Restaurant „Alexandrowka“ in der Russischen Kolonie

– ein Restaurant- und ein Ausflugstipp –
 
Um andere Kulturen kennen zu lernen und um auf eine kulinarische Reise zu gehen, muss man nicht weit fahren. Im Norden Potsdams findet man einen Ort, in dem die Zeit stehen zu sein scheint und wo man glaubt, sich in einem russischen Märchen zu befinden. Im folgenden Beitrag werde ich Euch diesen Ort und sein bei den Touristen beliebtes Restaurant, das „Alexandowka“, genauer vorstellen.
 
Dreizehn unter Denkmal stehende Holzhäuschen verleihen der Kolonie, die man sofort mit Mütterchen Russland assoziiert, einen urigen und einen märchenhaften Charme. Die Holzhäuser mt gepflegten Gärten wurden im Jahr 1826 auf Wunsch Friedrich Wilhelms III, dem preußischen König, im russischen Stil erbaut und wurden früher von den russischen Sängern des ersten preußischen Garderegiments bewohnt – wenn sie verheiratet waren. 1999 hat die UNESCO die Kolonie als ein Teil des Weltkulturerbes erklärt.
 
Gleich neben dem Restaurant „Alexandrowka“, zu dem ich noch später kommen werde, befindet sich das im Jahr 2005 eröffnete Museum Alexandrowka mit einem Café mit 40 Sitzplätzen. In einer Dauerausstellung wird auf die kulturellen Besonderheiten und auf die Geschichte der Russischen Kolonie eingegangen. Das Museum verfügt auch über einen Shop, in dem man Souvenirs und Literatur käuflich erwerben kann.
Hier sind einige wichtige Informationen zum Museum:
Öffnungszeiten: Di-So 10:00-17 Uhr
Eintrittspreise: 3,50 Euro (ermäßigt: 3 Euro)
Achtung: An Eurem Geburtstag kommt Ihr kostenfrei ins Museum.
 
Auf einem kleinen Hügel, dem nördlich angrenzenden Kapellenberg (früher Minenberg genannt) , kann man mit der Alexander-Newski-Gedächtniskirche eine schöne und kleine Russisch-Orthodoxe Kirche besuchen, in der man zur Ruhe kommen und den hektischen Alltag vergessen kann. Mit einer kleinen Spende kann man für den weiteren Erhalt dieses Rückzugsortes sorgen.
 
Viele Touristen erkunden die Russische Kolonie mit dem Fahrrad oder zu Fuß und machen anschließend Pause in dem beliebten russischen Restaurant „Alexandrowka“. Das Restaurant ist sehr kitschig gestaltet: Matröschkas und Bilder von Russland im Winter gehören zum Inventar des Restaurants. Das Servicepersonal, das auch sehr gut Deutsch spricht, läuft zum Teil in traditioneller Kleidung. Draußen kann man auf Holzbänken bei schönem Wetter in einem Garten dinieren, von einem anderen Holzhäuschen mit einer Hexenpuppe umgeben.
 
Schon mehrere Male habe ich in dem Restaurant gespeist und dabei mehrere Gerichte probiert. Ein Novum des Restaurants ist, dass man jetzt auch Probierportionen des jeweiligen Gerichtes für 4,50 Euro bestellen kann. Allerdings sind diese Portionen auch vollkommen ausreichend. Alle Gerichte entstammen der typisch russischen-ukrainischen Küche. Meine Eltern und ich bestellen in dem Restaurant sehr gerne die sehr erfrischende Birkenlimonade, die uns an früher erinnert (0,2 l für 1,80 € und 0,5 l für 4,00 €).
 
Als Vorspeisen habe ich bis jetzt Folgendes bestellt und kann es deswegen Euch empfehlen:
° Salat „Vinaigrete“ für 6,50 €: Dabei handelt es sich um einen Salat aus roter Beete, Salzgurken, Weißkraut, Erbsen, Möhren, Kartoffeln, Frühlingszwiebeln und kaltgepresstem (russischem) Sonnenblumenöl.
 
° Fischsalat „Babuschka“ für 6,50 €: Salat mit Thunfischfilet, Basmatireis, Frühlingszwiebeln und feiner Mayonnaise
 
° ukrainischer Bortsch für 6,50 €: gehaltvoller Rote Beete-Kohleintopf mit Rind- und Schweinefleisch (auch eine vegetarische Variante möglich)
 
Folgende Hauptgerichte kann ich Euch zudem ans Herz legen:
° Kartoffel-Pirogge „vegetarisch“ oder mit Hackfleisch für 12,90 €: hausgemachte, in Öl gebackene Kartoffel-Piroggen, gefüllt mit Tilsiter-Käse und Kräutern oder mit Hackfleisch, an würzigem Gemüseragout nach «Kosakenart» mit Rohkostsalat
 
° Hühnchen „Sobor“ für 13,90 €: gebratenes Filet von der Hühnerbrust, belegt mit aromatischen Waldpilzen und herzhaftem Käse überbacken
 
° Béouf Stroganoff für 14,00 €: Streifen vom Entrécôte zusammen mit Pilzen, Zwiebeln, Salzgurken und roter Beete kräftig gebraten, mit Rotwein abgelöscht und frischer Sahne verfeinert. Als Beilage werden gekochte Kartoffeln empfohlen.
 
° Lachsfilet nach „Zarenart“ für 14,40 €: im Kräutersud gedünstetes Lachsfilet an feiner Kaviar-Hollandaise und Salatbeilage, dazu Basmati-Reis
 
° Zanderfilet „Kalina“ für 14,50 €: Zanderfilet auf der Haut gebraten mit Flusskrebsen in einer Butter-Soße
 
Desserts:
° Die Eierkuchen sind ein geschmacklicher Traum und können entweder mit Heidelbeerkonfitüre, Schokostreuseln und Schlagsahne oder mit Rosinenquark, Waldhonig und Schlagsahne bestellt werden. Beide Varianten kosten jeweils 6 Euro. Zudem kann man auch einen glutenfeien Eierkuchen für 7,30 Euro ordern.
 
° Hat man jedoch nicht mehr so einen großen Hunger, bestellt man die Moskauer Nüsse für 2,80 Euro. Es handelt sich hierbei um ein handgemachtes Mürbeteiggebäck, gefüllt mit karamellisierter Milchcreme.
 
Fazit: Obwohl wir schon mehrmals im „Alexandrowka“ gespeist haben, werden wir dem Restaurant weiterhin als Stammgäste erhalten bleiben. Das Restaurant wird aufgrund seiner authentischen Küche und seinem kitschigen Charme sehr gut besucht. Eine Tischreservierung ist daher sehr zu empfehlen.
 
Kontaktdaten: Restaurant Alexandrowka
Russische Kolonie 2
14469 Potsdam
0331 8170203
 
Öffnungszeiten: Montag geschlossen
Dienstag – Freitag 10:00–18:00 Uhr
 
Weitere Informationen zum Restaurant findet Ihr auch auf:
 
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© E. Günther
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