The Great Gatsby – die internationale Ballett-Sensation endlich in Deutschland (Berlin, Hamburg, Frankfurt/Main)

„The Great Gatsby“, die Geschichte ist so zeitlos wie ein Diamant. Schon zweimal habe ich F. Scott Fitzgeralds Liebesgeschichte der amerikanischen Lost Generation gelesen und gefühlt 100-mal die Verfilmung mit Leonardo DiCaprio gesehen. Ich habe mir immer gewünscht, dass daraus ein Musical entsteht. Als ich erfahren habe, dass „The Great Gatsby“ in Form eines Balletts auf die Bühne kommt, war ich zuerst sehr überrascht. Aber die Tatsache, dass in diesem internationalen Projekt die besten russischen, ukrainischen und amerikanischen Balletttänzer tanzen, hat mich sofort begeistert und so war ich mit meinem Mann am Donnerstag, den 3. November 2016, in einer unserer Lieblingslocations, dem Admiralspalast, um an diesem besonderen Event teilzunehmen.
 
Bereits um 18.45 Uhr sind wir im Admiralspalast angekommen und waren über die lange Schlange erstaunt. Obwohl die Aufführung erst um 20 Uhr beginnen sollte, wollten die Leute schon so früh ihre Karten abholen. Viele Pressevertreter befanden sich auch bereits am Ort und probierten ihre Kameras aus. Einige deutsche Schauspieler, darunter Barbara Herzsprung, fanden ihren Weg in den Admiralspalast und wurden von den vielen Fotografen fotografiert.
 
Wem noch immer „The Great Gatsby“ nichts sagt, der sollte unbedingt meine folgende Inhaltsangabe lesen:
Der wenig erfolgreiche Autor Nick Carraway kommt im Frühjahr 1922 nach New York City. Es ist eine Zeit von lockerer Moral, rhythmischem Jazz und dem Schwarzhandel. Auf der Jagd nach seinem eigenen Glück begegnet er dem geheimnisvollen Millionär und Party-Veranstalter Jay Gatsby. Außerdem trifft Carraway seine Cousine Daisy, in die Gatsby verliebt ist und mit der er früher zusammen war, und ihren vermögenden und untreuen Ehemann Tom Buchanan. Langsam wird der junge Autor in die moralisch verrohte Welt der Reichen hineingezogen. Nur die Freundschaft zu Gatsby gibt ihm Hoffnung, dass es auch Menschen mit Prinzipien gibt.
 
Gatsby wird in der Ballettaufführung von Denis Matvienko, einer Weltballett-Legende und dem einzigen Tänzer mit vier großen internationalen Ballett-Preisen, verkörpert. Matvienko überzeugt nicht nur jeden Zuschauer im Saal davon, dass er ein international angesehener und talentierter Tänzer ist, er zeigt uns auch die zerbrechliche Seite des Gatsby, die die Figur so beliebt macht.
Zudem zeichnet sich Matvienko auch als der künstlerische Leiter dieser Ballettshow aus.
 
Dwight Rhoden tanzt die Rolle des Nick Carraway und bekommt neben Matvienko zurecht den größten Applaus vom Publikum. Rhoden kann seinen durchtrainierten Körper nicht nur gekonnt verbiegen, sondern ist für die Inszenierung dieser Ballettaufführung verantwortlich und ist der Choreograph vieler namhafter Stars (u.a. Madonna).
 
Aber das ganze Ballett-Ensemble von „The Great Gatsby Ballet“, in dem ausschließlich Tänzer bedeutendster Theater und Ballettgruppen aus Russland (Mariinski-Theater in Sankt Petersburg), der Ukraine und den USA (Complexions Contemporary Ballet) tanzen, hat an diesem Abend brilliert und hat uns tänzerisch in die Welt der Goldenen Zwanziger mitgenommen.
Es handelt sich bei „The Great Gatsby Ballet“ um kein klassisches Ballett, sondern um eine moderne Interpretation, die aus Ballett, Contemporary und zeitgenössischem Tanz (darunter auch Breakdance-Moves) besteht. So wird nicht nur auf dem Boden, sondern auch an den Kronleuchtern getanzt. Ein Konfetti-Regen kommt auch auf die Zuschauer im Saal herunter. Auch mit der Tradition, dass der Mann nur mit einer Frau tanzen kann, wird gebrochen.
Dmitrij Paradisow setzt dabei mit den authentischen Kostümen und Kleidern die Tänzer gelungen in Szene.
 
Konstantin Meladze hat in Zusammenarbeit mit Juri Shepeto eine emotionale und manchmal dramatische Musik für „The Great Gatsby“ geschrieben und war einer der Gründe, warum ich mich auf dieses Ballettstück gefreut habe, denn Meladze kannte ich, eine gebürtige Ukrainerin, natürlich schon vorher, da Meladze einer der einflussreichsten Komponisten Osteuropas ist.
Genau wie der Tanz ist auch die Musik eine Mischung aus unterschiedlichen Richtungen: Symphonische Musik trifft auf moderne Klänge und den unvergesslichen Jazz. An einigen Stellen wird die Musik ganz weggelassen, um den fabelhaften Tanzpassagen einen breiteren Raum zu lassen.
 
Mein Fazit: 50.000 Besucher weltweit (für ein Ballett sehr außergewöhnlich) können nicht irren. Wir waren gestern ein Teil einer Geschichte, die in jedem Zeitalter aktuell sein wird, denn „The Great Gatsby“ demonstriert uns den moralischen Verfall einer oberflächlichen Spaß- und Konsumgesellschaft, in der es keine Werte mehr gibt. Schwäche wird sofort bestraft und so strebt man danach, immer besser zu sein als die anderen und verliert sich in einer Scheinwelt, die einen am Ende einsam zurücklässt. Dieses Gefühl wird auf eine sehr unterhaltende und ästhetische Weise in der Welttournee „The Great Gatsby Ballet“ aufgegriffen.
Sei auch du ein Teil dieses Gesamtkunstwerks, bestehend aus der einzigartigen Atmosphäre der Roaring Twenties, einer abwechslungsreichen Musik und großartigen Ballettänzern.
 
Wer diese großartige Inszenierung noch in Deutschland sehen möchte, der hat in Hamburg und Frankfurt/Main dazu die Gelegenheit, sollte sich aber beeilen:
04.11.2016 – 20:00 Hamburg Mehr! Theater am Großmarkt
06.11.2016 – 18:00 Frankfurt Jahrhunderthalle
 
Weitere Informationen:
 
 
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© E. Günther
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