Scotch&Soda im Chamäleon Theater – eine Reise in die neue Zirkuswelt Australiens

Das Chamäleon Theater schafft es immer wieder, internationale und innovative Zirkusproduktionen nach Berlin zu holen und den Zuschauer in jeder Spielsaison in die neue Zirkuswelt eines anderen Landes zu entführen.

 Nachdem ich bereits die australische Show „Wunderkammer“, die tschechische Produktion „Roots“ und das schwedische Zirkusprogramm „Underart“ im Chamäleon Theater besucht habe, ging es am Sonntag, den 9. April 2017, mal wieder ins Chamäleon.
Im Rahmen des Kulturjahres „Australia now Germany 2017“ gastiert in diesem Jahr wieder eine australische Zirkustruppe in Berlin: Company 2, ein Ensemble bestehend aus Brisbanes Zirkus-Artisten unter der Regie von Chelsea McGuffin und David Carberry. Damit gehört die Show „Scotch&Soda“ der Company 2 zu den zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2017, darunter Konzerte und Ausstellungen, des Festivals „Australia Now“, einer kulturellen Initiative der Australischen Botschaft, die sich zum Ziel setzt, dem deutschen Publikum die australische Kunst und Kultur näher zu bringen.
 
Am 9. April 2017 nahm ich in der ersten Reihe Platz und hatte einen sehr guten Blick auf die Bühnendekoration, die das Flair eines Wanderzirkus der 20er Jahre vermittelte. Als um 18 Uhr die Show begann, befanden wir uns mitten auf einer exzessiven Party in der Prohibitionszeit – zur legendären Jazz-Musik.
 
Fünf Akrobaten (David Carberry, Alice Muntz, James Kingsford Smith, Kate Muntz und Skip Walker-Milne) sorgten für eine wilde und ausgelassene Feier, bei der auf Flaschen und auf einer aus Kisten und Koffern bestehenden Pyramide balanciert und der Zuschauer mit unterschiedlichen Facetten der Partnerakrobatik unterhalten wurde.
Mal wieder traten an diesem Abend sehr talentierte Akrobaten im Chamäleon auf, die dem Zuschauer durch ihre unterschiedlichen Kunststücke an den Strapaten, an dem Chinesischen Mast und auf einem fahrenden Kunstfahrrad den Atem raubten. Die vielen Programmpunkte wurden dabei so schnell und fließend präsentiert, dass ich Angst hatte, zu blinzeln und so etwas zu verpassen.
Allerdings wirkten die vielen Kunststücke in keiner Sekunde angestrengt, denn die australischen Artisten bewiesen viel Humor, indem sie sich nicht zu schade waren, auch über sich selbst zu lachen.
 
Wie schon beim schwedischen Programm „Underart“ standen auch in der australischen Show „Scotch&Soda“ die Musiker in der Mitte der Bühne und waren ein fester Bestandteil der Show. Diese grandiose Partystimmung wäre ohne die Uncanny Carnival Band, bestehend aus fünf Musikern (Lucian McGuiness, Ben Hendry, Chris Odea, Eden Ottington und Matthew Ottingnon), nicht denkbar. Die Band unterhielt das Publikum auf einem sehr hohen Niveau mit einer fröhlichen Jazz-Musik, an manchen Stellen mit den Klängen der neu interpretierten Musik der Aborigines. Jeder einzelne Musiker bewies zudem sein Können in seinem humorvoll inszenierten Solo.
So erlebte der Zuschauer eine Produktion, bei der die beiden Sinne Sehen und Hören gleichermaßen angesprochen wurden und bei der die Artisten zwischendurch auch die Rolle des Musikers und umgekehrt übernommen haben.
 
Mein Fazit: Ich kann Euch die freche und temperamentvolle Show „Scotch&Soda“ wärmstens empfehlen. Company 2 verzaubert mit einer perfekten Symbiose aus Akrobatik, Jazz-Musik und australischem Humor! Bis zum 20. August 2017 könnt Ihr Euch davon noch überzeugen.
 
Weitere Informationen zur Show „Scotch&Soda“ im Chamäleon Theater:
 
Weiteres zur Zirkustruppe Company 2:
 
Weitere Informationen zur The Uncanny Carnival Band inkl. Hörproben:
 
Mehr Informationen zur Australischen Botschaft in Deutschland:
 
 
Kontakt: Chamäleon Theater
Rosenthaler Straße 40/41
in den Hackeschen Höfen
10178 Berlin
030 4000590
 
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© E. Günther

 

 

Berlin Nights – Finden in Berlin die besten Parties statt?

Berlin ist mehr als eine Stadt, Berlin ist eine Lebenseinstellung: laut, verrückt, dynamisch und bunt wie seine Bewohner. Dies sieht man jedes Wochenende auf den zahlreichen Parties in der Hauptstadt. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Veranstalter dieses Thema, Berlin bei Nacht, in EIN Showkonzept packen würde.
 
Das intensive Partyleben Berlins inspirierte Samuel Entertainment dazu, „Berlin Nights“ im Theater am Potsdamer am Platz auf die Bühne zu stellen und noch einmal zu zeigen, warum wir das moderne Berlin so sehr lieben (sollten).
Am Samstag, den 25. März 2017, waren wir auch Gäste der „Berlin Nights“. Schon im Foyer erkannten wir das Konzept der Show: Berlins Clubnächte. Das Foyer wurde etwas dunkel gehalten, ein DJ spielte House-Musik und man konnte die von der Knalle Popcornditorei hergestellten und unglaublich leckeren Popcorn mit Schokoladen- und mit Barbecuegeschmack käuflich erwerben. Wir waren also mehr als gespannt darauf, zu erfahren, wie die eigentliche Show und Feier werden würde. Um 20 Uhr war es dann soweit…
 
Es findet eine der vielen legendären Clubnächte in Berlin statt.
Zu Beginn sehen die Zuschauer auf der Bühne eine festliche Gala mit der aus diversen Castingshows bekannten Contemporary Dance-Crew Zanshin. Begleitet wird dieser ästhetische und anmutige Tanz von dem Pianospieler Timothy Thorson. Zu der Musik von Franz Liszt zeigen die verschiedenen Tanzpaare eine Symbiose aus Tanz und Leidenschaft, während es bei einem Paar aber zu einem später tragisch endenden Streit kommt.
 
Nach dieser intensiven Performance darf das Publikum ein wenig durchatmen, denn die Fothamockaz, vier tanzwütige Berliner Jungs, sorgen für einen Umbau direkt auf der Bühne. Aus einer vornehmen Party soll eine Clubatmosphäre mitten auf der Bühne entstehen. Doch die Jungs scheinen ihre Arbeit nicht ganz ernst zu nehmen, denn immer wieder lassen sie sich von der Musik ablenken und machen mit den Arbeitsutensilien ihre eigene Party. Aber wen wundert das schon? Denn Fothamockaz ist eine in Berlin bekannte Urban Entertainment Dance-Crew, die einfach nicht still stehen kann.
 
Die unvergessliche Clubnacht kann nun beginnen. Nachdem man es geschafft hat, an dem Türsteher Sascha Thies vorbeizukommen, ist man mittendrin in dem Partygeschehen. Schöne Gogo-Girls, die Berlin Showgirls, tanzen lasziv zu alten und neuen Hip Hop-Liedern des nicht nur in Berlin bekannten Djs DJ Tomekk. Auch der Showbarkeeper Florent Rabaté zeigt mit seiner schnellen Flaschenakrobatik, warum er zurecht auf dieser Party sein darf.
 
Und was wäre eine fulminante Party in Berlin ohne die richtigen Tanzcrews?! Die Deutschen Meister und Brüder M.I.K.Family (eigentlich sind es vier Brüder) bringen durch ihre Hip Hop- und Krumping-Moves jeden Zuschauer im Saal zum Schwitzen. Samuels (Crew Urban Club Dance) sorgt mit ihrem Streetdance, kombiniert mit lateinamerikanischen Tanzelementen, dafür, dass ich nicht mehr ruhig sitzen kann, sondern auf meinem Sitz mitgrooven muss.
Beim Breakdance, vorgeführt von Tridiculous, Airdit und Pedram, klatscht jeder im Publikum wild mit. Was soll ich sagen?! Dat is halt Berlin…Und um dies zu untermauern, singt der Künstler Renee das Lied „I am Berlin“.
 
Nach der Pause präsentiert uns Lisa Kühn, ein Mitglied der Zanshin-Truppe, tänzerisch, wie zerbrechlich doch eine starke Frau sein kann. Zuvor noch selbstbewusst und zielstrebig zerbricht die junge Frau an den Erwartungen der Gesellschaft. Eine Tanzperformance, die mich zu Tränen rührte.
 
Wenn man etwas Wertvolles verloren hat, dann weiß man es oft erst im Nachinein zu schätzen. So ergeht es auch ihrem „Partner“ in der Show: Rostyslav Hubaydulin (Tridiculous) verarbeitet diesen schweren Verlust mithilfe seines dramatischen Strapaten-Programms, das ihm eine Menge Körperbeherrschung abverlangt.
 
Danach braucht man etwas Entschleunigung und bekommt diese auch: in Form des Erzählers Engelbert von Nordhausen, der Berliner erzählt seine etwas verrückte Geschichte, wie er zur Synchronstimme von Bill Cosby und Samuel L.Jackson wurde.
Nach der notwendigen Pause darf man wieder ausgelassen feiern. Und zwar gemeinsam mit der Live-Band Nader Rahy&Band, die sich sogar des schwierigen und legendären Liedes „Purple Rain“ von Prince annimmt.
Und auch auf dem Live-Konzert dürfen die vorher erwähnten Ausnahmetänzer nicht fehlen. 
 
Und wer an diesem Abend von der unbändigen Freude der Tänzer und Musiker angesteckt wurde, der durfte anschließend auf der Aftershow-Party im „The Grand Club“ weiterfeiern.
 
Mein Fazit: „Berlin Nights“ stellt alles dar, was Berlin so besonders macht: Lebensfreude, Temperament, Vielseitigkeit, Kreativität und Internationalität, auf die wir alle stolz sein können. Wer diese berauschende Party selbst erleben möchte, dem kann ich die nur aus 12 Shows bestehende Veranstaltung „Berlin Nights“ im Theater am Potsdamer Platz nur empfehlen. Bis zum 9. April, dem Tag meines Geburtstages, habt Ihr dazu noch die Gelegenheit…
 
Weitere Informationen:
 
Adresse: Theater am Potsdamer Platz
Marlene-Dietrich-Platz 1
10785 Berlin
 
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Text © E. Günther
Fotos © Henny Steffens und Nicholas Ritter

„Like Berlin“ im Wintergarten Varieté – Was macht Berlin aus?

„Du bist verrückt, mein Kind, du musst nach Berlin.“ (Franz von Suppé)
Genau aus diesem Grund bin ich mit meiner Familie vor ca. 19 Jahren nach Berlin, Europas Hauptstadt, gekommen.
Keine andere Stadt in Europa versprüht so viel Charme und Lebensgefühl und hat so eine emotionale Geschichte zu erzählen.
Gemeinsam mit der Kreativschmiede BASE Berlin zollt der Wintergarten mit seiner neuen Show von Markus Pabst und Pierre Caesar , „Like Berlin“, dieser facettenreichen Stadt den längst überfälligen Respekt.
 
Am Samstag, den 4. März 2017, kamen wir in den Genuss dieser wilden, nostalgischen und enthusiastischen Show, die Berlins Geschichte bis zur Gegenwart – ohne einen moralischen Zeigefinger, dafür aber mit bunten Bildern auf der Bühne – erzählt. Natürlich dürfen auch aktuelle Themen, die die Berliner beschäftigen, nicht fehlen: Burka, Hipster, der Straßenfeger, BSR und der Berliner Flughafen – alles wird auf der Bühne kunterbunt präsentiert. Die Bühnendekoration ist diesmal einfacher als sonst im Wintergarten üblich gehalten. Es steht der übergroße Buchstabe „B“, stellvertretend für die Hauptstadt, im Vordergrund. Auf dem Buchstaben erscheinen viele Zitate bekannter Persönlichkeiten (darunter David Bowie), die man mit Berlin in Verbindung bringt.
 
Untermalt wird das Ganze von großartiger Musik, die sowohl Berlins bewegende Geschichte („Wind of Change“ von den Scorpions) als auch die morbide Schönheit der Stadt („Schwarz zu Blau“ von Peter Fox) widerspiegelt. In dieser Show des Wintergarten sahen wir ausnahmsweise nur zwei Musiker auf der Bühne: die Sängerin Ena Wild und den Schlagzeuger Lukas Thielecke, die beide in jeder Minute ihr musikalisches Talent unter Beweis stellten.
 
Die bewegenden und visionären Bilder wurden von sehr talentierten Artisten hervorgerufen, die den Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht zauberten und deren unterschiedliche Herkunft für Berlins internationales Gesicht steht.
 
Am meisten beeindruckt hat mich der Akrobat Bence, der mit dem Hula Hoop und dem Luftring federleicht schwierige Kunststücke zeigte und sich dabei grazil bewegte.
Der Äthiopier Girma Tsehai begeisterte alle mit seinem Charme und seinen tänzerischen Einlagen beim Jonglieren und an der Pole. Tsehai war eindeutig der Liebling des Abends, ist aber leider nur noch bis zum 30.4.17 im Wintergarten zu bestaunen.
Taris Usman, der an der Pole gemeinsam mit Tsehai künstlerische Höhepunkte zelebrierte, stellte zudem am Cyrwheel sein Können dar.
Marie Oldenbourg hat mich an diesem Abend auch begeistert, indem sie an ihrem Schwungseil dynamisch und voller Lebensfreude turnte.
Der Tänzer Vinzenz Wagner erwies sich mit seinem durchtrainierten Körper als ein echter Augenschmaus.
Aber auch weitere Akrobaten überzeugten das Publikum mit ihrem Programm:
Jakob Vonau und Nathalie Wecker mit ihrer Hand-auf-Hand-Performance, Anissa Elakel und Florian Zumkehr mit ihren Handstand-Showeinlagen und Guillaume Karpowicz, der Diabolo mit einem Roboter-Tanz verband.
 
Mein Fazit: Mal wieder zaubert der Wintergarten eine perfekte Symbiose aus Artistik, Show und Musik auf die Bühne. Die neue Show „Like Berlin“ gehört bis zum 11.06.2017 zu den neuen Sehenswürdigkeiten Berlins und ist für jeden Berlin-Liebhaber ein Pflichtprogramm.
 
Für weitere Informationen:
 
 
Kontakt: Wintergarten Varieté
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
 
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© E. Günther

 

 

 

Blitzverlosung für die Show „Relax!“ – die Akrobatikshow mit den Hits der 80er-Jahre im Wintergarten Berlin –

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„Relax, take it easy“ – das richtige Motto nach einer anstrengenden Arbeitswoche…
Nachdem uns der Wintergarten bereits musikalisch mit den besten Soulhits („All Night Long“) und den älteren und aktuellen Schlagerliedern („Atemlos“) verwöhnt hat, kann man nun die Show „Relax!“ besuchen, in der man eine musikalische Reise in die 80er-Jahre unternimmt.
Wer weitere Informationen für diese Show benötigt, der sollte sich unbedingt meinen begeisterten Bericht vom 17. September 2016 durchlesen:
Damit meine Blogleser in denselben Genuss kommen können, verlose ich für diesen Mittwoch, den 25. Januar 2017, 2×2 Tickets. Alles, was Ihr dafür tun müsst, ist diesen Beitrag zu liken und im Kommentarfeld zu schreiben: „Ich bin dabei!“.
Die Verlosung dauert bis Dienstag, den 24. Januar 2017, um 16 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.
Ich wünsche Euch viel Glück!
Kontakt: Wintergarten Varieté
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
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© E. Günther

„The One Grand Show“ im Friedrichstadt-Palast – die momentan glamouröseste Show in Berlin?

Die Sehnsucht nach dem/der Richtigen macht im Grunde die menschliche Existenz aus. Einige von uns haben „The One“ schon gefunden, einige sind der Person schon längst begegnet und haben es nicht erkannt und einige von uns sind noch immer auf der Suche. Genau dieses Thema, die Sehnsucht und Suche nach „The One“ bildet den roten Faden der neusten Megashow im Friedrichstadt-Palast.

Noch nie habe ich eine Show im Friedrichstadt-Palast verpasst und freute mich jedes mal darauf, zu erfahren, wie der Friedrichstadt-Palast es diesmal wieder geschafft hat, die vorherige Show zu übertreffen. Auch in dieser Show hat der Friedrichstadt-Palast seine Budgetkosten erhöht und die teuerste Ensuite-Showproduktion in Europa geschaffen. Und so waren wir auch bei dieser Show dabei und nahmen am Samstag, den 14. Januar 2017, in der 15. Reihe Platz.

Der Zuschauer erlebt ein verlassenes Revuetheater, wo eine wilde Undergroundparty stattfindet. „The One Grand Show“ des Showmachers Roland Welke schafft diesmal viele Traumwelten in der Show. Mal wird es verrückt und lasziv, wenn das Kabinett der vielen Kuriositäten auf der Bühne tanzt: Wir sehen unter anderem eine Frau mit drei Köpfen und eine Frau mit sechs Beinen.
Mal wird es nachdenklich, wenn der Sänger Roman Lob, der Deutschland 2007 beim Eurovision Song Contest vertreten hat, auf der Bühne „rennt“ und das Lied „Glaubst du an die Liebe?“ singt, bei dem mir sogar die Tränen gekommen sind. Mal wird es mystisch, wenn Blüten in einer Tropfsteinhöhle Fabelwesen offenbaren. Auch diesmal bricht die Show mit Tabus und den Grenzen zwischen den Geschlechtern und thematisiert daher auch Homosexualität und Transsexualität.
Wie immer kommen am Ende Frauen mit unmenschlich langen Beinen auf die Bühne und wollen ihren berühmten Revuetanz, das wiederkehrende Element des Friedrichstadt-Palastes, aufführen. Aber in dieser Show machen sie es anders: geheimnisvoller und im Wechsel zwischen langsamen und schnellen Bewegungen.

Diese verschiedenen Traumwelten werden dank der 500 extravaganten Kostüme des Ausnahmedesigners Jean Paul Gaultier hervorgehoben. Überall ist seine Handschrift zu erkennen: Die Männer tragen die berühmten roten Karoröcke, die Frauen die spitzen Büstenhalter, die wir schon bei Madonna gesehen haben. Natürlich dürfen auch keine Matrosenanzüge fehlen.
Weiterhin bekommen die Traumwelten ihre magische Note durch den Einsatz des spektakulären Lichtdesigns des Emmy-Preisträgers Peter Morse.

Mein Fazit: Diese Saison präsentiert sich der Friedrichstadt-Palast wieder mit der glamourösesten Show Berlins. Ein kleines Las Vegas, mitten in Berlin. Die Collagen atemberaubender Showbilder, welche die Traumvisionen des jungen Mannes auf der Suche nach der Richtigen zeigen, haben jeden im Publikum begeistert. Für jeden Berliner und Berlin-Besucher ist diese Show ein Muss. Die Show läuft noch bis Sommer 2018.

Weitere Informationen:
https://www.palast.berlin/de/index/shows/the-one-grand-show/
https://www.facebook.com/friedrichstadt.palast/?fref=ts

Kontakt: Fiedrichstadtpalast
Friedrichstraße 107
10117 Berlin
030 23262326

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Text © E. Günther
Fotos © Tobias Schwarz / AFP und Sven Darmer

 

 

 

Zimt & Zauber – „Die Schneekönigin…und die Suche nach dem kleinen Glück“

An Weihnachten sollte man die Zeit im Kreise seiner Lieben verbringen und den Kleinen zeigen, dass Weihnachten kein reines Konsumfest ist. Dafür ist der Besuch des Familienmusicals „Die Schneekönigin…und die Suche nach dem kleinen Glück“ nahezu prädestiniert.
Hat der Wintergarten noch im letzten Jahr die Show „Aladin und die Wunderlampe“ aufgeführt, so steht in dieser Wintersaison die Schneekönigin auf dem Programm, bei den kalten Temperaturen draußen genau richtig.
 
Am Sonntag, den 20. November 2016, schaute ich mir mit einer Freundin das gemeinsame Programm des Wintergarten mit dem CABUWAZI-Springling Kinderzirkus und den 27. Berliner Märchentagen – im Rahmen der beliebten Veranstaltungsreihe „Zimt & Zauber“ – an.
Schon das Foyer war weihnachtlich geschmückt und bot alle möglichen Leckereien an. Auch die Speisekarte im Saal war auf die Wünsche der kleinen Gäste abgestimmt: So konnte man das Nudelgericht „Pippi Langstrumpf“ oder die Bouletten „ Anna und Elsa“ bestellen. Wir, zwei Naschkatzen, orderten „Biene Maja“ (Eierkuchen mit Waldbeerenfüllung).
 
Und dann ging es schon los: Das Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen handelt von einer abenteuerlichen Reise, in der Anna ihren Freund Kai aus dem Eisschloss der Schneekönigin befreien muss. Über ein Jahr lang sucht Anna ihren Freund und überwindet dabei viele Hindernisse, um zum Eisschloss am kalten Nordpol zu gelangen. Auf der Reise durch die Welt lernt Anna viele verschiedenen Märchenwesen kennen, z.B. die kleine Schneedame Olivia, die Anna auf ihrer Reise begleitet.
 
Das Familienmusical nach der Regie von Fabian Gröger begeistert das große und das kleine Herz, denn es geht um wichtige Werte wie die wahre Freundschaft, Loyalität und Mut. Zur Musik von Bijan Azadian fiebern wir mit Anna und drücken ihr bei der Erfüllung schwieriger Aufgaben die Daumen. Die sechsköpfige Live-Band im Hintergrund, Polkageist, tut ihr Übriges, damit wir gute Laune bekommen.
 
Doch die Show lebt vor allem von ihren bezaubernden Darstellern und Artisten: Die sehr jungen Artisten vom Kinderzirkus CABUWAZI-Springling verdrehen mit ihren vielen Kunststücken dem Zuschauer den Kopf, und das in diesem Alter. Samuel Türksoy (Kai), Elvin Karakurt (Anna) und Jasmin Eberl (Schneedame) spielen wie „alte“ Hasen im Showgeschäft und überzeugen auch mit ihrer Authentizität. Doch am meisten begeistert waren wir von der wunderschönen Schneekönigin, die von Nina De Lianin hervorragend gespielt wurde.
Mein Fazit: Die Wintershow zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Am besten die Show mit der gesamten Familie besuchen! „Die Schneekönigin“ läuft noch bis zum 22. Januar 2017.
Die Spielzeiten sind: So 11 und 14 Uhr; Do 15 Uhr (Ausnahmen: 27., 29.&30.12. – 13&16 Uhr).
 
Preise:
Kinder bis 14 Jahre: ab 12,00 Euro
Erwachsene: ab 17,00 Euro
Familienticket: 4 Personen ab 48,00 Euro
 
Weitere Informationen:
 
 
Kontakt: Wintergarten Berlin
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
 
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© E. Günther
 

Underart im Chamäleon – Circus Cirkör

„Es kommt nicht darauf an, wie oft du hinfällst, sondern dass du immer wieder aufstehst und es vom Neuen versuchst.“
Dieses Motto hat bis jetzt mein ganzes Leben bestimmt und mich geleitet.
Aus diesem Grund wollte ich auch unbedingt die neue Show im Chamäleon Theater besuchen: „Underart“ des im Jahre 1995 gegründeten schwedischen Circus Cirkör.
 
In dieser emotionalen Show verarbeitet der Regisseur Olle Strandberg seinen schweren Unfall, bei dem er 2005 während der Ausführung eines dreifachen Salto nur 2,5 Umdrehungen schaffte. Doch er überwand diese schwierige Zeit, in der er gelähmt war, und kam gestärkt zurück.
 
Am Freitag, den 16. Dezember 2016, besuchten wir die Show Underart, die eine Liebeserklärung an das Leben und die Bühne darstellt. Wer wie wir schon mehrere Shows im Chamäleon gesehen hat, weiß, dass hier Artistentruppen aus verschiedenen Ländern einem die Kunst des Neuen Zirkus näher bringen. Jede Show ist anders und versprüht ihren eigenen Charme, doch haben alle Shows eine Gemeinsamkeit: das Gesamtkonzept aus Akrobatik, Tanz und Musik.
 
Aber das schwedische Ensemble räumt der Musik ihres Programms eine zentrale Aufgabe ein. Die Musiker, das Duo Ripple & Murmur (Anna Ahnlund und Andreas Tengblad) begleitet die fünf Artisten nicht unscheinbar im Hintergrund, sondern steht mit ihnen gemeinsam auf der Bühne. Alle ziehen am selben Strang. Die Musiker nehmen an akrobatischen Nummern teil, die Akrobaten singen und musizieren mit. Zudem spiegelt sich in der Musik die Idee dieser Show wider, denn während vieler Showpunkte hört man sehr häufig den Herzschlag, was einen daran erinnert, wie wertvoll das Leben ist.
 
Die Artisten, die sich das ganze Programm über auf der Bühne befinden, versetzen mit ihren Stücken den Zuschauer in Ekstase. Beginnt die Show sehr ruhig und bietet Raum für Entschleunigung, so geht sie umso rasanter weiter und man weiß oft nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Dieser Wechsel zwischen ruhigen und schnellen Programmpunkten wiederholt sich mehrere Male und symbolisiert für mich das Leben.
 
Am meisten beeindruckt hat mich die quirlige Artististin Methinee Wongtrakoon, die wie ein Wirbelwind auf der Bühne tanzte und ihren Körper so verbiegen konnte, dass einige neben mir „Aua“ flüsterten. Mit ihrer fröhlichen Art und ihrem leidenschaftlichen Tanz zog sie nicht nur mich in ihren Bann.
Aber alle Akrobaten gaben mehr als ihr Bestes auf der Bühne und lebten förmlich für die Show. Egal ob Partnerakrobatik (Christopher Schlunk und Iris Pelz), Jonglage (Matias Salmenaho) oder Streetdance (Alexander Dam), alles war hervorragend ausgearbeitet und mit viel Liebe aufgeführt.
 
Mein Fazit: Der Name „Cirkör“ ist eine Kombination der französischen Wörter „cirque“ (Zirkus) und „coeur“ (Herz) und genau diese Liebe zum Zirkus kann man in jeder Minute spüren. Es war eine berauschende Show, die ich jedem ans Herz legen kann. Zudem ist „Underart“ auch witzig und ironisch und ein Gesamtkunstwerk, in dem die Musik und die Artistik zwei gleichwertige Elemente darstellen. Bis zum 19. Februar 2017 habt ihr noch Zeit für einen Besuch dieser Show, die einem sowohl Momente der Stille als auch Momente des Exzessiven bietet.
 
Weitere Informationen:
 
 
Kontakt: Chamäleon Theater
Rosenthaler Straße 40/41
in den Hackeschen Höfen
10178 Berlin
030 4000590
 
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© E. Günther

 

 

 

 

Flic Flac – The Modern Art of Circus (Berlin, Bielefeld, Dortmund, Kassel, Mönchen-Gladbach, Nürnberg) – Höchststrafe in Berlin

Als kleines Kind war ich mit meinem Vater regelmäßig zu Gast in einem Zirkus. Damals sah ich begeistert den Wildtieren in der Manege zu. Die Wildtiere sind zum Glück von den Zirkusbühnen verschwunden, die Begeisterung für den Zirkus ist aber geblieben.
 
Zu den besten Zirkusprogrammen gehört u.a. der Zirkus Flic Flac, the Modern Art of Circus. Bereits mehr als 7 Millionen Zuschauer kamen in den Genuss der zahlreichen Flic Flac-Programme.
In diesem Jahr feiert Flic Flac 25 Jahre Jubiläum und um alte Zeiten mit meinem Vater aufleben zu lassen, habe ich ihn am Samstag, den 19. November 2016, – dem internationalen Herrentag – zur neuen Flic Flac-Show „Höchststrafe“ eingeladen.
 
Um 18.30 Uhr betraten wir den Eingangsbereich mit verschiedenen Ständen. Von Popcorn bis Cocktails konnte man alles finden, um sich vor der Show zu stärken. Um ca. 20 Uhr begann schließlich in einem sehr gut gefüllten Zirkuszelt die rasante Show „Höchststrafe“ unter der Regie von Benno und Larissa Kastein.
„Höchststrafe“ spielt, wie der Name schon vermuten lässt, in einem Gefängnis. Alle Künstler tragen Gefangenenkleidung. Die Geschichte beginnt mit der Partnerakrobatik der beiden Hand-auf-Hand-Künstler Dima&Dima auf dem Gefängnishof, wo es zu einer Revolte unter den Gefängnisinsassen kommt, was sich durch das gesamte Programm wie ein roter Faden zieht.
Auch die schräge Live-Band spielt mit ihrem Bandleader Samuel Beck in einem Käfig Lieder von Rammstein bis Punk.
 
Zu meinen Lieblingsprogrammpunkten an diesem explosiven Abend gehörten:
das Duo Turkeev (Dmytro Turkeiev und Julia Galenchyk), das an Strapaten den Zuschauer durch verschiedene Phasen einer Beziehung führte. Diese zauberhafte und artistisch sehr anspruchsvolle Darbietung hat mich wie die Mehrheit der Zuschauer zu Tränen gerührt und im Herzen berührt.
 
Die Show wurde mit Globe of Speed, dem Markenzeichen des Flic Flac, abgeschlossen. Dieser Programmpunkt, in dem neun Motorradfahrer, darunter José Antonio Pinillo, in einem riesigen Kugel-Käfig 70 Std/km schnelle und spektakuläre Loopings zeigten, raubte den Zuschauern den Atem. Die folgenden ekstatischen Bravo-Rufe waren an dieser Stelle mehr als gerechtfertigt.
 
Die Mad Flying Bikers, die Motorcross-Freestyler „Air-Speed“, begeisterten mit ihren gefährlichen Stunts, darunter schnelle Rückwärtssalti und Drehmanöver auf einer 10m langen Rampe, nicht nur die männlichen Zuschauer im Publikum und führte dazu, dass mehrere im Publikum vor Angst schrien.
 
Zwei mitreißende Programme präsentierte die Adrenaline-Crew: wagemutige Sprünge und Salti im Todesrad und die aus sieben Artisten bestehende Pyramide auf einem 11m gespannten Stahlseil, und das ohne Sicherung, aber zur Trauermusik. Gänsehaut!
 
Laura Miller, die Wassernixe im gläsernen Wasserbecken sorgte für knisternde Erotik in der Show, indem sie in ein Wasserbecken eingetaucht wurde, um dann in nassen und eng anliegenden Kleidern Kunststücke an einem Ring vorzuführen.
 
Irina Rizaeva  jonglierte mit acht leuchtend pinken Bällen in einem gläsernen Käfig und demonstrierte mit ihrem Körper eine ausdrucksstarke Performance.
 
Dandino und Luciana, Rollschuhkünstler aus Las Vegas, rissen alle im Saal mit ihrer furiosen Nummer, in welcher der Mann die Frau durch die Luft wirbelte, von den Stühlen.
 
Der exzentrische Viktar Shainoha  auf Strapaten und Nicolai Kuntz mit seinem Diabolo überzeugten uns mit ihrem jeweiligen Programm.
 
Aber an unsere Lachmuskeln wurde natürlich auch gedacht. Hubertus Wawra, Master of Hellfire, unterhielt das Publikum großartig mit Witzen über Ossis und Katholiken in den Pausen und bewies das Talent zur Situationskomik. Die Bollywood-Interpretation des Comedy-Jongleurs Patrick Lemoine amüsierte jeden im Saal.
 
Mein Fazit: In der Show „Höchststrafe“ durchlebt man gemeinsam mit den 52 Akrobaten, Extremsportlern und Musikern aus 14 Nationen ein Wechselbad der Gefühle. Man schreit vor Angst, wenn riskante Kunststücke gezeigt werden, und ist bei so viel Leidenschaft und Präzision oft zu Tränen gerührt.
Am Ende gab es zurecht Standing Ovations für die Ausnahmekünstler. Flic Flac verbindet mal wieder das Beste des modernen Zirkus: Akrobatik, Tanz und Comedy auf höchstem Niveau. Bis zum 8. Januar 2017 habt Ihr noch die Gelegenheit, diese einmalige Show mitzuerleben.
 
Spielzeiten
Montag-Freitag 20 Uhr (Dienstag spielfrei)
Samstag und Sonntag 16 Uhr und 20 Uhr
 
Kontakt: Bahnhof Zoo
Hertzallee 41
10787 Berlin
01806 -999 000 202
 
Weitere Informationen:
 
Zudem veranstaltet Flic Flac zur Weihnachtszeit in fünf Städten eine Weihnachtsshow:
Weihnachtsshow in Nürnberg: 14.12.16 – 8.1.17
Weihnachtsshow in Dortmund: 16.12.16 – 8.1.17
Weihnachtsshow in Kassel: 15.12.16 – 8.1.17
Weihnachtsshow in Mönchen-Gladbach: 17.12.16 – 8.1.17
Weihnachtsshow in Bielefeld: 22.12.16 – 8.1.17
01806 – 999 000 202
 
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© E. Günther

 

 

 

Der Blaue Montag – die Comedyshow in den Wühlmäusen

Am Montag, den 3. Oktober 2016, besuchte ich mit einer langjährigen Freundin die Comedyshow „Der Blaue Montag“ in den Wühlmäusen am Theodor-Heuss-Platz.
„Die Wühlmäuse“ ist ein 1960 von Dieter Hallervorden und einigen Schauspielkollegen, wie z.B. von Wilfried Herbst, gegründetes Kabarett-Theater, das alle zwei Monate an einem Montag die Show „Der Blaue Montag“ veranstaltet, in der Comedians, Kabarettisten, Literaten, Sänger, Satiriker und Akrobaten auftreten.
 
Am 186. Blauen Montag war Arnulf Rating wieder der Gastgeber der Show. Mit seinen Witzen über „Wessis“ und „Ossis“, die dementen Wähler und Burkaträgerinnen in Mecklenburg-Vorpommern und seinem zynischen Humor begeisterte er das Publikum am Tag der Deutschen Einheit und sprach uns allen aus der Seele.
 
Wie an vielen „Blauen Montagen“ sorgte die selbstironische Musiktruppe „LÜÜL&Band“ wieder für die musikalische Unterhaltung des Abends, sowohl am Anfang des ersten als auch am Anfang des zweiten Aktes und zwischen einigen Programmpunkten. In ihren Liedern besang sie sowohl Rolf Eden als auch den Wannsee, also typische Berliner Themen – aber auf sarkastische Art und Weise.
 
Für uns gehörten zu den Höhepunkten der Show:
Gabor Vosteen, der sich selbst als „Musiker, Komiker, Blockflötennerd“ bezeichnet. Mit seinem Auftreten erinnerte er den Zuschauer an Charlie Chaplin und verband sein musikalisches Talent (er spielte bis zu fünf Blockflötten gleichzeitig) mit einem komödiantischen Können.
 
Markus Barth (nicht mit Mario Barth verwandt) unterhielt uns mit hervorragend pointierten Witzen zu Themen wie dem Gesundheitswahn, Telefonieren im ICE und verschiedenen Berliner Typen.
 
Andrea Bongers ist die einzige Frau in Deutschland, die in ihrem Soloprogramm ein Puppenspiel zeigt. Mt ihrer Schlangenpuppe diskutierte sie über Themen, die jede Frau bewegen: die Ehe, die von ihr an dem Abend mit der Sklaverei gleichgesetzt wurde, und das Singledasein. Viele Gelächter waren garantiert.
 
Mika, „die Herrin der Ringe“, zeigte uns, wie elfengleich das Herumwirbeln der Hula Hoop-Reifen funktionieren kann.
 
Carmen Küster, eine Luftartistin, verband ihr Programm in der Luft mit vielen Komikelementen und zeigte auch schwierige Programmpunkte, indem sie z.B. mit ihren Haaren an einer Stange hing.
 
Michael Sailer stellte zwei Theaterstücke gegenüber, die den Kontrast zwischen Berlin und Bayern offenlegen sollten. In dem ersten Theaterstück (Bayern) ging es um die unterschiedliche Meinung zu Fragen der Erziehung: Die Mutter war mit dem Sohn zu nachsichtig, der Vater zu streng.
Das zweite Theaterstück befasste sich mit zwei (Berliner) Männern, die über lebenswichtige Themen, darunter der Döner, sprachen.
 
Doch auch andere Künstler sorgten für eine Beanspruchung der Lachmuskeln seitens des Publkums:
Jens Neutag thematisierte in seinem breit gefächerten Programm Dresden, Pegida und die Kreuzigung Jesu Christi.
 
Klaus Nothnagel, „der Florian Silbereisen des Diavortrags“, präsentierte uns in seinem Diavortrag „Verzauberte Orte“ Berliner Plätze (u.a. das Brandenburger Tor und die Invalidenstraße), wie sie früher in der DDR ausgeschaut haben und wie sie jetzt aussehen.
 
Jockel Tschiersch las aus seinem Roman über das Liebesleben eines erfolglosen Schauspielers vor und sorgte damit für Schnappatmung bei einigen Zuschauern.
Am Ende kamen noch einmal alle Künstler auf die Bühne und verabschiedeten sich mit einer kleinen Zugabe von dem Publikum.
 
Mein Fazit: Wenn Ihr ein Programm mit vielen verschiedenen Künstlern, darunter Komiker, Artisten und Sänger, sehen wollt, dann ist der „Der Blaue Montag“ genau das Richtige für Euch. Am Montag, den 5. Dezember 2016, findet die 187. Show statt. Übrigens gibt es in Frankfurt/Oder auch dasselbe Konzept, nur unter dem Namen „Der Blaue Mittwoch“.
 
Preise: 21,50 Euro – 26,50 Euro
 
Weitere Informationen:
 
Kontakt:
Die Wühlmäuse
Pommernallee 2-4
14052 Berlin
Telefon: 030 30673010
 
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© E. Günther

 

 

Relax! – die Akrobatikshow mit den Hits der 80er-Jahre im Wintergarten Berlin

„Relax, take it easy“ – das richtige Motto nach einer anstrengenden Arbeitswoche…
Nachdem uns der Wintergarten bereits musikalisch mit den besten Soulhits („All Night Long“) und den älteren und aktuellen Schlagerliedern („Atemlos“) verwöhnt hat, sollten wir am Freitag, den 16. September 2016, das musikalische Lebensgefühl der 80er-Jahre erleben dürfen.
Um 19 Uhr betraten wir das schon zu dieser Zeit gut gefüllte Foyer und wurden von dem netten Servicepersonal zu unserem Tisch in der 5. Reihe der an diesem Abend ausverkauften Show geführt.
Während mein nach der Arbeit hungriger Mann im Vorfeld der Show die „Sous-vide gegarte Lammhaxe auf Rosmarinjus mit feinem Ratatouille-Gemüse und Kartoffel-Steinpilz-Gratin“ (17,50 Euro) bestellte, hatte ich nur auf etwas Süßes Appetit und orderte deswegen eine „Trilogie von der Bio-Schokolade im Weckglas mit einem Bio-Madagaskar-Vanilleeis“ für 7,50 Euro.
Um 20.15 Uhr ging der Vorhang auf und wir wurden auf eine musikalische Zeitreise in die schillernden 80s entführt. Wer schon häufiger im Wintergarten war, der weiß, dass die Musik in den Shows oft eine dienende Funktion für die Akrobatikprogrammpunkte übernimmt. Während die weltbesten Artisten auftreten, singen begnadete Sänger an der Seite. Doch diesmal schien das Konzept ein wenig anders zu sein. Die sehr talentierten Musiker begleiteten zwar auch diesmal die einzelnen Akrobaten musikalisch, doch gaben sie in dieser Show auch eine Art eigenständiges Konzert mit einem eigenen thematischen Schwerpunkt.
Von Beginn an konnten die Sänger und die grandiose Live-Band „Chill Factor“ die Zuschauer begeistern und zum Singen und Klatschen animieren. Erwachsene Männer und Frauen benahmen sich auf einmal wie Groupies und sangen lautstark mit. Sicherlich ist dies dem starken musikalischen Quartett zu verdanken (wieder eine gelungene Zusammenstellung von Seiten des Wintergarten).
Zu den Sängern gehörten an diesem Abend: der sowohl als Sänger des Wintergarten („Atemlos“) als auch als der Star aus diversen TV-Formaten bekannte Jay Khan, der dynamische Christopher „Crsto“ Ciraulo, die freche Fannie Lüscher und die süße Vanessa Struhler, die uns seit der ersten DSDS-Staffel musikalisch begeistert. Die vier Sänger wurden musikalisch von dem bunten Paradiesvogel Paul A Jackson unterstützt, der jede Frau mit seinen langen Beinen entzückte. Und zum Glück konnte man wieder der starken und souligen Stimme des Rian Es lauschen, der erneut ein Teil der Live-Band war.
Egal ob Madonnas „Like a Virgin“ oder „What a feeling“, kein Evergreen wurde ausgelassen. Zu der Musik aus dem Film „Ghostbusters“ traten zwei riesengroße Zombie-Figuren auf die Bühne, während auf der Bühne junge Männer wie Zombies mit ihren Handys herumliefen. Und natürlich durfte auch eines der Lieder des King of Pop („Man in the mirror“) nicht fehlen.
Auch artistisch schien der Wintergarten diesmal neue Wege zu gehen und präsentierte uns einige Akrobatikprogrammpunkte, die wir in den vorherigen drei Shows bisher nicht gesehen haben:
Das sehr anspruchsvolle Programm des italienischen Trios Skating Nistorov gehörte an dem Abend zu den Acts, die den größten Applaus bekamen. Mit einem unglaublichen Tempo und einer hohen Risikobereitschaft wirbelte der Mann die zwei Frauen durch die Luft und gemeinsam zeigten sie eine perfekt einstudierte Rollschuhperformance.
Weitere neue Programmpunkte waren:
° der ukrainische Act „Halves Project“, der eine unterhaltsame Pantomime-Show als Schwarzlichttheater zeigte und uns mit seinen Illusionen verzauberte. Wir sahen später einen Artisten des Acts noch einmal, als er als Weißclown Crazy Pierrot das Publikum zum Schmunzeln brachte.
° das ebenfalls aus der Ukraine stammende Akrobatiktrio Trio Threestyle, das uns mit seiner kraftvollen und zugleich ästhetischen Bodenperformance, einer Kombination aus genauer Hand-auf-Hand-Kunst und Kontorsions-Elementen, faszinierte. Zudem sahen wir Tetiana, eine der drei Grazien, noch in ihrem Soloprogramm, der Antipoden-Handstand-Akrobatik.
Der kasachische Künstler Darkan begeisterte mit seiner zugleich starken und sinnlichen Strapaten-Show – ohne Sicherheitsnetz! – und mit seinem akrobatischen als auch tänzerischem Talent die Zuschauer in einem hohen Maße.
Zu den weiteren Höhepunkten gehörte das elegante und kraftvolle Duo Cerceau, das an einem Luftring (Aerial Hoop) atemberaubende Kunststücke präsentierte und dem Zuschauer den Atem raubte.
Die sexy Geraldine Philadelphia mit ihren Hula Hoops, mit denen sie auf der Bühne hingebungsvoll tanzte, war ein Augenschmaus.
Donial Kalex stach nicht nur durch seine Frisur hervor, sondern auch durch seine spitzbübisch wirkende Jonglage, mit Hand und mit Fuß.
Mein Fazit: Ich hatte den Eindruck, dass bisher keine Show so gut von dem Publkum aufgenommen wurde wie „Relax!“. Am Ende brachen beim Publikum alle Dämme: „Zugabe“-Rufe und ein schneinbar niemals endender Applaus ertönten im Saal. Dies schien die Sänger und Artisten zu beflügeln, so bekamen wir einige Zugaben, nach denen wir lächtzten. Die energiegeladene Show läuft bis zum 19. Februar 2017 im Wintergarten und sollte unbedingt von Euch besucht werden!
Weitere Informationen:
Preise:
Show : 37,20 bis 70,20 Euro
Show & Dine: 104,85 Euro
Show & Wine: 64,70 bis 102,10 Euro
Kontakt: Wintergarten Varieté
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin
030 5884340
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© E. Günther