Eßkultur in Berlin und Köln – Literatur in Verbindung mit Essen

Die Kultur einer Nation lebt von folgenden Bereichen: Literatur, Musik, bildende Kunst und Essen. Und zwei davon – Literatur und Essen – werden von der Eßkultur miteinander verbunden.

Ich stelle Euch in dem heutigen Bericht die Eßkultur allgemein, in den Städten Berlin und Köln und anschließend die Veranstaltung „Orientalisches Märchenfrühstück in einem Beduinenzelt“ speziell, einer der zahlreichen Veranstaltungen der Eßkultur, die wir am Samstag, den 22. Oktober 2016, besucht haben, vor.

Die Eßkultur existiert seit 1998 in Berlin (Museumskomplex Berlin-Dahlem) und seit 2002 in Köln (verschiedene Austragungsorte) und organisiert in diesen beiden Großstädten zweimal im Monat kulinarische Lesungen zu einem bestimmten (meistens literarischen) Thema (Literatur zum Essen). Das Motto lautet: „Gegessen wird, was im Buche steht“. Ungefähr 40 solche Programme zählen bis jetzt zum Repertoire der Eßkultur. So gab es zum Beispiel einmal in Berlin eine Lesung aus dem Roman „Maria, ihm schmeckts nicht“ von Jan Weiler. Dazu wurden italienische Köstlichkeiten serviert. Zudem werden in Berlin regelmäßig Orientalische und Armenische Märchenfrühstücke in einem Beduinen“zelt“ veranstaltet, dazu später mehr.

Neben den Lesungen bietet die Eßkultur Themen-Caterings und verschiedene Kochkurse für Einsteiger und Fortgeschrittene an: In Sushi-, Schokoladen-, Nudel- und Orientalischen Kochkursen können maximal zwölf Teilnehmer in drei Stunden ihre Kochfähigkeiten verbessern und mehr über die Kultur des Essens erfahren.

Die nächste kulinarische und literarische Veranstaltung findet in Köln am Samstag, den 5. November 2016, und in Berlin am Freitag, den 18. November 2016, statt:

° Köln: „Zum Dinner bei Sherlock Holmes“ im Glasmuseum Rheinbach
Die Lesung zum Essen, darunter Orangenlachs mit Pickles, kostet 37 Euro pro Person. Übrigens kann am Sonntag, den 20. November 2016, die kulinarische Lesung zu Süsskinds Roman „Das Parfum“ besucht werden.

° Berlin: „Die Entdeckung des Kaffees“ im Kaffeehaus Europa (ein neuer Austragungsort der Eßkultur)
Der Kaffeeklatsch zum Kaffee und Kuchen kostet 6 Euro.

Wer in Berlin Appetit auf ein großes Buffet hat, kann an bestimmten Samstagen und Sonntagen um 11 Uhr das Armenische oder Orientalische Märchenfrühstück besuchen, das ich im Folgenden genauer vorstellen werde:

Am Samstag, den 22. Oktober 2016, besuchte ich mit meinem Mann und einer langjährigen Freundin das Orientalische Märchenfrühstück in einem Beduinen“zelt“. Wir betraten – selbstverständlich ohne Schuhe – einen gemütlichen und mit Kelim-Kissen und Teppichen dekorierten Raum. Man konnte sowohl auf dem Boden (Kissen) als auch auf den bequemen Sofas Platz nehmen.

Der Märchenerzähler Michael Leese begrüßte uns und kündigte ein aus drei Teilen bestehendes orientalisches Märchen über den Prinzen Khalaf an. Vor allem der letzte Teil des Märchens weckte mein Interesse. Es ging um die Reise des Prinzen nach China, wo eine wunderschöne Kaiserstochter jungen Bewerbern, die um ihre Hand anhielten, drei Fragen stellte. Löste einer der Bewerber nicht das Rätsel, drohte ihm der Tod. Konnte ein junger Mann jedoch alle drei Fragen richtig beantworten, durfte er als Belohnung die Kaiserstochter heiraten.

Zwischen den Teilen durften sich die Gäste am Orientalischen Buffet bedienen. Auf dem Buffettisch standen warme und kalte Speisen: Hommus, Falafel, Pita, Hähnchenragout, Gemüseauflauf mit Schafskäse, Köfte, Lammfleisch, Weinblätter und Couscous. Danach gab es noch ein Dessert, eine Mangocreme. Dazu gab es zweierlei Tee aus dem Samowar.

Das nächste Armenische Märchenfrühstück in Berlin findet am Sonntag, den 6. November 2016, und das nächste Orientalische Märchenfrühstück am Sonntag, den 13. November 2016, statt. Die Preise lauten: 18 Euro für Erwachsene und 12 Euro für Kinder unter 12 Jahren. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt also auf jeden Fall.

Adresse Märchenfrühstück Berlin:
eßkultur Restaurant im Museum Dahlem
Takustraße 38/40
14195 Berlin

Weitere Informationen zur Eßkultur in Berlin:
http://www.esskultur-berlin.de/catering/berlin/home.php
https://www.facebook.com/esskulturberlin/?fref=ts

Weitere Informationen zur Eßkultur in Köln:
http://www.esskultur-koeln.de/
https://www.facebook.com/EsskulturKoeln/?fref=ts

Mein Fazit: Wer gerne liest (oder sich gerne vorlesen lässt), gutes Essen schätzt und auch Speisen anderer Kulturen probieren möchte, der sollte sich die Eßkultur unbedingt auf seine to do-Liste setzen.

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© E. Günther

 

 

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