Aladdin – das Disney-Musical in Hamburg

Für Disney ist man nie zu alt…

Könnt Ihr Euch noch an die Zeit erinnern, als Ihr ein kleines Kind wart und zum ersten Mal einen Süßigkeitenladen betreten habt? Ihr kamt bestimmt aus dem Staunen nicht mehr raus und wusstet nicht, wohin Ihr zuerst schauen solltet, oder? Genau so ging es mir auch, als ich am Samstag, den 16. April 2016, mit meinem Mann das Musical Aladdin gesehen habe…

Am Samstag, den 16. April 2016, nahmen mein Mann und ich, zwei Disney-Liebhaber, in der vierten Reihe der Neuen Flora in Hamburg Platz und waren bereit, uns in ein Märchen von 1001 Nacht entführen zu lassen. Um 20 Uhr ging der Vorhang auf und wir sahen einen begeisterten Dschinni, der uns in einem Prolog die einzelnen Figuren des Musicals vorstellte und auf das Treiben auf dem Basar einging. Sofort fiel uns die traumhafte Kulisse mit der authentischen Darstellung eines Basars im Orient auf. Wir sahen Bauchtänzerinnen, Derwische, eine Wahrsagerin und viele andere Figuren, die man mit einem Orient in Verbindung bringt. Und dann ging es mit der eigentlichen Handlung los. Da ich davon ausgehe, dass jedem von Euch die Aladdin-Geschichte ein Begriff ist, verzichte ich an dieser Stelle auf die Wiedergabe der Handlung, sondern konzentriere mich lieber gleich auf die Punkte, die uns in dem Musical begeistert haben-und davon gab es schließlich sehr viele.

Eine große Freude im Musical waren die ganzen Bühnenbilder, die in jeder Szene variierten und den Zuschauer immer überraschten. Egal, ob es eine Szene auf dem Basar, in dem Palast oder in der Höhle, aus der Aladdin die sagenumwobene Lampe holen sollte, war, jedes Mal präsentierte uns die Produktion ein anderes Bühnenbild, in dem auf jedes winzige Detail geachtet wurde. Auch bei anderen visuellen Effekten wie einem Feuerwerk oder aus dem Boden springenden Männern wurde auf der Bühne nicht gespart. Genauso wie die Bühnenbilder waren auch die Kostüme farbenfroh und ideenreich (Die Produktion verfügt über 600 Kostüme).

In dem sehr temporeichen Musical haben die Darsteller die ganze Zeit getanzt und gesungen und uns auch mit ihrer Komik begeistert. Zu den Komikelementen gehörten auch sehr viele Anspielungen auf die aktuelle Fernsehlandschaft (Let’s Dance, Das Supertalent, Helene Fischer). Besonders schön fand ich es, als Dschinni das Lied aus „Die Schöne und das Biest“, meinem absoluten Lieblingsdisneyfilm, anstimmte.

Und nun kommen wir zu dem Teil, ohne den ein Musical nicht denkbar wäre: die Darsteller. Den größten Applaus am Ende des Musicals hat Enrico de Pieri bekommen, der die Figur des Dschinni darstellte, obwohl er den schwierigsten Part im Musical hatte. Jeder von uns verbindet Dschinni mit Robin Williams‘ Stimme bzw. Synchronstimme, die uns als Kinder bzw. Jugendliche begeistert hat. Und Enrico de Pieri stand dem in nichts nach. Auch er redete genauso schnell und manchmal genauso wirr, was viele Gelächter im Publikum verursachte. Zudem gefiel mir sehr die Darstellung der beiden bösen Figuren: Ethan Freeman (Dschafar) und Erik Minsk (Jago), die ihre Sache mehr als gut machten, was das Publikum mit einem entsprechenden Applaus honorierte. Die Verkörperung des nervigen Papageis und des manipulativen Dschafars war einfach hervorragend.

Zunächst brauchte ich ein paar Minuten, um mich daran zu gewöhnen, dass Jasmin von einer Brasilianerin (Myrthes Monteiro) gespielt wird, doch fand ich dann die Wahl passend, da die Figur Jasmin eine sehr temperamentvolle Frau ist. Jasmin und Aladdin (Terry Alfaro) waren ein sehr überzeugendes Paar auf der Bühne, das sowohl durch ihre Bühnenpräsenz als auch durch ihre Stimmen überzeugte. Auch fand ich es gut, dass die anderen weiblichen Darstellerinnen so gut ausgewählt wurden: Es waren sehr hübsche und vor allem sehr weibliche Frauen. Überhaupt möchte ich die 38 Darsteller aus 12 verschiedenen Ländern dafür loben, dass sie uns mit ihrer temporeichen Darbietung sehr gut unterhalten haben. Zwei Stunden lang verbreiteten die Darsteller eine enthusiastische und positive Stimmung, die das Publikum von ihren Sitzen zog.

Mein Mann war nur etwas enttäuscht, dass die Figur des Affen, Aladdins bester Freund im Film, es nicht ins Musical geschafft hat, sondern dass Aladdin stattdessen drei (menschliche) Freunde hatte. Ich fand es aber nicht schlimm, zumal ich Philipp Tobias Hägeli, der den besten Freund Aladdins im Musical verkörperte, bereits aus andren Produktionen kannte.

Gespannt warteten mein Mann und ich die ganze Zeit im Musical auf die Teppich-Szene, die für uns im Disney-Film die schönste Szene ist. Und unsere Erwartungen wurden sogar übertroffen: In der besagten Szene, in der die beiden Protagonisten auf einem Teppich weg fliegen, erstrahlte der ganze Saal in einem Sternenhimmel. Der Sternenhimmel und die wunderschönen Stimmen der beiden Hauptdarsteller verzauberten uns und entführten uns für eine kurze Zeit in eine Traumwelt, aus der wir nur ungern aufwachten. Die Musik von Alan Menken ging auch in dieser Szene mitten ins Herz.

Das Musical Aladdin ist „ein Rausch für alle Sinne“ (Uschi Neuss) und gehört jetzt zur Top 3 meiner Lieblingsmusicals. Ich empfehle jedem, nach Hamburg zu fahren oder eine Hamburg-Reise mit dem Musicalbesuch zu verbinden. Aladdin sollte für jeden Musical- und Disney-Fan ein Muss sein!

Weitere Informationen zum Musical findet Ihr auf:
http://www.stage-entertainment.de/…/disneys-aladdin-hamburg…
https://www.facebook.com/AladdinDasMusical/?fref=ts

Adresse: Neue Flora

Stresemannstraße 159a

22769 Hamburg

 

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© E. Günther

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