Der Blaue Montag – die Comedyshow in den Wühlmäusen

Am Montag, den 3. Oktober 2016, besuchte ich mit einer langjährigen Freundin die Comedyshow „Der Blaue Montag“ in den Wühlmäusen am Theodor-Heuss-Platz.
„Die Wühlmäuse“ ist ein 1960 von Dieter Hallervorden und einigen Schauspielkollegen, wie z.B. von Wilfried Herbst, gegründetes Kabarett-Theater, das alle zwei Monate an einem Montag die Show „Der Blaue Montag“ veranstaltet, in der Comedians, Kabarettisten, Literaten, Sänger, Satiriker und Akrobaten auftreten.
 
Am 186. Blauen Montag war Arnulf Rating wieder der Gastgeber der Show. Mit seinen Witzen über „Wessis“ und „Ossis“, die dementen Wähler und Burkaträgerinnen in Mecklenburg-Vorpommern und seinem zynischen Humor begeisterte er das Publikum am Tag der Deutschen Einheit und sprach uns allen aus der Seele.
 
Wie an vielen „Blauen Montagen“ sorgte die selbstironische Musiktruppe „LÜÜL&Band“ wieder für die musikalische Unterhaltung des Abends, sowohl am Anfang des ersten als auch am Anfang des zweiten Aktes und zwischen einigen Programmpunkten. In ihren Liedern besang sie sowohl Rolf Eden als auch den Wannsee, also typische Berliner Themen – aber auf sarkastische Art und Weise.
 
Für uns gehörten zu den Höhepunkten der Show:
Gabor Vosteen, der sich selbst als „Musiker, Komiker, Blockflötennerd“ bezeichnet. Mit seinem Auftreten erinnerte er den Zuschauer an Charlie Chaplin und verband sein musikalisches Talent (er spielte bis zu fünf Blockflötten gleichzeitig) mit einem komödiantischen Können.
 
Markus Barth (nicht mit Mario Barth verwandt) unterhielt uns mit hervorragend pointierten Witzen zu Themen wie dem Gesundheitswahn, Telefonieren im ICE und verschiedenen Berliner Typen.
 
Andrea Bongers ist die einzige Frau in Deutschland, die in ihrem Soloprogramm ein Puppenspiel zeigt. Mt ihrer Schlangenpuppe diskutierte sie über Themen, die jede Frau bewegen: die Ehe, die von ihr an dem Abend mit der Sklaverei gleichgesetzt wurde, und das Singledasein. Viele Gelächter waren garantiert.
 
Mika, „die Herrin der Ringe“, zeigte uns, wie elfengleich das Herumwirbeln der Hula Hoop-Reifen funktionieren kann.
 
Carmen Küster, eine Luftartistin, verband ihr Programm in der Luft mit vielen Komikelementen und zeigte auch schwierige Programmpunkte, indem sie z.B. mit ihren Haaren an einer Stange hing.
 
Michael Sailer stellte zwei Theaterstücke gegenüber, die den Kontrast zwischen Berlin und Bayern offenlegen sollten. In dem ersten Theaterstück (Bayern) ging es um die unterschiedliche Meinung zu Fragen der Erziehung: Die Mutter war mit dem Sohn zu nachsichtig, der Vater zu streng.
Das zweite Theaterstück befasste sich mit zwei (Berliner) Männern, die über lebenswichtige Themen, darunter der Döner, sprachen.
 
Doch auch andere Künstler sorgten für eine Beanspruchung der Lachmuskeln seitens des Publkums:
Jens Neutag thematisierte in seinem breit gefächerten Programm Dresden, Pegida und die Kreuzigung Jesu Christi.
 
Klaus Nothnagel, „der Florian Silbereisen des Diavortrags“, präsentierte uns in seinem Diavortrag „Verzauberte Orte“ Berliner Plätze (u.a. das Brandenburger Tor und die Invalidenstraße), wie sie früher in der DDR ausgeschaut haben und wie sie jetzt aussehen.
 
Jockel Tschiersch las aus seinem Roman über das Liebesleben eines erfolglosen Schauspielers vor und sorgte damit für Schnappatmung bei einigen Zuschauern.
Am Ende kamen noch einmal alle Künstler auf die Bühne und verabschiedeten sich mit einer kleinen Zugabe von dem Publikum.
 
Mein Fazit: Wenn Ihr ein Programm mit vielen verschiedenen Künstlern, darunter Komiker, Artisten und Sänger, sehen wollt, dann ist der „Der Blaue Montag“ genau das Richtige für Euch. Am Montag, den 5. Dezember 2016, findet die 187. Show statt. Übrigens gibt es in Frankfurt/Oder auch dasselbe Konzept, nur unter dem Namen „Der Blaue Mittwoch“.
 
Preise: 21,50 Euro – 26,50 Euro
 
Weitere Informationen:
 
Kontakt:
Die Wühlmäuse
Pommernallee 2-4
14052 Berlin
Telefon: 030 30673010
 
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© E. Günther

 

 

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