Deutsches Spionagemuseum – Erlebnis-Ausstellung um die Welt der Spione

Die Glienicker Brücke ist nicht erst seit dem Film „Bridge of Spies“ mit Tom Hanks ein Mythos. Ganze drei Mal wurden auf der legendären Brücke im Kalten Krieg Spione zwischen Ost und West ausgetauscht. Seitdem wird Berlin auch die „Hauptstadt der Spione“ genannt, ein Konzept, dem sich seit 19.09.2015 das Hightech-Museum „Deutsches Spionagemuseum“ verschrieben hat, das ich am Samstag, den 10. Juni 2017, besucht habe.
 
Gleich im Foyer wird die totale Überwachung, der sich jeder von uns nichtsahnend aussetzt, anhand einer Wand aus 80 Monitoren, die Überwachungskamera-Straßenszenen in New York, Moskau, London und in Berlin darstellen, visualisiert.
 
Nach dem Betreten der Dauerausstellung werden wir in die Geschichte der Spionage eingeführt, die weit bis in die Antike reicht. Anhand diverser Wandtafeln erfahren wir Näheres über die Ursprünge der Geheimdienste.
 
Im zweiten Stock schlägt das Herz der Fans von Spionage- und Verschwörungsgeschichten etwas schneller, denn hier geht es um den Zweiten Weltkrieg, den Kalten Krieg und die Gegenwart mit NSA, Edward Snowden, Anonymous, Facebook und Wikileaks.
 
Seltene Objekte wie die Handschuh- und die Lippenstiftpistole, die BH-Kamera, Wanzen in Schuhen, Hitlers Chiffriermaschine Enigma und originale Requisiten aus James Bond-Filmen sind hier zu bestaunen. Zudem steht in der Ausstellung ein von der Stasi umgebauter Trabi, in dessen Türverkleidung Infrarot-Blitzgeräte mit extern ansteuerbarer Kamera für hochauflösende Fotos eingebaut wurden.
 
Mein Fazit: In dem Deutschen Spionagemuseum kommen nicht nur James Bond-Fans voll auf ihre Kosten, auch Verschwörungstheoretiker und Hobbydetektive können hier viel nachlesen (sowohl auf Englisch als auch Deutsch), bestaunen (viele Originalstücke aus dem Leben der Spione), aber auch selbst agieren, denn Besucher können im Museum ihre Nachrichten selbst codieren.
Besonders interessant fand ich die vielen Ausstellungsstücke und die Geschichten über die verschiedenen Tiere, die zur Spionage eingesetzt wurden, darunter Hauskatzen.
 
Für den Besuch des Museums müssen Erwachsene 12 Euro (ermäßigt 8 Euro) zahlen, Kinder unter 6 Jahren haben einen freien Eintritt.
 
Weitere Informationen:
 
Adresse: Deutsches Spionagemuseum
Leipziger Platz 9
10117 Berlin
 
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© E. Günther

 

 

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