Flic Flac – The Modern Art of Circus (Berlin, Bielefeld, Dortmund, Kassel, Mönchen-Gladbach, Nürnberg) – Höchststrafe in Berlin

Als kleines Kind war ich mit meinem Vater regelmäßig zu Gast in einem Zirkus. Damals sah ich begeistert den Wildtieren in der Manege zu. Die Wildtiere sind zum Glück von den Zirkusbühnen verschwunden, die Begeisterung für den Zirkus ist aber geblieben.
 
Zu den besten Zirkusprogrammen gehört u.a. der Zirkus Flic Flac, the Modern Art of Circus. Bereits mehr als 7 Millionen Zuschauer kamen in den Genuss der zahlreichen Flic Flac-Programme.
In diesem Jahr feiert Flic Flac 25 Jahre Jubiläum und um alte Zeiten mit meinem Vater aufleben zu lassen, habe ich ihn am Samstag, den 19. November 2016, – dem internationalen Herrentag – zur neuen Flic Flac-Show „Höchststrafe“ eingeladen.
 
Um 18.30 Uhr betraten wir den Eingangsbereich mit verschiedenen Ständen. Von Popcorn bis Cocktails konnte man alles finden, um sich vor der Show zu stärken. Um ca. 20 Uhr begann schließlich in einem sehr gut gefüllten Zirkuszelt die rasante Show „Höchststrafe“ unter der Regie von Benno und Larissa Kastein.
„Höchststrafe“ spielt, wie der Name schon vermuten lässt, in einem Gefängnis. Alle Künstler tragen Gefangenenkleidung. Die Geschichte beginnt mit der Partnerakrobatik der beiden Hand-auf-Hand-Künstler Dima&Dima auf dem Gefängnishof, wo es zu einer Revolte unter den Gefängnisinsassen kommt, was sich durch das gesamte Programm wie ein roter Faden zieht.
Auch die schräge Live-Band spielt mit ihrem Bandleader Samuel Beck in einem Käfig Lieder von Rammstein bis Punk.
 
Zu meinen Lieblingsprogrammpunkten an diesem explosiven Abend gehörten:
das Duo Turkeev (Dmytro Turkeiev und Julia Galenchyk), das an Strapaten den Zuschauer durch verschiedene Phasen einer Beziehung führte. Diese zauberhafte und artistisch sehr anspruchsvolle Darbietung hat mich wie die Mehrheit der Zuschauer zu Tränen gerührt und im Herzen berührt.
 
Die Show wurde mit Globe of Speed, dem Markenzeichen des Flic Flac, abgeschlossen. Dieser Programmpunkt, in dem neun Motorradfahrer, darunter José Antonio Pinillo, in einem riesigen Kugel-Käfig 70 Std/km schnelle und spektakuläre Loopings zeigten, raubte den Zuschauern den Atem. Die folgenden ekstatischen Bravo-Rufe waren an dieser Stelle mehr als gerechtfertigt.
 
Die Mad Flying Bikers, die Motorcross-Freestyler „Air-Speed“, begeisterten mit ihren gefährlichen Stunts, darunter schnelle Rückwärtssalti und Drehmanöver auf einer 10m langen Rampe, nicht nur die männlichen Zuschauer im Publikum und führte dazu, dass mehrere im Publikum vor Angst schrien.
 
Zwei mitreißende Programme präsentierte die Adrenaline-Crew: wagemutige Sprünge und Salti im Todesrad und die aus sieben Artisten bestehende Pyramide auf einem 11m gespannten Stahlseil, und das ohne Sicherung, aber zur Trauermusik. Gänsehaut!
 
Laura Miller, die Wassernixe im gläsernen Wasserbecken sorgte für knisternde Erotik in der Show, indem sie in ein Wasserbecken eingetaucht wurde, um dann in nassen und eng anliegenden Kleidern Kunststücke an einem Ring vorzuführen.
 
Irina Rizaeva  jonglierte mit acht leuchtend pinken Bällen in einem gläsernen Käfig und demonstrierte mit ihrem Körper eine ausdrucksstarke Performance.
 
Dandino und Luciana, Rollschuhkünstler aus Las Vegas, rissen alle im Saal mit ihrer furiosen Nummer, in welcher der Mann die Frau durch die Luft wirbelte, von den Stühlen.
 
Der exzentrische Viktar Shainoha  auf Strapaten und Nicolai Kuntz mit seinem Diabolo überzeugten uns mit ihrem jeweiligen Programm.
 
Aber an unsere Lachmuskeln wurde natürlich auch gedacht. Hubertus Wawra, Master of Hellfire, unterhielt das Publikum großartig mit Witzen über Ossis und Katholiken in den Pausen und bewies das Talent zur Situationskomik. Die Bollywood-Interpretation des Comedy-Jongleurs Patrick Lemoine amüsierte jeden im Saal.
 
Mein Fazit: In der Show „Höchststrafe“ durchlebt man gemeinsam mit den 52 Akrobaten, Extremsportlern und Musikern aus 14 Nationen ein Wechselbad der Gefühle. Man schreit vor Angst, wenn riskante Kunststücke gezeigt werden, und ist bei so viel Leidenschaft und Präzision oft zu Tränen gerührt.
Am Ende gab es zurecht Standing Ovations für die Ausnahmekünstler. Flic Flac verbindet mal wieder das Beste des modernen Zirkus: Akrobatik, Tanz und Comedy auf höchstem Niveau. Bis zum 8. Januar 2017 habt Ihr noch die Gelegenheit, diese einmalige Show mitzuerleben.
 
Spielzeiten
Montag-Freitag 20 Uhr (Dienstag spielfrei)
Samstag und Sonntag 16 Uhr und 20 Uhr
 
Kontakt: Bahnhof Zoo
Hertzallee 41
10787 Berlin
01806 -999 000 202
 
Weitere Informationen:
 
Zudem veranstaltet Flic Flac zur Weihnachtszeit in fünf Städten eine Weihnachtsshow:
Weihnachtsshow in Nürnberg: 14.12.16 – 8.1.17
Weihnachtsshow in Dortmund: 16.12.16 – 8.1.17
Weihnachtsshow in Kassel: 15.12.16 – 8.1.17
Weihnachtsshow in Mönchen-Gladbach: 17.12.16 – 8.1.17
Weihnachtsshow in Bielefeld: 22.12.16 – 8.1.17
01806 – 999 000 202
 
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© E. Günther

 

 

 
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