Das Brandenburger Tor Museum – Berlins Weltgeschichte

Heutzutage steht Berlin für ein friedliches Miteinander verschiedener Kulturen, für Toleranz und ein ausgelassenes Nachtleben. Doch das war nicht immer so. Mit Berlin verbinden wir auch viele militärische Auseinandersetzungen und die dunkelste Geschichte Deutschlands. Kurz zusammengefasst: Berlin zu kennen, bedeutet auch die Geschichte zu kennen, die das Weltgeschehen verändert hat. Das Brandenburger Tor steht symbolhaft für diese außergewöhnliche Geschichte.

Und so widmet sich das Brandenburger Tor Museum, das wir am Samstag, den 7. April 2018, besucht haben, dem wichtigsten Wahrzeichens Berlins und der Stadt selbst.
Das Brandenburger Tor Museum ist ein privates Museum im Berliner Ortsteil Mitte, das am 27. April 2016 zunächst als THE GATE Berlin eröffnet wurde. Es liegt neben dem Brandenburger Tor, ein wenig versteckt neben einem großen Café.

In einem dunklen Raum mit vielen Sitzgelegenheiten werden in einer multimedialen Show über 350 Jahre Weltgeschichte dargestellt. Dabei wird in 20 Minuten auf acht historische Kapitel Berlins eingegangen, darunter der Einzug Napoleons in Berlin (1806) und das bunte Berlin heute.
Im 20-Minuten-Takt bekommen die Besucher auf einer 34 Meter großen Leinwand einen historischen Überblick über Berlin von 1647 bis in die Gegenwart.

Am meisten berührt haben mich zwei historische Kapitel: Deutschland unter der NS-Herrschaft und der Mauerfall.
Beim Kapitel „Deutschland unter der NS-Herrschaft“ werden auf den Bildschirmen zuerst nur die roten NS-Flaggen mit dem Hakenkreuz gezeigt und später sehen wir Züge fahren. Deutschland wird rot, womit auch das millionenfach geflossene Blut unschuldiger Menschen verbildlicht wird. Eine gespenstische Stille im Raum, bei der ich Gänsehaut hatte.
Das Kapitel „Mauerfall“ rührte mich zu Tränen. Die eingespielten Originalstimmen der glücklichen Menschen, die endlich in den Westen durften, lassen die Filmsequenzen authentisch und lebendig wirken.

Beim Verlassen der multimedialen Show gelangt man in einen Raum, in dem Fotos die Veränderung des Pariser Platzes im Laufe der Geschichte zeigen. Außerdem ist ein Nachbau des Kopfes der Siegesgöttin Nike zu sehen.
Die Quadriga wurde zunächst als die Krönung für das Friedenstor entworfen. Der Streitwagen fährt mit der Friedensgöttin Eirene in die Stadt und bringt den Menschen den Frieden.
Nach Napoleons „Entführung“ wird sie von dem Feldmarschall Blücher nach dem Sieg über Frankreich 1814 nach Berlin zurückgebracht und wird ab da zur Siegesgöttin Victoria (griechisch Nike).

Mein Fazit: Das Brandenburger Tor Museum eignet sich hervorragend für Touristen, die zum ersten Mal in Berlin sind und sich vor ihrer Erkundungstour einen historischen Überblick über die Weltstadt Berlin verschaffen möchten. Aber auch für Berliner ist das Museum wichtig, um Berlin in zwanzig Minuten noch einmal neu kennen zu lernen. Für 5 Euro (Kinder unter 6 Jahren kostenfrei) wird man ein Teil von Berlins dunkler und farbenfroher Geschichte.

Adresse: Das Brandenburger Tor Museum
Pariser Platz 4A
10117 Berlin

Weitere Informationen:
https://brandenburgertor-museum.de/
https://www.facebook.com/BrandenburgerTorMuseum/

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© E. Günther

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