Nupelda in der Freien Volksbühne Berlin – Musik verbindet alle Nationalitäten.

Türken und Kurden gemeinsam auf einer Bühne? Ein Syrer spielt friedlich und ausgelassen neben einem Israeli? Nicht-Aleviten singen über das Schicksal von Aleviten? Wenn man die Nachrichten schaut, dann scheint all dies unmöglich zu sein, doch eine Band sorgt für (musikalische) Lichtblicke in dieser schwierigen Zeit: Nupelda.

 Am Montag, den 17. Oktober 2016, besuchten mein Mann und ich das Konzert dieser multikulturellen Band in der Freien Volksbühne in Berlin-Wilmersdorf. Und obwohl diese kulturelle Institution bei uns in der Nähe liegt, waren wir an diesem Tag zu ersten Mal dort. Da ich das Konzept dieses Hauses sehr interessant finde, möchte ich das an dieser Stelle vorstellen, bevor ich genauer auf die Band eingehe.
 
Die Freie Volksbühne ist ein Verein, der eng mit Theatern, Opern und vielen anderen Kulturstätten in Berlin und Potsdam kooperiert und für seine Vereinsmitglieder Karten für verschiedene Produktionen zu günstigeren Preisen verkauft, häufig 40 % unter dem Abendkassenpreis. Zudem werden für die verschickten Eintrittskarten auch keine Versandgebühren erhoben. Natürlich kann man als FVB-Mitglied die Tickets auch an den Abendkassen vergünstigt erwerben. Die Kulturkarte kostet 36 Euro im Jahr.
 
Neben diesem Angebot bietet der Verein unter dem Namen „Montagskultur“ noch eigene kulturelle Veranstaltungen an, auch für Nicht-Mitglieder. Dazu gehören Konzerte, literarische Gespräche, Ausstellungen und Lesungen. Die nächste Veranstaltung findet am Montag, den 24. Oktober 2016, statt: Es wird ein Bühnengespräch mit Ulrich Khoun, dem Intendanten des Deutschen Theaters, geben. Der Eintritt ist an diesem Abend frei, sonst variieren die Eintrittspreise zwischen 10 und 15 Euro.
 
Falls Ihr Euch mehr über diesen sehr interessanten Ort informieren möchtet, hier findet Ihr alles Wichtige zusammengefasst:
 
Am Montag, den 17.10.2016, nahmen wir also an dem Konzert der Band Nupelda in der Freien Volksbühne teil. Um 19.30 Uhr kamen die Berliner Musiker nacheinander auf die Bühne und orientierten sich zu ihrem Instrument hin.
In der fünfköpfigen Besetzung der Band spielen Musiker mit Wurzeln aus der Türkei, Israel, Rojava (Syrien) und Deutschland und interpretieren dabei auf eine moderne Art traditionelle Stücke aus Anatolien und Mesopotamien. Zu den Musikern gehören: Maria August (Gitarre, Gesang, Perkussion), Apo Yildiz (Saz, Kaval), Jesse (Violine), Ronî JOJO (Gitarre, Gesang, Perkussion) und Itamar Tsur (Kontrabass).
 
An dem besagten Abend spielte die Band 1,5 Stunden lang Lieder auf Türkisch, Kurdisch, Deutsch und Hebräisch – noch eine musikalische Besonderheit der Band. Viele der Lieder handelten von Liebesschmerz und Sehnsucht. In einem Lied wurde der Genozid an den Aleviten besungen. Doch neben den melancholischen Songs gab es auch peppige und schnelle Interpretationen, die einen zum Tanzen auf dem Stuhl animierten. Die einzelnen Musiker versprühten Lebensfreude und Liebe zu der eigenen und fremden Kultur, was zur Begeisterung beim Publikum führte. Nach lauten „Zugabe“-Rufen kam die Band noch einmal auf die Bühne und sang ein sephardisches Lied.
 
Mein Fazit: Wir sind an dem Abend große Fans der Band geworden. Obwohl wir weder Türkisch noch Kurdisch noch Hebräisch sprechen können, fühlten wir jedes Lied und spürten sowohl den Herzschmerz als auch die Heiterkeit. Die musikalische und nationale Vielfalt hat uns tief bewegt und hat uns die Hoffnung gegeben, dass der Frieden doch nicht eine Illusion bleiben muss. Dafür möchten wir ganz herzlich der Band Nupelda und dem Ausrichtungsort an diesem Abend, der Freien Volksbühne, danken.
Das nächste Mal könnt Ihr hier die Band live sehen und hören: am 20.November 2016 um 20:00 Uhr > Weltmusiktage, Zimmer 16 (Kleinkunstbühne).
 
Für weitere Informationen zu dieser Band geht Ihr bitte auf die folgenden Seiten:
 
 
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© E. Günther
 
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