kann. In einigen Kulturen symbolisiert zudem das Chamäleon die Einheit aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Und diese beiden Definitionen treffen definitiv auch auf das Chamäleon Theater, Berlins Spielstätte Nummer 1, wenn es um den Neuen Zirkus geht, zu. Immer wieder erfindet sich das Chamäleon Theater neu und zeigt in jeder Saison immer wieder verblüffende und besondere Shows, die den Zuschauer verblüfft zurücklassen, so auch mit der neuen Show „Parade“.
 
Am Samstag, den 7. Oktober 2017, besuchte ich im Rahmen eines Bloggerevents die Show des Regisseurs Brendan Shelper, der für seine außergewöhnlichen Inszenierungen, wie der Eröffnungszeremonie für die europäische Kulturhauptstadt Aarhus 2017, bekannt ist und seiner internationalen Berliner Artistentruppe battleROYAL, und erwartete zurecht wieder Großes.
 
Wie die Shows davor hatte auch diese Show der achtköpfigen Künstlertruppe einen roten Faden, der sich durch das ganze Programm zog: die Suche nach der eigenen Identität. Genauso wie die Artisten auf der Bühne so maskieren auch wir uns im alltäglichen Leben, um anderen zu gefallen und verlieren uns dabei oft selbst. Zudem wurde dieses Stilmittel von Shelper auch bewusst eingesetzt, damit sich das Publikum auf den Körper der Akrobaten und deren Fähigkeiten konzentriert.
Und das haben wir alle. Wie kleine Kinder saßen wir gespannt und verzaubert von der Leichtigkeit der schweren Nummern auf unseren Stühlen.
 
Am meisten verzaubert war ich an diesem Abend von den anmutigen Performances der Frauen: Egal ob die schöne Beata Surmiak mit ihren kraftvollen Hand-auf-Hand- und Handstandprogrammpunkten oder die freche Emma Serjeant (Handstand, Kontorsion, Akrobatik) oder die sympathische Laurie Marchand (Akrobatik, Partnerakrobatik, Hoop-Diving, Tanztrapez) – alle drei zeigten Unvorstellbares auf der Bühne und wirkten dennoch dabei so leichtfüßig und gefühlvoll.
 
Der dreifache Weltmeister im Breakdance, Àlvaro Medrano Lopez, hat natürlich sofort mein Herz gewonnen, indem er einen nicht nur mit seinem Aussehen zum Schmachten brachte, sondern auch mit seinen komplexen Breakdance-Moves den Zuschauer in seinen Bann zog.
 
Aber auch die anderen Artisten verdienen es, zu den Besten ihres Faches gezählt zu werden: Jamie Swan (Hand auf Hand, Strapaten), Jon Allingham (Akrobatik, Partnerakrobatik, Hoop Diving) und der „Hipster“ Justin Sherry (Akrobatik, Partnerakrobatik, Hoop Diving) überzeugten mit ihrem Charme, ihrem Witz und ihrer akrobatischen Präzision und Stärke.
 
Der Perkussionist Takumi Motokawa und die mit Popmusik gemischte Elektromusik sorgten dafür, dass der Abend auch visuell ein Erlebnis wurde. Die innovativen Videoinstallationen, die von den Künstlern in Echtzeit live animiert wurden, rundeten schließlich dieses auditiv-visuelle Spektakel ab.
 
Mein Fazit: Ich erlebte gestern einen ganz besonderen Abend, an dem die Leidenschaft für den Tanz, die Musik und die Akrobatik durch körperliche Bewegung auf höchstem Niveau, durch charmanten Humor und durch zauberhafte Bilder auf den Zuschauer transportiert wurde. An diesem Abend ist auch der Letzte von der Liebe zum Neuen Zirkus erfasst worden.
Bis zum 18. Februar 2018 habt Ihr noch die Gelegenheit, diese fesselnde Show im Chamäleon Theater zu besuchen.
 
Weitere Informationen zur Show:
 
Kontakt: Chamäleon Theater
Rosenthaler Straße 40/41
in den Hackeschen Höfen
10178 Berlin
030 4000590
 
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© E. Günther

 

 

Break the Tango – Tango meets Streetdance

Tanzen bedeutet Leidenschaft und völlige Hingabe und wenn zwei auf den ersten Blick nicht zusammen passende Tänze miteinander auf der Bühne verschmelzen sollen, dann versprichst es eine explosive Mischung zu werden.

Das hat sich auch German Cornejo, Tangoweltmeister und Choreograf, vor drei Jahren gedacht, als er auf die Idee kam, Tango und Streetdance in einer Show zu vereinen. Und endlich kam Cornejo mit seiner Tanzshow auch nach Deutschland.
 
Am Freitag, den 22. September 2017, besuchte ich im Admiralspalast, mittlerweile meinem zweiten Zuhause, „Break the Tango“ und spürte von der ersten Minute an die knisternde Erotik auf der Bühne, wenn rassige Männer mit genauso rassigen Frauen mit unglaublich langen Beinen den Argentinischen Tango, der für mich den leidenschaftlichsten Tanz darstellt, dem Zuschauer näher bringen.
 
Am meisten beeindruckt war ich an diesem Abend von der tänzerischen Interpretation der Passion durch die Hauptprotagonisten German und Gisela und von Edgar und Pamela und ihrer temperamentvollen Darstellung des Tangos in der Luft. Die Zuschauer im Saal waren in jeder Minute elektrisiert.
 
Einen weiteren wichtigen tänzerischen Bestandteil der Show stellt das internationale Hip-Hop-Quintett um „Dance Captain“ Henry Monsanto dar, das mit seinen dynamischen Breakdance-Moves des Choreografen Björn «Buz» Meier das Publikum mitriß. Zunächst tanzten die Jungs gegen, danach neben den Tango-Tänzern, um schlussendlich mit ihnen zu einer perfekten Symbiose zu verschmelzen. Es erschien schließlich so, als ob die beiden zunächst kontrastreichen Tänze zu einem Tanzgenre wurden.
 
Dass es gestern ein perfekter Abend wurde, lag aber nicht nur an den Tänzern, sondern auch an der grandiosen Livemusik der vierköpfigen Elektrotango-Band Otros Aires mit dem gesanglichen Ausnahmetalent Gisela Lepio, das uns mit seiner voluminösen Stimme Gänsehautmomente bereitete. Auch der Gitarrist brillierte mit seiner Stimme. Genauso wie zwei verschiedene Tanzstile miteinander gemischt wurden, so hörten wir auch eine musikalische Verschmelzung von klassischen Tangoliedern mit modernen Songs und Hip-Hop-Beats.
 
Mein Fazit: German Cornejo hat eine erstklassige Tanzshow kreiert, in der die beiden Tanzstile Tango und Streetdance zu einer leidenschaftlichen Symbiose verschmelzen, die sich in der mitreißenden Musik der Live-Band widerspiegelt. Die Show läuft noch bis einschließlich Sonntag, den 24. September 2017, im Admiralspalast (Berlin) und zieht dann nach Wien, Zürich und Paris.
 
Weitere Informationen zur Show:
 
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Text © E. Günther
Fotos © René Tanner

 

Sayonara Tokyo – Geishas! Tamagotchis! Edelweiß! – eine Reise ins Land der Kontraste und des Lächelns –

Zu seinem 25. Geburtstag präsentiert der Wintergarten Berlin seit dem 12. Juli 2017 eine außergewöhnliche Show, in der sich alles um das Thema „Japan“ dreht.
Am Samstag, den 29. Juli 2017, gingen auch wir auf eine Reise ins Land der Kontraste und des Lächelns und wurden Zeuge eines bis ins kleinste Detail durchdachten Konzeptes.
Unsere Reise begann im Foyer, wo überall rote Lampenschirme hingen und japanische Musik im Hintergrund lief. Nachdem wir unsere Reisetickets eingelöst haben, wurden wir von einer in einem Kimono gekleideten Servicekraft zu unserem Platz, einem Tisch in der zweiten Reihe, geführt.
Aber eine Reise in ein fernes Land funktioniert natürlich nicht ohne die Entdeckung der kulinarischen Köstlichkeiten des Gastgeberlandes. Dies hat auch der Wintergarten Berlin verstanden und serviert deswegen zur Show verschiedene japanische Speisen.
Nachdem uns eine Wasabi-Butter mit einem Brotkorb gebracht wurde, freuten wir uns schon auf unsere Vorspeisen. Als bekennende Sushi-Liebhaberin entschied ich mich natürlich für den Vorspeisenteller „Onigri meets Maki“ für 11,50 Euro: Reissnack – Lachs-Wasabi und Lachs-scharfe Pflaume – im gerösteten Nori-Algenblatt, Maki (Paprika, Gurke, Rettich) und Inside Out, serviert mit einer Sojasauce, Ingwer und Wasabi. Meine Begleitung wählte den Wakamesalat mit Garnelen für 13,50 Euro (Wakamealgen abgeschmeckt mit Ingwer, Koriander und Chili, dazu gerösteter Sesam und Tempuragarnelen). Beide Vorspeisen schmeckten vorzüglich.
Zum Essen wurden wir von einer traditioneller Live-Musik begleitet und auf die kommende Show eingestimmt, die gleich nach unseren japanischen Hauptspeisen begann: Ich aß eine mit Sojasauce gelackte Hühnchenbrust auf Reisnudeln mit Wokgemüse für 17,50 Euro, eine perfekt abgeschmeckte Hauptspeise. Meine Begleitung orderte das Gericht „Gyudon“ für 17,50 Euro (karamellisierte Rindfleischstreifen, gebraten mit Lauch und Sesam, serviert auf Reis mit Koriander und einem Spiegelei) – eine zu empfehlende Hauptspeise.
Um 20 Uhr konnten wir dann gesättigt und gestärkt die farbenfrohe Welt der neuen Show des Wintergarten, „Sayonara Tokyo“, nach der Regie von Stephan Prattes und unter der musikalischen Leitung von Jo Roloff, entdecken. Unsere Reiseführerinnen waren drei bezaubernde Sängerinnen: Yuri Yoshimura (Japan), Jacqueline Macaulay (Deutschland) und Gina Marie Hudson (USA), die den ganzen Abend japanisch- und englischsprachige Hits zum Thema „Japan“ zum Besten gaben. Dabei waren sie sowohl elegant, verführerisch oder als Mangas auf der Bühne gekleidet.
Zu den Liedern des Abends gehörten Hits wie „Big in Japan“ der Band Alphaville, „Hiroshima“, eine Ballade des britischen One-Hit-Wunders Wishful Thinking, oder die Titelmelodie des Nintendo-Konsolen-Klassikers „Super Mario“.
Über zwei Stunden lang erlebten wir ein exotisches, spannendes und exzentrisches Japan mit Pokémon-Figuren, Fernsehshows und deren begeisterten Fans, übergroßen Trommeln, Drachen und Anime-Helden. Und wem das alles nicht verrückt genug war, der wurde bestimmt von dem japanischen Jodler, Takeo Ischi, umgehauen, der uns Unterschiede zwischen dem österreichischen, schweizerischen und amerikanischen Jodeln näher brachte.
Natürlich durften auch in dieser Show des Wintergarten keine talentierten Artisten fehlen. Mein Gänsehautmoment an diesem Abend war der Geisha-Tanz der Akrobatin Arisa Meguro, die grazil mit ihrem weißen Schirm tanzte und sich zum Lied „Big in Japan“ von den Zwängen ihrer Geisha-Rolle befreite. Ein Moment, der mir Tränen in die Augen trieb und auch bei den anderen Zuschauern Jubelrufe hervorlockte!
Aber auch weitere Artisten sorgten für eine hervorragende Unterhaltung: der exzentrische Jongleur Senmaru, der mit dem Jojo spielende Naoto und die „Super Mario“-Tanztruppe, die Tokyo Jumpz, die mit ihrem Springseil rasend schnell sprangen und tanzten.
Nach zwei Stunden war leider diese schillernde Show zu Ende und wir brauchten ein wenig, um die vielen verschiedenen Eindrücke dieses Abends zu realisieren.
Mein Fazit: „Sayonara Tokyo“ ist eine originelle und schillernde Show, die die Tradition und Moderne Japans verblüffend gut vereint. Wer diese künstlerische und gesangliche Extravaganz selbst erleben und auf eine Reise in ein atemberaubend interessantes Land voller Kontraste gehen möchte, der kann dies bis zum 11. Februar 2018 im Wintergarten Berlin tun.
Weitere Informationen zur Show:
Kontakt: Wintergarten Varieté
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
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© E. Günther

 

Festivalzeit in Berlin – Performing Arts Festival, SOFA im Admiralspalast und Circus Festival

Es ist endlich Sommer! Die Temperaturen steigen, die Musik wird immer lauter und die Laune immer besser. Zum Glück leben wir in Berlin, der Stadt der kulturellen Vielfalt, in der vor allem im Sommer verschiedene Festivals stattfinden. An dieser Stelle werde ich Euch drei dieser Festivals genauer vorstellen: Performing Arts Festival, SOFA im Admiralspalast und Circus Festival.
 
Performing Arts Festival Berlin (13.-18. Juni 2017):
Künstler der freien Szene zeigen in über 120 Inszenierungen, was Berlin kulturell zu bieten hat. 60 Berliner Spielstätten, darunter Ballhaus Ost, HAU Hebbel am Ufer, Sophiensæle, Theaterdiscounter, ATZE Musiktheater und das ACUD-Theater, zeigen Theaterstücke, Performances, Tanzaufführungen und vieles mehr.
Den Auftakt des Festivals bildet die große Eröffnungsveranstaltung Open up, PAF! am 13. Juni um 20 Uhr im diesjährigen Festivalzentrum in der Alte Münze in Berlin-Mitte. 
 
Kontakt: Performing Arts Festival
Pappelallee 15
10437 Berlin
030 30346628
 
Weitere Informationen:
 
 
 
SOFA – Sommerfestival im Admiralspalast (15. Juli bis 20. August 2017)
Eine meiner Lieblingsspielstätten in Berlin lässt es im Hochsommer auf allen Etagen so richtig krachen und lädt alle Berliner, egal ob Klein oder Groß, ein, um gemeinsam kulturell was zu erleben.
Mit „Der Hauptmann von Köpenick“ (19.07. – 06.08.2017), einem echten Berliner Volkstheater-Musical, und „Cats“
(09.08. – 19.08.2017), einem rekordverdächtigem Klassiker von Andrew Lloyd Webber, werden gleich zwei Musicals gespielt. Als bekannter Musicalfan habe ich natürlich schon für beide Veranstaltungen die Karten geholt.
Märchen sind nicht nur was für kleine Kinder, sondern verzaubern genauso auch große Kinder. Aus diesem Grund erfahren wir bei „Grimm“ (15.07. – 26.07.2017) alles über die wahre Geschichte von Rotkäppchen. Aber SOFA wird natürlich mit Sandtheater, Poetry Slam, Konzerten und Cabaret viel mehr zu bieten haben. Überzeugt Euch selbst davon:
 
Kontakt: Admiralspalast
Friedrichstraße 101
10117 Berlin
030 22507000
 
 
 
Berlin Circus Festival (25.08.-03.09.2017)
Zum 3. Mal findet auf dem Tempelhofer Feld das Berlin Circus Festival statt, zum dritten Mal wird der zeitgenössische Zirkus zelebriert und das zehn Tage lang. Bei großen Produktionen werdet Ihr Zeuge künstlerischer Symbiosen aus Tanz, Artistik und Performance. Das Festival konnte dieses Jahr das finnische Institut als Partner gewinnen. Finnische Produktionen und finnische Spezialitäten warten auf Euch.
 
Kontakt: Berlin Circus Festival
Tempelhofer Damm 104
12101 Berlin-Mitte
 
Weitere Informationen:
 
 
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© E. Günther